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  #331  
Alt 17.03.2014, 19:03
Benutzerbild von fraunachbarin
fraunachbarin fraunachbarin ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Rafaela..
ich umarme dich wortlos
Tine
__________________
MISS YOU MAMA
24.02.1944-15.10.2012
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  #332  
Alt 17.03.2014, 20:56
hm maria hm maria ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe rafaela,

das hast du schön geschrieben, ich bin auch sehr dankbar dafür das ich meinen Papa begleiten durfte, es gibt einen auch wieder die Kraft.

das was du schreibst, über nicht sprechen und jetzt zu grübeln ob das zu wenig zugelassen hat das gefühl kenn ich auch sehr gut, aber ich glaube wir konnten auch nicht anders, denn ich selbst funktionierte nur noch,

lass dich einfach umarmen.
lg maria
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  #333  
Alt 01.05.2014, 14:53
Kido Kido ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Ich möchte von meinem Mann erzählen, der sich am 12.04.2014 auf den Weg gemacht hat.....

Mein Mann war so tapfer, mutig und diszipliniert - hat sich nach jeder Therapie in Marburg wieder super schnell körperlich erholt, sich direkt wieder gefordert (manchmal überfordert aber er wollte es so ) , und auch wenn es ihm noch nicht so gut ging - den Schachverein bei wichtigen Turnieren nicht im Stich gelassen. Ich und seine Freunde habe das immer unendlich bewundert - woher nahm er nur diese Kraft.....?

Genauso hat er dann seine letzte Reise angetreten - mit Würde und Tapferkeit....ich vermisse dich mein Schatz......du wirst immer in meinem Herzen sein.

Birgit
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  #334  
Alt 02.05.2014, 16:11
KHelga KHelga ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Rafaela,

danke für Deine aufrichtigen Zeilen über den Tod Deiner Oma.

- Als meine Oma die Diagnose bekam, begingen wir alle einen furchtbaren Fehler. Wir wollten stark sein vor ihr, wollten bahnbrechenden Optimismus zeigen, obwohl es uns doch das Herz brach. Wir ließen ihr keinen Raum, über ihre Ängste zu sprechen, weil wir es weder hören, noch wahrhaben wollten. Und wenn sie vom Tod sprach, dann blockten wir ab. Damit kämpfe ich seither jeden Tag. Denn ich habe das Gefühl, dass, obwohl ich bei ihr war, ich sie damit alleine ließ. Dazu kommt dieses schreckliche Bewusstsein, dass man sich selbst jede Sekunde belogen hat. Kennt ihr das? -

Wie ich aus eigener Erfahrung (Brustkrebs) bestätigen kann, ist es für Betroffene quälend, dass sich niemand traut, über die Ängste und den evtl. Tod zu sprechen = über das, was einen in der Situation am meisten beschäftigt.

Der Freund meiner Schwester ist 2012 an Lungenkrebs erkrankt, wurde operiert und lag etliche Wochen im Koma. Nun sind in der Lunge Metastasen aufgetreten und eine erneute OP steht an. Die Prognose ist lt. den Ärzten schlecht.

Leider ist meine Schwester nicht in der Lage, die Themen Ängste und möglicher Tod bei ihrem Freund anzusprechen. Statt dessen spricht sie lieber vom gemeinsamen Sommerurlaub, den er ja schon einmal aussuchen könnte.

Mir tut dieses Verhalten in der Seele weh.

Alles Gute für Dich.
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  #335  
Alt 04.05.2014, 00:03
theformofbeauty theformofbeauty ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Hallo, ich wollte Euch meine Geschichte erzählen.

Ich bin 24 Jahre alt und habe meinen Papa an den Krebs verloren.

