![]() |
|
|
#16
|
|||
|
|||
|
Hi,
nun warum sollte man keine Kinder zeugen können, sofern noch ein intakter Hoden vorhanden ist? Nach meiner Diagnose in 2001 (Seminom) habe ich post OP damals 10* Bestrahlung bekommen, die Dosis hab ich gerade nicht im Kopf. Es hieß lediglich, man sollte die evtl. Familienplanung ca. 5 Jahre nach hinten schieben. Da nichts geplant war zu dieser Zeit, hat das auch keine Probleme bereitet. Meiner Frau wurde Anfang 2006 gekündigt, im Januar 07 kam unser Sohn zur Welt. Also Kopf hoch!! LG |
|
#17
|
|||
|
|||
|
Hi also ich hab schon genau das selbe wie du nur leider keine erfahrung ob und wies funktionieren könnte.
ach ja und ich hab auch morgen nachsorge *gg*. Alles Gute |
|
#18
|
|||
|
|||
|
Hi war soweit alles ok nur auf ct habens vergessen wird am montag nachgeholt.
nein noch kein direktes interesse bin erst 22 und die diagnose ist erst 3 jahre her d.h. wir warten so und so noch mindestens 2-3 jahre.aber ich schau oft in diesen thread und hoffe dass mal jemand was hilfreiches schreibt. ![]() wie war deine kontrolle? mfg |
|
#19
|
|||
|
|||
|
@andy1983: Ich habe den gleichen Mist wie Du. Und ich habe mit meinem Arzt drüber gesprochen. Wenn man "Frostis" übrig hat, sollte man die nehmen, ansonsten ist es möglich, die Spermien aus den Hoden zu holen. Das war für mich sehr interessant, weil die "Ladung", die ich zum Einfrieren abgeliefert habe am Tag der Diagnose, eher jämmerlich war.
Was festzuhalten ist: 1. Man ist durch die retrograde Ejakulation nicht unfruchtbar, sondern nur "verhütet", was ja auch nicht unbedingt schlimm ist. Im Prinzip geht ja nur der "Überraschungsmoment" flöten, wenn die Freundin einem sagt, dass sie schwanger ist. Wir müssen halt technische Hilfsmittel in Anspruch nehmen, aber die gibt es ja, insofern: Alles gut! 2. Man kann's notfalls per Spritze aus dem übrigen Hoden rausziehen, testen und bei Bedarf neu entnehmen. Und ja: 3. Ich habe da auch nicht die geringste Lust drauf ![]() Ich denke, wenn Kinder anstehen, werden wir uns an der Tiefkühlware bedienen. Wenn das nicht klappt, wird's halt rausgeholt oder adoptiert. Man darf nie vergessen, dass es auch genug "gesunde" Männer gibt, die keine Kinder zeugen können.... Also: Kopf oben halten! Beste Grüße, Christian
__________________
Hodenkrebsprofi seit 2007. Geändert von iLive (16.04.2011 um 02:08 Uhr) |
|
#20
|
|||
|
|||
|
Hallo,
hab ich bis jetzt noch nicht gehört. Nur wer zuvor eine Samenspende gemacht hat, konnte auch Kinder bekommen bzw. durch künstliche Befruchtung. Liebe grüße |
|
#21
|
|||
|
|||
|
Hm also ich weiß nicht wies beim andy war aber fürs konservieren war bei mir keine zeit mehr.d.h. es MUSS anders auch funktionieren.
|
|
#22
|
|||
|
|||
|
Hallo Zusammen,
selbstverständlich kann man nach einer Hodenkrebsbehandlung noch Vater werden, im Regelfall ohne eingefrorenes. Selbst bei 3-4 Zyklen PEB ist die Wahrscheinlichkeit einer Unfruchtbarkeit "nur" bei ca. 15%. Also keine Bange machen lassen. Gerdsch, Andy, iLive, bin ja auch Retro und habe einen Versuch mit Tofranil bzw. Imipramin gerade abgeschlossen. Auch wenn es nicht so funktionierte, wie gehofft, gab es trotzdem unregelmäßig etwas, ich wiederhole den Test in 6 Monaten. Hat mich also hoffnungsvoller gemacht. Die OP ist ja erst ein Jahr her... Hat schon paar Nebenwirkungen, ist aber durchaus auszuhalten... Gruß Ilmarinen |
|
#23
|
|||
|
|||
|
Welche Nebenwirkungen wären das?
