Krebs-Kompass Forum  


Zurück   Krebs-Kompass Forum > Allgemeine Themen > Positive Erfahrungen und Gedanken

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #136  
Alt 04.11.2007, 22:26
Bellinda
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Liebe Ina,

es gibt nichts zu danken ...

... und dennoch ist es ein großes Geschenk, Dank zu bekommen, denn Dankbarkeit scheint für viele Menschen heutzutage ein Fremdwort.
Vielleicht unterscheidet uns das von den "anderen" ... wir haben gelernt, das Wunderbare in den scheinbar kleinen Dingen zu erkennen, uns zu freuen und zu staunen, wo viele Menschen nur vorübergehen, oder es achtlos hinnehmen ....
Und so haben wir auch gelernt DANKE zu sagen....

WIR UND DIE ANDEREN .... In einer Krebspatienten-Publikation habe ich vor ein paar Tagen folgende Zeilen einer Brustkrebspatienten gelesen und dabei an Dich gedacht:

"Der Krebs macht uns anders. Wir sind nicht mehr die Menschen, die wir einmal waren. Denn wenn der Tod so nahe ist, wird alles anders.
Doch wir sind vor allem anders für die anderen... Ihr müsst uns nur besser verstehen..."
**************************

Liebe Ina, Du - Ihr alle, die ich seit gut einem Jahr ein Stück weit begleiten durfte - Ihr habt mir sehr viel geschenkt, habt mir geholfen, mir langsam wieder einen sinnvollen Platz in diesem Leben zu basteln, das zunächst so sinnlos wiedergewonnen schien, als ich kurz danach von allem verlassen wurde, was mir das Leben bis dahin lebenswert gemacht hatte.
Es berührt mich immer wieder sehr - und tut immer auch gleichzeitig ein bisschen weh - wenn ich in manchen Threads von der wunderbaren Unterstützung durch Mann und Familie lese. Welch ein unschätzbares Geschenk!

Meine Beiträge sind sicher seltener als zu Anfang - zum einen ist es für mich an der Zeit, wieder mehr Zeit im "richtigen Leben" zu verbringen, statt mich ins Internet zu flüchten ... zu oft habe ich die Stunden, in denen ich eigentlich lernen wollte mit Beiträge schreiben verbracht .... und mich vor dem gedrückt, was eigentlich erledigt werden sollte... Jetzt versuche ich ein neues Maß und Gleichgewicht zu finden...

Zum anderen fehlen mir manchmal einfach die Worte - sie scheinen alle schon gesagt. Allmählich, so scheint mir, bekomme ich eine Ahnung vom hilflosen Gefühl der Angehörigen. Doch wenn ich schreibe, dann möchte ich keine belanglos leeren Worte posten. Darum wisse: auch wenn ich mich länger nicht melde: Ich begleite Dich und viele andere weiter in meinen Gedanken.

Ich glaube Rallie und Lucie können auch weiter ein wenig Unterstützung gebrauchen... Es ist mehr mein Gefühl, was mich leitet, aber ich schicke meine Unterstützungswünsche heute einmal in diese Richtung.

Und natürlich zu Dir, liebe Ina, zu Doris und Monika K.,
liebe Unterstützung auch Dir, Flautine und Deinem Mann für die morgige Stammzellsammlung,
und Linnea, stellvertretend für die vielen "Neuen", die leider inzwischen zu uns gestoßen sind -

liebe Gedanken auch an
Flips
unseren Sonnenfrosch, der hoffentlich immer mehr der Sonne entgegenhüpft,
an Artwolf ins ferne Burgenland
und dickes DANKE an Mattin treue gute Seele!!!


Bellinda

Geändert von Bellinda (04.11.2007 um 22:31 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #137  
Alt 16.11.2007, 00:12
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.08.2006
Beiträge: 3.512
Idee AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Liebe Bellinda,


Dir möchte ich doch zuerst einmal zu diesem Eintrag der mich sehr beeindruckt hat danken!
Du hast vollkommen recht: an den vielen kleinen Dingen merken wir einfach das sich unser Leben verändert hat, uns auch um so manches reicher gemacht hat! Du hast es wundervoll formuliert, dazu brauche ich nichts weiter sagen.
Und dieser Satz aus der Publikation ist auch sehr treffend, das ist mitunter genau das was immer wieder Missverständnisse und Enttäuschungen hervorbringt.
Ich werde diesen Satz so weitergeben wenn ich mal wieder das Gefühl habe mich überrollt eine Lawine. Für andere wird dieser Satz auch zu einem wesentlichen Bestandteil des "Verstanden" werdens!
Dir danke ich, denn selbst wenn Du etwas weniger schreibst so ist es doch vom Wert her sehr hoch einzuordnen!


