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  #1  
Alt 10.05.2005, 11:22
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Standard Gewissensfrage-Antihormone-Hilfe!!!!!!!!!!!

Hallo zusammen, ich bin am 18.04.05 Brusterhaltend operiert worden. Meine Prognose sieht auch nicht allzu schlecht aus. Aber ich habe auch Bedenken wegen der AHT. Die Nebenwirkungen bei Tamoifen sind schon heftig. Ich frage mich, was das für ein Tausch ist, wenn man eine Embolie oder Gebärmutterkrebs bekommt. Ich habe jetzt von einem Mittel gehört, Indol-3-Carbinol, das so wirken soll, wie Tamoxifen. Hat jemand Erfahrung damit? Habe ich hier im Internet gefunden.Ich nehme Tamoxifen mit einem unguten Gefühl ein und ich glaube, das ist nicht Sinn und Zweck.
Liebe Grüße an alle Hilde
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  #2  
Alt 10.05.2005, 17:22
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Hallo liebe Jeany,
es tut mir echt leid, dass es dir so schlecht geht. aber ich kenne das.wenn du mein obiges posting gelesen hast, siehst du, dass es für jeden menschen eine schmerzgrenze gibt. d.h. ob sie den leidensdruck noch weiter auhalten kann (will) oder nicht. das muß jeder für sich selbst entscheiden. mir ging es unter der aht zum schluss so schlecht, dass selbst mein mann eingesehen hat, dass das kein lebenswertes leben mehr für mich war. selbst meine behandelnden ärzte haben das eingesehen und mich beim absetzen der tabletten unterstützt. ich habe eine gynäkologin in der uniklinik und eine neurologin. beide frauen haben mir versichert, dass sie bei der quälerei die aht auch abgesetzt hätten. die angst, wieder zu erkranken ist natürlich immer immer da, aber die war bei mir auch während der behandlung vorhanden. sie ist nach dem absetzen der behandlung nicht mehr geworden. nur, ich bin ja auch fast 57 jahre alt und habe durch die taxol-hochdosischemos eine polyneuropathie in händen und füßen. dadurch habe ich taubheitsgefühle in händen und füßen und extreme gehprobleme. falle oft hin und laufe mit krücke oder gehwagen. dadurch, daß ich diese furchtbaren knochenschmerzen hatte und mich kaum bewegen konnte, war für mich die entscheidung zum absetzen der aht wahrscheinlich leichter als für dich.
ich wünsche dir, dass du für dich die richtige entscheidung triffst, mit der du dann gut und ohne probleme leben kannst.
liebe grüße rubbelmaus
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  #3  
Alt 10.05.2005, 20:21
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Liebe Jeany!
Es ist wirklich schlimm, dass Du so sehr unter den Nebenwirkungen der AHT zu leiden hast. Laß Dich doch bitte nicht von Deiner Familie so beeinflussen. Du mußt es für Dich entscheiden, denn es geht hier nur um DICH und um DEINE Lebensqualität.
Wie Du ja vielleicht gelesen hast, hatte ich trotz der AHT ein Rezidiv. Nehme nun keine Tamoxifene mehr, weil mein Hormonrezeptor negativ ist. Und ich schwöre Dir, nie wieder würde ich Antihormone nehmen. So ohne Nebenwirkungen der AHT ist mein Leben wieder sehr lebenswert geworden - und das wünsche ich Dir auch.


