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  #61  
Alt 29.10.2003, 23:59
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Standard Götter in Grau?

Liebe/r Kaktus,

das ist sicher einer der Hauptpunkte, warum sich viele so getroffen fühlen von den "anderen Therapien". Da nimmt man z.B. viele Schmerzen und mangelnde Lebensqualität in Kauf, und dann kommt jemand daher und erzählt einem, es wäre auch ohne diese neu hinzugefügten Leiden möglich gewesen.

ABer darf man deshalb z.B. Menschen, die unter beispielsweise Chemotherapie derart leiden, oder sich nach einer OP nicht mehr recht erholen, darf man ihnen deshalb die Information vorenthalten, dass es sehr gute Möglichkeiten gibt, dies von vornherein zu verhindern, oder aber es wenigstens im Nachhinein zu lindern?

Oder darf man Menschen im Vornherein aus diesem Grund die Information vorenthalten, dass es Möglichkeiten gibt, die man vor einer solch "einschneidenden" Maßnahme ergreifen kann, die große Aussicht auf mindestens den gleichen, wenn nicht größeren Erfolg haben, und dies ohne die so schweren zu erwartenden Begleiterscheinungen?

Natrülich gibt es auch Menschen, die eine Chemotherapie gemacht haben, und nie ein REzidiv bekommen haben. Und ich hoffe sehr, dass Du zu diesen zählst, falls Du eine erhalten haben solltest!
  #62  
Alt 30.10.2003, 00:37
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Standard Götter in Grau?

(zitat)versuchen mir das vertrauen auf meine zukunft zu nehmen?
(/zitat)

Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Dir noch einige andere Möglichkeiten mehr aufgezeigt. Das ist doch mutmachend und gibt Dir sogar für den schlimmsten anzunehmenden Fall noch einen Plan in die Hand.
  #63  
Alt 30.10.2003, 06:28
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Standard Götter in Grau?

Philosophie ist das Eigentum eines jeden einzelnen Menschen.

Es geht hier in diesem Thread ABSOLUT NICHT gegen die alternativen Ergänzungsmittel oder die Absolution der Schulmedizin.

Sondern, um die Wahrnehmung und Überlegung, in welche gefährlichen Strudel ein Mensch durch Wunderversprechen und Heilversprechen geraten kann.

Jede Theorie besitzt für den Verfechter seine Wahrheit. Denn Jeder von uns lebt sein Leben nach der eigenen Fasson.

Doch kann ich keine Gegenargumente, ob hier oder bei der Ernährung, einfach als DAS Heilmittel in den Raum stellen. Viele (fast ALLE) der angedachten Theorien sind, wenn man sich durch die Bücher und Veröffentlichungen der Autoren/Verfechter liest, minimiert auf PRÄVENTIONEN oder ERGÄNZUNGSMITTEL bei der Krebsbehandlung.
Dass diese Gedanken keine Basis haben, wird von niemanden bestritten. Doch ist der Krebs nun einmal vorhanden, helfen keine Präventionen in jenem Sinne mehr, denn Leute, der Krebs ist da und bedroht das Leben.

Ich glaube kaum, dass sich Betroffene, sowie Angehörige und Hinterbliebene, keine Gedanken über eine evtl. folgende Prävention machen.
Seit der Ersterkrankung meines Vaters habe ich mich sehr intensiv mit allen geschriebenen Ernähungstipps und Wundermittel usw. auseinander gesetzt, geforscht, hinterfragt. Auch ich bin zum "Gesundheitsfanatiker" geworden, aber immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, das Leben ebenso so zu genießen, wie es sich mir tagtäglich stellt. Für mich und meine Familie das zu tun, dafür zu sorgen, dass es uns gut geht.
Trotz aller Präventionsmassnahmen (absolute gesunde Lebensweise durch selbstangebautes Obst und Gemüse, keine synthetischen Nahrungsmittel etc.) durch meine Vorfahren, wurde ich mit einem genetischen Defekt geboren. Bei diesem Defekt helfen mir keine zusätzlichen Vitamine, Reduzierungskosten, Fasten und dergleichen mehr.
Ich ernähre mich gesund, soweit mein Körper dies zuläßt, und gehe regelmäßig zur engmaschigen Vorsorge durch die Schulmediziner. Hätte ich mir diese Vorsorge durch Falschversprechungen und Wunderheilmittel verwehrt, müßte ich diese Worte von 6 Metern unter der Erde schreiben.

