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#286
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Gast1:
Hast Du meinen Eintrag vom 18.11. nicht gelesen? Ich füge hinzu: "Alein die Dosis macht es, ob eine Substanz ein Gift ist oder nicht." Dieser Satz ist in der gesamten Medizin bekannt und akzeptiert. Das Wort "Gift" heißt ja usprünglich "Gabe" (s. Mitgift), hat aber inzwischen eine speziellere Bedeutung erlangt. Das Wort "Dosis" (griech.) heißt exakt dasselbe! Du weißt selber, daß 1 halbe Tablette weniger wirkt als 1 ganze. Oder? Anna hat völlig recht, WIE ein Stoff wirkt ist davon abhängig, WO es, im biochemischen Sinne, eingreift. Beispiel: Ein Antibiotokum ist für den Menschen ein Heilmittel, für bestimmte Bakterien aber ein Gift. Die Tollkirsche gilt als giftige Pflanze. Aber ein Stoff daraus, das Atropin, ist für bestimmte Zwecke ein nützliches Heilmittel. Kein Krebs gleicht dem anderen, manche sind ähnlich. Und jedes Krebs-Chemotherapeutikum wirkt anders, manche wirken ähnlich. Viele Krebsarten benötigen viele Chemoarten. Konnte ich ein wenig zu Deinem Verstehen beitragen? Rudolf |
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#287
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Schönen Dank für eure Antworten. Aber ich bleibe kritisch. Rudolf, du schreibst, ein Antibiothikum sei für den Menschen ein Heilmittel. Das sehe ich anders. In einer lebensbedrohlichen Situation kann ein Antibiothikum sicherlich kurzfristig mein Leben retten, aber längerfristig gesehen schafft es mir nur Probleme. Du weißt ja sicher, dass das Zeug die lebenswichtige Darmflora zerstört, oder?
Von "heilen" kann also nicht die Rede sein. Ähnlic beurteile ich andere allopathische Mittel. Kurzfristig unter Umständen erfolgreich (je nachdem, was man unter Erfolg versteht), langfristig mehr als problematisch, da krankmachend. Anna, ich bin der ganzen Sache gegenüber natürlich kritisch eingestellt, aber ich gebe mir Mühe, deinen Gesichtspunkt zu verstehen. Merkst du das nicht? Andererseits wirst du nicht umhin kommen, mit mir zu kommunizieren, wenn wir zu einem brauchbaren Ergebnis kommen wollen. Ich bin hier, weil ich etwas lernen möchte, weil ich meinen Horizont erweitern möchte. Und ich werde so lange nachfragen, bis ich für mich brauchbare Antworten gefunden habe. Zu deiner Gegenfrage: Ich kenne den menschlichen Körper nur in sofern als es bestimmte Entgiftungsorgane gibt, wie etwa die Leber, die den ganzen Tag nichts anderes machen, als körperfremde und giftige Stoffe auszuscheiden. Bei den meisten Menschen aus den westlichen Industrienationen ist der Entgiftungsmechanismus drastisch gestört, weswegen eine Vielzahl von Krankheiten entstehen kann. Die Störung bzw. Blockade resultiert zum größten Teil aus der vermehrten Aufnahme von Schlechtnahrung. Der Körper versucht verzweifelt, diese wieder loszuwerden, was ihm aufgrund der Menge aber oftmals nicht gelingt. Irgendwann läuft das Fass dann über und wir werden krank. Um zum Punkt zu kommen: Wie kann ein Entgiftungsorgan wie die Leber denn erkennen, ob das Zytostatikum nun für den Körper hilfreich ist oder nicht? Ich behaupte, sie kann es gar nicht. Das Zytostatikum ist ein toxischer Stoff und die Leber will ihn ausscheiden helfen. Da das Z. aber für den Körper nur noch ein zusätzliches Gift bedeutet, zusätzlich zu dem ganzen anderen "Müll" in uns, kann es in meinen Augen nichts anderes bewirken als eine zusätzliche Einbußung der körpereigenen Abwehrkräfte, also eine Verschlimmerung der Ursprungskrankheit. Vielleicht ist die Chemotherapie im ersten Moment ebenfalls in der Lage, den Tumor zu verkleinern. Aber sobald das Immunsystem so richtig schön geschwächt ist, vergrößert er sich dafür umso mehr. Oder? |
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#288
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@ Gast1
Wie wäre es mit einem Studium an einer Med. Fakultät z.B. http://www.ma.uni-heidelberg.de/ Sie haben Fragen zu Ihrem persönlichen Stundenplan? Wie Ihr Studium möglichst "nahtlos" weitergeführt werden kann? Dann können Sie sich mit unserem Studiendekanat in Verbindung setzen. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung. |
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#289
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Hallo,
erst jetzt verstehe ich das Ergebnis der PISA - Studie. Erst jetzt verstehe ich, warum Lehrer so viele Stunden brauchen um Schülern Grundwissen beizubringen. Auch die Lehrer haben leider wenig Erfolg. Alles Gute für Euch Wolfgang |
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#290
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Hallo Wolfgang!!
Besser und treffender gehts nicht!! Danke!! Martin |
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Hallo Gast1,
der 1. Mann meiner Mutter starb 1945 an einer Infektion, da es noch kein Penicillin (Schimmelpilz) in Deutschland gab. Ich werde ihr mitteilen, dass es besser für ihn gewesen ist, da dieser Schimmel für ihn vielleicht schädlich gewesen sein könnte. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend. Brigitte |
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Als Nachsatz möchte ich noch sagen:
Ich glaube mit einer kaputten Darmflora hätten sich die beiden abfinden können |
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Gast1,
ein Antibiotikum KANN die Darmflora beeinträchtigen. Sie wird niemals endgültig "zerstört". Wäre es so, würde kein Mensch eine Antibiotika-Behandlung überleben. Die Darmflora erholt sich ziemlich schnell. Ein Antibiotikum wird immer nur wenige Tage gegeben, nicht länger, als unbedingt nötig. Und die Lungenentzündung z.B. wird tatsächlich geheilt! Aber das glaubst Du ja nicht. Im übrigen: Halbwissen ist dümmer als Nichtwissen. Besonders, wenn man sich daraus eine dogmatische Meinung bildet. Rudolf |
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#294
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Zitat
*Halbwissen ist dümmer als Nichtwissen. Besonders, wenn man sich daraus eine dogmatische Meinung bildet.* Dieser Satz sagt alles aus. Ich hoffe, dass nun dieses Pseudogeplänkel endet. Ich denke, jede(r) aufmerksamer Mensch hat die Sache durchschaut. Mit freundlichen Grüßen |
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"Halbwissen ist dümmer als Nichtwissen."
Mein Kommentar dazu: Halbwissen ist immer noch besser als Nichtwissen. Noch besser ist es, sein Halbwissen zu vervollständigen. Am schlechtesten ist es, auf seinem Stand zu bleiben, egal auf welchem. Wer sich nicht mehr bewegt, ist tot. Übrigens: Ihr seid alle die Wissenden, oder was? Ich muss wirklich lachen... |
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Gast1,
dann hör auf, dich im Kreis zu drehen, und tu etwas für dein Wissen! Und wenn du wissend geworden bist, dann kommst du wieder und erzählst uns alles. Wir sind schon richtig gespannt darauf und können es kaum erwarten! |
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#297
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Gast1,
ob "wir alle" die Wissenden sind, weiß ich nicht. Jedenfalls schreibe ich nichts, was ich nicht sicher weiß. Dein Problem ist offenbar, daß du einiges weißt, aber falsch zuordnest. "Antibiotika heilen nicht" ist schlichtweg falsch. "Darmflora wird zerstört" ist falsch. "Allopathische Arzneimittel schädigen" ist in dieser Pauschalität falsch. Wir leben nicht in einer Schwarz-Weiß-Welt, wo es nur Ja oder Nein gibt. Wenn Mister Dabbelju sagt "wer nicht für mich ist, ist gegen mich", ist das in primitivster Weise vereinfachend und auch falsch. Die Komplexität der biologischen Vorgänge macht die Beurteilung, wann und wo ein Arzneimittel wie wirkt, enorm schwierig. Dazu braucht man viele Informationen und Beobachtungen. Wenn du ein kombiniertes Studium mit Medizin, Pharmazie und Biochemie absolvieren willst, dann weißt du nach 10 Jahren einiges, aber immer wieder wirst du sehen, wie wenig das ist. So lange ein Mensch fragt, ist er auf dem Weg. Aber hüte dich vor grotesken Behauptungen! Rudolf |
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#298
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"So lange ein Mensch fragt, ist er auf dem Weg"
Ganz meine Meinung, deshalb frage ich ja hier auch. Merkwürdig ist nur, dass man als Fragender permanent angegriffen wird. Warum? Haben die Angreifer Angst, dass man die Wahrheit sagen könnte? Dass ihr eigenes Weltbild ins Wanken gerät? Psychologisch ausgesprochen interessant. Die Pauschalaussagen, die ich bisher gemacht habe, mögen dir vielleicht nicht gefallen, aber du kannst nicht sagen, dass sie falsch sind. Dann bist du nämlich auch pauschal. Nach meinem Wissen sind sie richtig. Ich habe viel, viel Literatur gelesen, nur vielleicht andere als du. So, der Unterschied zwischen uns ist nur, dass ich trotz meiner relativ festen Meinung weiter informieren möchte, mich mit der "Gegenseite" unterhalten will, im Gespräch sein will, lernen will. Ich sagte schon einmal, das Forum hier ermöglicht mir eine Art der Weiterentwicklung, vorausgesetzt, das Gespräch entwickelt sich konstruktiv. Dann kann man auch ruhig unterschiedlicher Meinung sein, das macht dann nicht viel aus. Das ist dann sogar wünschenswert. Ich finde es immer toll, mit Gegenmeinungen konfrontiert zu werden, wenn alle meiner Meinung wären oder mir nach dem Mund reden würden, hätte sich die Diskussion schnell erschöpft. Zum Thema zurück: Ich habe Fragen in den Raum gestellt, die bisher unbeantwortet blieben, zu denen keiner eine Erklärung gewagt hat. Gut, die Frage nach der Heilwirkung eines Gifts soll eine philosophische sein. Dann lassen wir das eben so stehen, obwohl das für mich ausgesprochen unbefriedigend ist. Wenn es eine Heilwirkung gibt, muss die auch erklärbar sein. "Philosophisch" ist nur eine Ausrede. Okay, dann kommen wir zu meiner zweiten Frage (ich hoffe, die ist nicht zu philosophisch): Wenn die Chemo zu heilen in der Lage ist, wieso wirkt sie dann nicht IMMER und wieso gibt es noch Krebskranke? Als Anmerkung noch zu deinem Text: Antibiotika heilen nicht, sie bekämpfen ein Symptom! Das ist ein Unterschied und was für einer. Andere allopathische Mittel tun dies genauso. Ob dir das jetzt pauschal vorkommen mag oder nicht, es ist eine Tatsache. |
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#299
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Sorry, ich bin natürlich Gast1. Hatte unter Darmkrebs mit anderem Namen gepostet.
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#300
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Hallo Gast1 alias Nadja,
"Antibiotika heilen nicht, sie bekämpfen ein Symptom!" Mit dieser Meinung stehst Du weltweit ganz alleine. Nehmen wir die Lungenentzündung: Dies ist eine Krankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Ein Antibiotikum (durchaus nicht jedes!) ist in der Lage, diese Bakterien zu töten. Also wirkt es kausal, nicht symptomatisch! Ein Symptom der Lungenentzündung ist meistens das Fieber. Dieses kannst du mit einem fiebersenkenden Mittel wie Aspirin beseitigen. Aber damit behandelst du nicht die Lungenentzündung sondern eins ihrer Symptome. Natürliche verschwinden auch alle Symptome, wenn du die Lungenentzündung kausal mit einem Antibiotikum bekämpft hast. Daß der Köper selbst eine Menge zur Heilung beiträgt, ist unbestritten. Noch einmal kurz: Ursache: Bakterien, Gegenmittel Antibiotikum. Symptom: Fieber, Gegenmittel Aspirin. Kein Arzt, Apotheker, Heilpraktiker noch irgendjemand, der irgendwie mit dem Heilwesen zu tun hat, wird dir etwas anderes sagen. Oder ist die Lungenentzündung selbst für dich ein Symptom? Ich habe versucht, klar zu machen, daß es ein GIFT als solches nicht gibt. Allein die Dosis macht es, ob ein Stoff ein Gift ist oder nicht. Im Prinzip kann JEDER Stoff Gift oder Nichtgift sein. Das ist nicht eine Privatmeinung des berühmten Aztes und Menschenkenners Paracelsus vor 500 Jahren! Bleiben wir bei der Tollkirsche: Wenn du eine einzelne Frucht ißt, wird dir nichts passieren. Wenn du aber mehrere davon und auch noch die Blätter ißt, wirst du die Wirkung spüren. Der Wirkstoff der Tollkirsche, Atropin, wirkt dämpfend auf die Darmmuskulatur, so daß er z.B. bei Darmkrämpfen oder Gallekoliken in niedrigen Dosen hilfreich ist. Bei hoher Dosis wird die Atemmuskulatur so stark gelähmt, daß der Tod dadurch eintritt. Über den Fingerhut (Digitalis) ließe sich vergleichbares sagen. Die Heilwirkung eines "Giftes" kann man nicht pauschal erklären. Jeder Stoff hat seine eigene Wirkung in der Biochemie des Lebens, und dort, wo die Wirkung bekannt ist, läßt sich im Einzelfall auch die Heilwirkung begründen. Aber nicht pauschal, wie du es verlangst. Bei der Chemo gegen Krebs ist es ärztliche Erfahrung, daß ein bestimmtes Mittel nur bei einigen wenigen Krebsarten wirkt. Dazu kommt, daß es bei manchen Patienten besser anschlägt als bei anderen. Auch hat der eine mehr, der andere weniger Nebenwirkungen. Zu ergründen, warum das so ist, wäre eine extrem aufwendige Sache. Vermuten! könnte man, daß das Immunsystem da irgendwie involviert ist. Vergleich: Warum fällt der eine Mensch schon nach einer Flasche Bier um, ein anderer erst nach 10? Kennst du eine exakte Antwort, die man auch im voraus auf einen Menschen anwenden kann? Bitte nenne mir ein einzelnes allopathisches Mittel, dessen Wirkung du für symptomatisch, nicht kausal, hältst. Über Verallgemeinerungen kann man nicht reden. Rudolf |
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