mfg |
|
#24
|
|||
|
|||
|
Ich pack das die Tage nochmal in den passenden Thread zu retrograder Ejakulation, aber gern schonmal vorab: Ich habe 5 Wochen Imipramin genommen, die erste Woche morgens und abends eine á 25mg, danach 3 mal am Tag. Die ersten beiden Nächte waren sehr unruhig (Herzschlag, Nervosität), danach legte sich das und es blieben nur die regelmäßigen Nebenwirkungen Müdigkeit (vor allem nachmittags und abends ca. eine Stunde nach Einnahme) und ein gestörtes Temperaturempfinden. Bedeutete abwechselnd Gänsehaut, auch an Rücken oder Stirn, und Schweißausbrüche. Das ging aber ganz gut. Wirklich ärgerlich war, dass Imipramin bei mir ein starker Lustkiller war, nicht nur, dass man weniger an Sex denkt, es reduzierte die Standfestigkeit deutlich (Erektion und Kommen gerade so möglich). Dass man natürlich immr schon kurz vorher darüber nachdenkt, ob was kommt, macht es nicht besser. Für mich interessant und nächstes mal überprüfbar war jedoch, dass die kleinen Tröpfchen Erfolg genau dann kamen, wenn er doch etwas fester war, gerade am Anfang und am Ende, auch jetzt nach Absetzen noch. Ich hatte ewas Angst, dass die Lust nicht so wiederkommt, dass hat sich aber in wenigen Tagen komplett wieder ergeben
.Jetzt habe ich leider noch Entzug, da ich entgegen der Empfehlung des Arztes und der Packungsbeilage nicht langsam ausgeschlichen habe sondern in 2 Tagen absetzte, und das ist etwas unangenehmer als erwartet. stechende Kopfschmerzen, gestörtes Temperaturempfinden, Lichtempfindlichkeit, Unruhe, stark träumende Nächte und auch kurz ein gestiegenes Angstgefühl (Kopfschmerzen = Hirnmetastasen), was völliger Schwachsinn ist, auch bei Stufe 3c, wenn man gerade frische saubere CT-Bilder und keine nachweisbaren Tumormarker hat. Aber da machen die Hormone halt komische Sachen mit einem. Ich habe dies gerade sehr ehrlich und ausführlich geschrieben und empfehle genauso ernst den Versuch, da die Nebenwirkungen zwar nicht schön sind - aber aushaltbar und kein Vergleich zu den Hormonen, die eine mögliche Vaterschaft irgendwann auslösen wird . Geschweige denn von denen, wenn irgendwann ein Kind abends nach einer Party das erste mal um halb 5 und hackedicht ;-)Wenn Du weitere Fragen hast, gern... Gruß aus Köln Ilmarinen |
|
#25
|
|||
|
|||
|
Hallo zusammen,
was mich interessieren würde: Taugt das Ejakulat was? Hast Du es untersuchen lassen? Und wieso ausgerechnet ein Antidepressivum, wer hat Dich drauf gebracht??? Meine OP ist jetzt 30 Monate her und Ergußtechnisch ist da weiterhin nichts am Start. Ich hatte ja gehofft, dass es eventuell doch noch an der Chemo liegen könnte, die hatte mich nämlich schon vor der OP "trockengelegt". Daher auch meine Frage: Die OP trennt ja den Nerv, der zwischen Harnröhre und Hoden umschaltet, sodass der Hoden quasi in die Blase feuert, wenn ich das richtig verstanden habe - ich kann nicht nachvollziehen, wie ein Antidepressivum da helfen soll...? Beste Grüße, Christian
__________________
Hodenkrebsprofi seit 2007. |
|
#26
|
|||
|
|||
|
Hi Christian,
auf Wikipedia kannst Du die Wirkweise teilweise nachvollziehen. Kurz gesagt, die Signale / Botenstoffe, die wegen des beschädigten Nervs nicht ausreichen, um den Blasenschließmuskel bei der Ejakulation zu schließen, werden durch das Imipramin verstärkt. Dadurch wird eine teilweise Schließung des Muskels erreicht. Darauf gebracht wurde ich in der UK Aachen, aber auch in der UK Köln wurde davon gesprochen. Es gibt auch einige Studien von Urologischen Unikliniken, die die Wirksamkeit geprüft haben, die meisten jedoch schon paar Jahre alt. Leider wirkt es abhängig von der Beschädigung und bei mir musste viel vom Sympathikusnerv weggeschnitten werden, um die Metas zu entfernen. Das Imipramin wurde dann auch im Arztbericht als Weiterbehandlung empfohlen, sonst hätte ich meinen Hausurologen wahrscheinlich schwer dahin bekommen. Es gibt hier übrigens auch einen älteren Thread hier im Forum mit anderen Erfahrungsberichten - aber so viele Retros sind es ja glücklicherweise nicht. Untersuchen konnte ich es leider noch nicht, da es nicht vorhersehbar genug kam, ist aber natürlich auch eine meiner Fragen. Jetzt, ein Jahr nach der Behandlung, versuche ich erstmal zu sehen, was so möglich ist, Urin untersuchen (auch schon komisch genug), Imipramin, Gespräche wegen des Ablaufs einer künstl. Befruchtung mit dem Backup,... Auf eine erneute TESE habe ich ehrlich gesagt nicht so viel Lust... Ich finde es gut, dass man sich hier austauschen kann, denn z. B. mein Urologe hat nur noch ältere Retros, die sich gut damit abfinden können, und daher keine Vergleiche und Erfahrungswerte. Ich bin auch an anderen Erfahrungswerten interessiert. Im amerikanischen Forum las ich einige Berichte über eine Wiederkehr auch noch Jahre später, meist jedoch im Zeitraum 6-36 Monate nach der RLA. Nerven wachsen ja leider sehr sehr langsam... Gruß Ilmarinen |
|
#27
|
|||
|
|||
|
Hat eigentlich eine Bestrahlung negative Auswirkung auf den Samen?
