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  #1  
Alt 31.12.2012, 22:47
edith57 edith57 ist offline
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Standard du fehlst so sehr...

Hallo ihr Lieben,

Nun bin ich also auch hier gelandet.....

Mein über alles geliebter Sigi ist am 30. November nach langem Kampf auf die große Reise gegangen (wer mehr dazu lesen möchte findet die ganze lange Geschichte unter: http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=48285 )

Bisher ging es mir relativ erträglich: mal so - mal so. Die Erleichterung, dass er nach diesen harten letzten Monaten nun nicht mehr leiden muss half mir wenigstens halbwegs über die letzten 30 Tage.

Ich habe nun schon 2 besondere Tage allein verbracht. Am 9. Dezember hätten wir unseren 30. Hochzeitstag gefeiert - ich habe mit seinem Foto angestoßen und ihm gesagt, was er doch für ein guter Ehemann war. Weihnachten ging auch ganz gut - ich habe ganz bewusst den Heiligen Abend allein zu Hause verbracht, genau so wie wir es zu zweit immer gemacht haben und ich war zwar traurig, aber gleichzeitig auch dankbar für unsere gemeinsame Zeit.

Aber heute ist alles ganz anders. Dieser letzte Tag des Jahres 2012, welches für uns so viel Leid bereit gehalten hat, ist für mich schlimmer als alle bisherigen Tage, seit mein lieber Mann nicht mehr bei mir ist:

Heute ist der letzte Tag unseres letzten gemeinsamen Jahres - morgen ist 2013 - morgen beginnt ein Jahr, das er nicht mehr erleben darf...
Es wird mein erstes Jahr werden, welches ich ohne meinen geliebten Sigi verbringen muss, keine einzige Minute dieses neuen Jahres kann ich mehr mit ihm teilen - das macht mich so unsagbar traurig.....

Liebe Grüße an euch alle und ein erträgliches, gesundes neues Jahr für euch
Edith
__________________
mein Mann:
NSCL ED 21.10.2010
nach langem Kampf ins Licht gegangen am 30.11.2012
für immer in meinem Herzen

http://www.youtube.com/watch?v=ibREmAkEgJo

Geändert von edith57 (31.12.2012 um 22:57 Uhr)
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  #2  
Alt 31.12.2012, 22:58
Makriflo Makriflo ist offline
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Standard AW: du fehlst so sehr...

Liebe Edith,

ich weiß, ich kann nichts tröstendes schreiben, daß den Verlust erträglicher macht...

Aber ich wollte hier nicht einfach nur lesen und wieder zuklicken, ohne etwas zu schreiben...

Ich kann nur erahnen, wie schwer es dir fällt, in die Zukunft, in das neue Jahr mit Zuversicht und Hoffnung zu schauen, denn es ist unendlich traurig, den Partner zu verlieren... ich habe in diesem Jahr meinen über alles geliebten Papi verloren, er starb im April, und für uns ist jeder Tag ohne ihn schlimm...

Ab heute Nacht fängt auch für uns ein Jahr an, das er nicht erlebt, in dem er nicht mehr bei uns ist, und es tut weh...

Aber gleichzeitig erinnern wir uns mit ein wenig Wehmut und auch ein wenig Freude an die vielen Jahre, die wir mit ihm hatten, die erlebnisse die wir mit ihm teilten, die kann uns nämlich keiner nehmen!

Meine kleine Tochter weinte vor Weihnachten sehr viel, weil sie sich so sehr wünschte, der Opi käme zurück, und es fiel mir schwer sie zu trösten, denn auch ich hätte diesen Wunsch nach einem letzten Mal Weihnachten mit ihm zu feiern... aber es ist die traurige Realität, daß wir mit dem verlust leben müssen, wir lernen daß es auch ein Leben ohne ihn gibt...

Ich wünsche Dir fürs kommende Jahr, daß du liebe Menschen in deiner Nähe hast, die dich auffangen, dich trösten, dir zuhören und dich weinen lassen... und die dich auch wieder ins Leben zurückbegleiten, dir helfen und für dich da sind!

Alles Liebe, pass auf dich auf!

Tina
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  #3  
Alt 31.12.2012, 23:03
Benutzerbild von Monika Rasch
Monika Rasch Monika Rasch ist offline
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Standard AW: du fehlst so sehr...

Da bist Du ja !

Liebe Edith,
das kommende Jahr wird Eines von hoffentlich noch Vielen sein.

In diesem kommenden Jahr wird alles zum ersten Mal passieren, jeder Jahrestag, jede Feier die Du besuchst, egal was.
Alles ohne IHN.
Das ERSTE Jahr ist tatsächlich ein TRAUERJAHR- aber auch in den Jahren, den vielen Jahren die noch kommen, wirst Du immer wieder mal "innehalten" und "nach"fühlen.

