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#1
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Hallo Miri,
ja mach das mit den Grüßen an Sanna, hatte sie schon mal angeschrieben, aber wenn sie sich nicht anmeldet, sieht sie es natürlich nicht. Ich stelle mir das auch schrecklich vor, auf einmal mit all den Erinnerungen "allein" zu sein, hab vor so einer Situation selbst auch ziemlichen Schiss. Schließlich kann man sowas nicht mit einer "selbst entschiedenen Trennung" gleichsetzen - und die tut schon weh. Ich ziehe vor allen hier den Hut, die das schaffen müssen. Da ist "den Vater verlieren" bei allem Schmerz doch noch ein anderes Kaliber. Wünsch dir einen schönen Sonntag, LG Monika |
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#2
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Lieber Paps,
es ist draußen klirrend kalt, doch trotzdem ein wunderschöner Wintertag mit Sonnenschein, blauem Himmel und klarer Luft. Mama und ich sind bereits ganz ungeduldig, weil wir unbedingt im Garten durchstarten wollen. Ich habe bereits eine Palette mit Hornveilchen und Winterlingen besorgt, doch wegen Schnee und Frost warten die nun vergeblich auf ihr neues Zuhause. Diesen Frühling freuen wir uns auf den Garten und stell dir vor, Mama hat schon ganz viele Zwiebeln besorgt und Samen! Ich will unbedingt einen Kirschbaum pflanzen und das Gewächshaus wieder zum Leben erwecken. Ich werde die Erde austauschen und Tomatenpflanzen besorgen sowie die obligatorische Salatgurke. Ja,ja, ich werde noch eine richtige Gärtnerin!Aber ich muss mich in Geduld üben, weil der Winter uns nicht verlassen mag. Dabei hätte ich jetzt so viel Zeit! Manchmal ist mir so unglaublich langweilig! Das kannst du dir gar nicht vorstellen! Oh doch, du kannst das, denn du warst ja auch zur Untätigkeit verdonnert... Ich schreibe hier ständig Bewerbungen und muss dann warten. Du weißt ja, wie sehr ich dieses Warten hasse! Es ist einfach nur doof, wenn man nicht weiß, wie es weiter geht. Dann kann man auch seine freie Zeit nicht wirklich genießen. Demnächst fahre ich ja mit Helli nach Berlin, ihr Geburtstagsgeschenk. Darauf freue ich mich sehr!!! Endlich etwas anderes sehen... Heute Abend sind wir zur Andacht eingeladen. Mama und ich gehen hin. Ob wir wohl einige der Menschen wieder treffen, die damals bei dir waren? Manchmal kommt mir das alles so unwirklich vor, Papa! Manchmal stelle ich mit Erschrecken fest, dass du wirklich nicht mehr da bist und auch niemals wieder kommen wirst. Und dann entdecke ich wieder all die Spuren, die du hinterlassen hast. Überall! Und entgegen den Fußspuren im Sand, die das Meer wieder wegspült, sind es dauerhafte Spuren. Die Sonne scheint gerade so schön und die Eiskristalle in den Bäumen glitzern um die Wette... Ich stelle mir vor, dass du lachst und es dir gut geht... Liebe Grüße Miri
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Mein Papa erhielt am 18.04.11 die Diagnose Lungenkrebs mit Knochenmetastasen und ging am 21.02.12 ins Licht. Alles vergeht, aber die Liebe bleibt... Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark! |
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#3
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jaja, die kälte... langsam reicht es. ich denke, ein bisschen wärme täte uns allen gut. geht ja aufs gemüt, dieses ständige grau mit tendenz zum einmümmeln. ich merks bei meiner mom, die dreht zuweilen ein bisschen am rad, weil sie witterungsbedingt nicht so unterwegs sein kann, wie sie möchte. und in der wohnung kriegt sie grad, so aufgabenlos, wie sie ist, den käfigtigerkoller..
