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#1
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Liebe Karmen,
diese Verunsicherung kenne ich sehr gut. Ich habe nach meiner Diagnose Bk auch nicht mehr soviel nachgefragt, wie ich es mir vorher vorgestellt habe, und zum Teil die Behandlungsvorschläge "einfach" auf- u. angenommen. Allerdings hatte ich zu den Ärzten auch sehr viel Vertrauen- und für mich war fast jeder Schritt klar nachvollziehbar. Ich habe mal gelesen (das hört sich jetzt sehr vage an,war ein Bericht im Focus , daß zum heutigen Zeitpunkt in Deutschland eigentlich nur Ärzte mit einer speziellen Ausbildung bzw. Erfahrung (Stanz)biopsie durchführen dürfen- und dieses vielleicht geändert werden soll - und das wurde recht kritisch gesehen). Aber vielleicht hat ja Dein Arzt diese Erfahrung - aber ich bin mir recht sicher, daß das nicht jeder Gyn. kann. Ich war damals, als ich den Bericht las, total erstaunt, wie viel Erfahrung dazu nötigt ist, um diesen, doch recht kleinen Eingriff richtig auszuführen. Kannst Du Dich doch nicht mal vorsichtig erkundigen, ob er diese Erfahrung, bzw. die Berechtigung hat. Ich weiß, das ist schwierig. Kannst es ja vielleicht auch ein wenig umschreiben, daß es nichts gegen ihn ist, aber Du die Stanze lieber in einem zertifizierten Brustzentrum machen würdest, die Dich dann ja auch (ob gut-oder bösartig) operieren würden. Aber ich denke Biopsie ist auf jeden Fall gut. Und wenn die Radiologin durch die Mammographie schon denkt, daß es vielleicht gutartig ist..., ich finde, das gibt Grund zu hoffen. Es ist zwar klar, daß die Hoffnung alleine gerade nicht reicht, und Dir das endgültige Ergebnis erst Sicherheit bringen wird, aber aus meiner Erfahrung haben die Radiologen einen ganz guten Blick. Ich wünsche Dir von Herzen einen guten Befund. Und, daß Du die nächsten Tage gut überstehst. Liebe Grüße Petra Kannst Du denn nicht versuchen ren |
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#2
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DANKE!
Also, demnach, wenn man Arzt direkt aus dem Stehgreif den ganzen Knoten komplett entnehmen will -- und das glaube ich, denn er sagte "kleine Operatin mit mehreren Tagen krankgeschrieben" -- dann soll ich da ablehnen und auf eine Stanzbiopsie bestehen? Lässt das den Arzt eurem Eindruck nach schlecht aussehen, dass er das sofort macht? Erneut tausendmal Danke für euren Erfahrungen! A. |
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#3
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ehrlich gesagt: ja.
Dass es "wohl gutartig sein wird" ist ja keineswegs sicher. Und mit deiner Familiengeschichte auch nicht. Wenn er eine Stanze machen würde, OK. Dafür braucht man aber nicht krank geschrieben werden. Und wenn er den ganzen Knoten rausnimmt und es ist doch bösartig? Ich würde mich damit fürchterlich unwohl fühlen, weil ich dann nie erfaren werde, hat er tatsächlich alles erwischt? Ist da noch etwas, was er übersehen hat und vielleicht auf der Mammo/ Sono nicht zu sehen war? Diese Erfahrung würde mir sehr fehlen. Und sowas muss doch auch mit Vollnarkose und richtiger OP gemacht werden? Ich bin irgendwie über dieses Vorgehen grade völlig verwirrt. |
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#4
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Hallo Karmen !
Hast du ein Brustzentrum in der Nähe ? Dann nichts wie hin ! Das hört sich ja ganz danach an, als ob Dein Arzt gerne sofort Hand anlegt, und mit Krankschreiben usw. dann operiert der ja wirklich den Knoten heraus ! Obwohl die Vermutung doch eher gutartig ist. Hat er überhaupt die Spezialisierung ? Einfach mal den Knoten rausschnippeln ... damit ist es nicht getan ! Es ist DEIN Körper, und DEIN Leben, bestehe bitte darauf, dass er Dir das richtig erklärt ! Hab gerade neulich im Fernsehen gesehen, woran erkennt man einen guten Arzt, bzw. auch eine gute Praxis ? Nämlich letztendlich auch daran, dass der Arzt sich Zeit nimmt und dem Patienten in für ihn verständlichen Worten erklären tut, was er für eine Erkrankung hat, und wie die Behandlung aussehen soll ! Du hast ein Recht darauf ! Also wenn Du mich fragst ... bitte suche Dir ein Brustzentrum ! Alles Gute ! |
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#5
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Ja, du hast recht.
Das Schlimme ist, dass ich selbst schnell schnell machen will, rausschneiden und nicht weiter drüber nachdenken. Ich habe seit langer Arbeitslosikgeit seit 2 Monaten endlich wieder einen Job -- einen tollen Job -- und befürchte, den auf's Spiel zu setzen, wenn ich jetzt durch ständige Arztbesuche glänze. Endlich kommt mal sowas richtig Gutes und alles in mir weigert sich, jetzt ständig zum Arzt zu gehen. Ach manno. Ich kapiere auch noch gar nicht, dass ich in Gefahr bin, wenn es etwas Böses ist. Euch kommt es sicher vollkommen wahnsinnig vor, so zu denken. Wenn es gutartig ist, dann ist es doch okay, es "einfach" rauszuschneiden?! Ich hoffe, es ist okay, wenn ich euch mit meinen Fragen bestürme! |
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#6
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also ehrlich gesagt, verstehe ich das auch überhaupt nicht...., kann mich den Worten meiner Vorschreiberin nur anschließen.
