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  #1  
Alt 20.12.2020, 15:49
datkleene datkleene ist offline
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Standard Kurz vorm Verzweifeln 😞

Hallo meine Lieben,

tja, ich bin inzwischen ja schon ewig hier. Erst als Angehörige, dann als Hinterbliebene und dann war ich selbst betroffen. Bei mir wurde ein CIS am Gebärmutterhals festgestellt, zwei mal konisiert, dann bekam ich meine wundervolle Tochter und habe mir die Gebärmutter entfernen lassen.

Jetzt war ich gestern in der Notfallambulanz. Ich habe einen Knoten an der rechten Brust, direkt an der Brustwarze entdeckt. Nun habe ich mir erfolgreich eingeredet, dass es ein Abszess ist oder eine Entzündung. Zumindest bis der Arzt beim Ultraschall anfing mich zu trösten.
Da kam alles wieder. Die ganze Qual mit meiner Mama, wie tapfer sie gekämpft hat und wie sie immer und immer wieder von Schicksal gestraft wurde.

Der Knoten ist ca. 3x3 cm gross und scheint direkt unter der Warze gesessen zu haben, bis er jetzt tast- und sichtbar wurde 😔

Der Arzt sagte, er will sich nicht festlegen nur wegen einem Ultraschall und das wir besser gestern als heute alle Untersuchungen durchprügeln sollen. Am besten noch dieses Jahr!
Die Ränder des Gewebes sind ihm zu „wolkig“, der Knoten zu derbe tastbar. Außerdem meint er etwas wie Verkalkungen gesehen zu haben.

Wie gesagt, ich bin ein gebranntes Kind und jetzt geht in meinem Kopf alles auf einmal ab. Ich spule es wieder wie einen Film ab. Allein das ich morgen erst zu meinem Arzt kann, treibt mich in den Wahnsinn. Unsere Tochter ist erst 4 Jahre alt und ich versuche nicht panisch zu sein und mich für sie zusammen zu reißen. Wie habt ihr diese Zeit von erstem Verdacht bis zur Diagnose verbracht? Wie lange hat es bei euch gedauert? Ich habe Angst, dass es sich tatsächlich bis Mitte Januar ziehen könnte. Ich glaube, dann flippe ich hier aus.
Der Arzt gestern sagte, ich solle es dringend machen und mein Gynäkologe solle es auch am Montag ganz dringend machen und sein Bestes geben.

Ich versuche mich nur wegen dem Ultraschall nicht verrückt zu machen, aber es gelingt mir einfach kaum. Habt ihr einen Rat für mich?
Ich bin für jeglichen Austausch einfach nur dankbar.

Liebe Grüße
Steffie
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Mama *7.5.1956 +16.10.2010
Wir sehen uns wieder, wenn du mich an meinem Regenbogen abbholst! Ich liebe dich!!
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  #2  
Alt 21.12.2020, 12:52
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln ��

Liebe Steffie, ich finde es immer sehr traurig das man nach einer gewissen Zeit immer liest das man nun selbst betroffene ist :-( Ich kann dir leider keine guten Ratschläge geben, Ratschläge wie "lenk dich ab, putze, spiele mit deiner Tochter", helfen da wohl kaum. Ich könnte mich auch durch nichts ablenken. Ich glaub die Zeit muss man leider einfach absitzen. Aber vielleicht und hoffentlich hast du heute von deinem Doc Entwarnung bekommen???? LG Becca
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Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

ED: 03.04.2017 (metastasierendes Lungenkarzinom (Adeno))


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  #3  
Alt 21.12.2020, 17:53
datkleene datkleene ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Nanu, da war meine Antwort weg.

Leider habe ich keine Entwarnung bekommen, im Gegenteil. Es trafen mich harte und klare Worte. Wir müssen das jetzt anpacken 😔 morgen ist mein Termin zur Mammographie, Mittwoch der zur Stanzbiopsie.

Meine FÄ war sehr lieb, aber deutlich. Sie hätte am liebsten noch vor dem neuen Jahr einen Plan und Gewissheit, was es ist. Worauf es reagiert und was wir schnellstmöglich unternehmen können.

Es sind definitiv zwei Tumore, zwar im selben Quadranten, aber auf zwei war ich nicht vorbereitet 😔
Ich war auf das Ganze nicht wirklich vorbereitet, ich glaube das kann man auch einfach nicht sein.
Ich bin froh, dass ich mit viel Vitamin B alles noch vor Weihnachten hinbekommen, um eventuell wenigstens ein paar entspanntere Tage mit der Familie zu genießen.