Im September 2012 ging mein Papa zum Arzt, da er schon seit Tagen schmerzen in der Lunge gespürt hatte, wir haben uns nicht viel dabei gedacht, da er davor die Woche erkältet war...viel passierte nicht.
Im Oktober ging mein Dad wieder zum Arzt, da noch immer diese Schmerzen vorhanden waren, er erhielt eine Überweisung, es folgten CTs...als ich dann die Diagnose hörte, riss es mir den Boden unter den Füßen weg...ich höre noch heute seine Worte..."Ich habe Lungenkrebs."
Als die Diagnostik feststand und ich die Arztberichte gelesen hatte, wusste ich das kaum noch eine Chance auf große Heilungbestand. Der Tumor war im Endstadium klassifiziert...mit Metastasen in den nahe liegenden Lypknoten und der rechten Lunge.
Im November war eine OP angesetzt, die Ärzte wollten den linken Lungenflügel entfernen, doch das ging nicht...sprich die OP war unnötig bis auf ne Biopsie und Schmerzen hat es meinem Dad nichts gebracht.
Ich bin eh etwas skeptisch mit Krankenhäusern, ich meine Tumorschmerzen mit kleinen Ibuprofen und Novaminsulfontropfen zu lindern halte ich für unakzeptabel.
Am Anfang des Monats begann es dann mit den Chemotherapien, meinem Papa gings es schlecht, sehr schlecht nach jeder einzelnen, es brach mir fast das Herz, dies zog sich ca. 3 Monate hin, bis wieder ein CT folgte und das ergebniss war, das die Chemo nicht angeschlagen hat, das er die Nebenwirkung ohne Besserung ertragen musste...
Es ging in Runde zwei, eine andere Chemo, aber auch diese Schlug nicht an, es gind weiter mit einen dritten Chemo wieder eine andere, wieder ándere Nebenwirkungen, aber dies Vertrug er ganz gut, nach 6 Wochen war wieder ein CT und die Nachricht war positiv, er war zurückgegangen.
Ein Hoffnungschimmer für uns alle, für Papa, Mama und mich. Die Chemo wurde weitergeführt und nach 4 Wochen kontrillierten sie erneut, doch leider mit negativen ergebnissen, er ist gewachsen 4,3 cm und auch die Metasasen in der rechten Lunge sind vergrößert.
Es war ein Schock für mich, nicht half, ich hatte das Gefühl es wurde immer nur noch schlimmer...
Papa wurde weiter mit Schmerzmittel eingestellt, erhielt viel Morphin...nach Gesprächen mit Mama und mir, so wie mit der Ärztin lehnte er, erneute Chemo- oder Strahlentherapien ab.
Irgendwie verständlich, wenn nichts anschlägt, der Tumor im Endstadium ist und man ständig so krasse nebenwirkungen aushalten muss...zu diesem Zeitpunkt war es Juni...
Ich habe in der Zeit viel gelesen über Lungekrebs, Lebenserwartung und diese zahlen machten mir Angst, das es nur meist im durchschnitt wenige monate sind...
Im Juli bekam ich erste bedenken, als mein Papa mich gefragt hat ob er es merken würde wenn er stirbt, ob es anzeichen gebe. Natürlich konnte ich da nicht viel drauf antworten, man steckt ja in sowas nicht drin...
Es waren noch schöne Wochen und Tage, es ging ihm mal gut und mal etwas schlechter, aber es war okay....wir hatten noch eine wunderbare Zeit, bis er uns am 22. August 2013 für immer verlassen hat...
Von Diagnostik bis zu diesem Tag knappe 10 Monate, zu wenig Zeit.

Jetzt nach 7 1/2 Monaten, fühle ich mich immer noch so schlecht, es tut immer noch so furchtbar weh...er fehlt jeden Tag ein Stück mehr in meinem Leben. Es gibt Tage wo ich immer noch denke es sei ein schlechter Traum, wir hatten noch sovieles vor...ich will ihm noch so vieles erzählen doch es geht nicht. Er hat eine große Lücke in unserem Leben hinterlassen, die auch niemals geschlossen werden kann.
Ich bin letzlich nur so dankbar das er keine Schmerzen mehr ertragen und leiden muss.
Ich hoffe so sehr das es ihm gut geht, da wo er ist!
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  #336  
Alt 19.07.2014, 02:05
Catriona Catriona ist offline
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Unglücklich Für immer in meinem Herzen ♥

Meine kleine Schwester Sammy
Ich weiß bei ihr einfach nicht wo ich anfangen soll...
Am besten damit, dass sie mit einem riesigen Abstand der allerallerliebenswürdigste Mensch war, den ich kannte.