An dieser Stelle möchte ich aber vorallem ein Licht am Horizont für einige hier symbolisch errichten:


Liebe Monika: Du machst momentan die schwerste Zeit in Deinem Leben durch! In Gedanken bin ich sehr oft bei Dir und wünsche Dir alles Liebe! Leider kann ich Dir die Last die Du zu tragen hast nicht erleichtern, doch ich wünsche Dir, das Du Tag für Tag ein helles Licht am Horizont entdeckst, dass Dich das Gefühl nicht verlässt Deinem Manne so Nahe zu sein!


Ebenso möchte ich hier dieses Licht für dich Doris leuchten lassen,du, die so tapfer und stark mit deinem Schicksal umgehst! Hier an dieser Stelle darf ich euch Alle - zumindestens die die Doriki(Doris) kennen ganz lieb grüßen!

Für alle diejenigen die zur Zeit in Chemo sind, die, die sich mit anderen Widrigkeiten herum schlagen müssen und alle denen es zur Zeit einfach nur "Grotten" schlecht geht möchte ich ebenso ein Licht am Horizont zeigen und nur sagen: gebt nicht auf, es kommen recht bald wieder besser Zeiten! Und an dieser Stelle für Deinen Mann liebe flautine alles Glück und viel Kraft zur SZT!

Für die, die sich bereits auf dem Weg der Besserung befinden bzw. denen es bereits wieder gut geht wünsche ich mir mit diesem Licht das es für euch einfach so gut bleibt!

Ein Licht am Horizont bleibt, nur Mut und schaut weiter nach vorne!





L.G. Ina

Geändert von struwwelpeter (23.12.2007 um 16:28 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #138  
Alt 30.11.2007, 01:35
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.08.2006
Beiträge: 3.512
Idee AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***




Jetzt beginnt die Adventszeit, in den vergangenen Jahren hatte ich selbst nicht gerade sehr viel davon! Umso mehr weiß ich das viele gerade diese Zeit für die Familie nutzen möchten.
Dieses Jahr habe ich die Gelegenheit bekommen bis zum Januar zu pausieren worüber ich mich natürlich sehr freue.
Dennoch: genau aus diesem Grund weiß ich wie es ist wenn man in dieser Zeit in Behandlung ist. Ängste, Sorgen und Hoffnung sind an diesen Tagen bei vielen vorhanden und brauchen auch ihren "Raum"!.
@ Linnea, flautine, Ingrid, Nicole, Beate, et Zicklein, Elke, Melly, Cindy, Heinz 77, Bellinda, Mattin & Bine, Ulli, Mia, Karin und all die anderen die ich jetzt nicht aufgezählt haben sollte:
ich wünsche euch für die Chemo, Chemo + Hochdosis etc. nur das Beste! Ich hoffe für euch sehr, das keine Zwischenfälle gibt, das ihr evtl. zu Weihnachten bereits wieder zu Hause sein könnt! Diese Zeit kostet soviel Kraft, Energie und Ausdauer, jedem von euch wird es sehr an die Substanz gehen, aber ich hoffe inständig, das ihr es alles gut übersteht!
@ restlos allen: passt auf euch auf

Ein Licht zum 1. Advent für euch




Ein schönes 1es Adventswochenende wünsche ich euch von Herzen! Liebe flautine: am Montag geht es bei euch los mit der HD? Ich drücke feste, ganz feste die Daumen!