Für heute habe ich alle meine Aufgaben abgearbeitet, sogar relativ schnell rund mit dem bestmöglichen Ergebnis für mich. Jetzt versuche ich etwas zu schlafen. Ich bin furchtbar ausgelaugt. Und ich hab Kopfkino 😔 das kann mir keiner nehmen, auch die Angst nicht.
Es macht es auch nicht besser, dass ich niemanden mitnehmen darf. Ich habe alle Termine und Gespräche ohne ein zweites Paar Ohren. Und das macht mich unglaublich unruhig. Ich habe Angst, dass ich was nicht richtig verstehen oder etwas falsch verstehe oder vergesse. Ich bin nervös und aufgekratzt und gleichzeitig unglaublich müde. Was für ein Mist-Tag!
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Mama *7.5.1956 +16.10.2010
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  #4  
Alt 22.12.2020, 10:50
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln ��

Das klingt ja leider nicht so schön :-( Oh man, das tut mir echt leid... halt uns bitte auf den laufenden. Ich drücke dir alle Daumen das das ganze gutartige Tumore sind oder Zysten oder oder oder...
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Mein Daddy
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  #5  
Alt 23.12.2020, 00:12
juli 11 juli 11 ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Hallo Dattkleene,
Was für eine sch... Wünsche dir so ein unauffälligen Befund... Und bis dahin heißt es Nerven behalten... Und wenn du alleine bist, schrei rum, Weine ,fluche usw... Das verschafft vielleicht etwas Lust ... Meine Kinder waren damals auch klein, und musste mich auch beherrschen und wenn sie schliefen konnte ich meinen Gefühlen mal freien Lauf lassen...
Ein Arzt sagte zu mir: sehen sie nicht dass große Ganze, sondern arbeiten sie das Schritt für Schritt ab...
Versuch sich abzulenken, du hast alles in die Wege geleitet und dann nimmt es seinen Lauf... Ach und die das Gespräch... Schreib alles auf einen Zettel ,was du beantwortet haben möchtest und frag bei Unklarheiten solange nach, bis es für dich klar ist....Drück dir fest die Daumen und versuche dich abzulenken ...

Geändert von juli 11 (23.12.2020 um 00:16 Uhr)
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  #6  
Alt 23.12.2020, 20:16
datkleene datkleene ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Ja meine Lieben, was soll ich sagen: 4 Ärzte, 4 mal die selbe Äußerung „das sieht nicht gut aus.“ „wir müssen schnell reagieren.“

Ich bin sehr dankbar für klare Worte, gerade meine FÄ ist da sehr gut drin.
Es ist auf jeden Fall klar, dass wir dringend das Ergebnis der Stanze von heute brauchen. Sie zeigt wenigstens, was gemacht werden kann und ggf. in welcher Reihenfolge. Es ist natürlich vor Weihnachten nicht schön, aber ich denke das Kind ist in den Brunnen gefallen, da ist egal wann es jetzt klare Worte gibt.

Ich versuche das ganze ruhig anzugehen, mit Bedacht und habe mit meinem Mann eigentlich meine und seine Wünsche schon gut zusammen gefasst.
Ich hatte bei beiden Untersuchungen wirklich richtig Glück. Alle waren durchweg sehr lieb zu mir und haben meine Art damit umzugehen akzeptieren können.
Am 4.1. habe ich den Termin für die Besprechung, außer es klappt noch zwischen den Tage, dann werde ich auch spontan einberufen.
Ansonsten heißt es jetzt warten.
Ich lese mich viel hier durch die Themen im Forum, werde bestimmt noch mal die ein oder andere Frage haben und weiß, dass man hier wirklich flott eine Antwort bekommt. Und Mut! Danke dafür an alle!

Ich wünsche euch allen besinnliche Weihnachten mit den Liebsten.
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Mama *7.5.1956 +16.10.2010
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  #7  
Alt 04.01.2021, 08:41
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Hallo Steffie, ich wünsche dir ein hoffentlich schnell wieder gesundes neues Jahr und ganz viel Kraft für 2020! Wie war dein Gespräch heute??
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  #8  
Alt 05.01.2021, 02:07
datkleene datkleene ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Hey, ja, was soll ich sagen, es ist wie es ist.

Ich hab die handfeste Diagnose Brustkrebs. Es ist eine gute Prognose und der angestrebte Plan wäre auch mein Plan A gewesen.

Ich gehe relativ gefasst damit um, wahrscheinlich weil ich jetzt endlich weiß, woran ich bin und was auf mich zu kommt.
Ich weiß, die Wut wird kommen und auch die Verzweiflung. Es ist nicht das erste Mal, aber ich werde alles dafür tun, dass es das letzte Mal sein wird.