was macht deine jobsuche? ist anstrengend, nicht wahr? wir machen das jetzt mit meinem freund auch. und es ist zuweilen echt aufreibend. zumal er auf dem deutschen arbeitsmarkt ein totaler newbie ist, und von der formalität des ganze. rech überwältigt. ich überlege mir gerade auch, dass ein beruflicher neustart, eine komplette neuorientierung vielleicht nicht falsch wäre. fürchte mich im augenblick aber noch zu sehr davor. die idee mit dem garten finde ich toll. ich hab den grünen daumen ja nicht wirklich. mir fehlt die konsequenz. aber die vorstellung, eigene tomaten und gurken zu ernten, die hat schon was. ich will jetzt nicht zu philosophisch klingen, aber es hat etwas sehr beruhigendes an sich, dieses aktive teilhaben am werden und vergehen. zumal man was konkretes macht. nämlich dreck und später dann salat. eine kirschbaum finde ich toll. gibt bestimmt in einigen jahren lecker konfitüre und kuchen. (ich sitz hier mit massivem jetlag im bett und kann nicht schlafen. und hab irgendwie hunger. ich glaube, das hat einfluss auf mein geschreibsel...) ich vermisse gerade die erschrockenen momente, von denen du schreibst. es ist sonderbar wie weit weg meine lieben gedanklich gerade sind. nicht immer, aber ich ertappe mich häufig in einer normalität, die nicht wirklich normal ist, aber wer setzt denn da schon maßstäbe. auf jeden fall in einem vorwärts, dass mich echt erschrickt. hey, berlin, lasst es krachen. ich wünschte, ich könnte auch. aber am mittwoch ist der urlaub vorbei. und ich war mit meinem freund bei seinen eltern, die mich nicht mögen, und zu allem überfluss im langweiligsten ort der welt wohnen. hurra für spiel, spaß und spannung. berlin wäre die bessere alternative gewesen. ![]() ich wünsch dir einen guten start in die woche. und sonne! mari Geändert von Larimari (18.03.2013 um 01:28 Uhr) |
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#4
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Liebe Mari,
wie schön, von dir zu lesen! Aber sag mal, schläfst du nachts nie?! Ach ja, Jetlag! Du warst in den USA und hast die Eltern deines Freunds besucht. Warum mögen die dich denn nicht?! Bist du denen zu direkt? Kann ich überhaupt nicht verstehen! Aber ich denke, die Amis sind auch ziemlich konservativ, oder? Ich war noch nie dort, doch meine Freundin hat mir so einige Stories erzählt (sie war Au pair in Kalifornien)...Ja, ich freue mich riesig auf Berlin!!! Nur ich hätte mir echt gewünscht, dass wir dort den Frühling feiern könnten... Stattdessen müssen wir nun Schal, Mütze und Handschuhe mitnehmen Aber wir werden ganz viel Spaß haben, da bin ich sicher! Es gibt so viel, was wir uns gern anschauen würden und dann sicherlich unzählige Ecken zu entdecken. Ich habe meiner Tochter so einen witzigen Low-Budget-Reiseführer geschenkt und den werde ich diese Woche studieren. Die Jobsuche gestaltet sich weiterhin schwierig... Zwar bekomme ich dann und wann Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Doch anschließend entscheiden die sich nicht für mich Ob ich etwas falsches mache? Dumme Sachen von mir gebe oder einfach unsympathisch rüberkomme? Ich weiß es nicht und ehrlich sind die auf Nachfrage auch nicht. Die behaupten dann einfach, es gäbe halt eine Person "die noooooch besser dem Anforderungsprofil entspräche". Nun denn, weiter geht's! Oder es scheitert an Dumping-Gehältern... Ich hatte mich in einem Hochseilklettergarten an der Ostsee beworben und hätte dort das Büro geschmissen sowie Marketing und PR. Das