Liebe Grüße
Biggi
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  #4  
Alt 10.05.2005, 20:23
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Mal eingeloggt, mal ausgeloggt!!!
Was solls???
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  #5  
Alt 11.05.2005, 04:48
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Hallo Mädels,
vielen Dank für euren Zuspruch, hat mir echt gut getan!! Ich weiss, dass es nicht richtig ist, dass meine Familie mich so beeinflusst, aber ich kann es auch verstehen. In meiner Familie ist ja schon so viel passiert, so viele sind an Krebs gestorben und die haben jetzt natürlich Angst, dass es bei mir wiederkommt. Ich dagegen bin in letzter Zeit sehr frustriert, als ich die Chemo gemacht habe, da haben alle zu mir gesagt: Die Chemo schaffst du schon, danach wird alles besser..", das Selbe wurde mir bei den Bestrahlungen gesagt und nun sagt mein Mann:"schau mal, hast doch schon über ein Jahr Trenantone hinter dir, du musst es doch gar nicht mehr lange nehmen und bei Tamoxifen ist auch ein Ende in Sicht..". Ich komme mir ehrlich gesagt irgendwie verarscht vor, die labern ja alle immer das Selbe. Ich bin meinem Mann nicht böse, er sagte mir auch gestern,dass er halt Angst um mich habe. Er versteht mich auch nicht, ich meine, es ist doch fast schon pervers, ich bin doch jetzt eigentlich gesund, nur diese Medikamente machen mich krank. Ich will ja nicht rummjammern oder so, aber seit 2003 werde ich von irgendwelchen Medikamenten gequält,ich gehöre doch mit meinen 36 Jahren eigentlich noch nicht zum alten Eisen, fühle mich aber uralt. Ihr merkt es ja auch,wie ich mich so langsam in mich zurückziehe, ich lasse mich ja hier kaum noch blicken, dabei war ich hier früher so aktiv! Meine Schwester (sie ist Krankenschwester, hat schon viel gesehen und ist deshalb sehr pessimistisch) sagt immer zu mir:"..wenn du die aht weiter machst und der Krebs kommt zurück, dann kannst du dir immer sagen, dass du alles getan hast!wenn du aber abbrichst und der Krebs kommt zurück, dann wirst du dich fragen, ob du selbst eine Teilschuld daran hast, weil du zu schnell aufgegeben hast.."
Die Gesunden haben immer gut reden und überhaupt, wieso schuld????ich verstehe das nicht, aber die Kraft um mich gegen alle aufzulehnen habe ich einfach nicht, vielleicht kriege ich die noch keine Ahnung. Aber meine Prognosen sind sehr gut, haben alle Ärzte mir gesagt!!Als ich mit meinem Arzt darüber geredet habe, hat er auch abgewunken, er sagt, das Problem wäre halt mein Alter.
Mädels, ich weiss einfach nicht, was ich machen soll, ich möchte nur manchmal am liebsten die Fenster aufreissen und "ich bin gesund, was macht ihr nur mit mir?!" in die Welt herausrufen. Ihr wisst ja wovon ich rede, was ich meine, ich bin auf jeden Fall froh, dass ihr mich versteht!!!!Ich werde mir nochmal alles durch den Kopf gehen lassen, nen Termin bei meinem Gyn machen, nochmal mit ihm reden und dann werde ich eine Entscheidung fällen. Ich glaube eine richtige oder falsche Entscheidung gibt es in dieser Beziehung gar nicht, denn man weiss doch gar nicht, was die Zukunft bringt.
Ich schicke euch ganz viele Knuddelgrüsse
eure Jeany
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  #6  
Alt 11.05.2005, 10:06
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Liebe Jeany,
ich kann dich so gut verstehen, genau so erging es mir auch, und weil mein Gewissen mich so geplagt hat, habe ich diesen Thread aufgemacht.
Wie du ja weißt, habe ich meine AHT Ende letzten Jahres abgebrochen.
Ich kann dir nicht sagen wie wohl ich mich gefühlt habe.
Meine Zoladex habe ich mir nicht mehr geben lassen, da ich sie ja nicht in den Bauch spritzen lassen durfte, wegen meinem Brustaufbau und der Bauch geschont werden mußte, in den Po wollte ich nicht. (Angst vor noch größerem Aua)
Die Entscheidung ja oder nein zur AHT habe ich mir nicht leicht gemacht, ich habe viel mit euch gesprochen, mit Ärzten und mit meiner Familie.Am liebsten wäre es mir gewesen, einer hätte mich an der Hand genommen und mir gesagt, dies ist der richtige Weg, wenn du es so machst, wirst du nicht mehr krank.
Aber so funktioniert es nun mal leider nicht.
Mein bauchgefühl sagte mir setz ab, du bist gesund!!!!!!

Als ich dann allerdings auch meine Arimidex wegließ, ging es mir so, als wenn ich die Pille weglasse, um schwanger zu werden, vielleicht kennt die eine oder andere von euch dieses Gefühl.
Unbändige Freiheit und ein Glücksgefühl ohnegleichen.
Meine Knochenschmerzen und die anderen Wehwechen waren natürlich immer noch da, aber ich fühlte mich gut.