Grüße Petra |
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#7
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Hallo Karmen,
hatte Deine Worte gerade noch nicht gelesen. Bei mir war es damals auch total ungünstig wegen der Jobsuche. Zum ersten Male seit langer Zeit hatte ich ein wirkliches interessantes Stellenangebot, und beruflich schienen endlich bessere Zeiten anzustehen. Allerdings war es dann für mich keine Frage mehr, wie ich mich entscheide, als ich wußte der Tumor ist bösartig. Irgendwie hat es damals bei mir nicht sollen sein... Vielleicht ist Deiner ja gutartig..., und mit dem Wissen kannst Du dann unbekümmert Deiner Arbeit und den anderen Dingen im Leben nachgehen. Liebe Grüße Petra |
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#8
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Hallo Karmen,
Ein ähnliches Thema war kürzlich in einem anderen Forum aufgetaucht. Darauf hatte ich einen Beitrag geschrieben, der auch hier hineinpasst: Ich bin wirklich auch der Meinung, dass bei einer so unsicheren Diagnose das beste ist, ein sehr gutes (zertifiziertes) Brustzentrum aufzusuchen. Dort haben die Aerzte am meisten Erfahrungen mit dem Beurteilen von Mammographie und Ultraschall und können auch die geeignete Biopsie durchführen. Ich möchte noch anfügen, dass bei mir der Chef-Radiologe eines Landspitals nach der Mammographie eine Trucut-Stanzbiopsie durchgeführt hatte, unter Ultraschallkontrolle! Die Diagnose ergab dann keinen Karzinomnachweis. Leider stellte sich diese Diagnose als falsch heraus, nachdem andernorts in einem Brustzentrum eine Vacuumbiopsie (damit kann mehr Gewebe entnommen werden) gemacht worden ist. Der vorherige Radiologe hatte nur gerade zwei kleine Gewebeproben entnommen, die Biopsienadel ging nicht durch den Knoten durch, sondern daran vorbei. Wie ich heute weiss, waren zwei Proben zu wenig, es sollten etwa fünf sein für eine genaue pathologische Untersuchung. Es ist richtig, es gibt auch die offene Probeentnahme/offene Exzisionsbiopsie. Dabei wird der tastbare Knoten oder ein verdächtiger Bereich (Mammographie und /oder Sonographie) operativ herausgeschnitten. Es kann während der Operation eine Schnellschnittuntersuchung durchgeführt und bei der Diagnose Krebs die Krebsoperation vervollständigt werden. Diese Methode birgt jedoch allgemeines Operations-/Narkoserisiko. Im Falle von Krebs könnte dieser angeschnitten oder unvollständig entfernt werden. Der gesuchte Bereich könnte auch verfehlt werden. Die Patientin wird körperlich (Narkose und Operation) wie psychisch (Ungewissheit, wie die Operation ausgehen wird) stark belastet. Sollte nur gemacht werden, wenn unklare und verdächtige Befunde nicht durch andere (geschlossene) Biopsieverfahren (Feinnadelpunktion, Stanzbiopsie) abgeklärt werden können. Heute herrscht die Meinung vor, dass vor einer Entfernung des Knotens zuerst eine Biopsie gemacht werden sollte, um eine ausführliche Diagnose zu erhalten. Dadurch könnten viele unnötige Operationen vermieden werden. Denn ein Knoten bis etwa 2 cm Grösse, welcher sich als nicht bösartig erweist, kann durch eine Vacuum-Biopsie vollständig entfernt werden. Ich wünsche sehr, dass sich der Knoten als gutartig herausstellt! Erika Rusterholz
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"Ein Brustkrebs und sein Verlauf" www.brustkrebsverlauf.info mit Forum voll Wissenswertem |
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#9
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ich kann verstehen, dass dir dein neuer Job wichtig ist.
Aber ob du jetzt einen neuen Termin bei deinem bisherigen Arzt oder in einem Brustzentrum machst, das kommt terminlich erst einmal auf das gleiche raus. Nur: wenn du in das Brustzentrum gehst, bist du bei Menschen, die sich wirklich damit auskennen, egal, ob es gut oder böse ist. Die werden mit großer Wahrscheinlichkeit erst mal nur eine Stanze machen, das dauert nicht lange und du musst auch nicht krank geschrieben werden. Das Gewebe wird dann untersucht und wenn es gutartig ist und du Glück hast, braucht nicht der ganze Knoten entfernt werden. Das aber kann dir nur jemand sagen, der sich wirklich damit auskennt. Andererseits: Wenn es untersucht wurde und es ist nicht gutartig, bist du dort gleich in richtigen, guten Händen und du bekommst von Anfang an die richtige, optimale Versorgung. Und das ist in dem Fall wichtig, und so leid es mir tut, aber die Gesundheit ist auch wichtiger als ein toller neuer Job. Vergiss nicht, dass die Wahrscheinlichkeit für BK bei vorbelasteter Familiengeschichte wesentlich höher ist als bei anderen. Ich drück dir so die Daumen, dass es gutartig ist! Lass nicht an dir herumpfuschen. |
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