Liebe Grüße
Ina
Mit Zitat antworten
  #139  
Alt 18.12.2007, 02:27
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.08.2006
Beiträge: 3.512
Idee AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***





Viele kleine und große Wünsche schlummern gerade jetzt mal wieder in Jedem von uns! Und dennoch wünschen wir uns hier Dinge die kein Geld dieser Welt kosten, die nicht einfach zu bekommen zu sind in den besten Läden und diese Wünsche bräuchten auch nicht einmal besonders gut verpackt sein! Es sind die Wünsche und Träume die unsere Hoffnung erhalten, es ist das Gefühl nach ewig langem Kampf endlich wieder gesund zu werden, oder auch nur das es keinem schlechter geht! Dieses Ziele - diese Wünsche sind nur über unseren Kampf zu erreichen, unterstützt von vielen lieben Menschen im Umfeld ohne die es doch arg schwer werden würde.
Projekt Sonnenfrosch inmitten der Weihnachtszeit, wo meine Gedanken im Moment z.B. besonders bei flautine und bei Ingrid sind! Euch und euren Familien wünsche ich von ganzem Herzen das die Stammzellentransplantation geklappt hat und das es für euch ein gesundes und glückliches Jahr 2008 gibt. An dieser Stelle möchte ich auch Dir liebe Monika alles Gute wünschen: trauriger kann ein Weihnachtsfest im Moment sicherlich nicht sein - an Deiner Seite fehlt Dein Mann, der Dein Mittelpunkt war/ist! Ich wünsche Dir das die weitere Trauerbewältigung nicht zu schwer für Dich wird, das jemand an deiner Seite ist der für Dich stets da ist!
Aber auch all den anderen die zur Zeit in Therapie sind wünsche ich eine gute und erholsame Zeit! Mit zu diesem Kreis zähle ich alle die mir spontan einfallen: Louise, Gabi, Lissy, Beate, Jutta, Bellinda, Linnea ( Dir gute Besserung ins Krankenhaus, wird Zeit das es Dir besser geht und Du zu Deiner Familie kannst!), Anja, Kira,Susi, Ela, Brikette, säni, Sigrid, Ulli, Cindy, Hanalei, Beba, et Zickchen und alle anderen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch einmal all diejenigen erwähnen von denen ich - wir schon länger nichts gehört haben: Kerstin, Manolito, Rallie, Lucie, Bine, Angie etc.:
ich würde mir sehr wünschen das es jedem von euch gut geht und alles so gut läuft das ihr keine Zeit für's KK habt!
Euch allen wünsche ich jetzt noch eine verbleibende schöne Vorweihnachtszeit, alles Gute und viel Glück! Es ist eine gute Zeit in der hoffentlich viele Wünsche hier in Erfüllung gehen!



Mit Zitat antworten
  #140  
Alt 28.12.2007, 00:15
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.08.2006
Beiträge: 3.512
Standard AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Die Geschichte von Sadako