hätte ich mir prima vorstellen können zwischen all den "Kletteraffen". Aber das Gehalt, das die mir dort zahlen können, ist 50 % (!!!) weniger als ich bisher bezog.Auch nach vielen Rechnenaufgaben und der Bereitschaft zum Verzicht reicht es hinten und vorn nicht und so werde ich absagen müssen. Dass es für deinen Freund schwierig ist glaube ich gern! Und ich würde dir zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht empfehlen zu wechseln oder dich komplett neu zu orientieren. Es ist einfach zu früh für dich. Bei mir hat es ein Jahr gedauert...Ich kann deine Ma so gut verstehen! Diesen Käfigtigerkoller bekomme ich auch allmählich! Ich backe schon freiwillig Pizzabrötchen und Kuchen, um Ablenkung in meine Langeweile zu bringen. Dann staubsauge ich ständig durch die Gegend! Furchtbar! Ich werde noch so ein richtiges Hausmütterchen! Meine Tochter ist schon vollends verwirrt Ja, und auch ich kenne diese "Normalität" ohne Papa... Mich erschreckt es auch bisweilen, wie gut wir eben ohne ihn zurecht kommen und unser Leben leben. Dann fühle ich mich ganz schlecht. Vor allem, wenn ich hier bei anderen lese, wie traurig sie sind und wie schlecht es ihnen geht. Dann frage ich mich, ob ich normal bin. Aber ich denke, es gehört dazu, Mari! Wir müssen nicht 24 Stunden am Tag an unsere Lieben denken, um uns unsere Trauer zu beweisen (damit will ich nun aber nicht all diejenigen verletzen, die eben permanent an ihre Lieben denken). Manchmal müssen wir eben einfach leben. Und unsere Liebsten sind ja immer dabei, in unserem Herzen. Und dann wiederum kommen Phasen, wo sie uns besonders fehlen und wir in unsere Erinnerungen abtauchen. Jeder auf seine Weise. Ich kann dir ja ein Bio-Paket rüberschicken, wenn ich mein Gemüse ernte!!! Aber so, wie es derzeit ausschaut, werde ich die Tomaten und Gurken erst im Herbst ernten können! Es schneit seit heute Nacht wieder und es hört gar nicht mehr auf![]() Ganz liebe Grüße Miri
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Mein Papa erhielt am 18.04.11 die Diagnose Lungenkrebs mit Knochenmetastasen und ging am 21.02.12 ins Licht. Alles vergeht, aber die Liebe bleibt... Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark! |
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#5
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Hallo Miri;
euer Schnee ist bei uns REgen. Seit gestern im Dauerzustand. Argghh. Hatte mir meinen freien Tag schöner vorgestellt. Ja die Sprüche einier AG von wegen da hat jemand nooch mehr Erfahrung, ist viel jünger usw. kenne ich auch. Bei uns im Handwerk heißt es immer wieder gerade Teilzeitkräfte planen wir abends und samstags ein. Nun hab ich zum Glück den Job der mich vormittags arbeiten lässt und an dem ich sogar samstags frei habe. Außer ich bitte es selbst an wie am Ostersamstag. Schönen Tag wünscht dir Nala. P.S. mit deinem Post in meinem Thread hast du voll ins schwarze getroffen.
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#6
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Hallo Miri! Lass dir dennoch Zeit mit der Jobsuche und verzage nicht! Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan aber ich bin mir ganz sicher dass du bestimmt nichts falsch machst! Ich denke deine Chance kommt noch und dann kannst du zugreifen, das ist dann das Richtige! Ich finde auch dass in unserem Alter auch schon mal alles passen muss, ich meine das Gehalt, die Umstände, die Materie, usw. Ich bin wählerischer geworden als früher und das ist gut so!
