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Alt 03.04.2010, 22:46
Problembaer Problembaer ist offline
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Beiträge: 4
Standard Ist es soweit? - Metastasen im Bauchfell, Wasser in Beine und Bauch

Hallo,

mich verlässt gerade die Hoffnung und deswegen muss ich mich jetzt hier mal
Bin schon länger stiller Mitleser hier im Forum, genauer gesagt seit Ende September letztens Jahres. Am 24.09.2009 kam für meinen Vater die Diagnose BSDK, im Anfangsstadium. Er war bisher noch nie in seinem Leben ernst krank gewesen, aber der Gewichtsverlust von 12 Kilo war mehr als nur beunruhigend.
Dabei war das Gespräch bei unserem Arzt noch sehr vielversprechend:
Keine Metastasen, Tumor noch sehr klein (<1cm), sofortige Operation notwendig!
Dann ging die Tragödie los: Operiert wurde in Augsburg, mein Dad war diesbezüglich ziemlich stur, er wollte nicht irgendwoanderst hin, da meine Mutter wegen Krankheit nicht jeden Tag 2h irgendwohin mit dem Auto fahren konnte... Und ich wohne unter der Woche in Stuttgart, also auch nicht immer da, was ich im Nachinein sehr bedauere... so wichtig hätte das Studium net sein dürfen...
Auf jedenfall dauerte es ganze 3 Wochen, bis in Augsburg operiert wurde (angeblich nur um den Zucker in den Griff zu bekommen, er wusste ja bis dahin net dass er Zucker hat), ohne Zweitmeinung, mein ganzes Drängen half nichts.
Diagnose zu diesem Zeitpunkt: Tumor konnte entfernt werden, war aber schon 5cm groß, ein Teil der BSD konnte behalten werden. Galle und 12 Finger Darm blieben auch drin.
Dann ging es los mit den Stents: waren anfangs nicht dicht, musste ein paar mal nachgearbeitet werden und so zogen die Wochen im Krankenhaus ins Land, in denen nicht mit der Chemo begonnen werden konnte.
Dann ging im Januar diese dann endlich los, aber wie ja zu erwarten war wurde sie nicht vertragen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte mein Papa schon wieder 10 Kilo zugenommen, war das blühende Leben!
Anfang März ging es dann los, er konnte die Nahrung nicht mehr behalten, musste sich von Schleimsuppe ernähren und verlor Appetit sowie auch viel Hoffnung.
Wieder im Krankenhaus war dann auch Blut im Stuhl und im Erbrochenen. Diagnose kam dann erst vorletzte Woche: Metastasen im Bauchfell, Entzündung des 12 Finger Darms und der Speiseröhre, was einen ständigen Schluckauf auslöste bei dem ein Riss im Zwerchfell entstanden ist.
Dazu kommt Wasser im Bauch (1. mal punktieren 2 Liter, beim 2. mal waren es 3 Liter und der Bauch ist wieder prall und hart) und mittlerweile auch in den Beinen.
Dazu dann noch die Schmerzen, die angeblich vom Liegen kommen sollen, dabei ist mein Papa nirgends Wund. Dagegen geben sie im Morphiumpflaster! Meine Großmutter hat das erst bekommen wo quasi das Todesurteil gefallen war, aber soweit ist es doch noch nicht, oder doch?
Bin total am Verzweifeln, der Stationsarzt hat sich viel Zeit genommen für uns und gemeint, dass die Entzündungen wieder in den Griff zu bekommen sind, nur das Wasser kommt von den Metastasen und die kriege man nichtmehr weg! Jetzt wird gehofft , dass mein Vater sich stabilisiert damit eine noch stärkere Chemo angesetzt werden kann, aber davon ist er momentan weit entfernt, es wird von Tag zu Tag schlimmer!

Wir hoffen alle, dass sich sein Wohlbefinden wieder steigert, damit noch ein paar schöne Monate möglich sind, ohne von Morphium zugedröhnt aufs Ende warten zu müssen. Keine Frage niemand gibt auf zu Kämpfen, aber von den Ärzten bekommen wir keine Antworten diesbezüglich, nur eben folgende:
Metastasen ---> Wasser ---> Entzündung ----> keine Chemo ....
Das dies fast schon das Todesurteil bedeuten soll, das kann ich nicht glauben!

Ist es ratsam in diesem Zustand meinen Dad nochmal zu einem anderen Arzt (Heidelberg) zu fahren?

Bin grad echt richtig am Ende, eine Schwester auf dem Gang hat heute von einem Hospiz angefangen, das war dann zuviel für mich!

Viele Grüße,
Christian

Geändert von Problembaer (04.04.2010 um 00:13 Uhr)
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