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  #1  
Alt 19.06.2014, 15:47
Mijouhase Mijouhase ist offline
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Standard Klatskin-Tumor

Hallo
ich bin ganz neu beigetreten und möchte meine Erfahrungen hier niederschreiben, vielleicht sind diese für den ein oder anderen einmal hilfreich.
Für Hilfe und Rat von anderen Betroffenen bin ich sehr dankbar.
Am Montag, den 16.06.14, bekam mein Mann die Diagnose inoperables Gallengangskarzinom, sogenannter Klatskintumor.
Wir lassen in Baden-Württemberg - behandeln.
Wir fühlen uns bis jetzt dort gut aufgehoben. Es gibt 2 sehr erfahrene Ärzte in der Onkologie, die sich Zeit nehmen und versuchen, die beste Therapie zu finden. Die Ergebnisse der Gewebeprobe kommen morgen oder am Montag. Morgen werden meinem Mann versucht 2 Stents einzusetzen, damit die Gallengänge wieder frei werden und die Gelbsucht zurück geht. Zuerst muss die Gelbsucht weg sein, damit geeignete Maßnahmen gegen den Krebs vorgenommen werden können. Am Montag wird mit einer Reihe von anderen Ärzten der Fall besprochen und nach einer Therapie gesucht.
Ich versuche hier sachlich zu schreiben, was mir vielleicht später nicht immer gelingen wird, dafür bitte ich Euch um Verständnis.

Nachtrag: der Krebs wurde durch Ultraschall entdeckt, nachdem mein Mann 1 Woche zuvor eine starke Gelbsucht bekommen hat und rechtsseitiges starkes Ziehen im Oberbauch. Mein Mann hatte vor 3 Monaten schon einmal gelbe Augen, Oberbauchziehen und eine Erkältung dazu, da sagte der Hausarzt, dass es Nierengries und eine Muskelzerrung im Bauch sei. Letzte Woche ist mein Mann aufgrund von Vertretung zu einem anderen Hausarzt wegen der gelben Augen und dem Oberbauchziehen. Dieser schickte ihn sofort ins Krankenhaus. Das Oberbauchziehen rechtsseitig hat er bereits seit Herbst letzten Jahres. Erklärung vom Hausarzt: Muskelverspannung.

Geändert von gitti2002 (26.08.2014 um 19:02 Uhr) Grund: PN
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  #2  
Alt 19.06.2014, 17:55
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nala1810 nala1810 ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Hallo;

herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Umstand der dich hier her führt kein erfreulicher ist.

Ich kann dir gut nachempfinden wie es dir geht. Meine Mama erkrankte im September vor 3 Jahren an dieserm Krebs.
Es dauerte aber leider bis zum 11.11.11 bis die genaue Diagnose feststand. Sie wurde damals in BB operiert, ihr wurde die Galle und Teile der Leber entfernt. Der erst vermutete Klatskin war dann doch ein Gallenblasenkarzinom. Bei der OP wurden ihr sogenannte Neuhaus-Drainagen gelegt um die Gallenflüssigkeit umzuleiten.
Leider konnte man bei ihr nicht alle befallenen Stellen herausnehmen, sonst wäre sie bei der OP verstoren.

Es liest sich als ob ihr in Reutlingen in Guten Händen seit.
Dir und deinem Mann viel Glück und Kraft für die bevorstehende Zeit.

Es grüßt dich herzlichst

Nala
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  #3  
Alt 20.06.2014, 12:01
Mijouhase Mijouhase ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Danke Nala für Deine lieben Worte.

20.06.14
Heute morgen gegen 09:00 Uhr wurde oral ein Plastikstent in den Hauptgang des Gallenblasengangs gesetzt. Die Verästelungen sind offen. Das Ganze dauerte ca. 80 Minuten. Ich habe im Krankenhaus gewartet, und mein Mann kam recht gut aus der OP zurück.
Es ist jetzt 12:00 Uhr Mittag und mein Mann hat furchtbare Schmerzen, und ihm wurde ein Tropf mit Schmerzmittel gelegt. Er kann vor Schmerzen kaum sprechen.
Der histol. Befund kommt am Montag.

19:50 Uhr
Mein Mann hatte furchtbare Schmerzen und Übelkeit und ich bin nochmals in die Klinik gefahren. Von 14:00 - 18:30 Uhr am Bett gesessen. Es sagte immer wieder, dass er stirbt, er habe so furchtbare Schmerzen und Übelkeit. Er wollte, dass ich ihn gehen lasse. Er wollte mein Einverständnis, dass er sterben darf. Das war für mich Horror. Gegen 16 Uhr ließen die Schmerzen langsam nach, die Übelkeit blieb. Als ich mit dem Auto nach Hause fuhr, hab ich vor Wut und Angst nur geschrien und geheult.

