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  #1  
Alt 08.04.2016, 22:00
Lea2211 Lea2211 ist offline
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Also Ich Liebe meine Mama über alles und ich werde weder Wege noch mühen noch kosten oder sonst was scheuen um ihr zu helfen.Und auch ich sitze Zuhause wenn der Tag vorbei ist und lass den tränen freien lauf.Doch was bringt es wenn ich bei jeder noch so kleinen Aussage über den scheiß Krebs anfange in tränen auszubrechen:nichts bringt es außer das am Ende alle dasitzen und heulen.Es kann jeder mit seiner Trauen,Schock umgehen wie er will.Aber in der nähe meiner Mama will ich das nicht,ich verlange von jedem der bei ihr ist,Positiv du denken u zu Handeln meiner Mama einfach zeigen das sie nicht alleine ist und das wir alle mit ihr dagegen Kämpfen werden.ich bringe meine Mama lieber zum Lachen u als das ich sie weinen sehen will.Ob das nun jemand gut findet oder nicht ist mir eigentlich egal.so viel dazu :-)

PS:Sorry wenn das für einige etwas krass u unverständlich ist aber im moment kann u möchte ich nicht anders reagieren.

Geändert von gitti2002 (08.04.2016 um 23:18 Uhr) Grund: NB
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  #2  
Alt 09.04.2016, 14:56
Benutzerbild von Tinele
Tinele Tinele ist offline
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ein hohes Ross auf dem du da sitzt . mögest du nicht runterfallen ......
__________________
Mein Mohle - Diagnose von SPK Krebs am 3.6.2014

Seither ist nichts mehr , wie es vorher war .

Du weißt erst wie stark du bist , bis stark sein die einzige Option ist , die dir noch bleibt !
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  #3  
Alt 10.04.2016, 09:22
Safra Safra ist offline
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Hallo Lea,
ich verstehe Dich schon. Wenn es Deine Mama besser erträgt, dass alle sich im Umfeld normal verhalten und Optimismus ausstrahlen, dann ist es gut, wenn es auch so läuft. Es gibt auch die Fälle, wo es den Patienten gut tut, wenn einer mit ihnen mal weint, wenn sie selber nicht gut drauf sind. Aber an sich ist Deine Mama die erste, die das Recht hätte zu weinen. und die Anderen sollten sich nach ihr richten. Wenn du Dich dann mal im stillen Kämmerlein ausheulst (oder die Anderen), ist das in Ordnung. Nichts ist schlimmer, als wenn Du als Patient Dich noch schuldig dafür fühlen musst, dass sich alle Anderen schlecht fühlen. So meinst Du das sicher, oder?

Liebe Grüße! Safra
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  #4  
Alt 10.04.2016, 11:44
vintage vintage ist offline
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Zitat:
Zitat von Lea2211 Beitrag anzeigen
ich bringe meine Mama lieber zum Lachen u als das ich sie weinen sehen will.
niemand will die liebsten weinen sehen,
aber wenn betroffene traurig sind oder sich schwach,
wütend oder ohnmächtig fühlen (und da gibt krebs genug grund für),
ist weinen auch einfach nur hilfreich.
so muss deine Mama alleine weinen, wenn du weg bist.
weil du es nicht sehen willst, es nicht ertragen kannst.


Zitat:
Zitat von Lea2211 Beitrag anzeigen
Es kann jeder mit seiner Trauen,Schock umgehen wie er will.
Aber in der nähe meiner Mama will ich das nicht, ich verlange von jedem der bei ihr ist, Positiv du denken u zu Handeln
meiner Mama einfach zeigen das sie nicht alleine ist und das wir alle mit ihr dagegen Kämpfen werden.
naja, erst "gestattest" du es anderen, zu reagieren, wie es ihnen möglich ist und dann doch nicht.
da siebst du ja schon kräftig aus, wer zu ihr darf und wie die sich dann zu verhalten haben.
dabei schließen sich positiv denken, kämpfen UND weinen doch nicht aus.
das ist schwarz-weiss denken. das leben ist aber nicht schwarz-weiss.

