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  #1  
Alt 25.09.2019, 12:04
Plenske Plenske ist offline
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Registriert seit: 22.09.2016
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 16
Standard Verzweifelt

Hallo an Alle,
in den vergangenen Jahren hatte ich ein paar Beiträge bezüglich meines Papas verfasst. Mein Papa (60) ist im November 2018 dann verstorben. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, bekam meine Mama (59) am 17.05.2019 ebenfalls die Diagnose Krebs (Lunge). Bei meiner Mama ging alles enorm schnell, nach 5 Wochen - im Juni 2019 schlief sie ein.

Nun habe ich plötzlich eine Immobilie, einen 12 Jahre alten Hund, arbeite Vollzeit und bin alleine... Nach Mamas Tod ging es mir erst "relativ" gut - aber seit ein paar Tagen reißt es mich immer wieder mit. Ich habe keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll - mir wächst alles über den Kopf und ich bin zeitweise komplett überfordert. Seit knapp einer Woche schlafe ich nur noch mit Schlaftabletten, ich weine jeden Abend - fast schon hysterisch. Mir schnürt es die Kehle zu, wenn ich daran denke, dass beide nie wiederkehren. Ich kann und ich will es nicht fassen. Bei meinem Papa hat der ganze Krankheitsverlauf 5 Jahre angedauert, was auch nicht schön war, klar. Aber die 5 Wochen bei meiner Mama haben sich angefühlt wie 5 Tage. Alles ging so schnell und die Gedanken daran zerreißen mein Herz.

Momentan ist der Hund noch meine Stütze, quasi die "einzige Wurzel", die ich noch habe. Ich weiß nicht was geschieht, wenn er diese Welt auch verlassen sollte. Ich bin so unendlich voller Schmerz... Ich kann noch nicht mal sagen, wann ich in den letzten Jahren mal glücklich gewesen bin. So langsam verliere ich meinen Lebenswillen. Ich habe keine Familie mehr, alle (meine Tanten, Onkel, Omas und Opas) sind verstorben. Natürlich habe ich Freunde, aber auch die können diesen herben Verlust nicht auffangen. Und ich bin derzeit ratlos, wie ich das alles jemals vernünftig verarbeiten soll...

Danke fürs Lesen und Sorry für den langen Text.
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  #2  
Alt 25.09.2019, 13:37
Beccamaus Beccamaus ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.06.2018
Beiträge: 133
Standard AW: Verzweifelt

Liebe Plenske,
das ist grausam was du durchmachen musstest und Wahnsinn wie schnell es bei deiner Mama ging. Der einzigste Trost ist der, das die beiden wieder vereint sind. Ich verstehe sehr gut wie du dich fühlst, bzw. kann es nachvollziehen. Der Gedanke das meine Mama das selbe Schicksal ereilen könnte wie meinen Daddy.... ne, da mag man gar nicht dran denken. Nur ich habe selber Familie und zusätzlich meine Schwestern, wenn man so gar keinen hat, wie in deinem Fall, ist es schwierig damit umzugehen. Hast du einen Partner bei den du dich fallen lassen kannst?
Ich denke keiner steckt das einfach so weg und du bist sicher zu ungeduldig mit dir. Dieses Trauma was du durchlebt hast, muss verarbeitet werden. Und das dauert seine Zeit. Nach 6 Monaten "normaler Trauer" steht einen eine Kur zu, hast du darüber mal nachgedacht? Oder dich an eine Trauergruppe im Hospizverein zu melden? Oder gar den Schritt zu einen Psychologen?
__________________
Mein Daddy
* 04.08.1947 25.06.2018

ED: 03.04.2017 (metastasierendes Lungenkarzinom (Adeno))


-------- Somewhere over the Rainbow---------
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