Sag mal, du hast ja mal gemeint dass der Lehrberuf auch was für dich gewesen wäre, warum machst du das jetzt nicht?? Ich bin auch immer wieder am Überlegen, ich mag ja den Lehrberuf, er macht mir auch Spass aber bis zu meiner Pension, ich weiß nicht?! Irgendwie denke ich muss das Leben doch noch mehr für mich hergeben, neue, andere Dinge?! Momentan muss ich das Drumherum in meinem Leben noch ordnen und bin damit zu sehr beschäftigt aber ich denke schon über einen beruflichen Wechsel nach. ERst jetzt seit Papas Krankheit weiß ich wie schnell alles vorbei sein kann und dass da noch mehr sein muss was auf einem wartet! Aber vielleicht denke ich einfach zuviel nach und erwarte zuviel vom Leben im Moment! Diese "Normalität" von der ihr da schreibt die kenne ich jetzt schon. Papa ist jetzt noch nicht mal einen Monat weg und manchmal ist alles einfach wie "immer"! Und dann habe ich ein schlechtes Gewissen weil alles wie "immer" ist, aber wie ihr schon geschrieben habt das ist wirklich normal denke ich. Ich glaube das ist das "immer wieder aufraffen zum Leben", das "weitermachen", sonst könnten wir ja nicht weiterleben, das heißt ja nicht, dass wir unsere Lieben vergessen, wir versuchen nur zu "überleben"! Schön, dass du und Helli nach Berlin fährt! Vielleicht wird das Wetter ja doch ein bisschen frühlingshaft?! Ich fahre auch mit Mama in den Osterferien ein paar Tage fort, an den Gardasee, einfach nur entspannen! Wie war die Andacht? Ich hoffe sie war besinnlich und hat euch gut getan! Ganz liebe Grüße
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Mein Papa: Kleinzelliges Bronchialkarzinom Diagnose am 21.12.2011 am 23.2.2013
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#7
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Liebe Nala,
Liebe Nina, schön auch von euch beiden hier zu lesen !Ja, das mit dem Lehrberuf ist so eine Sache... Ich habe auf Gymnasiallehramt studiert, aber im Hauptstudium gewechselt zu Magister. Ich hatte es jetzt versucht, doch mein Problem ist, dass ich keine sogenannten Mangelfächer anzubieten habe. Ein Seiteneinstieg ist nur dann möglich. Habe mich auch an einer Waldorfschule beworben, doch nach eingehender Lektüre ist auch das nichts für mich. Ich bin zu alt für so etwas Ich liebe Kinder zwar sehr, doch um jeden Preis ist auch das nicht meine Berufung. Ich hätte super gern etwas im "Sozialen Bereich" getan, aber da habe ich halt wenig bis gar keine Chancen. Also läuft es doch wieder auf Marketing und Pressearbeit hinaus, denn der Rubel muss ja rollen. Wird schon! Ab 1. April bin ich dann offiziell arbeitslos.Ich weiß ziemlich genau, was du meinst, Nina. Ich hatte und habe dieselben Gedanken. Man sollte auch nie seine Träume aufgeben, doch manchmal gibt die Lebenssituation halt nicht das her, was man gern täte. Und eigentlich gefällt mir mein Job ganz gut. Er ist sehr vielseitig und spannend. Nur das Umfeld war eine einzige Katastrophe und das sollte jetzt besser werden. Lass dir Zeit für deine Pläne! Jetzt wird es gut sein, wenn du erst einmal Routine hast. Ein neuer Job kostet ja auch extrem viel Kraft und da muss man vorher erst einmal auftanken können. Die Andacht musste ich übrigens absagen. Leider! Ich war krank, Magen- und Darm... In letzter Zeit bin ich eigentlich nur krank Nicht ernsthaft, aber allmählich nervt es mich. Mein Husten ist genauso nervtötend wie der viele Schnee um mich herum!Euch allen eine gute und erholsame Nacht Miri
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Mein Papa erhielt am 18.04.11 die Diagnose Lungenkrebs mit Knochenmetastasen und ging am 21.02.12 ins Licht. Alles vergeht, aber die Liebe bleibt... Hand in Hand - gemeinsam sind wir stark! |
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