Gerade hat er angerufen: Notoperation, Blut im Stuhl: Zwölffingerdarm verletzt.
Ich fahre jetzt nochmals in die Klinik ...

22.06.14 10:00 Uhr
Mein Mann liegt auf Intensivstation. Die Schnittwunde von der OP im Zwölffingerdarm ist aufgeplatzt. Hatte gestern nochmals Endoskopie zum Schließen der Wunde, die Schnittwunde wurde besprüht. Heute zur Kontrolle erfolgt nochmals Endoskopie.
Die Intensivstation im Krankenhaus ist vorbildlich, das Personal außerordentlich freundlich und hilfsbereit.
Mit meinen Gefühlen geht es auf und ab: Schreien, Heulen, explosive Wutanfälle bis hin zur Hoffnungslosigkeit. Und dann muss ich in seiner Gegenwart Stärke bewahren, das ist das Schlimmste. Wenn ich weine, dann zieht es ihn runter.
Mein Mann ist ein sehr lieber Mensch, der nur an das Wohl anderer denkt.
Wenn ich in den Spiegel schaue, dann erschrecke ich. Wer ist das? Mir blickt soviel Hass und Wut entgegen, es ist eine Fratze. Wir haben beide alle Kontakte zu unseren Familien abgebrochen, da diese nur auf Raffgier und Habgier bestehen. Wir wollten uns von dieser ganzen Bösartigkeit unserer Blutlinien abgrenzen. Die Frau, die mich geboren hat verfolgt mich mit ihrer narzisstischen Persönlichkeitsstörung und macht uns das Leben zur Hölle. Meine ganze Wut und der Hass richtet sich gegen diese Jauchegrube an Bösartigkeiten.
Wir sind auf uns allein gestellt und Freunde sagen, dass ich die Stärke habe, das Durchzustehen. Ich muss wieder stark sein, wie mein ganzes Leben lang. Will ich das denn? Ich muss, schon alleine wegen unserer Katzen und dem Hund.

Geändert von gitti2002 (26.08.2014 um 19:04 Uhr) Grund: PN
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  #4  
Alt 21.06.2014, 20:09
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nala1810 nala1810 ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Hallo Mijouhase;

das tut mir sehr leid für deinen Mann.

Meine Mum hatte auch diese Übelkeitsphase, über das Sterben hat sie nie gesprochen.

Ich war auch oft so verzweifelt, das ich schreiend den Tränen nahe war.


Bin in Gedanken bei euch, fühl dich

Schreib dir hier nur alles von der Seele, kannst mir aber gerne auch eine pn senden wenn es dir lieber ist.

Liebe Grüße
Angie
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  #5  
Alt 29.06.2014, 16:35
Mijouhase Mijouhase ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

2. Woche nach Diagnose Bekanntgabe

Am 22.06. hat mein Mann die Intensivstation verlassen.
Am 25.06. wurde MRT gemacht, keine Metastasen erkennbar.
Zwei verschiedene Meinungen.
Der eine Onkologie Oberarzt rät zur Zweit-Meinung eines Spezialisten in Tübingen. Er sei der Meinung, der Tumor könnte eventuell operabel sein. Der linke, kleinere Leberlappen müsste komplett entfernt werden und vom rechten Leberlappen auch ein Teil.
Der andere Onkologie Arzt meint, es sei nicht operabel, nur Chemobehandlung.
Seit 25.06. ist mein Mann zuhause und wir müssen auf den 30.06. warten, da erfolgt eine Konferenz der Fachärzte zur Besprechung. Der Histobefund ist ebenfalls noch nicht da, lediglich die Aussage Tumor ist G2 = mittlere Aggressivität.

Mein Mann ist seit der Diagnosebekanntgabe Vegetarier geworden. Er hat die letzten 3 Monate vor der Diagnose sich aus unerfindlichen Gründen nur auf Milchprodukte gestürzt. Das war unnatürlich ... bis zu 3 Liter Milch am Tag getrunken, Milchreis, Joghurt usw. Heißhunger auf Milchprodukte.
Davor war er übermäßiger Fleischesser, viel Fertigpizza, Junkfood ohne Nährwerte und Industriezeug. Kaum Gemüse, sehr selten Obst ... und das über sehr viele Jahre.

