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#1
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Hallo ihr Lieben,
meine Fragen richten sich an Frauen, die Erfahrungen mit Mastektomie haben (selbst oder über Verwandtschaft). Ich bin BRCA1-Mutationsträgerin, meine Mutter ist mit 46 an Eierstockkrebs erkrankt und mit 53 gestorben. Bei ihrer Mutter, also meiner Oma, war es ähnlich. Meine Tante ist mit Mitte 30 an einem tripple negativem Brustkrebs erkrankt und mit Ende 30 verstorben. Meine Cousine hatte mit 37 ebenfalls eine tnbc-Diagnose, ist nach Chemo und Mastektomie derzeit gesund (ca. 7Jahre her, hat sich mittlerweile auch die Eierstöcke entfernen lassen). Zuletzt war meine Schwester vor fünf Jahren erkrankt, kurz vor ihrem 38. Geburtstag bekam sie ihre tnbc-Diagnose. Nach Chemo und Mastektomie knackt sie nun die Fünfjahresmarke in ein paar Tagen. Ich selbst bin nun 38 Jahre alt und wollte eigentlich schon längst eine prophylaktische Mastektomie gemacht haben. In meiner Vorstellung war es aber lange nicht möglich, das VOR abgeschlossenem Kinderwunsch anzugehen. Nun ist es aber so, dass mein Mann und ich seit Jahren in Kinderwunschbehandlung sind und es leider so aussieht, als wären wir damit noch eine Weile beschäftigt. Also habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden, nicht stillen zu können, sollten wir doch irgendwann erfolgreich sein. Lieber gesund und lange da für die Liebsten, habe ich mir gedacht. - Soviel nur zur Einordnung, damit ihr wisst, warum ich erst jetzt diesen Schritt gehe. Ich habe einen Termin zur prophylaktischen Mastektomie in einem Monat. Die Ärztin, die mich operieren wird, hat mir bereits viel erklärt. Sie wird oberhalb der Brustwarzenvorhöfe jeweils einen großen Halbmondschnitt machen, von dort aus käme sie gut überall hin. Auf meine spätere Nachfrage bei einer anderen Ärztin der gleichen Klinik, ob man den Schnitt auch unter der Brust machen könne hieß es, dass das bei dieser Ärztin nicht möglich sei, weil sie nur auf diese Art operiere. Das sei quasi ihre Religion. Nun stelle ich mir die Frage, ob so etwas nicht auch in der Entscheidungsfreiheit der Patientin liegen sollte. Ich habe bei meiner Schwester gesehen, wie die Narben unter der Brust aussehen. Von der Schnitttechnik oberhalb der Brustwarzenvorhöfe habe ich leider überhaupt keine Vorstellung. Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Seid ihr zufrieden bzw. die Menschen, deren Erfahrungen ihr kennt? Ich bin tendenziell ein Mensch, der sich schnell mit etwas zufrieden gibt und sich selten traut, für sich einzustehen. Bei einer solchen Veränderung, die ich für den Rest meines Lebens mit mir trage, möchte ich aber gerne wirklich sicher sein, was der richtige Weg FÜR MICH ist - nicht die "Religion" einer einzelnen Ärztin. Danke erstmal fürs Lesen! Ich freue mich über Berichte und Anregungen. |
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#2
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Hallo Neki,
ich würde es nach Deinem Bauchgefühl handhaben. Eine Ärztin, die NUR so operiert und nicht anders, ist nicht Deine Vorstellung. Bespreche das noch in anderen Brustzentren. Nicht die nächstgelegene Klinik, sondern die, die gute Ergebnisse liefert, sehr viel Erfahrung und sehr viele Brust OPs im Jahr haben. Ich hatte keine Mastektomie, da das bei Chek2 Mutationen kein Standard ist. Ich hatte eine brusterhaltende OP, es wurden 100 gramm (Tumor plus DCIS) entnommen und auch etwas verkleinert (fällt aber nicht so groß auf). Naht in der Brustfalte, also unterhalb der Brust. Top Ergebnis, bei mir sieht man keine Narben, die Naht ist sehr lang, komplett in der unteren Brustfalte, entlang der Brust. |
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| Stichworte |
| mastektomie, narben, operationstechnik |
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