Darum bleibt beim Thema, und sucht Euch nicht nur einzelne Sätze, Bemerkungen aus unseren Postings heraus.

Prävention und gesunde Ernährung, sowie eine positive Lebenseinstellung, sind wichtig, dies war nie die Frage.
Ebenso lassen sich Theorien, welche in einer Zeit entstanden, wo Krebs kein Thema (in welcher andere Krankheiten die Bevölkerung heimsuchten), nicht so kurzum in die heutige Zeit stellen. Die Erforschung der Vitamine bezog sich damals hauptsächlich auf koronare Erkrankungen, Unterernährung und ihre Folgen, und einige mehr, aber nicht auf Krebs. Dieses Thema wurde erst viel später "aktuell", und wurde zum Schlagwort. Welches dann aufgegriffen und zum größten Teil "MISSBRAUCHT" wurde.
Übrigens, einer der Ur-Vater dieser Theorien, ein anerkannter Arzt, starb selbst an Krebs.

Abwägen, nachdenken, nachfragen, suchen, austauschen, alles mit einem Gramm Rationalität in Erwägung ziehen.

Jutta
  #64  
Alt 30.10.2003, 07:30
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Nein Jutta, um alternative Methoden als "Ergänzung" zur SM geht es nicht. Sie sind (je nachdem von welcher wir sprechen) durchaus in der Lage, eigenständig zu therapieren. Viele Heilpraktiker behaupten sogar, dass ein chemotherapierter Körper auf bestimmte Naturheilverfahren gar nicht mehr reagieren kann, weil er durch die toxischen Einflüsse sozusagen "therapieresistent" geworden ist.
  #65  
Alt 30.10.2003, 09:57
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Mir hat jedenfalls die Schulmedizin das Leben gerettet. Und ich habe immer noch eine hervorragende Lebensqualität. Basta!
Mit fröhlichen Grüssen
Adeno
  #66  
Alt 30.10.2003, 13:41
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wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard Götter in Grau?

Ich habe den Thread zwar von Anfang an verfolgt, aber es ist mir ein, wie ich meine, sehr wichtiger Punkt immer noch nicht klar geworden.

Ich bitte um eine Erläuterung zu folgender Frage:
Wer stellt bei denjenigen, die die Schulmedizin zum Teil (Bereiche Onkologie/Innere und ähnliches) fest, ob der Patient an Krebs erkrankt ist oder hoffentlich nicht?
Mein Wissensstand ist, daß nur der Schulmediziner dieses macht.
Gruß
Wolfgang
  #67  
Alt 31.10.2003, 13:13
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Die Verbraucher-Zentrale informiert: Dreiste Werbemasche für fragwürdiges Wundermittel
(vera - 06.04.2001) "Liebe Marianne, meine Beschwerden sind alle weg! Das ist auch was für dich". Mit diesem handschriftlichen Vermerk versehen flattern derzeit persönlich adressierte Werbebriefe einer unbekannten Firma in die sächsischen Haushalte. Es scheint, als stamme die Anzeige aus der "Abendpost Ausgabe Süd" - einer Zeitung, die es nicht gibt. Beworben wird das angebliche Wundermittel "Noni - Die heilende Frucht des Lebens!". "Noni" wird aus den Früchten der tropischen Pflanze "Morinda citrifolia" gewonnen. Die Noni-Kapseln sollen laut Werbung angeblich viele Krankheiten wie etwa Krebs und Diabetes lindern und auch gesundheitsschützende Eigenschaften besitzen. Mit diesen Versprechen werden gesundheitsbewusste Verbraucher zum Kauf der 168 DM teuren Viermonatspackung gekapert.