Der pathologische Befund sagt folgendes:

- Invasives Ma-Ca, nicht näher bestimmt, Grad 2
- ER positiv
- PgR positiv
- HER2 negativ
- vermutliche high grade nach MIB 1

Am 20.1. geht es ins Krankenhaus, am 21.1. ist die OP. Gemacht werden beide Seiten, sofortiger Aufbau mit Silikon, Brustwarze rechts wird nicht zu retten sein und wird nachgebildet. Womit wird noch besprochen Bzw. Kann ich mir noch durch den Kopf gehen lassen.
Danach eine Chemotherapie.

Ich bin erleichtert, dieses Vorgehen war mein Wunsch und das wurde sofort respektiert und ich wurde ernst genommen.
Jetzt bin ich zwar erleichtert, aber wie das hier zu Hause mit einem 4jährigen, unglaublich emphatischen Mädchen laufen soll, weiß ich noch nicht. Es fällt mir unglaublich schwer abzuschalten und es muss noch viel geregelt werden.
Aber erstmal ist da ein Weg, es fühlt sich nicht mehr an, als würde ich blind durch die Dunkelheit rennen und mich verirren.

Die Ärztin in der Klinik sagt, die Prognose ist gut und der Weh lohnt sich.
Morgen versuche ich zu meiner FÄ zu kommen. Sie kenne ich seit Jahren, ich war immer nur bei ihr und sie hat damals auch meine Mutter behandelt. Mit ihr rede ich ganz anders und ich hoffe, dass es nicht das komplette Gegenteil zu Heute wird. Ich denke aber nicht. Eigentlich bin ich jetzt gerade, für die Umstände, entspannt, gelassen und zielstrebig.
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Mama *7.5.1956 +16.10.2010
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  #9  
Alt 05.01.2021, 09:26
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Das tut mir sehr leid das es nun doch eine Karzinom Diagnose ist :-( Aber wenn die Ärzte das schon sagen, dann solltest du auch fest daran glauben das alles gut wird. Und ich finde es irgendwie auch beruhigender wenn der Krebs raus operiert wurde und du dann "krebsfrei" in die Chemo starten kannst. Irgendwie ist das beruhigender, so empfand es meine Schwägerin damals auch. Bei ihr wurde das selbe gemacht wie bei dir (nur der Brustaufbau stand viel später an). Und ich finde es auch super das alles so schnell bei dir funktioniert hat, überleg mal wie lange manch anderer auf so eine Nachricht warten muss. Bekommst du dann in der OP gleich einen Port?
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Mein Daddy
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  #10  
Alt 08.01.2021, 22:46
Clea Clea ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Liebet Kleene,
ich will dir hier ein großes Kraftpaket dalassen.
Von Brustkrebs habe ich nicht so viel Ahnung, eine Kollegin hatte eine OP, aber keine Chemo, nur Bestrahlung.
8ch hoffe, du lässt das alles möglichst ohne schlimme Nebenwirkungen hinter dir.
Alles Gute!
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Meine Ma
17.9.1957-19.2.2017, 59 Jahre, Lungenkrebs mit Hirnmetastasen
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  #11  
Alt 09.01.2021, 22:23
datkleene datkleene ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Hallo ihr Lieben. Erstmal danke für eure gesendete Kraft und eure Antworten.

Es ist relativ schwierig für mich. Ich habe all das ja bei meiner Mutter erlebt. Natürlich bin ich nicht sie und ich will es auch nicht vergleichen.

Und genau deswegen möchte ich es alles anders machen!
Meine Mutter wollte keinen direkten Aufbau, sie hatte aber auch so viele Baustellen und wir waren alle völlig überfordert. Am Ende hat sie es nie machen lassen.

Ich hab eine genaue Vorstellung! Ich wollte einen direkten Aufbau mit Silikon, wenn das geht. Und es geht! Meine operierende Ärztin sagt es sei kein Problem. Und ich will die zweite Brust auch direkt machen lassen! Ich will diese Gefahr nicht mehr.
Es war so ein Kampf mit meiner Gebärmutter, ich hab mich von Kontrolle zu Kontrolle gequält und als die Abstriche immer schlechter und schlechter wurden, waren alle ruhig, nur ich hatte Angst.

Das will ich nicht noch einmal. Es ist mir egal, ob es genetisch ist nicht. Jede Untersuchung wird eine Qual und ich würde wahrscheinlich auch an der Situation mit meinem Körper sehr leiden. Ich hab mit 14 eine Essstörung gehabt, meine eigene Wahrnehmung für meinen Körper ist eh schon gestört. Und es ist egal, wie lange man keinen Rückfall hatte, es ist immer da.

Meine operierende Ärztin ist auf meiner Seite. Sie würde es sofort machen und selbst WENN die Krankenkasse das nicht übernimmt, ist das auch kein Problem. Also es gibt weder finanziell Bedenken, noch scheint die Ärztin darin ein Problem zu sehen.

