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#1
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Hallo Panda,
mich treibt dieses Problem auch um. Ich bin grade kurz vor der OP nach neoadjuvanter Chemo und werde direkt danach auch mit Tam beginnen. Ich - und auch meine Frauenärztin- bin die ganze Zeit davon ausgegangen, dass ich zusätzlich Zoladex bekomme. Schließlich bin ich jung, mein Tumor ist 90% östrogensensibel und meine Eierstöcke haben fast bis zum Chemoende tapfer durchgehalten! Der Leiter des Brustzentrums, in dem ich behandelt werde, sagt aber: Fehlanzeige. Bringt gar nichts. Die Studie, die mal einen Benefit von GnRH-Analoga festgestellt hat bei prämenopausalen Frauen, beinhaltete wohl einen Fehler. So ähnlich wie der Spinat mit dem Eisen. Meine Frauenärztin war auch sehr verwundert und wollte mal auf die Suche nach neuen Erkenntnissen gehen. Ich berichte gerne, wenn ich Näheres weiß. Bin gespannt, was andere zu dem Thema wissen. Alles Liebe BAA |
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#2
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Hallo BAA,
berichte gerne, ich freu mich. Ich hab am Montag noch mal einen Termin. Ich hatte damals zwei Meinungen eingeholt für die Chemo, ein Zentrum war für GnRH Analoga. Ich frag noch mal nach, auch nach der konkreten Studie. Liebe Grüße Panda ![]()
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#3
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Hallo BAA, Hallo Panda,
darf ich mich in eure Runde gesellen? Wenn ihr von stark hormonrezeptorpositivem Tumor und prämenopausal schreibt, dann beschreibt das auch mich ganz gut. Zunächst sah das BZ auch für mich zusätzlich zum Tam die Zoladex-Spritze vor. Nachdem dann 2014 die neue AGO-Leitlinie raus kam, hat sich mein Onkologe daran orientiert und so gab es kein GnRHa. Zusätzlich dazu hat er noch den Hormonstatus bestimmen lassen. Da dieser wechseljahresähnliche Zustände ergab, war dies auch kein Anlass für Zoladex. Auch mich beschäftigt immer wieder der Gedanke, ob das Tam alleine "ausreicht". Schon irgendwie ätzend! Morgen habe ich meine 2. Nachsorge. Mittlerweile hat sich bei mir die rote Armee zurück gemeldet und so wird morgen der aktuelle Hormonstatus ausgewertet. Ich werde mal horchen, was dann Stand der Dinge ist. |
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#4
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Meines Wissens bewegt sich da etwas in der Hinsicht. Es kamen die Studien Soft und Text im Sommer 2014 heraus - so wie ich es verstanden habe, reichen die Daten noch nicht zu einer Empfehlung - im Dezember ist eine weitere Metastudie zu erwarten.
Zur Senkung der Hormone kann man ja schon etwas zu beitragen: Tägliche Bewegungstherapie im aeroben Bereich. Vor kurzem habe ich gelesen, dass Alkohol das Hormonlevel steigen lässt. Das würde ich also auch nicht zu mir nehmen. Wenn man viel Ballaststoffe und Gemüse ist, kann Östrogen angeblich auch über den Darm ausgeschieden werden. Ich warte bis Dezember und entscheide dann, wenn die Datenlage ausreicht. @Goldfasan - Ich habe im Sommer einmalig keine Tage bekommen. Seitdem ist wieder Ende. |
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#5
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hallo, dann komme ich auch dazu....