Zum Nichtraucher hat er es noch nicht geschafft.

Wir essen nur noch Obst und Gemüse, speziell die Sorten, die gegen Krebs mobil machen und das Immunsystem stärken. Für mich als glutenfreie Veganerin ist diese Veränderung positiv, denn ich brauch kein Fleisch mehr zu kaufen. Alles Fleisch aus der Gefriere habe ich der Nachbarin geschenkt, den Rest verfüttere ich an meine Tiere.
Der hohe Blutverlust macht ihm sehr zu schaffen, ist ständig erschöpft, schwindelig und will das Haus auch nicht mehr verlassen.

Ich lese das Buch von Ty Bollinger: Krebs verstehen und natürlich heilen
Das Buch gibt mir Kraft zu kämpfen, und ich nehme die Möglichkeiten in Angriff, die sich umsetzen lassen.
Die vergangene Woche war ich emotional relativ stabil und ein kleiner Funken Hoffnung hat sich eingeschlichen. Trotzdem geht es auf und ab mit den Gefühlen. Die Angst wird erstmal zur Seite geschoben, um nicht Durchzudrehen. Es tut mir furchtbar weh, meinen Mann so leiden zu sehen. Er hat dieses Drecksvieh im Körper, dass ihm das Leben raubt. Um den 50 % Blutverlust wieder auszugleichen, wird sein Körper 3 - 4 Wochen brauchen. Ich kann ihm nichts abnehmen und meine Ängste lodern unter der Haut. Angst vor einem hysterischen Kollaps und vor unkontrollierten, verzweifelten Wutausbrüchen. Mein Mann kann es nicht ertragen, mich weinen zu sehen, das zieht ihn emotional noch mehr in den Keller. Stark sein ... um jeden Preis! Wie lange wird das gut gehen?

Geändert von gitti2002 (26.08.2014 um 19:05 Uhr) Grund: PN
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  #6  
Alt 29.06.2014, 22:50
Sven68 Sven68 ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Hallo,
das wichtigste ist, das du den Kopf frei hast.
Nur dann kannst du ihm helfen.
Wenn dein Mann sieht das du leidest, zieht es ihm bestimmt noch mehr runter.
Ich kann die nur raten eine Zweit und Drittmeinung einzuholen.
Kleine Hoffnung gibt es nur, wenn der Krebs aus dem Körper entfernt wird und das so schnell wie möglich.
Eine Chemoterapie bei dieser Krebsart bleibt ein großes Streitthema.
Es ist ein Wettlauf mit der Zeit.
Ich wünsche euch viel Kraft.
Liebe Grüße Sven
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  #7  
Alt 05.07.2014, 23:22
SchweizerSchoggi SchweizerSchoggi ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Guten Abend zusammen!
Meine Mutter ist vor ziemlich genau einem Jahr mit Klatskin, Typ Bismuth IV diagnostiziert worden, inoperabel. Seitdem habe ich hier in diesem Forum schon viel gelesen, viele Informationen gefunden.
Aktuell verschlechtert sich der Zustand meiner Mutter zusehends und ich würde gerne Hintergründe, Ursachen dazu erfahren. Also klar, sie hat Krebs... aber das reicht mir nicht.

Zum Beispiel fällt mir extrem auf, dass sie morgens zumeist noch recht klar und orientiert ist. Im Laufe des Tages jedoch baut sie immer mehr ab. Die Sprache wird immer verwaschener, die Orientierung/Erinnerung geht verloren (z.B. kann sie dann nicht mehr beantworten, ob am gleichen Tag eine Untersuchung stattgefunden hat. Oder welcher Wochentag ist. Oder ob jemand zu Besuch war.... etc etc). So berichten Personen, die meine Mutter am Vormittag besuchen, ganz andere, viel positivere Dinge als Personen, die sie nachmittags oder gar abends besuchen. Ein krasser Gegensatz!
Was passiert da im Körper? Hat das evt mit dem Stoffwechsel zu tun?

Und: wodurch entsteht diese verwaschene Sprache? Manchmal spricht man mit meiner Mutter, und die Sprache ist dann extrem schlecht und undeutlich. Dann, wie von einem auf den anderen Moment, ist es wieder fast regulär deutlich. Oder umgekehrt.
Woher kommt das und was kann man allenfalls zur Verbesserung tun?

