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  #1  
Alt 15.07.2020, 22:33
marcolino marcolino ist offline
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Standard Therapie Blinatumomab-Studie / Obinutuzumab + Bendamustin

Ich, 49, brauche nun doch eine weitere FL Therapie.

Bin mir jedoch unschlüssig ob Blinatumomab als Phase-1 Studie oder Standardtherapie mit Obinutuzumab + Bendamustin?

Für welche würdet ihr euch entscheiden?

LG marcolino


Bisherige Therapien:
08/2009-04/2010 R-Benda + eine einzige Gabe Rituximab als Erhaltungstherapie
04/2014-08/2014 2 Zyklen R-HAM + ASCT
09/2014-09/2016 Zweijährige Erhaltungstherapie mit Rituximab
06/2019-09/2019 Acht Gaben mit Rituximab
Ab 12/2019 alle 10 Wochen Rituximab
Ende 04/2020 Rezidiv
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  #2  
Alt 17.07.2020, 14:26
Ben47 Ben47 ist offline
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Standard AW: Therapie Blinatumomab-Studie / Obinutuzumab + Bendamustin

Hallo Marcelino

Du hast so eine ähnliche Ausgangslage wie ich, ich bin 51.
Ich nehme mal an, dass Dir beim Rezidiv nach R-Benda die ASCT auch wegen Deinem relativ jungen Alter angetragen wurde.

Ich hatte auch R-Benda als Erstlinie, dann nach 3 Jahren Rezidiv, dann ASCT.
Nun bin ich im dritten Jahr nach ASCT, und die Rezidivrate ist ja ung. 65%, wobei die meisten Rezidive in den ersten 6 Jahren nach ASCT auftreten.

Nur schon der Statistik wegen muss auch ich mich mit Möglichkeiten nach einem Rezidiv nach ASCT herumschlagen.

Für mich würde ich (auch wegen meines relativ noch jungen Alters, also für diese Erkrankung meine ich) keine „nomale Therapie“ mit O-Chemo und auch keine der neuen „small molecules” etc machen, weil das alles viel zu kurz hält, für meine Erwartungshaltung betreffend rezidivfreier Zeit.

Mein Plan wäre entweder eine allo-SZT oder in eine Car-T Studie. Eigentlich würde ich Allo-SZT bevorzugen, da die längste zu erwartende rezidivfreie Zeit. Aber da ich gehört habe,, dass Car-T nicht mehr geht nach allo-SZT, bin ich mir auch nicht sicher, was zuerst. Bei mir kann ich noch warten was sich auf der Car-T Schiene tut, da ich hoffe noch eine Weile rezidivfrei zu bleiben.

Wünsche Dir alles Gute und viel Glück bei Deiner Therapieauswahl.

Wie denkst Du über andere Möglichkeiten als O-Chemo, etc...?

Grüsse
Ben
__________________
12.2014: FL Grad 1-2, Stadium 4, KM 90% Befall, Milz Befall, Pleuraerguss beidseitig
01.2015: 6 x R-Bendamustin
06.2015: Partielle Remission,
11.2017: Rezidiv FL Grade 3A, Lymphome nur oberhalb des Zwerchfells, kein KM Befall
12.2017: 3 x R-Chop, BEAM HD mit autologer SZT.
06.2018: Komplette metabolische Remission.
03.2019: Weiterhin komplette metabolische Remission.

Geändert von Ben47 (17.07.2020 um 14:31 Uhr)
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  #3  
Alt 17.07.2020, 16:12
marcolino marcolino ist offline
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Standard AW: Therapie Blinatumomab-Studie / Obinutuzumab + Bendamustin

Hi Ben,

wir kennen uns doch schon aus dem Thread

https://www.krebs-kompass.de/showthr...t=50715&page=3

Beschäftige dich mal mit der Regn1979 Studie, die hat eine über 90%ige Ansprechrate! EudraCT-Nummer: 2015-004491-30

LG marcolino

Geändert von gitti2002 (17.07.2020 um 21:24 Uhr) Grund: Links zu nicht abgeschlossenen Studien
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  #4  
Alt 17.07.2020, 20:13
Ben47 Ben47 ist offline
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Standard AW: Therapie Blinatumomab-Studie / Obinutuzumab + Bendamustin

Hallo Marcolino

Vielen Dank für die links, das ist sicher eine interessante Studie.
Was mich bei diesen Medikamenten ein wenig unsicher stimmt, ist die kurze Remissionsdauer. Obwohl die Ansprechrate 90% ist, so ist die durchschnittlich zu erwartende Zeit bis zu einem erneuten Rezidiv nicht sehr lange. Ich habe hier gerade diese PFS aus deinen zweiten link abkopiert

quote:
Median progression-free survival in patients with R/R FL Gr 1–3a and an opportunity for assessment at Week 12* was 11.4 months.
unquote:

Das heisst, dass von allen Patienten 50% (die Hälfte aller Patienten) nach 11.4 Monaten wieder ein Rezidiv hatten oder ein Rezidiv zu erwarten haben in dieser Studie. Das ist einfach die Tendenz, natürlich gibt es solche mit viel längerer Pause.

Bis wann musst Du zwischen O-Chemo oder Blinatumomab Studie entscheiden?
Jetzt merke ich gerade, dass ich gar nicht genau weiss, was für ein Lymphom Du hast, und einfach meine Ideen für mein FL 1-3 beschrieben habe. Hast Du ein FL oder ein Marginalzonenlymphom oder ein anderes wo R-Benda Erstlinie wäre? Da gibts glaub ich nicht so viele, aber sicherlich wirds auch hier Unterschiede in der Behandlungsstrategie geben.

Beste Grüsse
Ben
__________________
12.2014: FL Grad 1-2, Stadium 4, KM 90% Befall, Milz Befall, Pleuraerguss beidseitig
01.2015: 6 x R-Bendamustin
06.2015: Partielle Remission,
11.2017: Rezidiv FL Grade 3A, Lymphome nur oberhalb des Zwerchfells, kein KM Befall
12.2017: 3 x R-Chop, BEAM HD mit autologer SZT.
06.2018: Komplette metabolische Remission.
03.2019: Weiterhin komplette metabolische Remission.
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  #5  
Alt 17.07.2020, 22:24
marcolino marcolino ist offline
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Standard AW: Therapie Blinatumomab-Studie / Obinutuzumab + Bendamustin

Hi Ben,

ich habe ein FL, Grad 1, Stadium IVa.

Bis in 3-4 Wochen sollte ich beginnen mit einer Therapie.

Stand heute weiß ich echt nicht welche Therapie ich machen soll! Blinatumomab-Studie oder Obinutuzumab + Bendamustin???

Bin am Dienstag in der Uniklinik und lasse mich über die Blinatumomab-Studie aufklären. Was hältst du von der Studie?

LG marcolino
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  #6  
Alt 22.07.2020, 05:15
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Therapie Blinatumomab-Studie / Obinutuzumab + Bendamustin

Hallo marcolino,

Zitat:
ich habe ein FL, Grad 1, Stadium IVa.

Bis in 3-4 Wochen sollte ich beginnen mit einer Therapie.

Stand heute weiß ich echt nicht welche Therapie ich machen soll! Blinatumomab-Studie oder Obinutuzumab + Bendamustin???
Es ist eine etwas schwierige Entscheidungs-Situation in der Du Dich befindest.
Aus meiner Sicht stellt sich dabei auch die naheliegende Frage ob Du - bzw. ganz generell Patienten - überhaupt darüber zu befinden haben, welche Therapie am zweckmäßigsten und erfolgversprechendsten "durchgezogen" werden sollte.

Versteh mich hier bitte nicht falsch, weil ich prinzipiell denke, daß uns Patienten einfach die Fachkompetenz fehlt, um im Einzelfall alles richtig einordnen und dadurch zu einer (auch nur vermutlich) richtigen Entscheidung kommen zu können.

Damit will ich nicht gerade sagen, daß wir "Versuchskaninchen" sind, sondern viel mehr, daß sich auch unsere Ärzte (trotz ihrer Fachkompetenz) auf verdammt "dünnem Eis" bewegen.
Heißt - zwar in bester Absicht all unsere diagnostizierten Werte interpretieren können, jedoch dennoch nicht so genau wissen, wie eine Therapie jeweils auch - wie gewünscht - wirksam sein kann und wird.

Gewünscht ist natürlich eine möglichst lange Zeitdauer, bis sich erneut Negatives in unseren Körpern entwickelt:
Potentiell tödliches, das uns das "Leben kosten" kann.

Um das abwenden zu können, steht ein reichhaltiges Arsenal zur Verfügung.
Beim Einsatz jeweiliger Mittel sollte aus meiner Sicht aber immer auch berücksichtigt werden:
Welche Mittel stehen noch zur Verfügung, falls ein Therapie-Mittel nicht "anschlägt" wie gewünscht?

Versuch bitte, v.a. das im Gespräch am Dienstag möglichst genau klären zu können.
Denn nur Deine Ärzte können das - bezogen auf Deine spezielle Situation - tun.
Um es klipp und klar zu sagen:
Diese Klärung ist nicht Dein Job, sondern der von Deinen Ärzten.

Viel Erfolg dabei und liebe Grüße
lotol
__________________
Krieger haben Narben.
---
1. Therapie (2016): 6 Zyklen R-CHOP (Standard) => sehr gute Remission.
Nach ca. 3 Jahren war aber ein Rezidiv feststellbar. Was zur nächsten Therapie führte.

2. Therapie (2019/2020): 6 Zyklen Obinutuzumab + Bendamustin => wieder komplette Remission.
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