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  #46  
Alt 07.09.2003, 17:32
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Standard Hodenkrebs Bestrahlung

hallo thorsten

ich hatte die freie auswahl zwischen "warten und schauen" oder "bestrahlung". nach vielen gesprächen mit ärzten und nach meiner eigenen entscheidung habe ich mich für das bestrahlen entschieden.
für mich würde die zeit von untersuchungsergebnis zu untersuchungsergebnis dann doch zu „spannend“ sein. daher habe ich die „nummer sicher“ methode gewählt.
bei solchen entscheidungen gehe ich einfach pragmatisch vor. die bestrahlung war in meinem fall wichtig für meinen „kopf“. das muss aber jeder für sich wissen.

ich bin 16x bestrahlt worden. insgesamt mit 30 gray (oder wie das heisst)
jeweils 20 sekunden von vorn und 20 sekunden von hinten.

nun zu deiner frage der nebenwirkungen.
vom bestrahlen selbst habe ich nichts gemerkt ausser das da ständig leute an mir rumgerückt haben weil ich nicht richtig gelegen habe.

die erste woche: bestrahlung immer vormittags gegen 10:00 nach dem frühstück, leichtes magen/darm-unwolsein (keine übelkeit), ständiges magenknurren/pfeifen usw.. für die nun häufigen besuche auf dem klo solltest du dir schon mal ein dickes buch besorgen. blähungen bis zum geht nicht mehr. das ständige „kotzgefühl“ was ich erwartete trat nicht ein. habe aber vorsichtshalber immer eine „kotztüte und ein fläschchen odol mitgenommen.

die zweite woche: bestrahlung immer gegen 18:00 wobei ich mittags das letzte gegessen habe, ca. ein stündchen nach der bestrahlung wirklich lästige übelkeit. ich habe mir dann erstmals einen eimer zum kotzen an das bett gestellt, „rumpeln“ im magen blähungen usw. so wie die woche davor, klobesuch immer wieder gerne.
die nebenwirkungen waren auch am wochenende in der bestrahlungsfreien zeit deutlich zu spüren. der magen reagiert mit übelkeit auf heftige bewegungen z.b. schlaglöcher beim autofahren oder sex.

die dritte woche: bestrahlung immer gegen 10:00 vor dem frühstück, tagesübelkeit hat mich ab dienstags „verlassen“ sonst alles so wie voher. beim autofahren und sex vorsicht.

da ich selber gerne mit mir „rumexperimentiere habe ich für MICH folgendes festgestellt:
essen unmittelbar nach der bestrahlung verhinderte erst mal das grösste unwohlsein.
bohnen mais usw. haben sich bei mir nicht sonderlich negativ ausgewirkt.
zigarren die ich gerne rauche habe ich weggelassen. (ansonsten nichtraucher) führten zu erheblich mehr rumpeltätigkeit.
wenn mir schlecht wurde habe ich eine kleinigkeit gegessen. hat dagegen geholfen.
medikamente die ich gegen das übelsein angeboten bekommen habe wurden von mir nicht eingenommen. ich nehme grundsätzlich nur etwas wenn es wirklich nötig ist.

die bestrahlung ist nun knapp eine woche vorbei und das „rumpeln“ im bauch ist immer noch da.
nach wie vor blähungen vom feinsten. auch kenne ich jede kachel unseres klos mittlerweile mit vorname. heftige bewegungen machen mir nichts mehr aus.


hoffe dir hiermit ein bisschen angst vor dem „unsichtbaren“ genommen zu haben. ich würde mich zugunsten der „gewissheit in meinem kopf“ immer wieder bestrahlen lassen. für mich alles zusammen das kleinere übel.
lass dich nicht von dem „beipackzettel“ der bestrahlung bange machen. da stehen sachen auch von den anfängen dieser art der therapie drauf. (damals als die leute noch geleuchtet haben nach der bestrahlung)



einen schönen tag und gute besserung wünscht dir

olaf

ps.
ach so! noch vergessen. ich hatte ein seminom im anfang 1,5cm. das ei ist raus und sonst war nichts zu finden. die lympfknoten die bestrahlt worden sind waren nur ein wenig grösser und sind wahrscheinlich „unschuldig“ gewesen.
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  #47  
Alt 07.09.2003, 21:08
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Standard Hodenkrebs

