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#1
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Liebe Schnucki,
vielen, vielen Dank für deine Antwort und fürs Daumendrücken. Es hilft, wenn man merkt, dass man nicht ganz allein steht und andere auch durch so eine Hölle gehen müssen. Es tut mir sehr leid um deine Mutter. Andererseits freue mich, von dem positiven Verlauf deiner Schwiegermutter zu hören. Ja, die Warterei ist grässlich. Man schwankt zwischen dem Gefühl, die Zeit anhalten zu wollen, damit man das Ergebnis nie erfahren muss und gleichzeitig überkommt einen der Wunsch, dass alles ganz schnell hinter sich zu bringen. Die Ohnmacht ist so furchtbar. Ich würde so gern etwas tun – so gern das Schicksal beeinflussen. Aber ich kann nichts machen. Ich sitze nur hier und warte und bange. Dabei wechselt mein Gefühlszustand im Minutentakt zwischen aufkeimender Hoffnung und völliger Verzweiflung. Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich viele meiner Bekannten bereits mit der Diagnose konfrontiert habe. Das Dumme ist halt, dass ich keine weitere Familie habe und somit niemanden zum Reden. Normalerweise bin ich ein ganz guter Einzelkämpfer und komme mit den meisten meiner Probleme selbst zurecht, doch bei dem Thema Krebs, hatte ich das Gefühl, dass es zu groß ist, um damit allein klarzukommen. Es hat mich in eine so tiefe Schlucht gestürzt, dass ich nicht glaubte, da jemals wieder herauszukommen. Meine Mutter möchte auch nichts wissen und sich am liebsten gar nicht mit der Krankheit auseinandersetzen. Das heißt, dass ich diejenige bin, die die meisten Entscheidungen treffen muss. Manchmal wächst man ja mit seinen Aufgaben, aber dennoch fühle ich mich momentan überhaupt nicht reif genug dafür. Das zu sagen, ist wirklich peinlich, denn ich bin über 40 Jahre alt. Doch kommt bei mir gerade so viel zusammen: keine Beziehung, beste Freundin weg, bevorstehender Schritt in die berufliche Selbstständigkeit und eben der fehlende familiäre Rückhalt. Aber es ist eben, wie es ist. Ich muss es annehmen und lernen, damit fertigzuwerden. Andere hier haben auch ein ganz schweres Schicksal und meistern es schließlich auch irgendwie. Danke an das Forum und dafür, dass ich mich hier ausheulen darf!!! Liebe Grüße Nela |
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#2
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Liebe Nela!
Zitat:
Es wird immer empfohlen, sich eine sog. Zweitmeinung einzuholen, dies kann man ja in einem der Zentren tun. Die niedergelassenen Ärzte arbeiten heute mit Krankenhäusern zusammen und versuchen sog. Schnittstellen, die oft Informations-und Zeitverlust in der Betreuung der Patienten bedeuten, zu vermeiden. Liebe Grüße! Elisabethh. |
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#3
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Liebe Elisabethh.,
ganz vielen Dank für deine Information. Sie haben bewirkt, dass ich mich heute noch mal intensiv mit der Thematik der Krankenhauswahl auseinandergesetzt habe. Ich versuche schon die ganze Zeit Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe herzustellen, um von dort vielleicht eine Empfehlung zu bekommen, aber leider habe ich bisher noch niemanden erreicht. Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist echt ungünstig, um krank zu sein. Meine Mutter ist in einer gastroenterologischen -/proktologischen Schwerpunktpraxis in Behandlung, die mit dem regionalen Krankenhaus kooperiert. Daher denke ich, wäre die Kommunikation zwischen Praxis und Klinik gewährleistet. Nur leider ist die Chirurgie des Krankenhauses auf Enddarmkrankheiten im Allgemeinen spezialisiert und nicht auf Krebs im Besonderen. Es gibt auch keine Onkologie in der Klinik und eben kein zertifiziertes Zentrum. Aber im Augenblick geht es ja erstmal um die OP. Die Frage ist also: Wo sind die besten Chirurgen? Doch das herauszubekommen scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, denn offenbar gibt es da tausend unterschiedliche Meinungen. Der eine sagt A, der andere sagt B. Ich habe festgestellt, dass alles Glücksache zu seien scheint und man es nicht beeinflussen kann. Da ich längere Zeit selbst im medizinischen Bereich gearbeitet habe, muss ich zugeben, dass ich nicht gerade großes Vertrauen zu Ärzten habe. Irgendwie fühle ich mich dem Ganzen völlig hilflos ausgeliefert. Ich würde so gern etwas tun, aber es gibt einfach keine Garantien! Ich könnt echt nur noch k…. ![]() Liebe Grüße Nela |
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#4
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Hallo Nela,
ich weiss nicht ob ich es überlesen habe, aber vielleicht schreibst du (noch) mal hin, in welcherm Kreis ihr wohnt. Ich denke mal, dann kommen auch von hier Empfehlungen. Ich habe momentan ein PC problem und bin nicht viel im Netz, bis er wieder in Ordnung ist.
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Mein Ehemann Georg+36jährig+1988(NHL) Mein Liebster Joachim+42jährig+1997 (kleinzell. Bronchial Ca.) Ich : 2002 DCIS re.Mamma, operiert, bestrahlt, AHT Meine Schwester Heike +2011(Bronchialca) Unsere Mama +2013(operiertes Glioblastom, Nierenversagen bei Temodal Therapie) Meine Schwester Sandra(45),TN mamma Ca.metastasiert, +21.11.2015 |
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#5
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Hallo Monika,
das Problem mit der Klinikwahl hat sich inzwischen erledigt. Wir mussten uns bereits entscheiden und der OP-Termin steht auch schon. Wir haben dann doch noch jemanden bei der Selbsthilfe-Gruppe erreicht und uns dort beraten lassen. Ob die Entscheidung wirklich die richtige ist, weiß man ja leider immer erst im Nachhinein. Ich habe da aber noch mal eine andere Frage. Weißt du zufällig – oder irgendjemand, der das hier liest –, ob zur sicheren Metastasendiagnostik eine Röntgenaufnahme der Lunge und eine Leber-Sonographie ausreichen? Oder sind da noch andere bildgebende Verfahren nötig, wie z.B. ein MRT? Schon mal Danke für die Antwort. Liebe Grüße Nela |
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#6
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Bei meiner Schwester wurde ein Komplett CT gemacht-mit und ohne Kontrastmittel.
Wichtig sind auch besonders die Nebennieren, da gehen Lungenkrebsmetastasen wohl auch sehr gerne als erstes hin. Andererseits wollen die Chirurgen es vielleicht auch nicht so genau wissen, denn wenn Metastasen gefunden werden, dann wird es möglicherweise keine OP geben. Es gibt in der Krebstherapie standarisierte Verfahren, und dazu gehört eben, dass wenn Metastasen da sind, eine Chemo das erste Mittel ist. Ich weiss nicht, was ich raten soll. Ich wäre froh gewesen, wenn meine Schwester nach Chemo und Bestrahlung operiert hätte werden können. Leider war dann aber doch unter der Chemo eine Nebennierenmetastase gewachsen, die wurde dann rausoperiert, d ann ging es zur Reha , als sie zurückkam kam das Kopf MRT, da waren dann Hirnmetastasen. Die Lungenoperation war damit dann erledigt.
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Mein Ehemann Georg+36jährig+1988(NHL) Mein Liebster Joachim+42jährig+1997 (kleinzell. Bronchial Ca.) Ich : 2002 DCIS re.Mamma, operiert, bestrahlt, AHT Meine Schwester Heike +2011(Bronchialca) Unsere Mama +2013(operiertes Glioblastom, Nierenversagen bei Temodal Therapie) Meine Schwester Sandra(45),TN mamma Ca.metastasiert, +21.11.2015 Geändert von Monika Rasch (29.12.2011 um 18:13 Uhr) |
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#7
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Liebe Monika,
es tut mir wahnsinnig leid, um deine Schwester. Diese Krankheit ist einfach grässlich! Offensichtlich kann man sich nie sicher sein und egal, was man macht und welche Diagnostik und Therapie man bekommt, der Krebs scheint bei jedem seine eigenen Wege zu gehen. Ich finde es so furchtbar schwer, mit dem Gefühl der Machtlosigkeit klarzukommen und sich seinem Schicksal so ergeben zu müssen. Man hat plötzlich kein selbstbestimmtes Leben mehr, sondern ein krebsbestimmtes! Bei meiner Mutter hieß es, dass mit dem Röntgen und der Sonographie die Metastasendiagnostik vorerst abgeschlossen ist. Ob das wirklich ausreicht, weiß ich nicht, aber mehr ist nicht geplant. Dass der Tumor operiert wird, stand von vornherein fest, denn er blutet massiv und muss auf jeden Fall entfernt werden. Eine Chemo schließt sich dann höchstwahrscheinlich im Anschluss an. Alles ist noch so ungewiss, da man Genaueres erst nach der OP sagen kann. Also heißt es für uns weiter warten und bangen, warten und bangen … ![]() Liebe Grüße Nela |
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