In der Zwischenzeit passierte hier im Forum sehr viel trauriges.
Der tragische Tod von Manu. Wie bei ihr hat es bei mir auch "nur" mit einem carzinom in situ angefangen.
Ich bemerkte an meinen Kindern, daß sie mich anders ansahen, so als ob sie sich versichern wollten, ob mit mir alles ok ist, obwohl sie erst 11J. und 13J. alt sind.
Körperlich ging es mir von Woche zu Woche besser. Meine Knochschmerzen ließen nach, ich konnte wieder besser schlafen, selbst meine Hitzewallungen verringerten sich merklich, sie waren zwar immer noch vorhanden, aber das sagte mir, daß ich mich in den "Natürlichen" Wechseljahren befand, was ja auch nicht schlecht ist.
Doch in meinem Innern tobte ein Sturm. Ich achtete auf jedes kleines Zipperlein, und fragte mich ständig, könnte das vielleicht dies oder jenes sein?
Und mein Bauch, was sagte der mir:Karin, du hasdt eine sch....Angst.
Ich besprach mich mit meinem Gyn. und bin nun so mit ihm und mir selbst zu dem Entschluß gekommen, zumindest meine Arimidex wieder zu nehmen.
Ich weiß, daß ist nicht die absolute Sicherheit gegen diese sch...Krankheit, aber die Angst darf uns auch nicht auffressen.

Ich weiß nicht, was ich machen werde, wenn die Knochenschmerzen wieder so stark werden, daß ich mich fast nicht mehr bewegen kann, frau wird sehen.
Auf jeden Fall ist es nun mal so, jede einzelne MUß für sich selbst entscheiden.
Ich habe mich dagegen entschieden und gemerkt, daß ich damit nicht klarkomme.
Es gibt leider niemand, der dich an der Hand nimmt und sagt, dies ist der richtige Weg.
Ich werde mich hüten, der einen oder anderen zur AHT zu oder abzuraten.
Euch allen, denen der Kopf raucht wegen dieser Entscheidung wünsche ich, die richtige Entscheidung für sich selbst zu treffen und bin froh darüber, diesen Thread eröffnet zu haben, zeigt es mir doch, daß der "Rattenschwanz" der nach der Erkrankung kommt, manchmal schlimmer sein kann, als alles andere.
Viele liebe knuddlige Grüße an alle
Karin B.
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  #7  
Alt 11.05.2005, 13:38
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Liebe Karin,
da lief es mir eiskalt den Rücken runter. Genau das waren meine Gedanken, als ich das erste Mal aufhören wollte. Was mache ich mit der Angst?
Schwächt sie nicht unnötig mein Immunsysthem?

Deine Beiträge waren das Alpha und Omega dieses Threads.

Ich muß nur nich einen fiesen Gedanken dranhängen: Mein Tumor war hormonabhängig. Klar, sonst wäre die AHT nicht notwendig.
Ich habe davor über 5 Jahre lang Hormone geschluckt.
Jetzt habe ich oft so einen fiesen Kobold im Nacken, der mir sagt, dass ich die AHT nicht brauche, weil ich sowieso nicht genug Hormone produziere und mittlerweile das gesegnete Alter von 52 erreicht habe, wo frau ohnehin langsam zum Neutrum wird.

So ein ähnlicher Typ saß mir auch im Nacken, als ich auf Nikotinentzug war.

Ich weiß, dass man auf die nicht hören darf. Es ist aber sehr schwer, wegzuhören, wenn die Schmerzen wieder da sind.