Unsere Erzählung beginnt 1945, kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs. In der japanischen Stadt Hiroshima lebten damals etwa eine halbe Million Menschen, darunter auch ein Mädchen namens Sadako. Als Sadako zwei Jahre alt war, wurde eine Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Der größte Teil der Stadt wurde davon in wenigen Minuten völlig zerstört und niedergebrannt.
Sadako war zu dem Zeitpunkt ungefähr zweieinhalb Kilometer vom Mittelpunkt der Bombenexplosion entfernt. Fast alle Häuser in ihrer Nachbarschaft wurden zerstört und viele ihrer Nachbarn starben, aber Sadako war weder verbrannt noch war sie verletzt. Sie schien unversehrt.
Es war die erste Atombombe, die jemals gegen Menschen eingesetzt worden war. Alle dachten, dass sie wie eine normale Bombe wäre, nur eben viel größer und stärker. Die meisten Leute hatten keine Ahnung, dass sie etwas ganz anderes hat als normale Bomben - nämlich Strahlung.
Eine Atombombe erhält ihre Stärke durch die Spaltung von Atomen. Bei dieser Spaltung werden kleine Teile der Atome (die Neutronen) und dazu energiereiche Strahlen (die Gammastrahlen) mit der Explosion in die Umgebung geschleudert. Neutronen und Gammastrahlen können unsere Haut direkt durchdringen und im Inneren des Körpers Verletzungen verursachen, die man zunächst weder sieht noch fühlt.
Einige Wochen nach der Atombombenexplosion erkrankten Menschen in Hiroshima an Krankheiten, die noch kein Arzt kannte. Menschen, die vorher völlig gesund erschienen, wurden zusehends schwächer und starben einfach. Es war so unerklärlich und neu, dass niemand wusste, was man hätte tun können. Tatsächlich weiß selbst heute noch niemand so richtig, was Strahlung bewirkt oder was genau sie in einem Menschen verändert. Wir wissen nur, dass Strahlung sehr gefährlich ist. Und wir wissen, dass sie Krankheiten verursachen kann, die man erst nach langer Zeit erkennt, wie zum Beispiel Krebs.
Nach dem Krieg war das Überleben sehr schwierig. Es fehlten überall Lebensmittel und Medikamente. Aber viele Länder spendeten Geld und andere Hilfen. Allmählich wurde alles besser, und die meisten Menschen in Hiroshima konnten wieder ein normales Leben führen.
Damals, 1955, war Sadako bereits im siebten Schuljahr. Sie war ein normales, fröhliches Mädchen von 12 Jahren. Sie ging zur Schule, lernte und spielte wie alle anderen Kinder auch. Zehn Jahre waren seit dem Abwurf der Atombombe vergangen, und sie dachte schon lange nicht mehr daran. Statt dessen dachte sie zum Beispiel ans Rennen. Sie war eine der schnellsten Läuferinnen in ihrer Klasse und verbrachte ihre meiste Freizeit mit Training und bei Wettläufen.
Eines Tages fühlte sie sich nach einem Staffellauf sehr müde und schwindelig. Nach einer Weile ging es ihr wieder besser, und Sadako vermutete, dass nur das Rennen sie erschöpft hätte. In den folgenden Wochen versuchte sie, das Gefühl zu vergessen, aber der Schwindel kam immer wieder, vor allem dann, wenn sie rannte. Sie versuchte sich einzureden, dass es nicht wichtig war und dass es von alleine verschwinden würde. Eines Morgens, als sie vor Schulbeginn noch eine Runde um den Schulhof lief, überfiel sie wieder die Schwäche. Und diesmal war es so schlimm, dass sie hinfiel und eine Weile einfach liegen blieb. Nun bemerkten es alle. Man brachte sie ins Krankenhaus, um herauszufinden, was los war. Das Ergebnis: Sadako hatte Leukämie, eine Art Blutkrebs.
Zu der Zeit erkrankten zahlreiche Kinder in Sadakos Alter an Leukämie. Die Menschen nannten sie "die Atombomben-Krankheit". Fast jeder, der Leukämie bekam, starb. Sadako wollte nicht sterben. Sie wollte weiter zur Schule gehen und an Wettrennen teilnehmen. Als sie verstand, dass sie nun im Krankenhaus bleiben musste, weinte sie.
Kurz danach bekam Sadako Besuch von ihrer besten Freundin, Chizuko. Chizuko brachte Origami-Papier mit und faltete einen Papierkranich. Sie erzählte Sadako eine Legende dazu. Sie sagte, dass der Kranich tausend Jahre alt wird und dass ein kranker Mensch wieder gesund wird, wenn er tausend Kraniche faltet.
Sadako beschloss, tausend Kraniche zu falten. Oft fühlte sie sich schwach und müde, so dass sie nicht ständig daran arbeiten konnte. Doch von diesem Tag an faltete sie Kraniche, wann immer sie dazu Kraft hatte. Manchmal fühlte sie sich im Krankenhaus einsam oder ängstlich. Dann faltete sie Kraniche, um die schlimmen Gefühle zu bekämpfen. Sie merkte, dass Kraniche falten ein guter Weg war, um sich Mut zu machen.