Man sagt zwar, dass jede Person einzigartig ist, aber Sammy war noch einmal eine Spur einzigartiger. Wirklich, ich habe nie jemanden gekannt, der so war wie sie.
Egal wie oft ich sie am Tag gesehen habe, es wurde nie langweilig, weil sie einfach die verrücktesten Ideen hatte, immer gut drauf war. Sie hatte ein Händchen dafür (wenn nicht sogar zwei) immer für gute Laune zu sorgen.
Wenn ich schlecht gelaunt war, konnte sie mich sofort aufmuntern, sie hat es wirklich immer wieder geschafft.
Und wahrscheinlich hat sie nicht einmal etwas dafür getan, sie hatte so eine enorme Lebensfreude an sich und alles so optimistisch gesehen.
Bei Sammy klang immer alles logisch, nichts war kompliziert oder so.

Sie war ein kleines Pferdemädchen, hat immerzu von ihnen erzählt. Ihr Pferd (einen Oldenburgerwallach) hat sie oft die Kween genannt, da er mindestens genauso einen an der Klatsche hatte wie sie.

Sammy konnte jede Geschichte auf eine so witzige Art und Weise rüber bringen, dass man schon aufgrund ihrer besonderen Wortwahl lachen musste.

Ich habe mich nie richtig mit ihr gestritten, da es einfach nie einen Grund dafür gab. Sie hat einen so akzeptiert, wie man ist, jede Meinung war für sie in Ordnung, sie hat nie gewollt, dass sich jemand für sich ändert oder man sich anpasst.
Sie hat nie rumgezickt, wie so viele andere Mädchen (vor allem in ihrem Alter), die gleich angepisst sind, wenn man einmal einen Scherz macht.

Und sie hatte dieses Talent, dass man sie auf Anhieb gern haben musste. Sie war eine so sympathische Person - man hat ihr vertraut und wusste man bereut es nicht.
Sie war wirklich immer für andere da, auch wenn es ihr selber bedeutend schlechter ging, und man konnte über jeden noch so unwichtigen Kram mit ihr reden.

Ich vermisse sie schrecklich
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  #337  
Alt 20.07.2014, 13:55
Stoerchin Stoerchin ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Liebe Catriota,

mein allerherzlichstes Beileid zum Tod Deiner kleinen Schwester. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie Du Dich fühlst, denn ich habe vor knapp einem Jahr meinen kleinen Bruder verloren.

Magst Du erzählen, woran genau Deine Schwester gestorben ist? Vielleicht magst Du auch im "Geschwister-Thread" lesen, den ich eröffnet hatte speziell für hinterbliebene Geschwister (aber auch gerne für alle anderen): http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=61423

Ich umarme Dich!