Ein ganz wichtiger Lebensabschnitt liegt hinter Dir , muss erst mal bewältigt werden.
Du hast unendlich viel geleistet,Du hast den Verfall gesehen, Du weisst es ging nicht mehr.

Und natürlich darfst Du traurig sein.
Ich bin auch traurig an solchen Tagen, diesen besonderen Tagen...da besonders.


Wie gut dass dein Mann dich hatte.
Und Du ?
Du hast ihn für immer sicher...ihm kann nichts mehr passieren..er ist bei dir und will sicherlich dass es Dir gut geht in deinem weiteren Leben..

Ich nehme Dich mal in den Arm, und halte Dich ein wenig....
__________________
Mein Ehemann Georg+36jährig+1988(NHL)
Mein Liebster Joachim+42jährig+1997 (kleinzell. Bronchial Ca.)
Ich : 2002 DCIS re.Mamma, operiert, bestrahlt, AHT
Meine Schwester Heike +2011(Bronchialca)
Unsere Mama +2013(operiertes Glioblastom, Nierenversagen bei Temodal Therapie)
Meine Schwester Sandra(45),TN mamma Ca.metastasiert, +21.11.2015
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  #4  
Alt 31.12.2012, 23:06
Odelbie Odelbie ist offline
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Standard AW: du fehlst so sehr...

Liebe Edith ,



Ich fühle wie du, erlebe wie du.

Meiner Tochter Lisa und mir fehlt unser Jürgen.
Wir zünden dann eine Rakete an und lassen diese
steigen. Wir hoffen diese steigt bis zum Himmel
Und erreicht unsere Liebsten.

Ich schicke dir ein dickes Kraftpaket und ganz
Liebe Grüße.
Im Herzen tragen wir unsere Lieben ist bei
Uns.




Liebe Grüße
Grit mit Lisa fest an der Hand und unseren Kämpfer fest im Herzen
Und meine Geliebte Oma trage ich bei mir
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  #5  
Alt 31.12.2012, 23:08
cawo cawo ist offline
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Standard AW: du fehlst so sehr...

Hallo Edith,

ich kann dich auch nur "online" in den Arm nehmen.

Ich bin heute ebenfalls an Silvster alleine, da mein Mann im KH ist.
Die Gedanken sind ähnlich wie bei dir. Bei mir sind sie in die Richtung "sehr wahrscheinlich UNSER letztes Silvester und wir sind nicht zusammen".

Ich bin in dem Loch gefangen, was will uns 2013 antun

Mein Mann hat Bauchspeicheldrüsenkrebs mit vielen Metastasen.

Ich hoffe du hast gute Freunde / Familie, die dich auffangen.

LG

Carmen
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  #6  
Alt 01.01.2013, 00:58
monika100 monika100 ist offline
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Hallo Edith,

im Moment kann dich nichts trösten, ich drück dich mal ganz fest und sende dir liebe Grüße.

Ich denke oft an dich.

Monika
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  #7  
Alt 01.01.2013, 01:21
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sunny47 sunny47 ist offline
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Standard AW: du fehlst so sehr...

Liebe Edith,
ja es ist schwer, ich kann dich so gut verstehen.
Du wirst noch einige schwere Tage erleben, aber sind wir Frauen nicht die Starken? Wir haben an der Seite unserer Lieben mit ihnen gekämpft , gehofft , gelitten und sind zurückgeblieben. Für uns wird es immer schwer sein!
Es erging mir genau wie dir, die erste Zeit war ich erleichtert, das dieses Leiden aufgehört hat und jeder Monat der verging war anders. Ich durchlief ein Chaos an Gefühlen. Aber glaube mir, wir sind damit nicht allein.
Ich wünsche dir für das neue Jahr viel Kraft!
Lg sunny
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  #8  
Alt 01.01.2013, 15:03
Benutzerbild von Morgana
Morgana Morgana ist offline
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Standard AW: du fehlst so sehr...

Zitat:
Zitat von edith57 Beitrag anzeigen
Heute ist der letzte Tag unseres letzten gemeinsamen Jahres - morgen ist 2013 - morgen beginnt ein Jahr, das er nicht mehr erleben darf...
Es wird mein erstes Jahr werden, welches ich ohne meinen geliebten Sigi verbringen muss, keine einzige Minute dieses neuen Jahres kann ich mehr mit ihm teilen - das macht mich so unsagbar traurig.....
Liebe Edith,
jaa...das letzte gemeinsame Jahr ging zu Ende - auch ich habe das damals genau so empfunden. Es hängt ja auch ein gemeinsames Leben dran!
Diese "Tage" werden immer wieder kommen...Geburtstag, Hochzeitstag, ehemalige "Rituale" an Feiertagen. Nichts ist mehr, wie es war!

