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Alt 06.01.2024, 15:40
Emilly Emilly ist offline
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Standard Nebenbefund bei MRT , zystischer Adnextumor ?

Hallo in die Runde,

zunächst Danke für die Aufnahme und das zügige Freischalten.

Um zu erklären, worum es genau geht muß ich leider etwas ausholen, weil die Gesamtsituation sehr komplex ist.

Ich gehe auf Mitte 50 zu, bin aber noch nicht in den Wechseljahren. Vor
ein paar Jahren fingen Zyklusstörungen an , die ich aber auf die vermutlich einsetzenden Wechseljahre schob. An meiner Mutter konnte ich mich nicht orientieren, sie bekam schon früh eine Total-OP. Früher wurde "über sowas" nie geredet. In meiner Kindheit sind ein paar Verwandte aus unterschiedlichen Verwandtschaftsverhältnissen teils noch jung an Krebs verstorben. Insgesamt wurden solche Themen dann totgeschwiegen .

Anfang letzten Jahres bin ich wegen Gelenkbeschwerden zum Hausarzt. Eine Laborkontrolle ergab einen schwere Eisenmangelanämie. Innerhalb von 7 Monaten bekam ich insgesamt 2500 mg Eisen i.v. , zunächst beim Hausarzt, im Verlauf aber dann mit Überweisung beim Hämatologen. Bereits mit Anfang 30 hatte ich schon ähnliche Probleme, die sich damals aber schneller beheben liessen . Laborkontrollen gab es letztes Jahr im Durchschnitt mindestens einmal im Monet

Nach einem Umzug vor der Pandemie suchte ich mir dann hier eine neue Gyn. Sie sagte mir beim ersten Termin, dass ich von den Wechseljahren wohl noch weit entfernt sei, die Eierstöcke wären sehr produktiv. Ich bekam zunächst eine Minipille, die wegen Erfolglosigkeit nach einigen Monaten gegen Ryeqo getauscht wurde. Im Oktober wurde eine operative Gebärmutterspiegelung ( HSK ) mit fraktionierter Ausschabung sowie Verödung des Endometrium gemacht. Seitdem erholen sich meine Eisenwerte langsam aber konstant. Der histologische Befund zeigte zwar ein paar Besonderheiten, jedoch keine Malignität. Allerdings äußerte der leitende Oberarzt der Klinik bei der Voruntersuchung Zweifel am längerfristigen Erfolg und erwähnte im Gespräch mehrmals , dass in meinem Fall durchaus ein Sarkom denkbar sei.

Zwei Monate nach der HSK setzte die Blutung wieder ein, allerdings endlich mal in wesentlich geringerer Stärke und mit normaler Dauer. Zuvor hatte ich oft 3 Wochen Blutung am Stück mit max. 2 blutungsfreien Wochen dazwischen. Zusammengefasst gab es im Zeitraum März bis November letzten Jahres mehrere gyn. Untersuchungen bei verschiedenen Untersuchern. Außer der Hypermenorhoe gab es keine Auffälligkeiten.

Bereits ab dem Sommer hatte ich nebenbei Schmerzen in den Beinen bei längeren Wegstrecken, zusätzlich zu Rückenschmerzen, die auch auf berufliche Überlastung / Fehlbelastung zurückzuführen war. Zudem war unklar, wie stark sich die Anämie auf die Belastbarkeit insgesamt auswirkt

Es wurde eine MRT der LWS angeordnet, welche als Nebenbefund eine zystische Raumforderung von ungefähr 8 cm Größe ergab. Einen Tag nach der MRT war ich wegen Bauchschmerzen / Unterleibsschmerzen bei der Gyn., die zwar eine Zyste erkennen konnte, allerdings links , während die Schmerzen rechtsseitig sind. Den MRT-Befund kannte ich an diesem Tag noch nicht. Nachdem ich den Befund erhielt, wiegelte die Gyn ab, da sei nix auffälliges , das könne sie sich nicht erklären. Es wurde ein Kontrolltermin für in 3 Monaten vereinbart. Am gleichen Tag rief mich dann aber die Gyn an, um zu berichten, sie habe in der Radiologie angerufen und mit dem Arzt, der die MRT-Auswertung gemacht , telefoniert. Man würde eine CT Becken / Abdomen für sinnvoll halten. Bei der LWS-MRT sei der auffällige Bereich nur ansatzweise mit drauf . Das war knapp eine Woche vor Weihnachten, ein CT-Termin somit auch erst im Neuen Jahr möglich .