Herzliche Grüße
Störchin
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  #338  
Alt 26.07.2014, 14:19
trauermaus trauermaus ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Ich weiß überhaupt nicht richtig wie ich hier meine Gefühle zu Worte fassen soll.
Ich habe vor knapp 5 Jahren begonnen ein paar mal im Forum zu schreiben. Zu dieser Zeit kannte ich nur die Diagnose, die schmerzende Angst vor dem was noch kommen wird und diese Ungewissheit.
Ich habe die Bilder heute nach etwa 8 Jahren noch genau so im Kopf wie wäre es gesten gewesen als uns der Arzt sagte das mein geliebter Vater nur noch wenige Monate zu leben habe. Wie haben wir da gessen, so hilflos wir heulten so bitter, doch du saßt nur da. Du saßt nur da und wolltest nach hause zu deinen Enkeln. Nie werde ich vergessen wie schnell du dich damit "abgefunden" hast. Wie tapfer und stark du das alles gemeistert hast. Du lachtest oft drüber und machtest deine Witze. Wenn ich dich zu Chemo gebracht habe freuten sich die anderen Patienten weil du mit deinem Witz, Charme und Humor in diese Stille trauer und Angst ein wenig Spaß und Freude brachtest. Wie auch immer du das geschafft hast du brachtest euch zum Lachen. Wie war dein Spruch immer zu Ihnen? "Seid Gegrüßt Ihr Todgeweihten". Du warst so verrückt!
Wie hab ich dich dafür Bewundert.
Du warst immer der starke, immer gabs du anderen Kraft, warst immer Hilfsbereit und Zuverlässig.
Du hast es allen Ärzten zum trotz bewiesen das du mehr rausholen kannst. Dich hat es nicht Interessiert wieviel Zeit bleibt du hast dir noch ein wenig mehr Zeit genommen. Aus ein paar Monaten wurdendann geschlagene drei Jahre. Ich habe meinen Beruf aufgegeben um dich zu Pflegen. Ich war in den letzten Monaten bei dir. So oft habe ich in meinem Beruf Menschen sterben sehen und wusste was kommen kann. Doch jeden tag sah ich dich an und wusste das es bald passieren würde. Ich verschwieg Mama so viele Details die ich Ihr erst danach erzählte. Nur meine Schweter weite ich ein und die wusse was ich meinte. Man sah es dir an. Aus einem Muskelpacket wurde ein Mann der nicht mehr er selbst war. Du warst nur noch Haus und Knochen. Du fantasiertest und erzähltest von deinem ganzen Leben. Als du anfingst deinen verstorbenen Vater zu sehen wusste ich die Zeit ist da.
Ein Tag bevor du von uns gegangen bist hast du nochmal alles aus dir rausgeholt. Du bist aufgestanden und hast mit deiner Enkelin gekuschelt und natürlich eine geraucht. Was uns aber am nächsten Tag erwartete wollte keiner Wahrhaben. Wir liesen dich in den letzten Wochen nicht ein einziges mal alleine oder aus den Augen. Doch du suchtest dir genau den Zeitpunkt aus in dem Mama auf dem Sofa eingenickt war und ich kurz weg musste. Genau in diesen 15minuten bist du einfach eingeschlafen. Es war so schrecklich.
Selbst jetzt nach so viel Zeit weine ich beim schreiben dieser Zeilen. Ich habe nach so viel Zeit es immernoch nicht geschaft den Trauer zu verarbeiten. Es ist für mich immer noch genau so schlimm wie in den ersten Wochen nachdem du von uns gegangen bist.
Hier im Forum hab ich so viel gelesen was mir Kraft gab in vielen Momenten. Ich habe hier viel gelesen was mich zu Tränen gerührt hat, doch leider lindert nichts meinen Schmerz. Ich schreibe hier nach 4 Jahren das erste mal über diese Gefühle und diesen Schmerz. Nicht einen Tag früher habe ich es geschaft ohne dabei abzubrechen weil ich es nicht geschaft hätte diese Zeilen zu schreiben. Viele mögen sagen das diese art von Trauer krankhaft sei aber ich kann den Schmerz nicht lindern nach all den Jahren nicht.
Ich beneide jene die es schaffen die Kraft aufzubringen und diese Stärke haben die Trauer zu überwinden.
Ich finde überwinde ist das Falsche Wort um einen geliebten Menschen Trauert man ein Leben lang, jedoch fällt mir kein Wort ein das dieses Gefühl der Trauer beschreibt. Ich sehe an meiner Familie wie sie heute ganz normal darüber reden können. Ich kann es nicht ich weine bei der kleinsten Erinnerung an dich. Bilder kann ich bis heute keine ansehen.
ich möchte hier nicht den Eindruck erwecken das ich mitleid möchte, nein ganz und gar nicht. Ich möchte lediglich nach all den Jahren versuchen mich das erste mal zu öffnen. Das erste mal mir die Trauer und denn Schmerz von der Seele zu schreiben. Denn hier fühle ich mich damit am Richtigen Ort. Ihr wisst wie es mir geht. Ihr könnt mit mir fühlen. Nur hier hab ich das Gefühl nicht belächelt zu werden das ich nach dieser langen Zeit noch da sitze, über meinen Vater schreibe und dabei bitterlich weine.
Du warst so wundervoll und Tapfer.
Wenn du nur meinen Sohn kennenlernen hättest können!
Ich hoffe ich bin euch nun mit meinem Gewinsel nicht auf auf die nerven gegangen und danke all denen die meine Worte lesen.
Ich hoffe jedenfalls von Herzen das es irgendwo, irgendwann ein Wiedersehen gibt denn dann war meine Sehnsucht nicht umsonst.
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  #339  
Alt 07.08.2014, 22:02
Mamasengel Mamasengel ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Standard Mama fehlt so sehr, immernoch unfassbar
Hallo,