Ich wünsche Dir trotzdem einen guten Start in 2013 mit Erinnerungen an eine gute Zeit...die das Herz schmerzen lassen aber auch manches Lächeln in Deinem Gesicht aufleuchten lassen!

LG
Morgana
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Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten.
[Indianische Weisheit]
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  #9  
Alt 01.01.2013, 18:46
edith57 edith57 ist offline
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Hallo ihr Lieben,

Nachdem ich mich bei den Angehörigen verabschiedet hatte, wollte ich erst nicht wieder schreiben, wollte nur noch manchmal im KK lesen und ansonsten versuchen, ganz alleine mit allem fertig zu werden. Aber es geht nicht, und darum habe ich mir gestern meinen ganzen Kummer von der Seele geschrieben und siehe da: meine guten Engel, die mich schon bei den Angehörigen begleitet haben, sind sofort wieder zur Stelle und trösten mich auch hier. Und noch ein paar neue Engel dazu....

Ich bin euch so unendlich dankbar für euren Trost, der mir schon so oft geholfen hat. Wenn ich eure Beiträge lese, muss ich noch mehr weinen, aber es befreit ungemein.

Danke, dass ihr für mich da seid - ich weiß sehr genau, dass ihr alle ein eigenes Päckchen zu tragen habt und schätze eure Hilfe umso mehr.

Euch allen ein gesundes neues Jahr und danke für alles.

Edith
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  #10  
Alt 02.01.2013, 01:49
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sunny47 sunny47 ist offline
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Liebe Edith,
allein alles zu bewältigen wird sehr schwer!
Die Last, die wir tragen wird weniger-wenn wir sie teilen!
Herzliche Grüße
sunny
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  #11  
Alt 02.01.2013, 09:18
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Rachel Rachel ist offline
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hallo Edith, ich kann dich nur in den arm nehmen, dich ganz fest halten und drücken. Ich denke so oft an dich.

lg gitti
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man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt trotzdem wenn es dunkel ist - Kafka
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  #12  
Alt 02.01.2013, 10:29
dickie dickie ist offline
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Liebe Edith,
auch ich erlebte das erste Weihnachten, den ersten Jahreswechsel zum ersten Mal ohne meinen lieben Mann. Nun sind es vier Monate her seit seinem Tod, genauso wie seit dem Tag der Diagnose. Es stimmt, Trost empfindet man wirklich beim Austausch mit den Menschen, die ähnliches durch- und erlebt haben. Dieses schreckliche Gefühl, das in einem brennt, dieser Schrecken, die Erkenntnis, die einen immer wieder ohne Vorwarnung ganz nach unten zieht: Vorbei, vorbei, es ist vorbei, es ist alles einfach vorbei. Nie mehr wird es so, wie es war. Die Sehnsucht, die Wehmut, das Bedauern bleiben aber. Fragen, viele Fragen kreisen im Kopf. Dennoch - ein anderes Leben beginnt, vielleicht aber auch ein Aufbruch. Wir haben uns auch verändert durch das, was wir hinter uns haben. Hinter mir liegen 36 Jahre, die ich mit meinem Klaus teilte, es würden in diesem ersten Jahr ohne ihn auch 30 Ehejahre geworden. So fühle ich mich wie du und viele andere hier in diesem Forum - irgendwie amputiert, halbiert.
Dennoch, liebe Edith, wird auch in uns wieder etwas nachwachsen, ganz allmählich und unsere Lieben wären mit Recht beruhigt und so stolz auf uns, weil wir diesem neuen Leben gewachsen sein werden. Die Liebe, die Dankbarkeit, das gemeinsame vollbrachte Leben werden uns dabei stützen.
Herzlichst eine ebenso unendlich traurige, aber auch entschlossen zuversichtliche
Dickie
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  #13  
Alt 04.01.2013, 15:33
Ayslinn Ayslinn ist offline
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Grüß dich Edith,

es ist kein wirklicher Trost zu wissen, dass es irgendwo auf dieser Welt einen Menschen gibt, der genau an dem gleichen Tag wie du, zur gleichen Zeit, den gleichen Schmerz verspührt... aber vielleicht ist das "geteilte Leid" die Gewissheit, dass du nicht alleine bist, und niemals sein wirst - auch wenn dein Sigi aus dieser Welt gegangen ist.