Liebe Grüße an euch alle da draussen und bleibt stark!!
Die Schoggi

PS, der Vollständigkeit halber: meine Mutter hat in den letzten 12 Monaten drei RFA-Therapien bekommen, die immer für etwas Entlastung gesorgt haben. Des weiteren trägt sie aktuell drei Metallstents, u.a. auch einmal als Stent-in-Stent.

Zitat:
Zitat von Mijouhase Beitrag anzeigen
Gerade hat er angerufen: Notoperation, Blut im Stuhl: Zwölffingerdarm verletzt.
Ich fahre jetzt nochmals in die Klinik ...
Hallo Mijouhase!!
Gerade stolpere ich über Deinen Beitrag. Konnte man nachvollziehen, wann es zuder. Verletzung gekommen ist? Meine Mum hat seit einigen Tagen ebenfalls sehr schwarzen Stuhlgang und Schmerzen beim Auslösen. Aber die Ärzte sind ratlos, machten gestern eine Magenspiegelung, die aber unauffällig war.

Geändert von gitti2002 (26.08.2014 um 19:08 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
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  #8  
Alt 30.07.2014, 15:15
Mijouhase Mijouhase ist offline
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Standard 2. Leben geschenkt bekommen: "GEHEILT"

Aktueller Status:
"geheilt" durch komplette Entfernung des todbringenden verseuchten Zellkrebshaufens! 50 % Überlebenschance auf die nächsten 5 Jahre. Keine Chemo notwendig, da nicht gestreut und restlos entfernt.

Rückblick:
Die Fachkonferenz von Fachärzten in der Kreisklinik brachte unterschiedliche Resultate und Empfehlungen.
Chefarzt Z.: Tumor nicht operabel, palliativ Chemotherapie.
Chefarzt B: Tumor kann operabel sein, 2. Meinung einholen beim Onkologie Spezialisten in der Crona Uniklinik Tübingen Prof. Dr. Königsrainer in der Privatsprechstunde. Tumoreinstufung G2.


Wir haben sofort einen Termin für die Privatsprechstunde bekommen.
Prof. Dr. ist ein sehr menschlicher und sympathischer Arzt mit hervorragender Kompetenz. Er klärte uns umfassend auf. Der kleinere linke Leberlappen war vollständig mit Krebs infiltriert und bereits stark geschrumpft. Der große rechte Leberlappen war ebenfalls mit Krebs befallen aber die Gänge waren frei, so dass eine OP möglich war. Nur durch Öffnen des Bauches konnte aber die ganze Ausbreitung des Tumors festgestellt werden. Wäre der Bauch mit Tumorgewebe infiltriert gewesen, so hätte man die OP gleich abgebrochen und den Bauch wieder zugenäht.
Am 17.07.14 wurde er in der Klinik aufgenommen und für die OP vorbereitet. Am 18.07.14 ging die OP gegen 9 Uhr morgens los, Herr Prof. Dr.operierte selbst.
Um 16 Uhr habe ich angerufen, und die OP war immer noch nicht zu Ende. Das bedeutete für mich, dass die OP nicht vorzeitig wegen Bauchinfiltration beendet wurde. Folglich bestand die Chance, dass ein großer Teil oder evtl. alles von dem Tumor rausgeholt werden konnte. Zum ersten Mal konnte ich etwas durchatmen und fühlte mich ein wenig leichter. Die extreme Anspannung löste sich langsam.
Am Abend bekam mein Mann auf der Intensivstation hohes Fieber mit Schüttelfrost. Am 19.07.14 rief ich auf der Intensivstation an und holte mir die Erlaubnis, ihn besuchen zu können. Um 15:30 Uhr fand ich meinen Mann mit zahlreichen Schläuchen im Körper und stark benommen auf der Intensivstation wieder. Die OP war sehr gut verlaufen. Am 21.07. wurde er wieder in sein Stationszimmer verlegt. Am 24.07.14 kam der Laborbefund, dass tatsächlich der ganze Krebs entfernt werden konnte, also keine Chemo notwendig sei.
Am 26.07.14 holte ich meinen Mann wieder nach Hause.
Am 27.07.14 gab es nochmals enormen Stress, denn aus der riesigen OP Narbe lief eine große Menge an wässriger rötlicher Flüssigkeit aus. Mit dem Krankenwagen ins Münsinger Krankenhaus. Nähte innen und außen intakt, konnte ihn nach kurzer Zeit wieder mit nach Hause nehmen. um 18 Uhr das gleiche Szenario, nur mit noch mehr Flüssigkeit. Nochmals nach Tübingen in die Crona Klinik zur Wundversorgung. Alles intakt, Beutel zum Auffangen der Flüssigkeit wurde an den Bauch geklebt.

