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  #16  
Alt 29.01.2011, 10:14
juergenmuc juergenmuc ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hallo,

also ich habe keine Rechnung bekommen - nein. War auch nie ein Thema als ich das zum Arzt gesagt habe, dass ich eine möchte. Wurde sofort mit "Ok, machen wir" bestätigt.

Auf der Abrechnung für die private Zusatzversicherung wurde der Posten aber extra aufgeführt direkt unter dem Begriff "Implantat".
Waren knapp 100 Euro - vielleicht hat er die Kosten auf diese Zusatzversicerung geschoben? Die haben es auch brav bezahlt...

Mir eigentlich egal wer das zahlt. Dafür hab ich ja ne Versicherung!
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  #17  
Alt 29.01.2011, 12:27
Perfektionist Perfektionist ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Mir wurde vor einigen Tagen der rechte Hoden entfernt und ich habe mich für eine Prothese entschieden, was mein Urologe auch sofort bei der OP mitgemacht hat. Meine Hodenprothese fühlt sich gut an und ich habe auch kaum ein Fremdkörpergefühl. Meine Urologe meinte zu mir, ich könne die Prothese auch anfassen, aber nicht damit "spielen". Wie lange dauert es, bis man die Prothese wie einen normalen Hoden behandeln kann? Wer kann mir von seinen langfristigen Erfahrungen berichten?

Der Urologe, bei dem ich mir eine Zweitmeinung eingeholt habe, meine auch, dass die Kasse es wohl nur übernimmt, wenn es sofort mitgemacht wird...

Geändert von gitti2002 (29.07.2017 um 13:48 Uhr)
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  #18  
Alt 29.01.2011, 17:26
John79 John79 ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hmmh,

mir wurde von der Krankenkasse schriftlich zugesichert, dass ich mir in einer zweiten OP eine Prothese einsetzen lassen kann und die Kosten hierfür vollständig übernommen werden.

Allen nur das Beste!

Hans
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  #19  
Alt 31.01.2011, 01:03
Asudai Asudai ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hallo zusammen

Irgendwie komme ich mir vom Leben gerade echt absolut verarscht vor! Mir wurde im Januar 2006 der rechte Hoden entfernt (Nicht-Seminom im Stadium IIa, mit Anteilen eines reifen Teratoms, TIN im Gegenhoden, Lap.-RLA mit 4/11 Knoten als Metastase, zwei PEB, keine Bestrahlung) und ich Blödmann, der ich rückblickend wohl wirklich bin, habe natürlich nicht direkt um Einsetzung einer Prothese gebeten. Der Schock und das Gedankenchaos nach der Diagnose waren zu groß und ich habe irgendwie auch gar nicht an sowas gedacht, was mein Arzt mir so alles sagte im KH ging auch zu 90% vorbei an mir, bezüglich der Langzeitfolgen wie z.B. verändertes Körperbild

Jedenfalls lehnte bei mir die Krankenkasse die Übernahme einer Prothese ab. Ich wollte mir nämlich eine Einsetzen lassen, als im Juli 2006 (nach den zwei PEB) vom linken Hoden eine neue Probe entnommen wurde, um zu gucken ob die TIN nicht mehr nachweisbar ist. Die Begründung meiner Krankenkasse: Ein Mann, der von Geburt an nur einen Hoden hatte, zog letzlich vor Gericht wegen der versagten Kostenübernahme und hat verloren. Irgendwo habe ich auch noch eine Kopie des Urteils. In der Urteilsbegründung stand auch was von "Gewohnheitssache" blablabla...

Ferner würde mir meine Kasse aber wirklich - wenn ich denn so belastet durch das Fehlen des Hodens wäre - eine Psychotherapie zahlen. Ich klapperte also Psychologen ab, die haben mich nur innerhalb der verschiedenen Teildisziplinen umhergeleitet "Gehen Sie lieber da und dort hin, ich bin zunächst nicht geeignet, Sie sollten erst jenes machen, dann können Sie aber gerne wieder zurück kommen zu mir..." Bis auf die "Kennenlernstunden" wurde also nix aus einer Therapie. Klar, ich hätte nur weiter kämpfen müssen, aber irgendwo wurde ich es auch leid.

Mein psychosozialer Betreuer in der Reha 2006 hatte dann auch noch einen ihn befreundeten Rechtsanwalt um Rat gefragt und raus kam in etwa "Kann man nix machen, muß er mit leben"

Irgendwie komme ich mir wieder vor, wie der letzte Depp vom Dorf (und ich komme wirklich vom Dorf) :headbang:

Viele Grüße
Timo

Geändert von gitti2002 (29.07.2017 um 13:49 Uhr)
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  #20  
Alt 31.01.2011, 15:04
John79 John79 ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hi Timo,

mir wurde direkt empfohlen, die Prothese erst nach Abschluß der Chemotherapie einsetzen zu lassen. Habe hier auch einige äquivalente Fälle mibekommen. Das einzige was man wohl braucht, ist eine Überweisung vom Urologen.

Schon echt seltsam, dass das so unterschiedlich gehandhabt wird.

Auch konnte man hier schon häufiger lesen, dass manchen Kassenpatienten im Rahmen der Nachsorge ein MRT verwehrt bleibt - bei mir oder Jaymz läuft das aber ohne Probleme...

Echt verrückt...

Nur das Beste!

Hans
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  #21  
Alt 01.02.2011, 00:45
Jaymz Jaymz ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hallo,

ich kann da Hans zustimmen.

Vieles hängt wohl vom Gutdünken des behandelnden Arztes oder der entsprechenden Krankenkasse ab.