es ist sicherlich jetzt ein spagat bei den eckdaten,
die du geschrieben hast (lungenkrebs, metastasen...) zwischen kampf und den tatsachen ins auge sehen.
das ist nicht leicht. und es gibt diverse, individuelle strategien (verdrängung, aktivismus, schönreden etc.),
damit umzugehen. und sie haben auch irgendwie ihre berechtigung und sinn.


im rückblick kann ich zu unserem weg sagen,
das mir und meinem mann die leute auf den Keks gingen,
die trotz der diagnose zu meinem mann sagten:
"wird schon wieder" und "du schaffst es" etc.,
SIE konnten/wollten die realität nicht ertragen.
sie waren zu "schwach" dafür.
und uns dadurch keine hilfe, da sie nicht mit uns fühlen und wütend und traurig sein konnten.
es ging sozusagen um ihren eigenen trost.


ich wünsche dir, das du in deinem leben immer jemanden hast,
MIT dem du weinen kannst oder der deine tränen mitträgt.
zusammen weinen zu können lässt eine ganz neue intensität und nähe entstehen.
wenn meine kinder nicht weinen würden, wenn ich an krebs erkranke,
würde ich das seltsam finden und mich fragen, was ich falsch gemacht habe.
aber sie werden mit mir weinen, das weiss ich. und da bin ich froh drüber.

ich denke, du bist einfach selbst noch so unter schock und deine strategien helfen dir jetzt,
die situation zu ertragen. das ist auch gut so.
andere menschen können aber deiner mutter auch kraft geben, auf ihre weise und auch wenn sie mal weinen.
__________________
lieben gruß, vintage



Mein geliebter Mann wurde nur 49 Jahre alt und
starb knapp fünf Monate nach der Diagnose.
* Juli 1965 - + Mai 2015

ED Weihnachten 2014 Darmkrebs mit zu vielen Lebermetastasen,
dann auch Lungenmetastasen...

Geändert von vintage (10.04.2016 um 12:09 Uhr)
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  #5  
Alt 24.04.2017, 09:16
Lea2211 Lea2211 ist offline
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Ich muss mir ein wenig von der Seele schreiben.Nun ein paar monate nach der ganzen dyagnose usw haben wir 1 Jahre hinter uns gebracht mit Chemo u bestrahlung.Und bis vor ca 3 Wochen war auch eigentlich alles gut.Doch die Chemo hat meiner Mama ziemlich zugesetzt und nun baut sie im moment so rassend ab das ich es kaum begreifen kann.Sie hat stark abgenommen ist zunehmend verwirrt.Gestern ist sie Gestürtzt weiß aber nicht mehr wie es passiert ist.der Arzt mein das sei eine phase die oft vorkommt und das würde auch wieder besser werden.Vom eigentlichen Krankheitsbild Lungenkrebs merkt man noch garnichts.Ich dachte immer wenn es sich verschlechtert dann dadurch.Sie hat so gar kein Interresse mehr am Leben habe ich das gefühl und ich weiß nicht wie ich dem irgend wie endgegen wirken kann um sie wieder etwas auzubauen.Vom Dok hat sie Antidepressiva bekommen wobei ich denke das das garnicht so gut ist sie wird ja nun schon genug mit chemi vollgepumt.Ich hoffe das es vielleicht nochmal besser wird und wir sie wieder aus diesem Tief holen können.
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  #6  
Alt 24.04.2017, 21:47
Lea2211 Lea2211 ist offline
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Leider ist es nicht nur eine Phase wie der Arzt meinte sondern eine Hirnmetastase die heute festgestellt würde.Wir waren heut den ganzen Tag in der Notaufnahme mit Röntgen und CT und nun liegt Mama in der Neurochirurger (sorry wenns Falsch geschrieben ist) und wartet auf eine Op.Laut des Arztes kann es Operiert werden.Aber so ganz 100% bin ich davon noch nicht überzeugt.Aber ich will die Hoffnung nicht aufgeben das es nochmal besser wird.Nun hab ich Frau Gooogle beschäftigt und die sagte das es wenn Metas im Hirn auftreten schon so gut wie im Endstadium ist und es dann nicht mehr lange geht.Ich wünsche mir nur wenn es so sein sollte das meine Mama nicht als zu lange leiden muss.
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  #7  
Alt 24.04.2017, 22:41
Elisabethh.1900 Elisabethh.1900 ist offline
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Liebe Lea,
es tut mir sehr leid, dass bei Deiner Mama eine Hirnmetastase festgestellt worden ist.
Es ist gut, dass Ihr in die Notaufnahme gegangen seit und nicht mehr länger gewartet habt.