|
|
#28
|
|||
|
|||
|
@conquerer: Frag' Deinen Arzt, aber ich denke, bei Bestrahlung gilt – wie bei Chemo – dass man zwei Jahre keine Kinder machen sollte. Wegen Erbgutschädigung durch die Behandlung usw. gibt es ein relativ hohes Risiko, dass das Kind geschädigt ist.
@Ilmarinen: Das war mir unbekannt, dass die Nerven wieder "zusammenwachsen" können – meine 36 Monate sind fast rum und hier tut sich absolut nichts. Aber ich werde meinen Urologen bei der nächsten Nachsorge mal drauf ansprechen, das mit Imipramin zu versuchen, ein bisschen Antidepressivum hat ja noch keinem geschadet Gruß, C.
__________________
Hodenkrebsprofi seit 2007. |
|
#29
|
|||
|
|||
|
Meine RLA ist jetzt 5 Jahre her. Hab das Antidepressivum auch mal ausprobiert und vorher mit meinem Doc gesprochen. Er hat mich auch über die Nebenwirkungen aufgeklärt.
Er sagte aber auch, dass das Antidepressivum nicht immer das gewünschte Resultat erbringt. So wars auch bei mir. Spich, ich sitzte weiter auf dem trockenen. Ich weiß jetzt nicht, obs an der Dosis lag, weil ich klein anfing. Gibts von euch jemanden, wo das Antidepressivum seinen Zweck erfüllt hat? Wenn ja mit welcher Dosis? |
|
#30
|
|||
|
|||
|
Hallo Zusammen,
in einem älteren Thread, den ich ja auch schon mal sehr interessiert gelesen habe (http://www.krebs-kompass.de/showthre...ght=retrograde), gab es ja erfolgreiche Versuche mit Mengenangabe. Wie schon geschrieben fühle ich mich nach meinem Versuch ja nicht unerfolgreich - ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, überhaupt etwas je wieder zu sehen zu bekommen. Andy, hast Du damals Impramin oder Midodrin genommen, kannst Du das noch recherchieren? Das Midodrin wäre einer meiner nächsten Versuche. Ich habe nach etwas suchen (das Thema ist so selten, dass wir selbst die meisten google-einträge füllen ;-() doch noch die klinische Studie von 1982 gefunden: "Originalarbeiten Aktuel Urol 1982; 13(5): 259-261 DOI: 10.1055/s-2008-1062857 © Georg Thieme Verlag, Stuttgart · New York Behandlung der Aspermie nach Lymphadenektomie mit Imipramin Treatment of Aspermie after Lymphadenectomy with Imipramine D. Kröpfl, G. Plewa, H. Behrendt, R. H. Ringert Urologische Klinik (Direktor: Prof. Dr. R. Hartung) und Hautklinik (Direktor: Prof. Dr. Dr. H. Götz) des Universitätsklinikums der GHS Essen Zusammenfassung 27 Patienten, die als Folge einer bilateralen retroperitonealen Lymphadenektomie (RLA) Ejakulationsstörungen aufwiesen, wurden mit Imipramin 3 × 25 mg behandelt. Von 16 bei mehrfachen Kontrollen überprüften Patienten wiesen 12 (72%) einen Therapieerfolg auf. Nach Einsetzen der antegraden Ejakulation war eine tägliche Einzeldosis von 25 mg Imipramin zur Erhaltung der Ejakulation ausreichend. Imipramin hat sich als Medikament zur Behandlung von Ejakulationsstörungen nach einer RLA bei nicht-seminomatösen Hodentumoren bewährt." Leider scheinen wir kein besonders spannender Forschungsbereich zu sein, die meisten Urologielehrbücher zitieren diese Studie bei dem Therapievorschlag. Erfreulicherweise muss die RLA ja immer seltener gemacht werden und meist nervenerhaltend. Wenn einer von euch also auch erfahrungen hat oder ein Mediziner das hier liest und zum Studienschwerpunkt machen möchte - ich bin dabei... @Christian: In dem Ami-Forum zu Hodenkrebs tc-cancer.com habe ich einen Bericht über einen gelesen, bei dem es nach 10 Jahren plötzlich wiederkehrte, und der Bericht war recht glaubwürdig geschrieben. Solange möchte ich aber auch nicht warten... Also Gruß an Euch Ilmarinen |
![]() |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
|
|