Hallo Rainer F
danke für deine Antwort.
Du hast richtig gelesen. Mein Mann ist 51.Wir leben in der Schweiz.Behandelt wird er in Zürich.
Nach dem Vierten Zyklus war noch kein grosser Check,da es erst eine Woche her ist.5 tage stationär.Die ambulante Dosis könnensie ihm dieses mal nicht mehr verabreichen,da es für den Körper momentan zuviel wäre.Wir wissen zur Zeit nichts genaueswie es weiter geht.Die aerzte hoffen dass die Metastasen
"ausgetrocknet"sind,d.h.kein lebendiges Gewebe mehr enthaltenwerden.Mann wird wahrscheinlich aus der Leiste eine Probe entnehmen.weisst Du am Anfang redete man von95%heilungs chancen,niemand hatbis heute etwas anderes gesagt,aber ich persönlich habe rieige Angst entwickelt.
wir müssen abwarten.Die Blutwerte und Menge sind momentan sehr schlecht.Ernimmt Antibiotika und muss sich Spritzen machen,unter die Haut,auch deswegen.
Herzlichst Christa
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  #48  
Alt 08.09.2003, 18:53
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Standard Hodenkrebs

Olaf, Danke für die Info
Ich habe mich jetzt auch Entschieden auf Nummer Sicher zu gehen und werde in der nächste Woche die Betrahlung wahrscheinlich beginnen. Dosis und Zeitraum der Bestrahlung habe ich noch nicht.(erfahre ich erst am 11.09)
Die Nebenwirkungen sind scheinbar auszuhalten und ich hoffe später sagen zu können das es auszuhalten war,aber wenn man im Ergebniss seine Zukunft beruhigender Leben kann ist ja sehr viel gewonnen.
Gruß Thorsten
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  #49  
Alt 16.01.2004, 00:29
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Standard Hodenkrebs

hallo allerseits.

im februar 1998 wurde bei mir hodenkrebs diagnostiziert. der recht hoden wurde operativ entfertn. danach rieten die ärzte ersteinmal abzuwarten. nach meinem urlaub im august waren meiner tumormarker leider auffällig. man stellte metastasen im bauchraum entlang der aorta fest. eine 4-zyklige hochdosis-chemotherapie verkleinerte diese. während dieser zeit erlebte ich alle tiefen, die mit chemo einhergehen. ständige übelkeit, kompletter haarausfall, schwäche, keinen hunger...
zwischen den zyklen war ich kurz zuhause. mein immunsysten war jedoch so anfällig (trombos, neutros etc zu niedrig), dass ich oft auch zwischendurch ins krankenhaus musste. es ist ein harter weg; aber : viele andere und jüngere Menschen gehen diesen weg. auch kinder. und am ende steht doch oft ein gesundes leben vor einem.

nachdem die chemo kein voller erfolg war, wurde mir in einer 6-stündigen op die lymphbahnen einseitig entfernt. meine zeugungsfähigkeit blieb dadurch erhalten.
seitdem war ich in ständiger ärztlicher kontrolle. heut muss ich nur noch einmal im jahr zur untersuchung und gelte als geheilt.

für mich hat sich vieles geändert. ich wünsche keinem mehr achtlos gesundheit. es sollte halt keine floskel sein. ich meine es dann auch so. ich geniesse die tage. vieles hat an bedeutung verloren. examen karriere. wichtig keine frage. aber halt nicht mehr so. man lernt die menschen um einen herum besser kennen. wer sind deine wahren freunde.

vielleicht hilft dies dem ein oder anderen bei seinem schwierigen weg.
gerne beantworte ich auch fragen unter meiner e-mail adresse.

gruss
reusk@gmx.de
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  #50  
Alt 08.02.2004, 23:56
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Standard Hodenkrebs

Mein Mann hatte vor 2 Tagen eine Operation weil er am Hoden einen Knoten hatte. Der Chirurg hatte zu mir nach der Operation gesagt dass es 95 % Krebs ist. Befor der Operation sagte der Arzt das bei meinem Mann an der Leiste aufgeschnitten wird. Aber sie haben den Hoden geoeffnet und den Tumor rausgeholt. Was hat das zu bedeuten. Ich kann mit meinem Mann nicht darueber sprechen, er sagt immer alles ist okay mach Dir keine Sorgen jetzt kann ich schneller rennen. Ich habe Angst um ihn und frage mich warum die Aerzte Ihre Meinung geaendert haben. Alles Gute an alle Leser
Manzani
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  #51  
Alt 09.02.2004, 00:19
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Standard Hodenkrebs

Hallo Manzani,

das sind natürlich sehr wenige Informationen die Du hast. Wenn Du Dich einlesen möchtest, findest Du hier einen guten Einstieg:

http://www.hodenkrebs.de/download/download.htm

Ich bin allerdings aus Deinem Posting nicht ganz schlau geworden. Wie wurde genau operiert? Leisten-OP oder Öffnung des Hodensackes?

Gruß Dirk dl1ydi@gmx.net
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  #52  
Alt 09.02.2004, 00:51
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Standard Hodenkrebs

Lieber Dirk

Danke fuer die http addresse

Es wurde der Hodensack geöffnet_
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  #53  
Alt 09.02.2004, 19:27
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Standard Hodenkrebs

Hallo Manzani,

dieser operative Ansatz ist, nach allem was ich weiß, etwas ungewöhnlich. Bei Krebsverdacht wird eigentlich der Schnitt in der Leiste durchgeführt, weil der betroffene Hoden zusammen mit dem Samenleiter und der Blutversorgung von oben her entfernt wird (weil das die möglichen Ausbreitungswege sind). Über eine Öffnung des Hodensacks wird eigentlich eine Entzündung angegangen.

Einen Krebsverdacht lassen die Ärzte über einen sogenannten Schnellschnitt parallel zur OP abchecken. Danach kann eigentlich schon mit großer Sicherheit gesagt werden, ob ein Tumor vorliegt oder nicht. Ein weiterer Indikator sind die sogenannten Tumormarker (Blutwerte), hier werden typischerweise die Werte LDH, AFP, beta-HCG und PLAP untersucht und mit den Normwerten verglichen.

Der entnommene Hoden wird dann im Anschluss an die OP von einem Pathologen weiter histologisch untersucht und die genaue Tumorart sowie weitere Faktoren bestimmt(das dauert ein paar Tage). Zusätzlich werden nach der OP (und bei erhärtetem Tumorverdacht durch Marker und Schnellschnitt) die Lunge geröntgt sowie ein CT des Abdomen/Beckens durchgeführt. Diese Ergebnisse zusammen legen dann die weitere Behandlungsstrategie fest.

Hier noch eine andere, und wie ich finde auch sehr gute Informationsquelle zu Hodenkrebs und den Behandlungsmöglichkeiten: das "Manual Hodentumoren" des Tumorzentrums München, unter http://www.krebsinfo.de/ki/empfehlun...820-4-Gerl.pdf .

Ich kann Deinem Mann nur empfehlen Dich einzubinden und dieses Thema im Detail mit Dir zu besprechen. Wenn er wirklich Hodenkrebs hat wird er jede Unterstützung (und insbesondere von Dir) brauchen. Die Operation und oft auch die weitere Behandlung von Hodenkrebs ist meist nicht das Thema, aber die seelische Belastung kann schon heftig sein ("ich habe Krebs!"). Ich weiß nicht wie ich es ohne meine Frau geschafft hätte (und es auch immer noch schaffe)!

Gruß, Frank
(Email für direkten Kontakt: tetzlafs@online.ms )
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  #54  
Alt 19.02.2004, 01:09
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hallo christa

ich habe seit mai 2002 mit einem extragonadaler keimzelltumor zu kämpfen. montag beginnt der 7 zyklus peb.

das ist eine unterart vom hodenkrebs. meist sitzt der primärtumor im bauchbereich, zumindest war es bei mir so. ich hatte metas in lunge und leber.

wenn du fragen hast, mail mir einfach

engell@fh-nuertingen

wie gesagt bin bis sonntag zu erreichen und dann wieder nach der sitzung.

alles gute für deinen mann.

gruß
lars
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  #55  
Alt 14.05.2004, 16:20
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hallo ich bin peter 26 jahre.
mit 25 jahren hatte hodenkrebs(rechts)
habe alle operationen hinter mir und auch mehere chemos.
bin jezt mit 26 laut der ärzte krebsfrei.
was mich wundert oder ich nicht verstehe ist,das ich nach der entfernung des rechten hodens mehr sperma producktziert habe und es mit der zeit immer weniger wurde.
nun ist es so das ich wohl garkein sperme mehr produckziere.
kann man das ändern?das die spermaproducktion wieder angeregt wird??wenn ja wie?und wenn nicht,woran liegt das das man kein sperma mehr hat?

weitere informationen zu mir:

www.Petizone.de.vu
oder
jeanlouishh@yahoo.de
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  #56  
Alt 14.05.2004, 19:58
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Hallo Peter,

ich bin kein Arzt, aber nur rund 5 Prozent des Spermas stammen aus den Hoden, der Rest kommt aus Drüsen im Körper. Einen interessanten Link hierzu findest Du hier: http://www.netdoktor.de/sex_partners...lth/sperma.htm

Das heißt, der Verlust des Hodens hat nur sehr wenig Auswirkungen. Viel wahrscheinlicher ist es, daß die Entfernung der Lymphknoten zu einer Ejakulationsstörung (retrograde Ejakulation) geführt hat, hierbei nimmt der Samen beim Samenerguß einen falschen Weg, er wird statt nach außen in die Harnblase transportiert.

Such mal hier im Forum und auch bei google nach "retrograde Ejakulation" und sprech auf jeden Fall auch mit Deinem Arzt.

Gruß Dirk
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  #57  
Alt 28.08.2004, 12:33
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Standard Hodenkrebs

Hallo Leute ich bin 16 und hab einen großen verdacht dass ich hodenkrebs hab. mein linker hoden ist mindestens doppelt so dick wie mein rehcter und manchmal ziehts echt. Das Problem ist dass ich erst vor kurzem erfrahren hab dass das ein anzeichen von hodenkrebs is. Ich hab nämlich mal wo gelesen dass das eigentlich wegen der pubertät wäre und mir deshalb keine sorgen gemacht. Ich hab jetzt total schiss dass sich metastasen gebildte haben und ich verrecken muss. Weil ich hab des schon so 3-4 jahre lang. Kann mir einer sagen ob des schon tödlich is?? bite bitte ich muss des wissen. ich geh demnächst zu arzt der wirds mir auch sagen. ihr könnts mir auch per email schicken (sorry_alter@web.de)
Sven
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  #58  
Alt 31.08.2004, 16:16
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Hallo, weiß vielleicht jemand, ob man eine PEB-Chemo (2 Zyklen) auch ambulant machen kann? Mein Mann muss lt. Auskunft der Ärzte eine solche Therapie machen, wer hat Erfahrung mit ambulanter Therapie?? Oder nur stationär möglich??
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  #59  
Alt 31.08.2004, 20:26
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Standard Hodenkrebs

Hallo liebe Forumteilnehmer,
muss eine PEB-Chemo (2 Zyklen) über einen Port erfolgen?
Silke
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  #60  
Alt 31.08.2004, 21:11
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Standard Hodenkrebs

Habe meine Chemotherapie ohne Port bekommen , früh wurde eine eine dünne Nadel in meinen Arm gestochen , mittags dann wieder entfernt.Hatte keine Schmerzen und keine Probleme damit. Meine Chemo wurde bei Onkologen durchgeführt.
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