In der Neurochirurgie wird die Entscheidung die Metastase zu entfernen von mehreren Ärzten getroffen und ist immer individuell.

In den vergangenen Jahren hat es sehr große Fortschritte in diesem Fachgebiet gegeben. Also besteht, trotz der schwierigen Situation eine ganze Menge Hoffnung.

Heute abend möchte ich Dir und der Mama einen lieben Gruss senden.

Elisabethh.
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  #8  
Alt 25.04.2017, 09:14
Clea Clea ist offline
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Liebe Lea,

damit ist es dann beim Lungenkrebs geblieben, denke ich.
Der Streit gern ins Gehirn.
Prophylaktisch ist das nicht bestrahlt worden?
Je nachdem, wo der Tumor sitzt, wird das Ergebnis der OP sein,
das kann von praktisch geheilt bis gelähmt sein, die Sprache könnte betroffen sein oder sie ist verwirrt oder wird sogar aggressiv oder vulgär.
Stell dich auf alles ein.
Wahrscheinlich sitzt er eher vorne, das würde die Wesensveränderung erklären.

Meine Mutter hatte auch Lungenkrebs, aber die Metastase war das, was auffiel.
Und letztlich war es auch bei ihr nicht die Lunge.
Meine Ma kam sehr schlecht aus der OP. Als sie sich etwas berappelt hatte, kam die Ganzhirnbestrahlung. Die hat sie so geschwächt, dass sie an einer Lungenentzündung verstarb. Wir hätten die Bestrahlung lassen sollen.

Euer Fall kann aber anders liegen. Bitte bedenkt nur bei allem, was die Ärzte mit ihr tun wollen ,den Sinn.. Ist es Lebensverlängerung, oder verlängert es die Qual?
Bei uns hat es das Leben definitiv verkürzt.

Deiner Mutter viel Erfolg bei der OP, denn sie kann eine echte Chance sein.
Und dir viel Kraft.

Geändert von gitti2002 (25.04.2017 um 13:59 Uhr)
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  #9  
Alt 25.04.2017, 10:13
Lea2211 Lea2211 ist offline
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Sie hatte ja vorher schon eine Metastase im Armknochen was sich dann als Lungenkrebs raus stellte nach weiteren Untersuchungen.Das ist jetzt eine zweite Metastase.Meine Mama hat vor der eigentlichen Chemo an einer Studie eines neuen Mittels teilgenommen und da war die Betreuung seitens des Arztes einfach super.Auch wenn es für sie nicht so schön war immer ins ct zu müssen hat sie der Arzt da so richtig ins zeug gelegt.Dann bekam sie aber Probleme die so noch bei keinem Teilnehmer aufgetreten sind und die Studie musste abgebrochen werden.Dann würde sie nach einer kurzen Pause mit einer ich sag mal normalen Chemo behandelt das nächste Ct ist für Mai angesetzt und er hat ihr wegen der Wesensveränderung nur ein Antidepressiva verschrieben.Das da was im Kopf sein könnte hat er irgend wie nicht bedacht.Ich will hier aber auch keine Unterstellungen machen weil am Chemo Tag gings meiner Mama bis auf Kopfschmerzen und Müdigkeit eigentlich ganz gut.Auch wenn die Anzeichen ja für sich Sprechen.

Geändert von gitti2002 (25.04.2017 um 13:59 Uhr)
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