Diesen Termin habe ich nun noch vor mir, CT mit Kontrastmittel. Es fällt mir schwer, wieder mal locker zu bleiben. Im Hinterkopf spukt natürlich die Frage, was diese Raumforderung wohl sein könnte. Dass die Gyn, die sonst Ultraschall für ihr ausreichend hielt, dann umschwenkt, beruhigt mich nicht wirklich.

Das, was irgendwie auffällig sein könnte, wurde bisher auf die durch Myome deutlich vergrößerte Gebärmutter geschoben .


Mit lieben Grüßen für ein angenehmes Restwochenende
Emilly
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  #2  
Alt 12.03.2024, 18:58
Emilly Emilly ist offline
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Registriert seit: 05.01.2024
Beiträge: 8
Standard AW: Nebenbefund bei MRT , zystischer Adnextumor ? UPDATE

Hallo,

Zeit für ein Update, vielleicht liest ja doch jemand mit ähnlichen Problemen mit:

Die Raumforderung entpuppte sich alsapa Tumor , knapp 10 cm im Durchmesser. Vor 2 Wochen wurde über eine Bauchspiegelung ( LSK ) der Tumor mitsamt dem rechten Eierstock und Eileiter entfernt. Der Eierstock wurde durch die Größe stark in Mitleidenschaft gezogen. Links war zu dem Zeitpunkt eine Zyste von knapp 5 cm, die aber keine Beschwerden verursacht hatte.

Vor der OP war noch ungewiss, ob eine LSK reicht , man wollte schließlich nicht unnötig Tumorzellen im Bauchraum verteilen. Ich war 4 Tage stationär, hatte in den ersten paar Tagen nach Entlassung noch einige Beschwerden durch die Nähte. Seit der Tumor raus ist geht es mir aber auf jeden Fall besser, ich bin nicht mehr so extrem " Hormongesteuert " . Tatsächlich gab es vor der OP nochmal eine längere Periodenblutung und ausgeprägte PMS-Beschwerden.

Lediglich das Warten auf den histologischen Befund macht mich natürlich hibbelig, obwohl ich von Natur aus eher geduldig bin.

LG
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  #3  
Alt 19.03.2024, 22:54
sanne2 sanne2 ist offline
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Registriert seit: 17.08.2005
Beiträge: 1.088
Standard AW: Nebenbefund bei MRT , zystischer Adnextumor ?

Hallo Emilly.


Dieses warten auf histologische Ergebnisse ist für jedermann anstrengend, dennoch geht da kein Weg dran vorbei. Sollte ein Wochenende, oder Feiertage dazwischenliegen, dauert es noch länger, aber es soll ja auch ein genaues Ergebnis dabei herauskommen.

Dein Bericht liegt ja doch schon ein paar Tage zurück.
Hast du inzwischen vielleicht doch etwas neues erfahren?

Liebe Grüße,

Sanne
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  #4  
Alt 06.04.2024, 07:57
Emilly Emilly ist offline
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Beiträge: 8
Standard AW: Nebenbefund bei MRT , zystischer Adnextumor ?

Hallo,

3 Wochen nach der OP hatte ich dann doch mal bei der Gyn-Praxis nachgefragt , die sich umgehend an das Krankenhaus gewandt hat.

Auf dem Bericht der Pathologie war nur der Name der zuvor behandelnden Gynäkologin vermerkt. Der Bericht selber lag schon nach knapp einer Woche vor. Es gibt kein Anzeichen für Malignität , was schonmal zur Erleichterung beiträgt.

Dennoch wurde es Zeit, den Tumor zu entfernen, zumal der rechte Eierstock zum Zeitpunkt der Bauchspiegelung schon aufgebrochen war . Seit der Resektion fühle ich mich nicht mehr ganz so "hormongesteuert".

Intraoperativ wurde noch gesehen, dass ich beidseits einen Leistenbruch habe, damit ist nach der OP wieder vor der OP . Aus den Laborwerten ergibt sich noch Handlungsbedarf im internistischem Bereich, es wird also nicht langweilig .

VG Emilly
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