Mein Arzt verschreibt mir bspw. das MRT sowie das Testogel.
Ich weiß von einem Edokrinologen, der mir knallhart ins Gesicht gesagt hat, dass das Testogel zu teuer wäre und er mir nur die 3-Wochen-Spritze verschreiben würde...

Jedoch müsste ich für eine Hodenprothese auch bezahlen. Und das ist gar nicht mal so wenig. Inkl. OP-Kosten kann das bis zu 1000 EUR sein. Mein Arzt meinte zu mir, dass das die Krankenkasse nicht übernehmen würde.
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  #22  
Alt 01.02.2011, 23:41
DaBen83 DaBen83 ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

kann zwar nix zu der Prothesengeschichte sagen (hatte mich dagegen entschieden), aber MRT ist bei mir mitterweile auch kein Problem.

Da ich zu Anfang innerhalb von 3 Monaten, 3x ein CT hatte, hat der Radiologe bei meiner 1. Nachsorge gesagt das er das nicht verantworten kann und ein MRT raus gemacht, mein Urologe hat mir bei der 2. Nachsorge nun auch ein MRT "verpasst", denke mal das wird so bleiben. Ist ja auch "krank" bei so guter Prognose noch das Risiko durch CTs zu erhöhen...
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  #23  
Alt 28.02.2011, 12:09
Perfektionist Perfektionist ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Zitat:
Zitat von John79 Beitrag anzeigen
mir wurde direkt empfohlen, die Prothese erst nach Abschluß der Chemotherapie einsetzen zu lassen.
Mit welcher Begründung?
Habe mich für eine Prothese entschieden und gerade die erste stationäre Chemo hinter mir. Drei weitere Zyklen werden noch folgen...

Geändert von gitti2002 (29.07.2017 um 13:50 Uhr)
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  #24  
Alt 28.02.2011, 14:55
John79 John79 ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Als Grund wurde mir ein erhöhtes Entzündungsrisiko durch folgende Chemotherapie genannt.

Geändert von gitti2002 (29.07.2017 um 13:50 Uhr)
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  #25  
Alt 28.02.2011, 17:36
Perfektionist Perfektionist ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Mein Urologe meinte nur, dass die ersten zwei oder drei Wochen nach der OP kritisch seien (die OP war am 18.1.)...
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  #26  
Alt 27.04.2013, 22:22
Marcelo Marcelo ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hallo,
darf ich fragen, wie sich die Hodenprothese anfühlt? Ich habe im Jahr 2003 nach einer Tumorerkankung meinen rechten Hoden verloren und eine Prothese erhalten, mit der ich aber sehr unzufrieden bin, da sie quasi "steinhart" und ganz weit oben am Hodensack festhängt. Ich möchte evtl. die Prothese wechseln lassen, falls "neuere" sich natürlicher anfühlen.

Vielen Dank für die Antwort.

Viele Grüße

Marcelo

Geändert von gitti2002 (29.07.2017 um 13:50 Uhr)
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  #27  
Alt 23.05.2020, 09:51
m.anders m.anders ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Hallo zusammen,

mich würde auch sehr interessieren welche Erfahrungen ihr mit eurer Hodenprothese gemacht habt.

Ich hatte meine OP vor ziemlich genau 4 Wochen. Diagnose Hodenkrebs, Seminom rechts, Stadium 1 Low risk.
Die Maßnahme - Hodenfreilegung mit Orchiektomie und Einlage einer Hodenprothese.

Für mich war ganz klar das ich eine Prothese möchte, jedoch habe ich noch immer Beschwerden.

Die Prothese zieht und alles drumherumliegende scheint verhärtet zu sein. Allgemein fühlt sich mein Hodensack an als hätte ich im Eiswasser gebadet. Auch mein Penis zeigt beschwerten, es zieht an der Wurzel und auch am Schaft. Selbst die Eichel fühlt sich unangenehm an.

Apropos Eiswasser und Penis, mein Glied scheint auch erheblich kleiner zu sein. Die Erektion funktioniert zwar, aber auch hier habe ich schmerzen bzw. ein unangenehmes ziehen und manchmal auch stechen. Auch im steifen Zustand erreicht mein Penis nicht mehr die ursprüngliche Größe.

Inzwischen mach ich mir Sorgen und bin psychisch ziemlich angeknackst.
Leider finde ich kaum Erfahrungsberichte was die Hodenprothese betrifft.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wird das alles wieder halbwegs normal?
Wie lange hat der Heilungsprozess bei euch gedauert?

Jede Information ist hilfreich und ich bin sehr dankbar für jede einzelne Antwort.

Beste Grüße
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  #28  
Alt 23.05.2020, 10:12
ElChupacabra ElChupacabra ist offline
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Standard AW: Hodenprothese - ein Erfahrungsbericht

Ich habe mich zwar damals gegen eine Prothese entschieden - kann also dazu speziell nicht sagen - aber da Deine OP erst 4 Wochen her ist, ist es ganz normal dass es da unten zwickt und pieckt. Das geht erst nach Monaten weg. Alles drumherum, wie kleinerer Penis usw, würde ich jetzt mal bezweifeln. Ansonsten geh zum Doc - keine Angst, denn es ist ganz normal, dass man nach so einer Sache etwas unruhig ist und sehr in sich rein fühlt.
__________________
07/18 - Diagnose (pT2, N0, M0, S0, V1), klassisches Seminom, wait&see

seitdem alle Nachsorgen ohne Befund
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erfahrungsbericht, erfahrungsberichte, hodenprothese, silikonprothese


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