Ich bin neu hier, dachte ich melde mich mal an um vielleicht besser mit dem Tod meiner Mama fertig zu werden.
Da ihr alle mehr oder weniger das selbe durchlebt.

Erstmal möchte ich gerne loswerden was überhaupt passiert ist.
Letztes Jahr im Januar 2013 meine Mama wurde am 29.01 51 Jahre alt.
Im Februar hört sie plötzlich von einem Tag auf den anderen mit dem rauchen auf und geht nicht mehr ins Solarium ( sie war eine Leidenschaftliche Raucherin, hätte normalerweise nie mit dem Rauchen aufgehört).
Nachgefragt warum Sie nach 39 Jahren plötzlich aufhört sagte Sie, sie würde schwer luft kriegen es geht einfach nicht mehr. Und zu mir sagte Sie noch : Claudia geh bitte nicht mehr ins Solarium das ist nicht gut.
Wie sie plötzlich darauf kam weiß ich nicht. Bzw konnte Sie mir nicht erklären. Sie sagte es nur immer wieder.

Als es mit ihrer Atmung schlimmer wurde kam Sie im März über Ostern für 2 Wochen ins Krankenhaus. Nach den ganzen Untersuchungen hieß es erst Lungenfibrose und dann letztendlich COPD ( bei Rauchern nicht ungewöhnlich) . Wir waren heilfroh das es keine Fibrose war.Es wurden zahlreiche cts gemacht.
Seit dem sie im Februar mit dem rauchen aufhörte hatte Sie auch kaum noch Appetit , aß kaum noch.
Am 1.5 besuchte ich Sie, da sah Sie soweit gut aus, hatte abgenommen klar, aber soweit schien alles inordnung.
Am Muttertag 12.5 dann der Schock...wir besuchten Sie zusammen mit meinem Bruder...Sie öfnete uns die Tür und ich dachte ich fall um. Wesentlich stärker abgenommen und Beine blau ( sie sagte es kommt vom Kortison gegen das COPD, hab es geglaubt, ....wie blauäugig). Sie konnte nicht richtig laufen weil ihr der Körper schmerzte, sagte Sie. Mein Freund und Bruder wollten Sie ins KkH bringen, sie weigerte sich da Sie am nächsten Tag ein Termin bei ihrer Lungenärztin hätte.
Wir hatten Sie zu uns mitgenommen. Am nächsten Tag 13.05 war ich mit ihr bei der Ärztin, meine Mama sah mittlerweile Gelb aus. Die Ärztin gab uns eine Notfallüberweisung da es nicht normal sei was mit ihr los ist und wie sie aussah. Zumal fragte Sie uns was beim Orthopäden rauskam wo meine Mama nach dem Kkhaufenthalt im März hinsollte, da im Ct leichte Frakturen im Rücken gesichtet wurden ( was sich später als Metastasen rausstellte die sich durch die Knochen knabberten).
Angekommen in der MHH Medizinischen Hochschule Hannover als Notfall, verwies uns der zuständige Arzt nach 4 Std nach Hause da meine Mama nicht wie ein Notfall ( Schlaganfall etc) aussah Sie würden Sich melden.
Früh am nächsten Tag ging meine Tante mit meiner Ma zu ihrer Hausärztin um NUR ein Rezept zu holen, die sah meine Mama und veranlasste sofort eine Blutabnahme mit Eilpost ins Labor. Um 18 Uhr waren Sie wieder da um das Ergebnis mitgeteilt zu bekommen. Blutwerte ganz ganz schlecht Verdacht auf Tumor/Krebs. Sie wurde ins Khh gebracht.
Das war der 14.5 .
Da gings los Verdacht auf Leukämie, die eine Ärztin sagte ihrer Mutter gehts bald wieder gut. Jaaa genau. Es wurden vom hals bis zum darm gefühlte tausend cts gemacht.