Sadakos Freunde und Verwandten besuchten sie häufig im Krankenhaus, sprachen mit ihr und halfen ihr, Kraniche zu falten. Sadako bemühte sich sehr, fröhlich und voller Hoffnung zu sein. Sie versuchte, fest daran zu glauben, dass sie wieder gesund würde, wenn tausend Kraniche fertig wären. Und tatsächlich schien es ihr besser zu gehen, nachdem sie fünfhundert Kraniche gefaltet hatte. Sie konnte sogar für einige Zeit nach Hause, doch am Ende der Woche musste sie wieder ins Krankenhaus zurück.
Nach einiger Zeit spürte sie, dass sie sterben würde. Trotzdem hörte sie nicht auf, Kraniche zu falten, um selbst tapfer zu bleiben und um ihren Freunden und ihre Familie ein besseres Gefühl zu geben. Selbst wenn sie unter schrecklichen Schmerzen litt, versuchte sie fröhlich und zuversichtlich zu sein und den Menschen um sie herum zu helfen.
Sadako hatte ihre tausend Kraniche tatsächlich fertig gefaltet, aber es ging ihr nicht besser. Sie hätte niedergeschlagen und wütend sein können. Sie hatte so hart gearbeitet und daran geglaubt, dass die Kraniche ihr helfen würden. Tausend Kraniche zu falten hatte ihrem Körper überhaupt nicht geholfen. Sie wurde immer noch kränker. Jedoch anstatt zornig zu sein oder aufzugeben beschloss sie, noch mehr Kraniche zu falten. Sie begann mit dem nächsten Tausend.
Am 25. Oktober 1955 starb Sadako. Sie schlief friedlich ein, umgeben von ihrer Familie.
Trotzdem endet diese Geschichte nicht mit Sadakos Tod. Sie hatte viele Freunde, die sie liebten und nun vermissten. Und sie waren nicht nur wegen Sadako traurig. Viele andere Kinder in Hiroshima waren bereits gestorben und starben noch an der Atombomben-Krankheit. Die meisten der Kinder in Hiroshima hatten einen Freund oder einen Verwandten verloren, und viele lebten mit der Angst, sie könnten selbst eines Tages an Leukämie erkranken. Sadako war ja so kraftvoll und lebhaft gewesen, dass niemand mehr sicher war, wen es als nächsten treffen würde oder wie man sich überhaupt dagegen schützen könnte.
Jedoch in einem waren sich alle einig: Sie wollten etwas für Sadako tun. Also gründeten 39 von ihren Klassenkameraden einen Klub und begannen, Geld für ein Denkmal für Sadako zu sammeln. Sie schrieben Briefe und sprachen jeden an, um eine Spende von 20 Yen (etwa 15 Pfennig) zu erbitten.
Ungefähr zur gleichen Zeit fand ein Treffen von Schulleitern aus ganz Japan in Hiroshima statt. Obwohl sie dazu keine Erlaubnis hatten, gingen die Kinder zu dem Treffen. Sie trugen selbstgemalte Plakate, auf denen sie die Schulleiter aufforderten, ihnen bei dem Denkmal zu helfen. Als das Treffen vorüber war, kehrten die Schulleiter an ihre Schulen überall in Japan zurück und baten auch dort die Kinder um eine Spende für das Denkmal in Hiroshima.
Die Nachricht verbreitete sich schnell. Schüler aus 3100 Schulen aus Japan und neun anderen Ländern spendeten Geld. Schließlich, am 5. Mai 1958, fast drei Jahre nach Sadakos Tod, hatten sie genug gesammelt, um das Denkmal zu bauen. Es heißt "Das Kinder-Friedens-Denkmal" und steht im Friedenspark mitten in Hiroshima, genau dort, wo die Atombombe niederging.
Die Aktion wurde so bekannt und berühmt, dass man sogar einen Film darüber drehte. Er heißt "Tausend Papierkraniche". Etwa 60 Kinder aus Hiroshima und 20 Kinder aus Tokyo spielten in dem Film mit. Nach den Dreharbeiten beschlossen sie, als Freunde zusammen zu bleiben, und so gründeten sie den "Klub der Papierkraniche". Ihr Ziel ist es, Kinder zusammenzubringen, die über den Frieden nachdenken und für ihn arbeiten wollen.
Die Mitglieder des Klubs kümmern sich um Sadakos Denkmal. Sie besuchen Atombombenopfer und auch andere kranke Menschen, die Hilfe brauchen. Und immer wieder falten sie Kraniche. Sie ziehen sie auf Bündchen und hängen sie an Sadakos Denkmal und an andere Denkmäler im Friedenspark. Oder sie schenken sie kranken Menschen zur Ermutigung. Und manchmal senden sie Kraniche an Weltpolitiker, um sie daran zu erinnern, dass Kinder auf der ganzen Welt Atombomben verurteilen. Wann immer Politiker oder Überlebende der Atombombe oder Friedenskämpfer nach Hiroshima kommen, werden sie von Mitgliedern des Klubs begrüßt, die ihnen Ketten von Papierkraniche um den Hals hängen, um ihnen die Bedeutung Hiroshimas ins Gedächtnis zu rufen.
Aus dem Klub weniger Kinder ist heute eine fast weltweite Aktion geworden. Kinder aus allen Erdteilen falten Kraniche, ziehen sie zu langen Ketten auf und senden sie als Zeichen ihres Friedenswillens nach Hiroshima. Dort werden die Kraniche von Mitgliedern des Klubs am Kinder-Friedens-Denkmal aufgehängt - zur Erinnerung an Sadako und als warnendes Zeichen für die Zukunft.
So mahnen die Papierkraniche jeden, alles zu tun, um einen Atomkrieg zu verhindern. Was das Falten der Kraniche, was Sadako, Hiroshima und der Klub der Papierkraniche wirklich bedeutet, wird wohl am besten durch die Worte ausgedrückt, die auf dem Granitsockel des Kinder-Friedens-Denkmals eingraviert sind:


Dies ist unser Ruf
Dies ist unser Gebet
Frieden zu schaffen in dieser Welt.




Verfasser unbekannt


Diese Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen:
sie soll die Hoffnung weitertragen, überall hin!
An dieser Stelle wünsche ich jedem genau die Hoffnung die uns stärkt,
die Kraft die wir für die Krankheitsbewältigung benötigen.
Allen Betroffenen und Begleitenden alles Gute!



Mit Zitat antworten
  #141  
Alt 11.01.2008, 23:13
Benutzerbild von Linnea
Linnea Linnea ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 18.07.2007
Beiträge: 1.337
Standard AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Liebste Ina,

...ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen...

unter diesem Motto hast Du schon ganz vielen Menschen hier Deine herzliche Anteilnahme gezeigt, ihnen das Grau und Schwarz einer traurigen oder verzweifelten Lage farbig aufgehellt und eine Extra-Portion Hoffnung und Zuversicht geschenkt.

Heute - an einem Tag, dessen Farbe oder Unfarbe Du vermutlich zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht benennen kannst - möchte ich Dir ein kleines Hoffnungbild schicken.

Jedenfalls ist es das für mich gewesen, seit ich es zum ersten Mal sah: Jemand sagte mir, es heiße "Fliegende Schildkröten in Blau". Ich habe keine Ahnung, woher dieser Name stammt - jedenfalls habe ich dieses Bild von Kandinskij fortan nur noch unter dem Titel "Himmelblau" gefunden. Trotzdem sind es für mich immer fliegende Schildkröten geblieben.

Die Vorstellung, daß diese Tiere, die eine so schwere Last mit sich herumtragen, die durch die Gegebenheiten ihres Körpers so stark eingeschränkt sind, sich hier so frei fühlen und in fröhlichen Farben vor einem heiteren Himmel tummeln dürfen, hat mir immer ganz viel Kraft gegeben. Und wenn ich das Gefühl habe, von den Widrigkeiten des Lebens erdrückt zu werden und es so besonders schwer ist an Wunder zu glauben, versuche ich mir immer fliegende Schildkröten vorzustellen.

Heute lasse ich sie zu Dir fliegen und hoffe, daß sie Dein Fenster finden!




Alles Liebe und Gute für Dich!
Deine Linnea
__________________
Einen Menschen zu lieben heißt:
Ihn zu sehen wie Gott ihn gemeint hat.
Liebe ist das Geheimnis der Brotvermehrung.
- Christine Busta -

Geändert von Linnea (11.01.2008 um 23:22 Uhr)
Mit Zitat antworten
  #142  
Alt 11.01.2008, 23:55
Bellinda
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Liebste Ina,

die rechten Worte für Dich - sie fehlen mir heute.

Doch Kraniche kann ich für Dich falten.
Mit all meinen guten Wünsche darin.

Es grüßt Dich von Herzen


Bellinda
Mit Zitat antworten
  #143  
Alt 26.06.2008, 20:08
sonnenfrosch sonnenfrosch ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 26.01.2006
Beiträge: 230
Standard AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Meine liebe Ina!