Der Jahreswechsel war auch bei mir der fürchterlichste Tag.... genau so wie du deine Empfindungen beschreibst, was du geschrieben hast... auch die Gefühle der Tage, Wochen vor Silvester, deine kurze Beschreibung von Heilig Abend ... zumindest dachte ich beim Lesen "jemand fühlt wie ich" ...

Zitat:
Heute ist der letzte Tag unseres letzten gemeinsamen Jahres - morgen ist 2013 - morgen beginnt ein Jahr, das er nicht mehr erleben darf...
Es wird mein erstes Jahr werden, welches ich ohne meinen geliebten Sigi verbringen muss, keine einzige Minute dieses neuen Jahres kann ich mehr mit ihm teilen - das macht mich so unsagbar traurig.....
... es war auch das letzte gemeinsame Jahr mit meiner Mutter - und 2013 beginnt ohne sie.... mehr Worte brauch ich nicht - es wären sonst die deinen.

Verbundene Anteilnahme und stille Grüße
Ayslinn
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Schöne Grüße
Ayslinn

Das sind die Starken im Lande,
die unter Tränen lachen,
ihr eigenes Leid vergessen
und anderen Freude machen.
(Franz Grillparzer... Lebensmotto meiner Mutter)

Ich trage dich in meinem Herzen
trotzdem vermisse ich dich, Mama!
*02.07.1956
+11.12.2012

Diagnose Brustkrebs 15.11.2007
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  #14  
Alt 04.01.2013, 21:22
sjarissa sjarissa ist offline
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Liebe Edith,

zu gut kenn ich deine Situation... ohne dich zu kennen. Wir sind gefangen in unserer Trauer und was uns heute richtig erscheint lässt morgen schon wieder einen bitteren Nachgeschmack und zig Fragezeichen hinter... aber hier bist du immer richtig... und jeder der einen Verlust erlebt hat weiß wie schwer der Weg zurück ist... ins Leben, dieses Leben von innen heraus, bejahend und den eigenen Weg finden müssend... ohne das Altvertraute und gleichzeitig mit.
Mir helfen die Worte von R.M.Rilke sehr, ... immer wieder "bete" ich sie und deshalb schreib ich sie hier, vllt. als kleines, von ganzen Herzen angereichtes Hilfsmittel.


Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen und versuche, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind. Forsche jetzt nicht nach Antworten, die dir nicht gegeben werden können, weil du sie nicht leben kannst und es handelt sich darum alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen - vielleicht lebst du dann allmählich ohne es zu merken in die Antwort hinein.


Innige Herzumarmung

Sjarissa
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Der Tod ist der Grenzstein des Lebens, aber nicht der Liebe.

Guido * 25.12.1953 + 03.01.2012
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  #15  
Alt 05.01.2013, 20:57
edith57 edith57 ist offline
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Hallo ihr Lieben,

Ganz herzlichen Dank an jede einzelne von euch für eure lieben Gedanken und Worte, sie sind Balsam für meine Seele.

Ich war heute in einem sogenannten "Trauercafe", das ist eine Einrichtung, die bei uns einmal im Monat vom Hospizdienst angeboten wird. In einem geschützten Raum (bei uns im Pfarrzentrum) treffen sich einfach Leute, die trauern, ganz egal, wie lange der Todesfall schon zurück liegt. Wir waren heute 7 Trauernde und 2 Hospiz-Trauerbegleiter und ich muss sagen, es hat mir sehr gut getan und ich werde Anfang Februar wieder dorthin gehen.

Eine Frau war dort, die hat ihren Mann Ende September mit 45 Jahren an einen ganz aggressiven Krebs verloren - es blieben ihnen vom Zeitpunkt der Diagnose nur 8 Wochen.

Und ein alter Mann, sicher über 80 Jahre hat mich - nachdem ich unsere Geschichte in groben Zügen erzählt habe - von Herzen darum beneidet, weil ich mich von meinem Mann verabschieden konnte. Seine Frau ist vor 1,5 Jahren nach einer ganz schweren Blutvergiftung ganz plötzlich ins Koma gefallen und nach 10 Tagen gestorben. Und das schlimmste für ihn war, dass er mit ihr kein Wort mehr reden konnte - es kam keine Reaktion mehr von ihrer Seite.

Jedenfalls ist mir wieder ganz klar geworden, wie viel Leid um uns herum ist und wie vielfältig die Trauer doch ist und es tröstet mich einmal mehr, dass ich die letzten Wochen so intensiv mit meinem Sigi zusammen sein konnte und dass es nichts gab, was noch offen war zwischen uns.

Ich wünsche euch eine gute Nacht und einen - trotz allem - schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Edith
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