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  #1  
Alt 20.02.2024, 09:02
HansB HansB ist offline
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Standard Pembrolizumab bzw Keytruda unbekannt in Deutschland?

Durvalumab und Nivolumab... Niemand spricht über Pembrolizumab. Wird von Merck USA unter dem Namen Keytruda verkauft.

Wird das in Dtl nicht verwendet? oder hat es dort einen anderen Namen?

Ich mache gerade eine Immuntherapie mit Pembrolizumab, allerdings in Südostasien, seit 5 zyklen a drei wochen. Jeweils 200mg. Mein Krebs scheint darauf anzusprechen, die von aussen sichtbaren Lymphknoten sind vollständig abgeschwollen, deutlich weniger Brustschmerzen, und gesamten Gewichtsverlust von 8 kg bereits wieder aufgeholt. Haupttumor wird demnächst neu gescannt.
Nebenwirkungen: ständige leichte müdigkeit, einmal 5 tage hautausschlag mit juckreiz. Also, im vergleich zu chemo, eigentlich garnichts.

Pembrolizumab ist ein checkpoint-inhibitor, "bewohnt" rezeptoren in den T-Zellen, damit diese nicht mit dem PDL1 des tumors benutzt werden. Wird verwendet, wenn der anteil an PDL1-haltigen krebszellen über 50% liegt. Sind bei mir ca 75%.
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  #2  
Alt 04.03.2024, 08:17
HellaH HellaH ist offline
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Standard AW: Pembrolizumab bzw Keytruda unbekannt in Deutschland?

guten Morgen Hans,
ich nehme bzw. bekomme auch Pembrolizumab seit 2018. Die ersten Jahre alle 3 Wochen, inzwischen alle 8 Wochen. Meine Diagnose Anfang 2018 war neuroendokriner Tumor auf der Lunge Stadium IV mit schlechter Prognose. Anfangs erhielt ich erst Chemo, dann Bestrahlung, jedoch half nichts von beidem. Der Tumor ist weitergewachsen. Erst die Infusionen mit Pembrolizumab bewirkten daß der Tumor sich verkleinerte und schließlich Stillstand. Außer ab und zu Juckreiz habe ich keine Nebenwirkungen, mir gehts soweit ganz gut.
Ich habe gelesen, daß Du gar keine Krankenversicherung hast. Wer kommt denn für die Kosten auf? Pembrolizumab läuft ja schon in die Tausende Euro.
Ich wünsch Dir auf jeden Fall auch, daß sich der Tumor zurückbildet und zum Stillstand kommt.
Liebe Grüße - Hella
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  #3  
Alt 06.03.2024, 14:02
HansB HansB ist offline
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Beiträge: 5
Standard AW: Pembrolizumab bzw Keytruda unbekannt in Deutschland?

Inzwischen habe ich auch in einem anderen Thread noch einen Pembro... verwender gefunden. Gibts also sehr wohl in Dtl und bei Dir schon vor 5 jahren.
Mein Tumor (7 cm) und die danebenliegene lymphknotenmetastase hat sich inzwischen auf weniger als die hälfte reduziert. Nach 5 Infusionen. Dafür wurde eine Knochenmetastase im Becken gefunden, die zwar auch schon kleiner geworden ist, aber, ich bin offenbar doch auch schon Stadium IV und nicht III wie ich bisher gedacht hatte.
Für meine behandlungskosten komme ich selber auf. Ein Infusion kostet $2000,--. Ich brauche mein vermögen auf. Immernoch besser als mit geld auf dem konto aufm friedhof zu liegen. Wenn mein geld weg ist, kehre ich nach deutschland zurück und schau mal, ob ich auf kosten der allgemeinheit weiterleben darf.
Als Nebenwirkung habe ich nur eine gewisse müdigkeit (was solls?) Ansonsten habe ich keine schmerzen, brauche keine pflege, nehme keine medikamente... es geht mir eigentlich besser als den meisten ü60. Nur halt... meine Stimme ist weg. Ein stimmband ist geläht, kann nur krächzen. Das nervt und fällt auf.

Geändert von gitti2002 (07.03.2024 um 00:14 Uhr)
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  #4  
Alt 07.03.2024, 08:35
HellaH HellaH ist offline
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Beiträge: 10
Standard AW: Pembrolizumab bzw Keytruda unbekannt in Deutschland?

Das mit der Stimme kenn ich allzugut! Ich hatte 2005 ein Karzinom auf dem Stimmband. Bei der OP wurde mir über die Hälfte des Kehlkopfes entfernt, somit auch ein Stimmband. Seitdem kann ich nur noch "Flüstern". Diese Situation ist total belastend und ich trauere noch heute meiner Stimme nach
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  #5  
Alt 26.04.2024, 09:51
HansB HansB ist offline
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Beiträge: 5
Standard AW: Pembrolizumab bzw Keytruda unbekannt in Deutschland?

Bei mir ist nach über 6 monaten krächzen und flüstern, die Stimme wiedergekommen. Hätt ich schon lange nicht mehr erwartet! Nicht zu glauben!

Jetzt kann ich mich wieder an Gesprächsrunden beteiligen und auch mal jemanden übertönen, wenn er unrecht hat.
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Stichworte
immuntherapie, keytruda, pembrolizumab


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