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#1
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Hallo Wickie,
ein G3 Tumor ist bedeutet, dass es sich um eine aggressive Form handelt. Es ist leider bei Krebserkrankungen oft so, dass trotz Entfernung des Primärtumors Metastasen auftreten. Krebszellen sind oftmals in den Lymphbahnen oder im Blut und werden so weitertransportiert. Deshalb wird oft auch bei guter Ausgangssituation eine Chemo gemacht. Wie es bei euch weitergeht, kann euch keiner sagen. Ich hatte vor 21 Jahren Eierstockkrebs in forgeschrittenem Stadium und meine Aussichten waren nicht gut. Meine Ärzte haben immer gesagt, dass ich das Leben genießen soll so lange es geht, denn der Krebs wird wiederkommen. Trotzdem bin ich immer noch da und ich hatte bisher kein Rezidiv. Ich hatte immer das Gefühl, dass es für Angehörige sehr schwer ist, daneben zu stehen und scheinbar nichts tun zu können. Ich wünsche euch alles Gute! Ganz liebe Grüße Margit |
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#2
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Hallo Wieckie,
Ich schwinge richtig mit, mit dieser Geschichte. Ich kann es gut nachvollziehen, wenn man sich fühlt, wenn man bei einem Frühstadium und gedachter Heilung so kurzfristig mit einem Rezidiv konfrontiert wird. Mich würde interessieren: wie groß der Tumor war, welches Stadium, ob bei der großen OP Lymphknoten entfernt worden sind und wieviele Monate später das Rezidiv aufgetreten ist? Ich bin selbst auch von dieser Art von Tumor betroffen. Vor 9 Monaten erhielt ich aus völliger Gesundheit die gleiche Diagnose eines klarzelligen Ovarialkarzinoms (Klarzeller sind immer G3). 3 Tage vor der ersten OP (nur Entfernung des Tumors) kam es leider zu einem kleinen Riß in der 15 cm Zyste und Blut ist in die Bauchhöhle ausgetreten. Deshalb und aufgrund einer zufallsendeckten Lungenembolie wurde mir dringend zunächst zu der üblichen Chemotherapie mit Paclitaxel/Carboplatin geraten. Die Komplettierungsoperation mit anderem Eierstock, Gebärmutter, Lymphknoten und großen Netz erfolgte 4 Monate später. Dort konnte keine einzige Krebszelle mehr gefunden werden. Somit ein Frühstadium FIGO 1a mit Ruptur (nach menschlichem Ermessen). Ich mache mir nichts vor - das Risiko eines Rezidivs bleibt trotzdem enorm - unterm Strich ist es immer eine 50/50 Chance. Das klarzellige Ovarialkarzinom ist sehr selten und leider wirken übliche Chemotherapien nicht immer so, wie man es sich wünschen würde. Insofern finde ich es völlig okay, das deine Frau zunächst keine Chemotherapie gemacht hat (bei 3% Vorteil). Mein Eindruck ist: Auch wenn es der gleiche Krebs ist, jeder Tumor verhält sich anders. Der eine ist groß und metastasiert spät. Der andere ist klein und metastasiert früh. Welche erstaunlichen Überlebenszeiten es gibt, mit und ohne Rezidiv, kann man hier im Chat immer wieder lesen. Wichtig ist, das sich die Ärzte kümmern. Als Patient und Angehöriger muß man das Schicksal annehmen und das Beste daraus machen. Was nicht zu ändern ist, ist nicht zu ändern. Die Grenze darf deine Frau natürlich setzen. Das ist ihr gutes Recht. Ich drücke uns allen die Daumen! Liebe Grüße, Igel Geändert von Igel (27.11.2025 um 18:47 Uhr) Grund: Wort korregiert |
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