Aber meine FÄ... sie flippt völlig aus. Redet die ganze Zeit davon erst eine chemo zu machen, später zu operieren, den Gentest abzuwarten, die gesunde Brust nicht machen zu lassen. Und sie drängt mich zu weiteren Meinungen.
Die Ärztin an der Uniklinik erwähnte nur „eventuelle finanzielle Bedenken“ aber würde diese Maßnahmen nach einem positiven Test auch vorschlagen.

Ich halte sehr viel von meiner FÄ, eigentlich. Aber ich bin wütend, dass sie das nicht akzeptieren kann und meinen Weg und meine Ängste nicht sieht. Nur weil es eine „radikale“ Art ist, die Dinge anzufassen.

Ich habe mich mit meinen Eltern unterhalten, ich habe mich mit meiner besten Freundin unterhalten und auch mein Mann steht hinter mir.

Am Montag habe ich noch einmal einen Termin in der Klinik. Ein oder zwei Fragen sind mir noch eingefallen. Auch das mit den Port hatte ich zwar im Kopf, aber nicht angesprochen.
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Mama *7.5.1956 +16.10.2010
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  #12  
Alt 10.01.2021, 00:05
toastbrot81 toastbrot81 ist offline
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Spannend ... anscheinend sind FÄ da andees als Ärzte im Kh / Onkologen.
Hatte bei meinen bisherigen 2 FÄ auch schonmal beiläufig gesagt "wenn ich Brustkrebs kriege, sollen die Dinger runter. Kann man mit Silikon ja wieder hinkriegen" Beide sagten mir aber auch "nein, das muss ja nicht sein. Da gibt es andere Methoden" etc bla. Die eine Ärztin war recht alt und jetzt im Ruhestand und die andere ist aber noch recht jung - vermutlich so um die 40. icn weiss nicht, ob da ein FÄ in dee Ausbildung vielleicht was anderes lernt?!

Ganz ehrlich? Ich würde wirklich immer noch so entschieden... also ebenso wie Du. Es ist leicht gesagt, aber ich würd mich nicht von der FÄ verrückt machen lassen. Sie ist ja nicht die, die durch die Chemo muss und danach ständig das Bangen über Jahre hat. Wenn die Ärzte im KH sagen, dass das kein Problem ist und du dich mit der Entscheidung am besten fühlst, dann mach das so. Dein Körper, Deine Entscheidung.

Ich wünsch Dir alles Gute
__________________
Mama 16.01.1958 - 17.10.2020
Lungenkrebs & Hirnmetastasen, ED 25.07.2020
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  #13  
Alt 11.01.2021, 01:01
Benutzerbild von Ibis
Ibis Ibis ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln 😞

Hallo,

ich kann verstehen, dass Du Dich von Deinen Brüsten lieber gleich trennen möchtest, das habe ich auch getan.

Aber zur Reihenfolge - erst OP, dann Chemo - möchte ich noch etwas sagen. Nur wenn man die Chemo vor der OP macht, kann man sehen, ob sie auch wirkt und der Tumor kleiner wird bzw. am Ende sogar ganz verschwindet. Wird der Tumor nicht kleiner, wird das Medikament gewechselt, bei Bedarf sogar mehrfach. Wenn der Tumor aber schon vorher entfernt ist, kann es sein, dass Du Dich durch eine völlig wirkungslose Chemo quälst und möglicherweise schon vom Tumor abgesonderte Zellen nicht abgetötet werden, so dass Metastasen entstehen könnten. Es ist also völlig richtig, dass Dir Deine Frauenärztin rät, die Chemo zuerst zu machen.

Für die bevorstehende Behandlung wünsche ich Dir viel Kraft und gute Wirksamkeit ohne Nebenwirkungen.

herzliche Grüße und alles Gute
Ibis
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Wenn das, was Du sagen willst, nicht schöner ist als die Stille - dann schweig.
(altes chinesisches Sprichwort)

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  #14  
Alt 25.01.2021, 15:15
Beccamaus Beccamaus ist offline
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Standard AW: Kurz vorm Verzweifeln ��

Da hat Ibis natürlich völlig recht, von der Seite habe ich das natürlich noch nie betrachtet. Aber ansonsten bin ich ganz deiner Meinung, ich würde mich auch jederzeit mit der Vorgeschichte von beiden Brüsten trennen, so wichtig sind mir die Naturbrüste dann auch nicht, zumal man heute keinen Unterschied mehr groß sieht. Ich wünsche dir auch alle Kraft der Welt , bleib stark und meld dich immer mal....
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Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

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