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#1
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Liebe Julemetin,
Ich habe das auch alles durch. -Und es gibt Hoffnung und positive Beispiele. Bei meinem Vater sah es im Mai 2015 wie eine bös verschleppte Erkältung. Mein Vater, 76, sehr fit. 6 L Wasser und nach dem Ablassen entfaltete sich die Lunge nicht. Es war dann bald durch Biopsie klar, Lungenkrebs in Stadium IV, Not-OP mit Ungewissheit, was man im Bauchraum findet und ob es überhaupt weitergeht. Er hat überlebt. War dann von sportlich voll fit runter auf 20 m Gehen am Rollator und ganz viel schlafen. Ein halbes Jahr chemo, zwar sehr anstrengend aber er hat Stück für Stück sich wieder die Möglichkeit zu gehen erkämpft; ein paar Schritte , dann bis zum Restaurant ubd schließlich bis zu einem Stranspaziergang. Er fährt wieder regelmäßig Rad. Rückschläge kamen auch, am Ende der Chemo wuchsen die Metastasen wieder. Teile davon wegbestrahlt und seit 15 Monaten erhält er Immuntherapie Nivolumab. Der Krebs steht, zweimal mussten zwar Metastasen bestrahlt werden, aber die Lunge ist stabil. Er hat eine hohe Lebensqualität. Insofern, so schlimm der Schock und Verzweiflung bei euch ist, insbesondere wenn man die Prognosen liest, nicht aufgeben. Viele Leben auch mit Lungenkrebs. Ich hoffe das macht Dir ein wenig Mut. Ich drück Euch die Daumen. Dein Paps scheint ja ebenfalls wie meiner eine gute Ausgangslage zu haben. Alles Gute Wassersportlerin |
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#2
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hallo wassersportlerin,
DANKE!!! DANKE!!! das macht hoffnung... zur zeit ist er beim ultraschall, und ich hoffe, das sich nach 3 tagen kein neues wasser gebildet hat.... weisst du, mit welchen medikamenten dein papa behandelt wurde? ich les soviel von erlotinib und bevacizumab.... neue, viel wirksamere medis... mein papa bekommt etoposid mit Cisplatin und wie sollen wir jetzt die 3 wochen überbrücken. ich hab so ne angst, das mein pappchen die 3 wochen nicht schafft, wie gesagt, er hat in den letzten 2 wochen immer mehr abgebaut... mein pappchen hat gerade angerufen, ich kann ihn abholen... kein wasser mehr... yuppiiieeeh...und nun leb ich 3 wochen lang in der ständigen angst, das der tumor weiter wächst und das wasser wieder kommt... Geändert von gitti2002 (21.07.2017 um 17:47 Uhr) |
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#3
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Die Chemo war nur mit Vinorelbin. Für Cisplatin war er viel viel zu hinfällig, zu diesem Zeitpunkt.
Schmermittel nimmt er nur Normale. Novalgin in Tropfenform. Opiate haben ihn benebelt und er wollte lieber einen freien Kopf haben. Drei Wochen ist nicht lang. Mein Vater konnte aufgrund seines schlechten Zustandes auch nicht sofort mit der Chemo anfangen. Ich weiss ich war über jeden für die Therapie verspäteten Tag beunruhigt und ärgerlich. Aus heutiger Sicht weiss ich, das Aufpäppeln vor der Chemo war wichtiger. So schmell wächst der Krebs meist auch nicht. Methadon hatte mein Vater jetzt gefragt. Macht allerdings wohl abhängig. Frage doch einfach die Ärzte, ob es Sinn macht. Du machst das super! Wir machen immer Pläne für die nahe Zukunft, z.b. Reisen, das hilft. In der chemopausenwoche sind wir ein paar Tage ans Meer gefahren. Das hat immer gut getan. Ich wünsche euch noch viel gemeinsame Zeit. LG, Wassersportlerin Geändert von gitti2002 (01.08.2017 um 15:59 Uhr) |
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#4
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Schmerzmittel nimmt er gar keine... wenn ich ihn Frage, sagt er, er hat keine Schmerzen....
Das was ihn am meisten nervt, ist das er durch das kortison schlechter sehen kann... und der husten halt... ansonsten ist er fit, will alles machen.... Ich hätte ja in meinem vorpost geschrieben das der haupttumor gewachsen ist, der nimmt die Hälfte des rechten lungenflügels ein... im linken lungenflügel war auch ein kleiner, der ist weg!! Ob das schon von der Chemo kommen kann? Wir fahren ebenfalls am 25.8 für 10 Tage ans Meer, davor ist die 2te Chemo, und ich hab so ne Angst, das vorher noch was passiert... Geändert von gitti2002 (24.07.2017 um 14:13 Uhr) Grund: NB |
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#5
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Das klingt doch echt super. Vielleicht hat die erste Chemo schon ein wenig angeschlagen.
Dein Dad bekommt sechs Zyklen? In welchem Rhytmus wird jeder Zyklus gestaltet? Der Husten kam bei meinem Vater durch die Chemo. Vielleicht ist das bei euch auch so? Wirklich gut helfende ingalative Mittel hatten die Lungenärzte nicht parat. Inhalatives Kortison half rin bischen. Ich bin mir sicher, ihr könnt euch gespannt auf ein paar schöne Urlaubstage freuen. Dein Dad hat eine super Ausgangsbasis. Und es gibt sowieso noch viele Therapiemöglichkeiten nach der Erstlinienchemo. Macht schon mal Urlaubspläne. Alles Gute, Wassersportlerin |
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#6
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ich danke dir!
findest du wirklich? heute um 13 uhr haben wir wieder einen besprechungstermin, davor graut es mir schon wieder... ja, genau.. mein papa kriegt 6 zyklen a 3 behandlungen an aufeinanderfolgenden tagen. ab dem 7.8 gehts weiter mit der chemo, bis dahin darf der tumor einfach nicht mehr weiter wachsen... mistding!! Geändert von gitti2002 (25.07.2017 um 15:32 Uhr) Grund: Nutzungsbedingungen |
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#7
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Leider ist Methadon kein Wundermittel das jegliche Art von Krebs heilen kann.Es ist ein Schmerzmittel und zu diesem Zweck darf es auch verschrieben werden.
Zur Standardtherapie bei Krebs wird es aber wohl nie gehören. Da dein Vater im Moment keinerlei Schmerzmittel benötigt wird es schwer werden die Ärzte zu überzeugen. Ich hoffe das mit eurem Urlaub klappt und das ihr ein paar schöne Tage zusammen verbringen könnt
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Mein Mann:kleinzelliges Bronchialkarzinom ED:Ende November 2016 Gestorben am:14.6.2017 mit nur 54 Jahren
Geändert von gitti2002 (25.07.2017 um 15:32 Uhr) Grund: NB |
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| Stichworte |
| bronchialkarzinom, fortgeschrittenes stadium, metastasen an lymphknoten |
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