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  #1  
Alt 05.07.2018, 09:35
gudrun1960 gudrun1960 ist offline
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Standard Cup-Syndrom meiner Mama

Hallo,

ich heiße Gudrun und bin 57, verheiratet, 3 Kinder, eins davon Autistin.

Meine Mutter ist kürzlich mit mehreren Plattenepithel-Metas im Halsbereich diagnostiziert worden. Alle bisheirgen Untersuchungen haben nichts gebracht. Der Haupttumor wurde bisher nicht gefunden.

Meine Mum lehnt eine OP strickt ab und will auch keine Knochenmarkpunktion.
Sie lehnt eine OP ab, weil sie gesundheitlich sehr angeschlagen ist. Bluthochdruck, grenzwertige Stenose Herzkranzgefäße, COPD, Durchblutungsstörungen und Osteoporose.

Sie steht auf dem Standpunkt, sie habe den ganzen „Sch....“ nur, weil mein Paps im März sehr krank war und sie das so gestresst hat.

Außerdem hatte mein Vater - kaum zu glauben- in 1985 ein Plattenepithel-Karzinom hinter der linken Mandel. Der war zunächst nicht operabel. Er hat Chemo (Uni Göttingen) und von unserem homöopathischen Hausarzt noch eine Misteltherapie erhalten. Nach der ersten Chemo war der Tumor von Hühnereigröße auf Erbsengröße geschrumpft. Für die Ärzte war er „ ein medizinisches Wunder“. 1985 brauchte man mit den Ärzten nicht über Misteltherapie reden. Die Kasse hat nichts übernommen.
Nach weiteren zwei Chemos, Selen, Möhrensaft mit Sahne und 4x5 Tagen Bestrahlung, hat er sich gut erholt und die Mistel noch einige Jahre weitergespritzt. Er ist jetzt 80 Jahre und hat nie wieder Krebs gehabt.
Operiert wurde er nie.

Wegen Papas Vorgeschichte ist meine Mum total überzeugt, daß Sie es ohne OP schafft. Sie wird vermutlich auch keine Chemo oder Bestrahlungen machen.
Nachdem der Stationsarzt mir heute gesagt hat, die Prognose ist sowieso schlecht, wenn der Primärtumor nicht gefunden wird, will ich meine Mum lieber nicht stressen und ihr irgendwelche zusäztlichen Ängste bescheren. Außerdem sprach er schon von Palliativmedizin. Warum, wenn doch nichts gefunden wird. Ein Mutmacher ist das nicht gerade.

Monttag wird jetzt noch eine Panendoskopie gemacht. Wenn die auch kein Ergebnis bringt, gehen wir voll in die alternative Therapie. Immunsystem stärken, Mistel, Ernährung umstellen, Selen, Möhrensaft und evtl. auch noch Cannabis. Habe Gott sei Dank einen Arzt hier in der Nähe, der Cannabis auf Privatrezept verordnet, wenn er es medizinisch für nötig hält. Aber das Cannabis ist nicht die Hauptopiton. Habe da nur drüber gelesen, weil gerade viel in diesem Bereich zu Autismus geforscht wird. Allerdings mir CBD und nicht THC.

Außerdem ist es die einzige Möglichkeit, mit der ich meine Fibromyalgie im Griff habe. Habe jetzt fast keine Schmerzen mehr.

Vielleicht haltet ihr uns ja für verrückt - aber wenn der Arzt im Klinikum schon von palliativer Therapie spricht - dann soll meine Mum noch eine schöne Zeit haben und nicht ein paar Monate länger leben, dafür aber die schlimmste Qualen dabei haben.

Ich habe meine Mama wirklich so sehr lieb und will wirklich nur das Beste für sie. Sie hat mich so sehr mit meiner Tochter, die nonverbalen frühkindlichen Autismus hat und jetzt 17 Jahre alt ist, unterstützt.
Ich will jetzt für Sie da sein. Das hat sie verdient. Ich hoffe inständig, daß sie gesund wird und noch einige Jahre hat. Mit Gott habe ich es nicht so sehr. Aber eigentlich bin ich immer optimistisch. Nur manchmal piept die Seele doch ganz schön vor sich hin.

Fühlt Euch alle herzlich umarmt. Ich habe hier soviele Krankheitsgeschichten gelesen, die einem das Herz umdrehen.

Viel Kraft euch allen und mir hoffentlich auch.

Gudrun

Sind irgendjemanden Personen bekannt, die an Krebs erkrankt sind und wegen Osteoporose mit dem Wirkstoff Denosumab [Prolia] behandelt wurden, bevor der Krebs diagnostiziert wurden?

LG
Gudrun
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  #2  
Alt 05.07.2018, 13:12
Frau-Kuchen Frau-Kuchen ist offline
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Registriert seit: 12.11.2017
Beiträge: 22
Standard AW: Cup-Syndrom meiner Mama

Palliative Therapie heißt nicht, das deine Mutter innerhalb der nächsten Monate stirbt. Von palliativer Therapie spricht man, wenn dadurch zwar keine Heilung, aber ein Stillstand oder sogar eine Verkleinerung erreicht werden kann. Dadurch wird das Leiden durch die Symptome gelindert und manche Menschen leben sogar noch Jahre damit sehr gut.
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  #3  
Alt 05.07.2018, 19:21
gudrun1960 gudrun1960 ist offline
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Registriert seit: 28.06.2018
Beiträge: 12
Standard AW: Cup-Syndrom meiner Mama

Hallo Frau Kuchen,

ja, ich möchte auch, daß es meiner Mutter solange wie möglich gut geht.

Sie ist ja auch felsenfest davon überzeugt, daß sie es schafft. Sie möchte halt keinesfalls den schulmedizinischen Weg gehen.

Sie hat jetzt am Montag noch einen Termin zur Panendoskopie. Es sollen an verschiedenen Stellen Gewebeproben entnommen werden. Sollte sich ein kleiner Tumor finden, läßt sie ihn auch entfernen. Aber alles andere läßt sie nicht machen. Ich finde auch, daß wir sie da nicht rausreden sollten.

Habe heute auch nochmal länger mit meinem Vater gesprochen. Er hat mir dann noch von einer Schwester im Klinikum Göttingen erzählt, die dort ewig lange beschäftigt war. Sie hat ihm gesagt, daß fast alle Patienten, die auch nach 4 bis 5 Jahren noch zur Nachbeobachtung gekommen sind, Mistel gespritzt hatten.

Ich weiß zwar auch manchmal nicht mehr, wo mir der Kopf steht, will meine Mutter aber in allem unterstützen. Egal, wie es dann letztlich ausgeht.

Gott sei Dank nimmt meine Kinderfrau jetzt zweimal pro Woche unsere autistische Tochter über Nacht. Das entlastet mich sehr.

Lieben Dank für Deine Antwort.

Gudrun

Geändert von gudrun1960 (30.07.2018 um 12:04 Uhr) Grund: verschrieben
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Stichworte
cup-syndrom, operation, primärtumor, suche ursprungstumor


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