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  #1  
Alt 07.02.2017, 21:57
Clea Clea ist offline
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Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

Es ist tatsächlich seine Entscheidung. Seifroh, dass er das so klar formulieren kann.
Er weiß doch, wie es um ihn steht und findet sich ja irgendwie damit ab, indem er sich so verhält.
Das ist ein Umstand, den ich besser akzeptieren könnte, als die Tatsache,dass meine Mutter gar nicht bewusst war, dass sie krank ist und nun kaputtoperiert im Bett vor sich hin vegetiert. Und nur, weil wir sie gedrängt haben.

Falls ihr in der AOK seid, die bieten in der Uni Essen einen Zweitmeinungsservice an, im Tumorzentrum West. Vielleicht gibt es auch soetwas von euch über eure Krankenkasse. Einen Anruf wäre es doch wert.

Deine Situation ist verzweifelt und ich verstehe deine Not. Fühl dich gedrückt.
Falls ich hier ach so stark rüberkommen sollte, so ist es nicht. Ich sitze auch den ganzen Tag rum, starre Löcher in die Luft und heule. Ich ziehe den Hut vor deinem Mann, dass er das sehenden Auges so erträgt und nicht "verrückt" wird.
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  #2  
Alt 07.02.2017, 22:14
tatus tatus ist offline
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Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

danke Clea, ja ich hab deine Geschichte mitverfolgt, du hast es auch nicht leicht.Wir haben die Möglichkeit einer Zweitmeinung, haben da leider erst am 21.02. einen Termin, ich hoffe er hält noch so lange durch und es ist nicht grad um die Ecke, müssen dafür fast 100 km fahren, den Neurochirurgen sind hier bei uns dünn gesät und auch nicht jedes Krankenhaus hat solch eine Abteilung. Ich wünsche dir auch ganz viel Kraft für die nächste Zeit, ich hab am anfang viel geheult, das geht inzwischen, ich funktioniere einfach nur noch.
lg Karen
.
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  #3  
Alt 07.02.2017, 22:27
Clea Clea ist offline
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Beiträge: 555
Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

Liebe Karen, ich hatte Deine Geschichte auch schon verinnerlicht, bevor ich mich letztlich angemeldet habe. So viele Ähnlichkeiten, so viele Hoffnungen hatte ich damit verknüpft. Aber bei uns liegt der Fall einfach anders. Es ist eben jeder Krebs und jeder Mensch anders.
Ich wünsche euch, dass er es noch bis zu dem Datum schafft und dass man ihm dort helfen kann.
Und dir wünsche ich das auch, denn auch du musst es schaffen.
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  #4  
Alt 08.02.2017, 10:30
Benutzerbild von Martina2015
Martina2015 Martina2015 ist offline
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Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

Liebe Karen,

zu Hirnmetastasen kann ich Dir nichts sagen, damit haben wir keine Erfahrungen. Ich denke aber, ich würde meinem Mann erst dann zu einer OP raten, wenn es aus medizinischer Sicht unvermeidlich wäre, weil das Risiko von Schäden doch recht groß ist.

Wie sieht es mit Unterstützung aus, habt ihr Kontakt zu einem Hospizverein ? Dort gibt es Beratung auch für Angehörige und Besuchsdienste, die z.B. mal bei Deinem Mann bleiben, wenn Du weg musst. Es gibt ja auch ambulante palliative Betreuung, darüber habe ich hier schon viel gelesen, die wäre sicher auch hilfreich. Du brauchst dringend Unterstützung, auch Dein Sohn kann sich vielleicht mal eine Woche frei nehmen und kommen. Frag ihn doch mal, vielleicht ist er froh, wenn er etwas sinnvolles für euch tun kann. Bei uns kommt die Tochter immer eine Woche und hütet Hund und Haus, wenn wir mal weg wollen, das entlastet mich schon sehr.

Viele liebe Grüße
Martina
__________________
mein Mann - Kleinzelliges Bronchialkarzinom T4NXM0 ED 01/2015
unsere Geschichte
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  #5  
Alt 08.02.2017, 14:13
tatus tatus ist offline
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Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

Ich bin grad total am verzwiefeln, es geht ihm heute richtig schlecht, er kann kaum noch laufen. Er will keinen Arzt und sagt, wenn ich den Krankenwagen hole, fährt er nicht mit, was soll ich denn noch machen. Ich hab die Adresse von einem Pflegedienst, ich denke ich werde dort einmal anrufen und heute am Mittwoch ist der ´Hausarzt auch nicht da.
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  #6  
Alt 08.02.2017, 14:23
tatus tatus ist offline
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Beiträge: 94
Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

Mein Sohn ist Lehrer und kann nicht so einfach frei machen und seine Frau ist hochschwanger und erwartet das zweite Kind. Leider kann unserer anderer Sohn gar nicht helfen, da er selbst nicht gesund ist. Wenn er doch ins Krankenhaus gehen würde, doch er weigert sich strickt. Was ist ,wenn ich den Krankenwagen hole und er fährt nicht mit, muß ich das dann selbst bezahlen?
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  #7  
Alt 08.02.2017, 23:42
Elisabethh.1900 Elisabethh.1900 ist offline
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Beiträge: 2.253
Standard AW: kleinzelliges Bronchialkarzinom und Hirnmetastase

Liebe tatus,
den Krankenwagen musst du nicht selbst bezahlen. Dies ist gesetzlich geregelt.
Die Ärzte können die Situation deines Mannes einschätzen.
Zitat:
Er will keinen Arzt und sagt, wenn ich den Krankenwagen hole, fährt er nicht mit, was soll ich denn noch machen.
Mein Rat an dich wäre, rufe in der Praxis an oder schreibe eine mail,wo du die jetzige Situation schilderst.

Zitat:
heute am Mittwoch ist der ´Hausarzt auch nicht da.
Außerhalb der normalen Sprechstundenzeiten kann man sich über die bundesweit gültige Telefonnummer 116117 beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst Hilfe holen. Es ist eine Hotline, die Mitarbeiter fragen nach der Postleitzahl des Heimatortes und vermitteln dann weiter.

Zitat:
Mein Sohn ist Lehrer und kann nicht so einfach frei machen
Mit dem neuen Pflegeversicherungsgesetz sind am 01.01.2017 auch verbesserte Regelungen für Menschen,die einen Angehörigen pflegen, in Kraft getreten. Auf bestimmte Freistellungen hat man einen Rechtsanspruch (vergleichbar mit der Elternzeit),die kann der Arbeitgeber nicht verweigern.
Dein Sohn arbeitet sicherlich im öffentlichen Dienst.

Liebe tatus, leider kann ich nichts weiter für dich tun, deshalb schicke ich noch ein großes Kraftpaket auf die Reise,

Elisabethh.
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