Ihr ganzer Rücken war voller Metastasen. Primärtumor nicht auffindbar.
Uns wurde gesagt sie wird palliativ behandelt ( was das hieß bzw wie ernst es war konnte ich mir nicht vorstellen). Es wurden 2 Darmspiegelungen gemacht, weil sie verdacht auf Darmkrebs war. Dies konnten Sie dann auch ausschließen. Der Arzt sagte dieser Krebs ist sehr aggressiv und bereitet meiner Mama unheimliche schmerzen. Meine Mama war in der Zeit leicht neben der Spur ( wusste nicht das sie starke Schmerzmittel bekam) habe meine 51 jährige Mutter gewaschen,geduscht, ihr die Zähne geputzt alles. Als ob Sie alt und gebrechlich wäre.
In der letzten Woche ihres Lebens um den 28.5 rum wurde Sie auf ein Einzelzimmer gelegt wegen den Keimen Ansteckungsgefahr, da ihr Immunsystem stark befallen war. Am Freitag. 31.5 bekam Sie ihre erste Bestrahlung. In der Zeit wurde Sie künstlich ernährt. Ich war täglich da, wollte eine Patientenverfügung über sie, die Ärzte sagten das tut bei meiner Mutter nicht not. Sieht nicht so schlecht aus. Am Samstag und Sonntag 1 u 2. Juni besuchte ich Sie auch, da aß sie sogar bisschen Banane und Joghurt. Ich dachte Wow endlich.... es geht bergauf (Obwohl ihr Thrombozyten Haushalt durch die Bestrahlung sehr schlecht aussah und Sie viele Blutkonserven bekam). Ich sagte ihr ich müsste Montag wieder arbeiten ( war seit mitte mai krank geschrieben) aber würde Dienstag bei Ihr schlafen. SIE freute sich und wollte sogar das ich chips mitbringe.
Am Montag ging es mir schlecht da ich Sie nixht besuchen konnte. Mein Bruder und mein Freund waren Montag abends da und sagten Sie sah noch nie so schlimm aus wie heute. Ein Arzt mit dem Sie Abends sprachen sagte wäre es seine Mutter würde es Sie in ein Hospiz bringen. Nachdem mir das mein Freund erzählte wollte ich Montag abend s noch hin. Er sagte morgen fahren wir gleich früh hin.
Dienstag morgen, ich schaltete mein Handy an. 3 anrufe in Abwesenheit. Mailbox... ich hörte Sie ab.. meine Tante : verdammt nochmal kann mal einer an sein scheiß Handy gehen. Doktor Papenburg hat angerufen Uta ist heute früh verstorben! !!
Schock, unglaublich, NEIN das darf nicht sein. Ihr ging es am Wochenende besser hat gegessen. NEIN NEIN NEIN NEIN. Genau 3 Wochen vom 14.05.13 04.06.13
Dienstag auf Dienstag. Die Schwester sagte um 5 Uhr war Sie noch wach. Um 7 Uhr zum Schichtwechsel war Sie tot. IHRE UHR zu hause ist um 5.20 stehen geblieben.
Die Ärzte fragten meinen Bruder und mich ob es zur Obduktion kommen soll. NEIN wir konnten es nicht zulassen. Ich sah sie regungslos mit halboffenen Augen und Mund da liegen... es ging nicht.
Welcher krebs es war...ich weiß es nicht.
Auf jedenfall kommt es mir vor als wäre Sie nur vereist... kommt bald wieder.
Ich bin jetzt 25. Habe vor 3 Wochen geheiratet . Ohne Mama. Sie hatte noch keine Enkel, war noch nie im Urlaub. Hat keinen ihrer 3 Kinder heiraten gesehen.
Sie fehlt.
Danke falls es jemand liest. Musste es mal loswerden.
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  #340  