das interessiert mich schon sehr. "Mein" BZ sagte mir, dass nur Tam ausreichend wäre (und das sogar bei nachweislich "langsamen Metabolisierer"). Hormonstatus wurde bei mir überhaupt nicht bestimmt (solange sie ihre Periode regelmäßig haben, sind sie NICHT in den Wechseljahren). Meine damalige FA wollte mir Zoladex verschreiben (da unter 40), aber ich habe nochmal im BZ nachgefragt: das wäre nicht mehr aktuell, wurde mir da gesagt. Jetzt schau ich aber nachher doch nochmal in die unterlagen wie stark homonabhängig der Tumor war. Bin gespannt, was Ihr noch herausfindet! Alles, alles Liebe von Danny PS. die gestern bei der 3. (?)Nachsorge (nach 1,5 Jahren) war - und ALLES war unauffällig :-)))) |
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#6
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Hallo Zoraide,
das mit dem Sport, Alkohol und der richtigen Ernährung hat meine Gyn auch gesagt. Ich mache sehr viel Ausdauersport im aeroben Bereich, trinke nie Alkohol und lebe fast nur vegetarisch mit viel frischem Zeug. Aber habe super hohe Werte. Kann sein, dass mein Körper sich ein Jahr nach Chemoende gerade freut, dass wieder was geht :-)) und es deshalb zu diesem überschießenden Wert kommt. Habe gerade mal meine Gyn angemorst und warte auf ein Feedback. Weiteres dann bei meinem Termin am Montag. Sie ist eigentlich immer nah dran an neuesten Studien. Tam ist ja eigentlich nur dafür da, die Rezeptoren auf dem Tumorzellen zu besetzen, wenn ich das richtig weiß. Wenn die also alle besetzt sind, spielt es keine Rolle, ob da im Blut viele oder weniger Östrogene sind. Hm... ![]() aber ein komisches Gefühl hat man, wenn man so viel Östrogen im Blut hat.... ![]() ![]() Ich les mir die beiden Studien noch mal durch. Vielen Dank für den Tipp. Vielleicht gibt es ja auch eine Möglichkeit, in die andere Studie zu kommen. @ Danny Herzlichen Glückwunsch zum super Nachsorgeergebnis ![]() ![]() Meine Rezeptorenwerte sind bei ER12 und PR12. Mein Brustzentrum sagte auch "nur TAM" und eine Zweitmeinung bei einem unabhängigen Onkologen beinhaltete dasselbe. Nun ja.... die Meinungen ändern sich auch laufend. Grüße an alle!! Panda ![]() ![]()
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#7
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Hallo!
hier meine Ergebnisse/ Recherchen und Info's des Arztes meines Vertrauens: Mögliches Vorgehen bei HR-positiven Tumoren und prämenopausalen Frauen: 1.) Tamoxifen: Östrogenrezeptor Blocker, wirkt daher nur bedingt auf den Progesteronrezeptor! NW unter anderem erhöhtes Gebärmutterkrebsrisiko (bis zu 4-fach erhöht) 2.) GnRH-Analogon: Ausschaltung der Eierstockfunktion, Bildung von Östrogen- und Progesteron in den Eierstöcken wird so ausgeschaltet. Effektiver gegen den Progesteronrezeptor! Hormone werden aber unter anderen im Fettgewebe und der Nebennierenrinde gebildet. 3.) GnRH-Analogon + Aromatasehemmer (Exemestan): Wichtig: erst 2 bis 3 Monate GnRH-Analogon, erst wenn sichergestellt ist, dass die Ovarien aussgeschaltet sind dürfen die Aromatasehemmer hinzugenommen werden, ansonsten heizen sie nämlich die Hormonproduktion zusätzlich an. Einzelne Aromatesehemmer werden nämlich auch in der Kinderwunschbehandlung eingesetzt (sorgen für Folikelreifung)! Nach Ausschaltung der Eierstockfunktion bringen die Aromatasehemmer die Hormonproduktion zum Erliegen (gilt sowohl für Östrogen als auch für Progesteron!). 4.) Entfernung beider Eierstöcke (operativ) + Aromatasehemmer. In den Studien TEXT und SOFT hat Möglichkeit 3 (oder 4, sind gleich in der Wirkung) signifikant besser gewirkt als Möglichkeit 1. Die Studien wurden zusammengefasst und zusammengefasst dann nochmal ausgewertet. Die signifikante Wirkung betraf das DFS. Das OS war gleich, dafür waren 5,7 Jahre Nachbeobachtung noch zu kurz. GnRH-Analgon und Aromatasehemmer bringen kein erhöhtes Krebsrisiko mit sich! Das sind meine aktuellen Infos, Garantien gebe ich aber keine, jeder sollte nochmal mit einem Onkologen der auf dem neuesten Stand ist sprechen. Vielleicht gibt es auch ein Umdenken nach San Antonio! Liebe Grüße! Tiggie |
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#8
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Hallo,
Vielen Dank für diese super Zusammenfassung. ![]() Ich nehm die Stichpunkte mal mit. Vielleicht gibt es in der Tat etwas Neues. Lieben Gruß Panda |
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| Stichworte |
| gnrh analoga, tamoxifen, zyste, östradiol |
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