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  #1  
Alt 11.02.2020, 17:10
Claudia1233 Claudia1233 ist offline
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Registriert seit: 04.12.2006
Beiträge: 4
Standard Brauche mal Hilfe und Einschätzung

Hallo,

im vergangenen November wurde mein Vater (Ü75) plötzlich gelb. Vorausgegangen war eine Gewichtsabnahme und hin und wieder gab es mal Magenprobleme. Letztlich war es aber die Gelbfärbung der Haut, die meinen Vater dann zum Arzt und letztlich ins Krankenhaus führte.

Die Untersuchung ergab, dass ein Tumor am Kopf der Bauchspeicheldrüse den Gallengang abklemmte. Diagnose: Adenocarcinom Pankreaskopf, TMN Stadium pT3 pN0(0/24) G2 L1 V0 Pn1 R0, Grading G2.

Drei Tage später erfolgte die OP, geplant war zunächst ein Eingriff nach der Traverso-Methode. Diese Methode konnte nicht durchgeführt werden, weil sich der Tumor wohl aus harter Substanz bestand und sich nicht ohne weiteres entfernen ließ. Man entschied sich während der OP um und operierte nach Kausch-Whipple, 1. Pankreatektomie mit Splenektomie, Cholcystektomie. Pfortaderrekonstruktion, 2. Entfernen des Abdo-VAC-Systems. Die OP dauerte eine gefühlte Ewigkeit, ca. 5 - 6 Stunden. Danach hatte er für einen weiteren Tag einen riesigen Schwamm im Bauch um noch einmal komplikationslos das OP-Ergebnis nachschauen zu können. Vier Tage lag auf der Intensivstation, weitere 5 Tage auf einer Überwachungsstation und noch ca. 10 Tage auf einer Normalstation. Größere Komplikation stellten sich nicht ein bis auf die Wundheilungsstörung an der riesigen Bauchöffnung, die seit ca. einer Woche aber nicht mehr behandlungsbedürftig ist.

Dann folgten zwei Wochen Reha und noch ca. ein Monat behandlungsfreier Zeit. Die Gewichtszunahme gestaltet sich schwer, aber zwei/drei Kilos sind wieder drauf. Er hat sein Management mit Kreons, Diabetes usw. aber auch noch nicht so richtig gut im Griff....

Heute nun war die zweite Chemo mit Gemcetabin, 20 Chemos sind vorgesehen, er weiß aber noch nicht, ob er das durchziehen wird.

Und jetzt habe ich da so meine Fragen.... Ich vermute mal, es gibt im Bereich BSK schlimmere Diagnosen, verstehen kann ich sie allerdings auch nicht restlos. Ich denke, es gibt da Fachleute unter Euch, die mir das detaillierter erklären können...

Wozu soll man ihm als Familienangehörige raten, Chemo durchziehen? Wie verhalten sich da die Studien, wie sind da Eure Erfahrungen?

Vorab danke ich Euch für Eure Antworten.

Viele Grüße
Claudia
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  #2  
Alt 17.02.2020, 06:48
Onkogast Onkogast ist offline
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Registriert seit: 22.06.2016
Ort: Bautzen
Beiträge: 76
Standard AW: Brauche mal Hilfe und Einschätzung

Studien belegen eine Verbesserung des Rückfallriskos gegenüber KEINER Chemi in seinem Falle über alle Altersgruppen hinweg.
Er bekommt mit Gemcitabin letztlich den früheren Standard, der für jüngere und fittere Patienten mittlerweile durch Kombinationschemotherapien abgelöst wurde. Gemzar alleine ist mittlerweile auf Patienten hohen Alters, schlechtem Allgemeinzustandes oder mit (zu) vielen Nebenerkrankungen beschränkt.

Nichtsdestotrotz sind die Zahlen dafür auch gut genug,, um guten Gewissens eine meist so relativ nebenwirkungsarme Therapie das halbe Jahr durchzuziehen.
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