Alt 04.09.2014, 19:09
aivlys29 aivlys29 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Hallo ihr lieben ....
Ich lese voller Aufmerksamkeit eure beiträge..und mir kommen die tränen..
auch ich hab einen geliebeten menschen verloren, meine Mama im alter von 52 jahren! am 20.08.2014 ist sie ganz friedlich eingeschlafen, und hatte zum schluss die menschen bei sich die ihr wirklich wichtig waren..
ich muss dazu sagen das meine Mama an Leberzirrhose und diversen anderen Baustellen gestorben ist! ich hoffe ich tarf meine geschichte und meinen schmerz trotzdem mit euch teilen... es tut gut zu wissen dass man nicht allein damit ist! meine Mama war Alkoholikerin, und wir hatten vor zwei jahren den kontackt abgebrochen... dann , dann die schockierende Nachricht , Mama hat Leberzirrhose , chronische bauchspeicheldrüsn endzündung, divertikulitis und und und, wir haben sie im Krankenhaus besucht, ich mein bruder und mein vater...
ich bin soooo erschrocken, sie war so dünn und gelb und sah aus wie eine alte frau...
zwei tage darauf fing das leberkoma an, wir blieben bei ihr um ihr beizustehn, und ein wunder geschah Mama wachte wieder auf und war zurück... es begann ein trotz Krankheit wunderschönes dreiviertel jahr! Mama war so optimistisch, hat nie geklagt, hat ihren Alkoholiker freund verjagen und gesagt die kinder sind ihr das wichtigste!! ich gab meine arbeit auf um mit ihr zeit zu verbringen und für sie da zu sein wir wussten auch da schon das die zeit die wir haben begrentzt ist! und so gab sie mir einige zeit zurück , die wir als mutter tochter gespann wegen dem gemeinen feind Alkohol verpasst haben.. sie war mir nochmal eine tolle mutter und wir habm uns gegenseitig die liebe gegeben die uns gefehlt hat in all den jahren! und so war sie die tollste Mama! dann 10 tage bevor sie gestorben ist kam ich in ihre Wohnung wie jeden tag, und sie war sehr verwirrt so dass ich und mein bruder einen Krankenwagen gerufen haben, das war montag, ich war jeden tag bei ihr, am donnerstag mussten wir mit ihr noch runter eine rauchen im Rollstuhl! sie war so schwach, ich musste ihr die zigarette zum mund hinhalten, ich hätte alles gemacht damit sie noch ein bisschen glücklich sein durfte! als ich und mein bruder nach hause gingen sagte sie noch dass sie uns lieb hat uns beide ..
am darauffolgenden tag war sie nicht mehr ansprechbar, und war bereits im koma...bis mittwoch wichen wir ihr nicht von der seite! sie hatte so ein starkes herz! am mittwoch dann wir waren alle bei ihr ich mein bruder und meine zwei Patentanten.. zuerst verabschiedete sich mein bruder und dann ich, ich hab ihr gesagt wie lieb ich sie habe und ich stolz bin so eine mutter zu haben und sie immer auf mich aufpassen soll, und wir uns ineiner anderenwelt wieder sehn und ich ihr von herzen danke was sie uns bis zu letzt gegeben hat dann drehte ich mich um schaute zurück ein Atemzug, zwei atemzüge, mein vater legete ihr noch die Hand auf die wange noch ein Atemzug... und sie hatte es geschafft! