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  #1  
Alt 11.02.2026, 21:31
theowald theowald ist offline
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Registriert seit: 25.01.2026
Beiträge: 1
Frage wie kann ich ihr helfen

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe ich bin hier in diesem unter-Forum richtig.

meine Frau hat letztes Jahr ihre Diagnose familiären Brustkrebs erhalten. der Krebs ist Hormonrezeptor positiv. Sie hat von Sommer bis Weihnachten ihre Chemotherapie bekommen mit insgesamt 20 Zyklen. Im Januar wurde Sie operiert. Beide Brüste wurden entfernt. jetzt hat die Hormontherapie begonnen und in Kürze folgt die Bestrahlung.
wir haben 4 Kinder zwischen 3 und 13 und ihr könnt euch sicher vorstellen wie schwierig die Situation ist.

ich Versuche mein bestes alles am laufen zu halten, auch wenn der Spagat zwischen Geld verdienen und Familienleben noch nie so groß war.

ich habe leider das Gefühl zwischen all dem Alltag, der bei 4 Kids einfach zu machen ist, und meinen eigenen Kämpfen und Bedürfnissen die auf der Strecke bleiben, auch die Beziehung zu meiner Frau immer mehr leidet. Ich befürchte ich verhalte mich irgendwie falsch oder sage die falschen Dinge oder bin nicht gut genug für sie da. vielleicht auch zu Ich-Bezogen. ich hab ein wenig gegoogelt und viele Berichte von betroffenen Frauen gefunden die sich während oder nach der Krankheit getrennt haben. ich möchte das auf jeden Fall verhindern. leider habe ich wenig konkretes gelesen was sich all die Frauen von ihren Partnern gewünscht hätten oder was sie gebraucht hätten. auch positiv Beispiele liest man wenig. meine Frau ist leider nicht besonders gut darin so Dinge zu formulieren und gerade fehlt ihr auch noch mehr die Energie dafür.

deshalb möchte ich fragen ob vielleicht die ein oder andere von euch ein paar Worte dazu sagen könnte.

ich wäre euch sehr dankbar.

liebe Grüße
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  #2  
Alt 12.02.2026, 19:40
Traumfee Traumfee ist offline
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Registriert seit: 28.12.2025
Ort: Schleswig Holstein
Beiträge: 7
Standard AW: wie kann ich ihr helfen

Lieber Theo,
Wie gut kann ich das verstehen,ich habe zwar keine kleinen Kinder mehr aber es ist bestimmt ein Spagat allen und jedem gerecht zu werden.
Deine Frau musst du verstehen ,ihr wird das Intimsten genommen.
Stell dir nur vor dir würde deine Männlichkeit genommen.
Jetzt ist es erst einmal wichtig das deine Frau wieder Lebensmut findet und lernt sich auszutauschen.Gib ihr die Zeit die sie braucht.🤗
Ich selber bin Angehörige und mein❤️der Betroffene.
Auch mein ❤️spricht nicht über seine Stimmung und Sorgen.
Es ist sehr schwer aber ich muss da wohl durch.
Ich hoffe ihr schafft es 🤗
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  #3  
Alt 13.02.2026, 17:41
Malu Malu ist offline
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Registriert seit: 06.07.2025
Beiträge: 8
Standard AW: wie kann ich ihr helfen

Hallo Theo,

ich bin auch Angehörige und auch bei uns ist das so. Ich denke das das auf eine Art und Weise dazu gehört. Jeder hat sein eigenes Gedankenkarusell und je nach Person kann er/sie es besser oder schlechter mitteilen.
Und ich habe auch schon gehört das einige Partnerschaften in dieser Zeit auseinander gehen. Aber viele auch nicht. Und man kann auch gestärkt- in Bezug auf die Beziehung- aus dieser Sache gehen. Auch wenn man auf das ganze sehr gut Verzichten könnte.
Das wichtigste in der dieser Schwierigen Zeit ist zusammenzuhalten, zu verstehen und zu aktzepteiren. Und auch wenn möglich nicht auf sich selbst zu vergessen. Ab und an eine kurze Auszeit zu nehmen. Mit 4 Kindern schreibt aich das jetzt leichter, aber es hat keiner was davon wenn dir deine Kraft ausgeht.