Wir haben die Chance auf ein 2. Leben miteinander geschenkt bekommen und wissen dieses kostbare Geschenk zu schätzen. Mein Mann ist mittlerweile Vegetarier und lehnt jede Form von Alkohol ab. Wir machen uns jeden Tag bewusst, welch einem Horror wir noch einmal entkommen sind.


19:40 Uhr
Ich hoffe, ich habe mich nicht zu früh gefreut. Mein Mann musste wieder den Notarzt holen und liegt wieder im Krankenhaus Münsingen. Er erbricht furchtbar, hat Schmerzen und ihm ist schrecklich übel. Der Abfluss des Wundwasser ist ebenfalls verstopft. Der Transport mit einem Krankentransport in die Crona Klinik Tübingen steht bevor und ich werde gleich dorthin losfahren.

Geändert von gitti2002 (26.08.2014 um 19:00 Uhr) Grund: NB
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  #9  
Alt 31.07.2014, 18:50
Sven68 Sven68 ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Das kann schon bei so einer schweren OP passieren.
Einen Bekannten von uns erging es genauso.
Es hatte sich er Bauchraum entzündet.
Er hatte ein halbes Jahr zu tun bis alles okay war.
Das ist jetzt 4 Jahre her und bis jetzt ist alles oaky.
mfg
Sven
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  #10  
Alt 31.07.2014, 21:44
MarKr MarKr ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Mein Vater wurde vor vier Wochen auch operiert. Er liegt leider immer noch im Krankenhaus und kämpft mit heftigen Komplikationen. Mal geht es wieder bergauf, dann kommt wieder der Rückschlag. Hoffe das wird wieder!!!
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  #11  
Alt 31.07.2014, 22:53
Mathias974 Mathias974 ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass man lange damit zu kämpfen hat.
Bin letztes Jahr selbst radikal mit Leberteilresektion operiert worden. Probleme habe ich Heute, 12 Monate später, immer noch. Ob es nun die Narbe ist, die immer mal wieder durch geht oder ob es der Bauchbereich (Magen / Darm) ist, das gehört leider dazu aber ich lebe.
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  #12  
Alt 02.08.2014, 12:39
Mijouhase Mijouhase ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Mittwoch. 30.07.14 um 22.30 Uhr war Not OP. Die Nähte innen im Bauchraum sind alle geplatzt, und der Darm hat sich durch die geplatzten Nähte nach oben geschoben.
OP ist gut verlaufen.
Morgen am Sonntag, den 03.08.14, wird er wahrscheinlich aus der Klinik entlassen.

Ich sag es meinem Mann jeden Tag: "Du lebst! Sei dankbar dafür! Auch wenn jetzt "Bagatellwehwehchen" kommen. Das Schlimmste ist überstanden: die Radikalentfernung des Krebs. Leben, und dankbar sein für jeden gemeinsamen Tag!"

Geändert von gitti2002 (26.08.2014 um 19:00 Uhr) Grund: PN
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  #13  
Alt 03.08.2014, 22:26
MarKr MarKr ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Gut, dass es bei euch gut aussieht. Mein Vater kämpft gerade um sein Leben. Er hat neben allen anderen Baustellen eine starke Lungenentzündung entwickelt und gerade besteht akute Lebensgefahr. Absurd, da hat man einen Krebs, der kaum operiert werden kann, er schafft es und verstirbt vielleicht an Komplikationen. Drückt mit die Daumen bitte!!!!
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  #14  
Alt 04.08.2014, 19:52
Mathias974 Mathias974 ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Naja, Bagatellwehwehchen sind das mit Sicherheit nicht.
Ich hasse diese Schmerzen aber man kann sie leider nicht ändern.
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  #15  
Alt 05.08.2014, 23:56
MarKr MarKr ist offline
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Standard AW: Klatskin-Tumor

Bitte drückt mit die Daumen. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Habe gestern meine Mutter wegen Gallensteinen ins Krankenhaus eingeliefert. Zeitgleich lief heute die OP meiner Mutter und eine Not OP meines Vaters, der seit gestern im Koma liegt. Wie im schlechten Film. Mein Vater hat eine sehr starke Lungenentzündung und Abzesse im Bauch. Man kann nur noch beten, dass er es schafft. Das ist doch absurd, einen Tumor entfernen zu können, der eine so schlechte Prognose hat und an Komplikationen zu scheitern...
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