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#1
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Hallo Jane,
Ich habe meiner Mama auch immer die Hand gehalten, wenn sie mal angst hatte oder schwer Atmen konnte. Mein Profilbild sind Unsere Hände, ein paar Stunden bevor sie von uns gegangen ist. Es ist immer schwierig , auf einer Seite möchte man nicht das jemand leidet und auf der anderen auch nicht das jemand stirbt.Als ich bemerkt habe das meine Mama keine Kraft mehr hat, habe ich Ihr gesagt das sie jetzt gehen kann und nicht mehr kämpfen muss und sich keine Sorgen machen muss. Ich hoffe für euch, dass ihr seinen Geburtstag noch zusammen verbringen könnt ! Ich denke fest an euch
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Der Tod einer Mutter ist der erste Kummer, den man ohne sie beweint. Mama: 02.10.1950 - 08.01.2014 ![]() Wir lieben dich Mama |
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#2
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wir haben noch kein schriftliches Ergebnis vom Staging am 28.04.2015. Aber wir waren gestern im Krankenhaus, weil mein Mann unter Atemnot litt. Ich hatte die CD dabei und der Arzt sah sie sich an.
Ergebnis: alle Therapien werden abgebrochen, weil sie keinen Sinn mehr machen. Der Tumor ist deutlich gewachsen. Körperlich kann man ihm keine Therapie mehr zumuten. Ab Montag kommt der SAPV zu uns nach Hause. Ich habe immer noch Hoffnung, aber langsam glaube ich, dass ich mir selbst was vormache. Na ja so ist es ja auch, aber anders kann ich keine Kraft sammeln für das bisschen Zukunft. Der Arzt geht von wenigen Wochen, maximal 2 Monaten aus. Wir sind so traurig, es tut furchtbar weh. Mein Mann sieht so elend aus. Das viele Morphium, die vielen Schmerztabletten, die Magentabletten usw. Trotzdem haben wir noch die Chance auf ein medizinisches Wunder. Woran soll ich mich auch klammern. Mein Mann mußte mich trösten. Der Kranke tröstet die Gesunden! Muss das nicht umgekehrt sein? |
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#3
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Liebe Jane,
ich habe am 28. April so sehr an euch gedacht und es tut mir aufrichtig leid, dass ihr so ein Ergebnis erfahren habt. Dein Mann ist wunderbar, er hat sogar die Kraft dich zu trösten meine Liebe! Vielleicht zeigt ihr den Ärzten, die euch die Prognose gestellt haben doch noch den dicken Daumen und habt noch eine lange schöne Zeit zusammen. Ich wünsche mir das für euch!Liebe Grüße BerliNette
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Verweile nicht in der Vergangenheit, träume nicht von der Zukunft. Konzentriere dich auf den gegenwärtigen Moment! Buddha __________ mein Schatz: Lungenkrebs ED: 06/2014 - ALK-Mutation (zurzeit Behandlung mit Xalkori) Speiseröhrenkrebs ED: 07/2015 - 16 x Bestrahlung, vollständige Ernährung mit PEG |
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#4
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Liebe BerliNette,
heute war unser Gespräch mit dem Onkologen, weil er den Befund jetzt schriftlich hat. Aber leider ist jetzt alles noch schlimmer. Er hat jetzt Metastasen in der Leber und in der linken Nebenniere. Die Knochen sind so porös, dass er möglichst nicht mehr stehen soll, weil die Hüfte einbrechen kann. Heute war die Palliativärztin bei uns. Das Morphium wird erhöht, aber man kann nichts mehr machen. Mir schnürt es die Kehle zu. Ich bin arbeitsunfähig krankgeschrieben - und das zu recht. Kann nichts machen. Außer pünktlich die Tabletten geben. Mein lieber Mann ist geschockt, jedenfalls spricht er nicht über seinen Zustand. Ja was soll er auch sagen. Sagt nicht mal was im Fall der Fälle zu tun ist. Verstehen kann ich ihn aber. So eine Diagnose ist grausam. Wir haben vielleicht noch 2 Monate, aber es kann jeden Tag zu Ende sein. Ich hab versprochen da zu sein und hoffe, dass ich die Kraft haben werde. Nachts wandert er umher und sucht seine Sachen oder kocht literweise Kaffee, den ich dann wegschütte. Oder er glaubt, die Heizung sei kaputt und dreht sie auf 30 Grad. Nachts ist er verwirrt und kann nicht schlafen. Leute, ich hab noch nie sowas schlimmes erlebt. |
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#5
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Hallo Jane,
es tut mir unendlich Leid...Deine Sätze erinnern mich an meine schwere Zeit. Ich finde es wunderschön das du dich um Ihn kümmerst.Ich hoffe das doch noch ein Wunder passiert und er es schafft. Hat er einen Lieblingsfilm? Den könntet Ihr euch zusammen nochmal anschauen . Es ist alles unglaublich schwer, aber Ihr werdet es schaffen. Ich glaube fest an euch!
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Der Tod einer Mutter ist der erste Kummer, den man ohne sie beweint. Mama: 02.10.1950 - 08.01.2014 ![]() Wir lieben dich Mama |
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#6
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Liebe Jane,
es ist sehr schlimm was du gerade durchmachst. Dein Schock kann ich gut nachvollziehen. Bleibt nur zu hoffen, dass dein Mann keine Schmerzen erleiden muss und dass seine Verwirrtheit nicht noch zunimmt! Vielleicht kann der Palliativarzt euch etwas zum Schlafen verordnen. Es ist wichtig, dass du auch zur Ruhe kommst. In solch einer Situation ist es schwer Worte zu finden. Ich wünsche dir die Kraft alles auszuhalten ![]() BerliNette
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#7
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Ihr Lieben,
meinen Mann geht es immer schlechter. Wir haben alle Medikamente, die es nur gibt. Ich kann Tag und Nacht die Palliativärzte anrufen. Seine Verwirrtheit ist schlimm. Heute Nacht wusste er nicht wo er war. Immerzu ruft er nach mir und ich habe keine ruhige Minute. Ich bin so erschöpft. Aber Werner kann sich auch nicht von seiner Krankheit ausruhen. Am Dienstag kommt seine Schwester aus München und ich hoffe auf ein wenig Entlastung. Ja und ich hoffe, dass er bis Dienstag durchhält. Seine geliebten Hände werden nicht mehr richtig durchblutet, an den Armen haben sich Blasen gebildet. Ich nehme ihn im Rollstuhl überall hin mit, zum Einkaufen, zum Briefkasten usw. und es strengt ihn so an. Aber ich habe Angst, ihn allein zu lassen. Der liebe Gott soll gnädig sein und ihn erlösen, ohne Schmerzen, ohne Atemnot. Bitte bitte. Er soll ihn einfach zu sich holen. Er guckt durch mich hindurch. Seine Augen sehen mich nicht, er redet komische Sachen, er schläft nicht. Er friert, er schwitzt. Warum ist denn noch nichts gegen Krebs gefunden worden. Soviel Leid, soviel Schmerzen, soviel Tränen. Ich danke euch für eure Anteilnahme, die Menschen um mich rum sind so sprachlos. Der Briefträger war gestern so erschüttert, als er Werner sah. Er sagte, was die Krankheit aus einem Menschen in so kurzer Zeit machen kann. So unbedarft in seiner Gegenwart gesagt. Ja mein Werner hat durch seine Krankheit alles verloren, was er im Leben gern gemacht hat. Selbst die Blumen im Garten interessieren ihn nicht. Ihm ist kalt, er will ins Haus. Das wäre früher undenkbar gewesen. |
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