Ich freue mich über Deinen Entschluß und knuddel Dich und alle anderen

BarbaraO
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  #8  
Alt 11.05.2005, 17:29
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Ja Karin, du hast Recht, wenn diese scheiss Angst nicht da wäre, dann würde mir die Entscheidung auch leichter fallen. Ich empfinde es als sehr postiv hier die verschiedensten Meinungen zu lesen, wird mir bei meiner Entscheidung helfen. Der Gedanke keine Schmerzen zu haben und diese leidige Schwitzerei los zu sein ist schon sehr verführerisch, ich muss aber schauen, ob ich mit dem Gadanken leben kann, dass ich da vielleicht zu leichtsinnig bin, ob es mir am Ende genauso geht wie dir, denn ich habe ja auch so eine scheiss Angst vor dem Krebs.
Naja, kommt Zeit, kommt Rat, ich bin dir auf jeden Fall sehr dankbar, dass du Thread aufgemacht hast, denn der Ausstausch gerade über dieses Thema finde ich sehr wichtig!!
dicke Knuddelgrüsse
von Jeany
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  #9  
Alt 11.05.2005, 18:44
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Biggi Biggi ist offline
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Liebe Jeany!
Man kann bei so einer Entscheidung nicht von Schuld oder Leichtsinnigkeit sprechen. Ich glaube Dir gerne, dass das eine sehr schwerwiegende Entscheidung für Dich sein wird. Und keiner gibt einem die gewißheit, ob man auch richtig gehandelt hat. Das muß man mit sich ganz alleine ausmachen. Aber - bitte versteht mich jetzt nicht falsch - wenn man immer nur ein "braves Mädchen" ist, ist das auch nicht unbedingt die Rettung. Karin B. hat schon Manuelas Schicksal hier angesprochen. Meine Gedanken gingen gestern auch in diese Richtung. Manuela hat alles, aber wirklich alles getan, um, wie sie es nannte, auf der "sicheren Seite" zu sein! Mehr muß ich dazu wohl nicht sagen. Sicherheit kann uns niemand geben, egal wofür wir uns entscheiden.
Liebe Jeany, wer Dir da ein schlechtes Gewissen einreden will, der will Dich nur verunsichern und hilft Dir auch nicht wirklich. Höre auf Dein Bauchgefühl, das ist manchmal der beste Weg.
Ganz liebe Grüße sendet Dir
Biggi
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  #10  
Alt 11.05.2005, 18:48
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Hallo Ihr alle, die Euch die Gewissensfrage plagt!!!

Ich gehöre auch zu diesem Club, wie ihr vielleicht in dem einen oder anderen Thread gelesen habt.

Mir geht es ähnlich wie Jeany: Ich bin eigentlich gesund, sagen alle Ärzte unisono, Prognose ist sehr gut.
Und deshalb sehe ich es einfach nicht ein, dass ich mich weiter so quälen soll.

Ich habe seit September 2004 Zoladex und Tamoxifen bekommen. Mit der kompletten Palette an Nebenwirkungen, von Sehstörungen über SChwitzen und Schlafstörungen und "Löchern im Gehirn" bis hin zu deftigen depressiven Verstimmungen und Angstattacken. In jüngstser Zeit kam noch eine Gebärmutterschleimhaut-Verdickung mitsamt Blutung hinzu.
Also sollte ich lt. Onkologin das TAM absetzen und auf Aromatasehemmer umsteigen.
Ich hab mir das Aromasin auch geholt, und bei der Lektüre der Nebenwirkungen hab ich schier 'nen Vogel bekommen - ich konnte das Zeugs einfach nicht schlucken!

Übrigens - unter folgendem Link wird auch viel darüber diskutiert! u.a. steht da auch meine aktuelle Story.
http://www.medizin-forum.de/phpbb/vi...03&partner=bki

Ich hab nun für mich beschlossen, jetzt ein bißchen herum zu experimentieren, erst mal nur mit Zoladex alleine weiterzumachen, um herauszufinden, wie es mir damit geht.
Es gibt ja auch Frauen, die von ihren Ärzten erst mal nur Zoladex bekommen!
Zurück in die "Pubertät" und in meinen Zyklus will ich nicht mehr, alleine schon wegen der starken Mastopathie, die ich hatte.

Vielleicht überlege ich es mir ja in ein paar Monaten anders.
Ich möchte auch noch mehr in Erfahrung bringen über die Alternativen zu Tamoxifen,: Toremifen und Raloxifen/Evista. Diese Präparate sind neuer als TAM und sollen weniger Nebenwirkungen haben. Für mich ist die Logik mit den Rezeptorblockern in Kombination mit Zoladex nachvollziehbar.
Den wirklichen Sinn der Aromatasehemmer in der adjuvanten Situation konnte mir bisher niemand schlüssig erklären. Außer dass auf die Ergebnisse der Studien verwiesen wird, die natürlich von der Herstellern der Aromatasehemmer finanziert werden.....
Und die Ergebnisse der Studien kann man so oder so darlegen, diese Statistiken und Prozentrechnerei kapier ich sowieso nicht.

Eine Garantie, dass das Zeugs hilft, kriegen wir sowieso nicht.

Wer nochmal über Zoladex nachlesen möchte, hier ein aufschlußreicher Link:
http://www.mammakarzinom-info.de/fra...o_adjuvanz.asp
Dort müßt ihr links auf ZOLADEX klicken, ich konnte es nicht anders abspeichern!
Die Kapitel "Wirkmechanismus" und "Zoladex in der adjuvanten Therapie" finde ich besonders interessant.


Tja, das Thema mit der "Schuld", wenn der Krebs irgendwann wiederkommen sollte, hab ich natürlich auch. Wobei mein Mann da echt cool reagiert und mir diese Art der "Schuldgefühle" absolut ausredet. Er sagt, dann hab ich immer noch den Schuss mit den Aromatasehemmern frei! Und er sagt, er hat lieber eine lustige, fröhliche Frau, als eine depressive! Egal für wieviele Jahre!
Aber natürlich für möglichst viele.....

Und so freu ich mich jetzt auf mein Experiment, und bin gespannt, wie es weitergehen wird!

Ich wünsch' Euch allen die RICHTIGE Entscheidung!
Und laßt Euch nicht von Ängsten leiten, sondern vielelicht eher vom tiefsten inneren Gefühl!

Viele liebe Grüße
von der Goldmaus
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  #11  
Alt 11.05.2005, 20:33
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Liebe Goldmaus!
Die Einstellung des Mannes finde ich richtig, richtig super. So sollte es immer sein!!!!
Einen schönen Abend noch wünscht
Biggi
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  #12  
Alt 12.05.2005, 09:25
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Standard AHT und AHT

Zu meinem von Goldmaus zitierten Posting im Medizin-Forum/BKI-Forum:

Erst beim Lesen der vielen Beiträge hier, ist mir aufgefallen, wie missverständlich die Abkürzung AHT sein kann. Ich habe in meinem Posting immer *AromataseHemmerTherapie* (Arimidex, Femara, Aromasin) drunter verstanden. AHT könnte aber, wie ich sehe, auch als *AntiHormonTherapie* gelesen werden; in diesem Falle würde auch Tamoxifen darunter fallen - und viele meiner Argumente keinen Sinn mehr machen. - Ich gehe davon aus, dass TAM, das an die Östrogenrezeptoren des Tumors bindet und diese quasi 'vor Ort' blockiert, im Gehirn keinen Schaden anrichten kann (dafür aber, wie wir wissen, etliche andere unschöne Dinge...). So habe ich auch den Autor des referierten Artikels verstanden.
Ich grüble, wie so viele, weiter über das Thema und hoffe, irgendwann zu einer Entscheidung zu kommen, von der ich überzeugt bin. Akut rette ich meine Lebensqualität bezüglich der Knochen- und Gelenkschmerzen mit der täglichen Einnahme einer Kapsel 'Indomet retard-75' (NIE auf nüchternen Magen!!). Bisher halten sowohl mein Magen als auch meine Nieren Stand (trinke viel).
Ich wünsche allen, die so sehr unter den Nebenwirkungen leiden, einen gangbaren Weg, mit dem sie leben und das Leben genießen können!
Herzlich
viola
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  #13  
Alt 12.05.2005, 09:52
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Hallo Viola,

ja, stimmt, "AHT" kann man auf zwei Lesarten verstehen!

Ich habe darunter immer ganz allgemein die Anti-Hormon-Therapie verstanden bestehend aus:
- den Rezeptorblockern wie Tamoxifen und Konsorten (Toremifen, Raloxifen/Evista, Fulvestrant/Fareston)
- UND/ODER den Aromatasehemmern
- UND ggf. der ovariellen Östrogensupprimierung durch Zoladex/Enantone/Ovarektomie.

Du wirfst hier indirekt eine neue Frage auf, wenn du schreibst:
"Ich gehe davon aus, dass TAM, das an die Östrogenrezeptoren des Tumors bindet und diese quasi 'vor Ort' blockiert, im Gehirn keinen Schaden anrichten kann (dafür aber, wie wir wissen, etliche andere unschöne Dinge...). "
nämlich die Frage:
Blockiert TAM wirklich nur die Östrogenrezeptoren am Tumor und nicht auch an anderen Stellen im Körper???? Z.B. eben im Gehirn?

Ich befinde mich ja gerade im Selbstversuch, da ich Tamoxifen seit 2 1/2 Wochen absetzen mußte, und derzeit außer Zoladex nichts zu mir nehme an AHT.
Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass etwa 10 Tage nach Absetzen von TAM mein Gehirn plötzlich wieder in die Gänge kam - ich konnte plötzlich wieder glasklar denken, wie früher auch, was während der Einnahme von TAM in so einer "trüben Suppe" nur mit großer Anstrengung oder eigentlich gar nicht richtig möglich war!

Das mag jetzt eine einzelne Erfahrung von mir sein, aber für mich liegt der Verdacht schon nahe, dass das TAM eben alle Östrogenrezeptoren im Körper besetzt, und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wo wir noch überall welche haben!

Bin wie gesagt neugierig, wie das weitergeht, hab gestern wieder Zoladex bekommen, und werde jetzt mal sehen, wie sich das Zoladex alleine ohne TAM auf mein Befinden, Denkvermögen etc. auswirkt!

ICh wünsch Dir und allen Leserinnen einen wunderschönen sonnigen Tag!
Herzliche Grüsse
von der Goldmaus
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  #14  
Alt 12.05.2005, 10:06
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Hallo Mädels und girlies (die Jüngeren unter uns!),

bin ich heilfroh, daß ich unter allen hier schon zu den Grufties gehöre und mir deshalb diese Entscheidung über den Abbruch der AHT leichter gefallen ist.
Nachdem mir in meiner Schulzeit einmal nach der Wahrscheinlichkeitsberechnung ein maximales Alter von 45 Jahren vorausgesagt wurde, habe ich jetzt mit 60 doch schon 15 Jahre mehr auf meinem Buckel und damit kann ich doch hochzufrieden sein oder nicht? Denke aber dennoch noch nicht an's Abtreten von dieser Bühne, denn, wenn ich diese Berechnung schon Lügen strafe, dann aber richtig und nicht nur 15 Jahre!

Jetzt aber mal im Ernst, Mädels, es ist für Euch Jüngeren wirklich nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen, aber egal, wie Ihr Euch entscheidet, sollte diese der Partner auch so akzeptieren und mittragen, wie es mein Mann auch getan hat und dafür bin ich ihm dankbar, daß er mich nicht in diesen zusätzlichen Zwiespalt gebracht hat.
Auch ich bin in diesen Tagen, wie einige von Euch, wieder an Manuela erinnert worden und auch ich bin der Auffassung, daß bei ihr so vieles nicht beahctet wurde von den Ärzten, aber auch sie hatte doch Chemo und anschließend die AHT mit Tamoxifen gemacht (wobei ihre Erst-Diagnose doch auch nicht so schlecht aussah!) und das Fortschreiten der Krankheit konnte dadurch offensichtlich
auch nicht aufgehalten oder gestoppt werden. Nur, das Tragische daran war, daß es kein Arzt gemerkt oder gar für möglich gehalten hat, weil ja Tamoxifen angeblich verhindert, daß die Krebszellen an den gesunden Zellen andocken können!!!!!
Mir persönlich beweist das wieder mal, daß dadurch nur die Pharma-Industrie gesund wird.
Ich wünsche Euch, daß Ihr alle die für Euch richtige "Bauch-Entscheidung" treffen und damit gut und lange leben könnt.

Ganz viele liebe Grüße und Knuddler sendet
Euch

Leni
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  #15  
Alt 12.05.2005, 10:30
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Ich werte medizinische Studien für die Pharmaindustrie aus und muß mich so mit Wirkung und Nebenwirkungen von Medikamenten beschäftigen. Tamoxifen/Arimidex sind wirksame Medikamente bei hormonpositivem Brustkrebs. Deshalb hatte ich mich auch entschlossen, Tamoxifen zu nehmen. Bei den Studienauswertungen zeigt sich oft ein seltsames Phänomen. Patienten, die Scheinmedikamente bekommen haben, weisen typische Nebenwirkungen auf oder werden wie unter dem untersuchten Präparat gesund. Dieser Placeboeffekt kann sehr hoch sein.

Soviel zur Theorie, die mir in der Praxis nichts nutzt. Nach 3 Jahren habe ich die Antihormonbehandlung wegen starker Nebenwirkungen (Atemnot) abgebrochen. Mir ging es so schlecht, dass es mir egal war, ob Metastasen kommen oder nicht. Atemnot und Husten sind ganz allmählig besser geworden, die Haare wachsen besser nach und die Beinkrämpfe sind verschwunden. Nur die sexuelle Unlust ist nach 10 Monaten noch immer da.

Mit liebem Gruß Dorothee
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