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät zur Vorsicht. Prinzipiell gilt: Es gibt keine Wundermittel unter den Lebensmitteln, erst recht keine, die schwere Krankheiten heilen. Derartige Werbung ist wettbewerbsrechtlich unzulässig. Dubios erscheint auch der Vertriebsweg. So sind hier weder der Anbieter, die Firmenanschrift noch die konkreten Lieferbedingungen zu erfahren. Lediglich eine Telefonnummer ist angegeben.

Den Verbraucherschützern sind diese Werbestrategien für dubiose Produkte bekannt. Im November des letzten Jahres warnte sie vor den Schlankheitsmitteln "Coffee-Slim (r)" und "Berry Trim Plus", deren angebliche Anzeigen in unbekannten Zeitungen als Postsendungen die Briefkästen in Sachsen füllten.

Verbraucher, die weitere Fragen zu diesen Produkten oder zur Ernährung haben, können sich an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Unter der Rufnummer 01907/97774 geben die Ernährungsberaterinnen jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag für 2,42 DM/Min. auch telefonisch Auskunft.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen e.V. in Leipzig
  #68  
Alt 01.11.2003, 11:44
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Informeller Link zur Meinungsbildung

http://www.solidinfo.de/texte.html

Diesen Link fand ich in einem anderen Forum, in welchem sich ebenso Blindversprecher, Scharlatane, usw. an der Krankheit des Menschen gesundstossen wollen. Dieselben Debatten finden eigenartigerweise (???) in unzähligen Foren statt, in welchen irgendwelche Krankheiten diskutiert werden. Ebenso extrem viele Warnungen vor Scharlatane.
  #69  
Alt 01.11.2003, 16:03
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Liebe Jutta,

danke für diesen sehr interesanten Link. Es hat mich wirklich von den "Socken gehauen" als ich die Artikelauszüge dieses Rohkostgurus Franz Konz gelesen habe. "Menschenverachtende Lehre" ist da ja wohl noch zu harmlos ausgedrückt.

LG Karo
  #70  
Alt 02.11.2003, 00:03
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Die Ausnutzer

Unter Ausnutzer verstehe ich Personen, die hier diesen Krebs-Kompass als Werbeplattform für fragwürdige und nicht anerkannte Medikamente und Therapien ausnutzen.

Sehr viele Krebspatienten suchen sich hier Informationen. Leider tummeln sich hier auch einige Propaganda-Kräfte, die ihre widersinnigen Behauptungen endlos durch das Internet summen. Als gälte es hier für eine Propagandaschule den Beweis der Richtigkeit anzutreten: eine simple Behauptung muss nur oft genug wiederholt werden, um in den Köpfen der Menschen als "Wahrheit" zu erscheinen.

Selbstverständlich spekulieren sie ganz bewusst auf die Hilflosigkeit und Ängste der Menschen, die von der Diagnose Krebs geschockt sind. Auf kranke Menschen, denen die gängige Medizin nicht mehr helfen kann. Menschen, die verzweifelt sind und so den leeren Versprechungen eines charismatischen Scharlatans besonders leicht auf den Leim gehen.


Was liegt dieser völlig absurden, in menschenverachtende Perversion abgleitenden Umwertung des "Heilbegriffs" zugrunde: eine halluzinäre Erfahrung, ein Wahn? Oder berechnendes Kalkül?

Darüber mag es zu gegensätzlichen Ansichten kommen.
Ich tendiere doch eher dahin, hinter der Maskerade und dem Geschwafel von "Gott = Natur" eiskalte Berechnung zu vermuten.

Durch die hohlen Phrasen, die sich ständig wiederholend ins Internet gestellt werden , könnte man auf den Gedanken kommen, dahinter verberge sich ein Kult oder eine sektenähnliche Gemeinschaft.
  #71  
Alt 02.11.2003, 16:05
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Tagesspiegel, Berlin 2.12.2000
Geistheiler
Wenn nichts mehr hilft, dann hilft ein Wunder
Viele Deutsche lassen sich von "Glaubensmedizinern" behandeln
Rosemarie Stein

In der weißen Welt der Medizin bemüht man sich immer intensiver darum, die Wirksamkeit dessen, was man tut, wissenschaftlich nachzuweisen. Das ist schon deshalb nötig, damit die knappen Mittel nicht für Unnützes verschwendet werden. Zugleich aber wächst im Untergrund eine medizinische Gegenwelt, eine Schattenwirtschaft unbekannten Ausmaßes.

Denn viele Deutsche suchen Rat und Hilfe bei "Geistheilern" und geben Millionen für Praktiken wie Besprechen, Fernheilen, Exorzismus oder Handauflegen in allerlei vorwiegend fernöstlichen Varianten aus. Auch andere okkulte Prozeduren wie Astrologie, Pendeln, Irisdiagnostik oder Wünschelrutengehen sind sehr beliebt. Da in Deutschland alles seine Ordnung und seine Vereine hat, selbst das Esoterische, gibt es einen "Dachverband der Geistheiler (DGH)" mit mehreren tausend Mitgliedern.

Über Glaube und Aberglaube in der Medizin informierte Hartmut Zinser sein ärztliches Publikum auf der Jahrestagung der "Kaiserin Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen". Die so genannte Geistheilung diente dem Berliner Religionswissenschaftler und Ethnologen als Beispiel für den weit verbreiteten medizinischen Aberglauben an "traditionell" oder "ganzheitlich", "alternativ" oder "komplementär" genannte Verfahren in allen Abstufungen des Irrationalen bis zum Okkulten.

Es gebe zwar Behauptungen von Geistheilerseite, so gut wie alle Leiden, sogar schwere organische Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose oder Parkinson, durch pures Handauflagen kurieren zu können; aber über ein subjektives Gefühl der Linderung hinaus existierten keinerlei Nachweise für Heilungserfolge. Das hätten die Geistheiler selbst eingeräumt, sagte Zinser. Ihr Dachverband hätte 1995 zwar eine Dokumentationsstelle eingerichtet, aber nicht einen Fall von Heilung nachweisen können. Von den siebzehn Vorstandsmitgliedern waren fünfzehn nicht einmal imstande, "auch nur einen einzigen Fall aus ihrer Praxis zur Begutachtung einzureichen", schrieb der frühere Vorsitzende vier Jahre später.

Muss man sich also mit diesen Methoden überhaupt befassen? Seine Hörer überzeugte Zinser sehr wohl von der Notwendigkeit, sich mit der "Glaubensmedizin" zu beschäftigen, wie der Wuppertaler Internist Johannes Köbberling die nichtwissenschaftlichen Praktiken zusammenfassend nennt.

Denn zum einen können sie die hilfesuchenden Kranken gefährden. Wegen ihres Glaubens an irrationale Methoden entzögen sie sich - oder Eltern ihre Kinder - einer potenziell wirksamen medizinischen Behandlung (wie im Fall des Krebsheilers Hamer).

Zum anderen wies Zinser auf eine schwere Nebenwirkung der esoterischen Prozeduren hin, die nicht nur den einzelnen Kranken, sondern die gesamte medizinische Kultur betreffe: Den Kranken wird von den Geistheilern häufig das belastende Gefühl vermittelt, ihre Krankheit durch mangelnden Glauben oder Sündhaftigkeit selbst verschuldet zu haben. Diese Auffassung von Krankheit als Resultat von Sünde und Schuld hätten aber heute sowohl die Medizin als auch die christliche Theologie endgültig verlassen.

Der Religionswissenschaftler verglich das Geist- und Glaubensheilen mit den sich selbst absolut setzenden politisch-religiösen Fundamentalismen, die soziale Defizite nur auf mangelnde Beachtung religiöser Traditionen zurückführen und die Betreffenden für gesellschaftliche Probleme moralisch verantwortlich machen. Auf die Krankenheilungen Jesu, die heute eher symbolisch verstanden würden, könnten sich die Geistheiler nicht berufen. Selbst die katholische Kirche beurteile heutige "Heilungswunder" äußerst kritisch.

Die Medizin aber hat die vorwissenschaftliche Ära des Glaubens eigentlich längst überwunden und fordert von sich strenge Wissenschaftlichkeit. Nach Zinsers Definition ist Glaube subjektiv und deshalb nur gültig für die Gläubigen selbst. Aberglaube sei in den Religionen ein polemischer Begriff für den Glauben anderer Religionen.

Im Unterschied zum Glauben kann Wissenschaft Allgemeingültigkeit beanspruchen, weil ihre Aussagen und Methoden prinzipiell überprüfbar sind. Wissen ist allerdings niemals absolut, sondern immer nur vorläufig und kann potenziell widerlegt werden. Die Grenzen zwischen Wissen und Glauben - oder auch Aberglauben - verwischen sich aber nach Zinsers Feststellung zusehends, in der Medizin wie in anderen Bereichen.

Dafür nannte er verschiedene Gründe: Erkenntnisse anderer Disziplinen müssen selbst Wissenschaftler auf Treu und Glauben akzeptieren, ganz zu schweigen von Laien. "Der Wahrheitsgehalt der Aussagen eines Physikers oder eines Radiästhesisten, vulgo Wünschelrutengängers, ist für einen Laien häufig kaum zu unterscheiden."

In der Medizin ist die Gefahr der Vermischung von Wissen und Glauben besonders groß. Einmal, weil Krankheit, Linderung und Heilung auch subjektiv wahrgenommen und durch den Heilungswillen beeinflusst werden; zum anderen, weil die immensen Erfolge der wissenschaftlichen Medizin übersteigerte Hoffnungen wecken, die angesichts der nicht zu heilenden chronischen Krankheiten in Enttäuschung und damit oft auch Hinwendung zur Paramedizin umschlagen. "Diese Hoffnungen verwandeln sich in Ansprüche an die Medizin und vergessen auch, dass wir alle gebrechlich und sterblich sind."
  #72  
Alt 02.11.2003, 17:12
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Auf dem Psychomarkt werden Dienstleistungen für Gesundheit, Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit angeboten. Die Mehrheit der Anbieter auf dem Psychomarkt bietet Heilbehandlung an. Davon die große Mehrheit ohne Erlaubnis. Das gilt auch für Sekten.

Der Verbraucherschutz auf dem Psycho-Markt ist von besonderer Bedeutung,

weil die Produkte nicht zu messen, zu wiegen und zu testen sind,
weil die Produktbeschreibungen oft unzureichend und vieldeutig sind,
weil Preise und Leistungen oft in keinem nachvollziehbaren Verhältnis stehen,
weil die Produkte gesundheitsgefährlich sein und Abhängigkeiten erzeugen können,
weil die Werbung häufig gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verstößt
weil die Grundrechte und die Persönlichkeitsrechte der Kunden beeinträchtigt werden können.
  #73  
Alt 02.11.2003, 21:27
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Und der Adeno lebt auch heute noch, dank den ausgezeichneten Aerzten in weissen Kitteln und ihrer hervorragenden Ausbildung!
Prost! Auf mein langes Leben mit Krebs!
  #74  
Alt 02.11.2003, 21:53
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Hey Adeno,

ich lese, wie wahrscheinlich viele andere auch, immer sehr amüsiert (teilweise auch schockiert angesichts solch "göttlicher Krebsstrategien" ;-)) mit, Dein Kommentar ist allerdings echt cool! Vielen Dank!!!
Es ist so witzig hier....
Liebe Grüsse (und ebenfalls Prost! Wünsche Dir noch ein langes Leben!!!)
Sandra
  #75  
Alt 03.11.2003, 13:09
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Wundermittel Vitaminpille? Das Potenzial unserer Nahrung

Wer sich heute darüber informieren will, ob es sinnvoll oder unnötig ist, seine Nahrung mit Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zu ergänzen, findet eine Fülle gegensätzlicher Meinungen.

Die Argumente der Befürworter
Ihre Erklärungen klingen im ersten Moment durchaus plausibel: Unsere Felder seien ausgelaugt, Gemüse und Obst werde importiert und oft wochenlang zwischengelagert. „Die Durchschnittsernährung in Deutschland und anderen Industrieländern enthält kaum mehr Vitamine“, behauptet zum Beispiel der NEM-Vertreiber Dr. Matthias Rath. Die restlichen Vitamine würden durch Konservierung und Zubereitung völlig zerstört. Fazit der Befürworter: Nur Nahrungsergänzungsmittel könnten diese Defizite ausgleichen.

So denken die Kritiker
„Das ist ein hinterhältiger Trick der Werbung ohne Basis“, sagt Prof. Claus Leitzmann. Noch nie sei unser Essen so reich an Nährstoffen gewesen wie heutzutage, behauptet der Giessener Ernährungswissenschaftler. Die Begründung: Man bekomme inzwischen unabhängig von der Saison alle Arten von Gemüse und Obst. Demnach hat der Verbraucher also das ganze Jahr über die Chance, essentielle Stoffe aus der Nahrung aufzunehmen. Jürgen Kundke vom Bundesinstitut für den gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) pflichtet dem bei. „Die Lebensmittel werden gründlicher überwacht denn je, und die Konservierungsstoffe sind inzwischen sehr hochwertig“, sagt er.

Der Standpunkt von Wissenschaftlern und Verbraucherschutz
Bei ausgewogener Ernährung sind Nahrungsergänzungsmittel völlig überflüssig, da sind sich Wissenschaftler, Verbraucherschutz und Gesundheitsbehörden einig. Wer das Potenzial unserer Nahrung allerdings nicht ausnützt, kann einen ungünstigen Lebenswandel, also mangelnde Bewegung, Dauerstress und einseitige Ernährung, durch Vitamin- und Mineralstoffpillen kaum ausgleichen. Denn pflanzliche und tierische Lebensmittel enthalten im Gegensatz zu Nahrungsergänzungsmitteln Substanzen, deren Bedeutung für den menschlichen Körper noch gar nicht bekannt ist. Nur in Ausnahmefällen, etwa in der Schwangerschaft oder im hohen Alter, kann es sinnvoll sein, die Nahrung durch bestimmte Präparate zu ergänzen.

Erfahrungen von Verbrauchern
Viele Verbraucher sind von der Wirkung der Nahrungsergänzungsmittel überzeugt. Wolfgang Mittner etwa hatte nach der regelmäßigen Einnahme von Q-10-Präparaten den Eindruck, sich deutlich besser zu fühlen. „Ich habe die Veränderungen in mir gespürt“, sagt der 43-jährige Versicherungskaufmann aus Kaufbeuren. Dass auch veränderte Lebensumstände für diesen Effekt verantwortlich gewesen sein könnten, ist ihm durchaus bewusst. Wiltrude Zakostelecky führt ihr gesteigertes Wohlbefinden ebenfalls auf Nahrungsergänzungen zurück. Möglicherweise entscheidend: Gleichzeitig mit der erstmaligen Einnahme der Präparate hat die 61-jährige frühere Krankenschwester auch ihre Ernährungsgewohnheiten umgestellt. Denn trotz allen Vertrauens in Vitamin- und Mineralstoffpillen gilt für sie: „Gute Ernährung ist das A und O.“
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