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#1
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Liebe Jessy,
das habt ihr super toll gemacht! Ich drück Euch! Knutschi Sandra
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Meine Mama ist ein Engel! *1957 - + 2011 Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark! |
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#2
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Liebe Jessy und Familie,
auf diesem Wege möchte ich dir und deiner Familie mein tiefes Mitgefühl ausdrücken. Ich finde es unheimlich Toll, wie ihr zusammen, deinen Papa zum Zug gebracht habt. Du hast den Tod deines Papa`s toll beschrieben. Meiner Tochter und mir, ging es vor 4 Wochen genau so. Mein Mann und Lisas`s Papa starb auch zu Hause in unseren Armen. Und es war sehr schön. Eigentlich war es WUNDERSCHÖN. Es war ruhig, friedlich,liebevoll. Dann wurde es STILL. Die Sonne schien und Jürgen ging . Wir brachten ihn bis zur Regenbogenbrücke. An unserem 14. Hochzeitstag und an Jürgens Geburtstag brachten wir ihn zu seiner letzten Ruhestätte. Es war ein besonderer Tag. Es war genauso schön wie an dem Tag, als er starb. Wir sind froh, das er gehen konnte und sich nicht weiter quälen mußte. In unserem Herzen ist er immer und da hat er den schönsten Platz. Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute. Für den Tag der Trauerfeier ganz viel Kraft. ( Wir fuhren nach der Urnenbeisetzung in den Urlaub. Meine Tochter schrieb an den Papa eine Karte:" Lieber Papa, ich schicke dir einen Karte aus Bibione. Die Sonne scheint, Essen ist gut. Ich weiß das du nun bei deinem Papa bist und ich weiß das du keine Schmerzen mehr haben mußt. Wir vermissen dich ganz Dolle, deine Lisa & Mama") Unsere Tochter ist 13. Uns sie hat soooo Recht. Wenn man zuschauen muss und nicht helfen kann, zerbricht man . Wir sind froh, das wir Jürgen begleiten durften. Und wir sind froh, losgelassen zu haben. Ich drücke dich und schicke dir ein Kraftpaket. GGL Grüße von Grit mit Lisa fest an der Hand und Jürgen fest im Herzen __________________________________________________ _______________ Im Febr. 2012 erhielt Jürgen die Diagnose Krebs und am 15.07.2012 ging unser Kämpfer für Immer. Wir vermissen dich soooo sehr |
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#3
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Meine Mama wurde nur 65 Jahre jung. Sie starb am 15.03.2012 aber in meinem Herzen ist sie bei mir ![]() Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark |
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#4
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Hallo Mädels....
5Wochen ist es jetzt her.... 5 Wochen sind vergangen seit mein lieber Papa für immer die Augen geschlossen hat... 3 Wochen seit der Beerdigung... und der Schmerz wird immer unerträglicher. Den richtigen "Gong" gab es bei mir erst letzte Woche Freitag, da wurde mir bewusst dass mein Papa nun wirklich nie mehr zurück kommen wird. Erst da wurde es irgendwie real. Komisch, ich hatte schon auf der Beerdigung damit gerechnet aber da war das Gefühl der "Wirklichkeit" schnell wieder verflogen. Ich fühlte mich wie in einem Film, auch wenn die Trauerfeier wirklich sehr "schön" war. Alles lief so wie Papa es sich gewünscht hatte, also war alles großartig, so wie es war. Aber trotz alledem kam es mir alles unwirklich vor und jetzt wo es langsam ruhiger wird, da wird es plötzlich so real und tut unheimlich weh... ![]() Ich vermisse ihn so sehr, frage mich immer und immer wieder ob wir wirklich alles getan haben und wie wir einfach zulassen konnten dass er "in seinen Zug einsteigt"!? Natürlich ist es absoluter Schwachsinn, denn für ihn waren die letzten Wochen absolute quälerei, aber er wollte doch auch nicht gehen.... wie konnten wir ihn dann einfach gehen lassen? Ich habe Angst ihm das gefühl des "abschiebens" gegeben zu haben in dem ich ihm gesagt habe dass er nun wirklich "gehen" muss.... ![]() Dazu kommt die Angst dass die Theorie nicht stimmt, dass wir uns tatsächlich irgendwann wieder sehen.... Ich habe langsam das Gefühl ich werde völlig verrückt, entdecke Seiten an mir die ich nie zuvor an mir gesehen habe und habe dass Gefühl irgendwie in einer ganz anderen Welt zu leben. Zu Hause steht die Zeit einfach still und da draussen geht das Leben einfach ganz genauso weiter wie vorher!? Die Leute beschweren sich über ihre "Alltagssorgen" (wie ich es früher sicher auch getan habe ^^), jammern wegen einem Schnupfen und machen sich keinerlei Gedanken darüber dass es so viiiiieeeel, viiiieeel schlimmere Dinge gibt. Wie kann das sein??? Heute war der erste Tag an dem ich nicht beim Friedhof war und es geht mir wirklich schlecht dabei... aber die Termine haben es heut einfach nicht zugelassen Der morgentliche Gang zum Grab gehört mitlerweile genauso zu meinem Leben wie das morgentliche Zähneputzen und es ist wirklich ein ungutes Gefühl - heute nicht da gewesen zu sein.... ![]() Meine Mama hat zum 15.11. eine neue Wohnung - sie hält es in dem Haus ohne Papa nicht mehr aus.... und wir ziehen dann in Mama's und Papa's Haus. Wir werden vorher eine Menge dort machen und es umgestalten damit es einfach etwas "anders" aussieht. Aber ich freue mich darauf, denn in dem Haus meiner Eltern fühle ich mich Papa einfach am nähsten.... Wie kommt ihr bloß damit zurecht? Nach aussen bin ich Stark und alle sind ja soooo beeindruckt von meiner stärke, aber in mir sieht es ganz anders aus... Da ist von der wirklich "starken" Jessy nichts mehr übrig und ich bin eifach nur unendlich traurig, wütend und kopflos zugleich. Ich versuche mich immer mit Terminen abzulenken, regel alles so gut es geht für Mama.... aber so wie ich mal zur Ruhe komme bricht das Kartenhaus zusammen und ich werde einfach nur von unglaublich großer Traurigkeit und Wut überschwemmt. Ich bin wütend auf die ganze ungerechte Welt ![]() So Ihr Süßen... Sorry dass ich euch nun bei meinem ersten Beitrag nach Wochen gleich wieder so vollgejammert habe aber das musste nun einfach mal raus.... Langsam sollte ich wohl mal zu den "Hinterbliebenen" wechseln.... aber ich fühle mich noch garnicht so "wirklich" hinterblieben.... Wäre dieser Thread dann einfach so weg???? So wie auch mein Papa einfach bei all den Ämtern aus dieser Welt gelöscht wird? Oder kann ich auch diesen Thread einfach verschieben lassen???? Ich hab keine Ahnung.... ![]() Fühlt euch alle ganz dolle geknuddelt! ![]() Und ich danke euch natürlich ALLEN für eure Unterstüzung und lieben Zeilen in dieser schweren Zeit!
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Mein Papsi.... 13 Monate tapfer gekämpft und nun doch friedlich in unseren Armen für immer eingeschlafen *15.04.1958 - +17.08.2012 Wir werden uns wieder sehen...... irgendwann Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark! |
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#5
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Hallo Jessy,
die ganze Geschichte mit deinem Vater ist gerade mal ein paar Wochen her, wie willst du denn da schon besser drauf sein? Das kann doch gar nicht und dass du so traurig und auch wütend bist, ist doch völlig normal. Ja, das Leben "draussen" geht einfach weiter, das ist so und manchmal ist das schreiend ungerecht. Es gibt Menschen, die regen sich auf, wenn sie Spliss in den Haaren oder einen Fingernagel abgebrochen haben... Da hilft es nur, die Menschen um einen herum zu "sieben", damit nur die übrig bleiben, die genug Seele haben um einen zu verstehen und einem beizustehen. Gib dir mehr Zeit, du hast dein ganzes bisheriges Leben mit deinem Vater verbracht, die Lücke die er hinterlassen hat ist groß. Es ist schön, dass du mit dem Umbau deines Elternhauses ein Ziel vor Augen hast, das wird dich ein wenig ablenken und dein Vater ist dir dort bestimmt ganz nah. Alles Liebe Monika |
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#6
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Meine liebe Jessy,
schön, mal wieder etwas von dir zu lesen... Und hier brauchst du dich für gar nichts entschuldigen. Es ist ein geschützter Raum und vor allem ein Raum für deine Trauer und da kannst du schimpfen und jammern wie du willst. Monika hat recht, es ist sehr wenig Zeit vergangen und du darfst nicht zu viel von dir erwarten. Auch wenn dein Verstand begreift, dass es Zeit war, deinen Papa gehen zu lassen, dann trägt dein Herz diese Entscheidung noch lange nicht. Und die beiden fechten offensichtlich gerade einen Kampf in dir aus. Mir ging es ähnlich. Und vor allem war ich wütend über die Gleichgültigkeit, die mir begegnete, die Banalität, die mir entgegen sprang und dass nicht einfach die ganze Welt still stand. Es ist unglaublich schwer, die innere und äußere Welt wieder in Einklang zu bringen. Das kostet Kraft und es benötigt Zeit. Auch haben die schwere Krankheit deines Papas und sein viel zu früher Tod dich tatsächlich verändert. Du bist daran gewachsen! Du bist eine sehr starke, junge Frau, aber du musst nicht immer stark sein. Und wenn die Traurigkeit und die Sehnsucht dich überrollen, dann lass es zu und wehre dich nicht dagegen. Das kostet nur allzu viel Kraft. Die Welle reißt dich mit sich und vielleicht gehst du auch mal kurz unter und wirst über den Boden gerollt, doch letztlich spült dich diese Welle auch wieder an Land zurück. Oft sind die Gefühle, die wir durchleben widersprüchlich und manchmal hat man auch den Eindruck, dass die Trauer einen zerreißt, uns den Atem nimmt, aber irgendwie schaffen wir es. Von einem Tag zum nächsten. Und aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass die Trauer sich verändert. Ich habe mir angewöhnt, sie "zum Kaffee einzuladen" und sich mit mir an den Tisch zu setzen, wenn sie anmarschiert. Wenn ich mir sie als Person vorstelle, fällt es mir leichter. Anfangs hat sie mich sehr oft heimtückisch überrascht und überrollt. Aber meine Taktik ging auf und mit der Zeit wurde es besser. Und da ich mir die Trauer als so eine Art Person vorstellen kann, fühle ich mich nicht mehr ganz so ausgeliefert und hilflos. Vielleicht kannst du ja für dich auch einen Weg entdecken, der dir ein wenig helfen kann. Und wie es in dir ausschaut, das können vor allem diejenigen Menschen verstehen und nachempfinden, die selbst einen so großen Verlust erleben mussten. Das bedeutet aber nicht, dass die anderen alle "blöd" und unsensibel sind. Oft steckt hinter ihrem Verhalten ja die eigene Hilflosigkeit und Unsicherheit, denn sie wissen nicht, wie sie dir begegnen sollen. Jessy, es ist ein langer und schwerer Weg, der vor dir liegt, aber du wirst ihn meistern! Das weiß ich! Dein Papa hat dir schließlich das passende Rüstzeug dafür mit auf den Weg gegeben. Und wenn du mal reden willst, dann sind wir schließlich alle gern für dich da! Und ich finde es auch ganz, ganz schön, dass ihr in dein Elternhaus einziehen werdet! Fühle dich geknuddelt und grüß deine Mama auch ganz lieb!!! Miri
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Mein Papa erhielt am 18.04.11 die Diagnose Lungenkrebs mit Knochenmetastasen und ging am 21.02.12 ins Licht. Alles vergeht, aber die Liebe bleibt... Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark! |
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#7
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Hallo Miri,
du hast wieder mal so schön geschrieben und so treffend! ![]() Zu der "Heimtücke der Trauer" fiel mir spontan nochmal das 1. Weihnachtsfest ohne meinen Vater ein. Wir haben eigentlich alles so gemacht wie immer, mühsam zwar, aber immerhin. Es war klar, dass mir das Fest nichts bedeuten würde, nicht ohne meinen Vater, und mir war klar, dass es recht traurig wird. Natürlich haben wir die Fassade wegen den Kindern ein bisschen aufrecht gehalten, haben das irgendwie geschafft. Das Jahr danach - da war ich recht zuversichtlich, dass es nicht mehr so schlimm wird, da ja schon 1 Weihnachten rum war. Und da sprang sie mich an die Trauer und hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht, mir hat mein Vater an den Tagen mehr gefehlt als im Jahr davor und das war das traurigste Weihnachten überhaupt. Also: Nicht wegrennen vor der Trauer, ihr Raum lassen, denn das braucht sie einfach. LG Monika |
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| adenokarzinom, bronchialkarzinom, glioblastom, lungenkrebs |
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