Ich wünsche euch von Herzen alles Gute. Und zu deinem Titel du hilfst ihr enorm. Du bist, so wie es beschreibst sehr viel für sie da.

Lg Malu
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  #4  
Alt 13.02.2026, 22:51
Elisabethh.1900 Elisabethh.1900 ist offline
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Registriert seit: 08.04.2009
Beiträge: 2.253
Standard AW: wie kann ich ihr helfen

Lieber Theo,
es wäre wichtig, dass man Euch zu möglichen Sozialleistungen berät. In den Brustzentren sind Sozialarbeiter angestellt, diese wissen, welche Sozialleistungen Familien mit Kindern in Anspruch nehmen können. Z.B. steht Euch eine Haushaltshilfe zu, die der Arzt verordnen muss und die Krankenkasse übernimmt hierfür die Kosten.

Weiterhin wäre es sicherlich gut, finanzielle Unterstützung zu erhalten, da die Eigenanteile, gerade bei Krebserkrankungen hoch sind und meistens vorfinanziert werden müssen. Bitte stellt bei der Krankenkasse einen Antrag auf die 1 Prozent Regelung. Sie kann in Anspruch genommen werden, wenn man in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal pro Quartal wegen der gleichen Erkrankung in Behandlung gewesen ist.

Wie Du schon schreibst, belastet die Erkrankung Deiner Frau auch die Psyche und damit Eure Beziehung. Diese Probleme sind bekannt, in den Brustzentren besteht die Möglichkeit psychische Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Bitte fragt bei den behandelnden Ärzten danach.

Die Deutsche Krebshilfe hat im Rahmen ihrer blauen Reihe nützliche Ratgeber herausgegeben, bitte schaue einmal hier:
www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Sozialleistungen-bei-Krebs_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf

und auch hier: https://www.krebshilfe.de/infomateri...Krebshilfe.pdf

Die Antihormontherapie greift tief in den Organismus einer erkrankten Frau ein, die Umstellung des Hormonhaushaltes ist mit vielen Problemen verbunden. Sie muss sich praktisch selbst erst einmal neu kennen lernen.

Liebe Grüße, verbunden mit einem großen Kraftpaket an Euch alle.
Elisabethh.1900
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  #5  
Alt 24.02.2026, 01:01
Sonnenhut Sonnenhut ist offline
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Registriert seit: 22.05.2023
Ort: RLP
Beiträge: 29
Standard AW: wie kann ich ihr helfen

Lieber Theowald,
ich hatte 2022 Brustkrebs. Auch familiär bedingt, wie sich durch ein Gentest feststellen ließ.

Mein Mann und ich waren schon immer ein gutes Team. Er hat mich während der Therapie unterstützt, hatte kurz nach der Diagnose auch noch einen anderen Job angefangen. Im Prinzip ist Unterstützung wichtig finde ich, einfach da sein. Manchmal auch zusammen sitzen und schweigen, ist auch ok.

Am schlimmsten fand ich, dass Freunde von mir schockierter waren als ich selbst. Das hat mich fast wütend gemacht. Ich bin da ganz faktenorientiert und eher sachlich rangegangen. Was bleibt einem denn übrig?

Unsere Söhne waren schon erwachsen, als die Diagnose kam. Bei Euch sind 4 Kinder da, auf jeden Fall solltet Ihr Hilfe anfordern mit Haushaltshilfe und auch Reha. Deine Frau alleine und Du evtl mit Deinen Kindern, falls dies möglich ist.

Ich fand nach der ganzen Therapie im Hamsterrad mit OP, Chemo und Bestrahlung, dann Antihormontherapie, ist alles mal gesackt und mir wurde bewusst, was ich eigentlich alles hinter mir hatte und konnte einiges aufarbeiten.
Eine Reha würde ich dringend empfehlen. Ich habe zwei am Meer verbracht und es waren tolle Erfahrungen. Ich habe KEINE Frau getroffen, die es bereut hat, eine Reha zu machen.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Kraft!
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Stichworte
brustkrebs, ehepaar, liebe


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