Du hast damals diesen Thread eröffnet und ein tolles "Echo" damit ausgelöst - es hat mich damals wirklich sehr berührt hier so viel mutmachendes - neben meinen Thread - zu lesen. So viele Menschen die an mich gedacht haben.
Soviele Menschen die an andere gedacht haben - soviel gute Gedanken zueinander!


Nun möchte ich in diesem Thread ganz fest an Dich denken!!

Liebe Ina ich möchte Dir hiermit einen Regenbogen schicken


Johann Gottfried Herder

Schönes Kind der Sonne,
Bunter Regenbogen,
Über schwarzen Wolken
Mir ein Bild der Hoffnung.

Tausend muntre Farben
Bricht der Strahl der Sonne
In verhüllten Tränen
Über grauer Dämmrung.

Und des weiten Bogens
Feste Säulen stehen
Auf des Horizontes
Sichrem Felsenboden.

Weh! der Bogen schwindet,
Seine Farben blassen;
Von den festen Säulen
Glänzet noch ein Wölkchen.

Aber seht, der Himmel
Bläuet sich; die Sonne
Herrschet allgewaltig,
Und die Auen duften.

Schwindet, holde Kinder
Schöner Jugendträume,
Schwindet! Nur die Sonne
Steig' hinauf und walte!

Hoffnungen sind Farben,
Sind gebrochner Strahlen
Und der Tränen Kinder;
Wahrheit ist die Sonne.

Liebe Ina ja Hoffnungen sind Farben - ich denke an Dich und denke an einen Regenbogen.

Liebe Ina ich weiß dass Du das schaffst!

Weiter so! Werd wieder gesund!

Deine Christine
Mit Zitat antworten
  #144  
Alt 27.06.2009, 13:33
Benutzerbild von struwwelpeter
struwwelpeter struwwelpeter ist offline
Gesperrt
 
Registriert seit: 20.08.2006
Beiträge: 3.512
Standard AW: ***projekt Sonnenfrosch*ein Regenbogen Für Alle Die Ihn Brauchen***

Liebe Christine, "kleiner Sonnenfrosch"

Lange, sehr lange war ich nicht hier in diesem Teil des Forum‘ s! Gerade habe durch Zufall diesen Thread wieder einmal geöffnet und irgendwie bin ich etwas traurig. Diese Zeilen hast du geschrieben als es dir noch recht gut ging, das ist leider lange her.
Damals, vor ziemlich genau einem Jahr hast du die letzten Zeilen hier geschrieben, gelesen hatte ich sie wohl, doch nicht darauf geantwortet. Die Zeit ist vergangen, ich habe die SZT gut überstanden, und zwischenzeitlich ging es dir ja auch recht gut. Leider hat sich dies seit ca. einem halben Jahr geändert.
Nun liegst du in der Klinik auf der Intensivstation und kämpfst um dein Leben. Deine Lungen arbeiten nicht so wie es sein sollte und machen dir gleichzeitig das Leben unsagbar schwer. Dabei hatte ich dir von Herzen gewünscht dass du nun einmal die sonnigen Seiten des Lebens erleben darfst. Dem ist nicht so, wieder „hängst“ du an Maschinen und dein Leben liegt in den Händen der Ärzte! Ich bete für dich, ich hoffe und wünsche mir die Kraft und Energie für dich, damit du dich auch jetzt wieder erholst. Hoffentlich wird bald eine Lunge für dich gefunden, ich weiß ja wie dringend du sie benötigst. Meine Gedanken sind sehr oft bei dir, doch wirklich helfen kann dir nur ein Wunder. Dieses Wunder wünsche ich dir!

Hoffnung………………….
…..ist der Sonnenstrahl hinter den Wolken!

Ich wünsche mir nur eins, werde schnell wieder gesund!


Liebe Grüße
Ina
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:18 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich, bei technischen Kommentaren an den Webmaster. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2019, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2014 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Postanschrift: Postfach 130435 · 64243 Darmstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. Spendenkonto Nr. 17252500 · Volksbank Darmstadt-Südhessen eG · BLZ 508 900 00 · IBAN DE23 5089 0000 0017 2525 00 · BIC: GENODEF1VBD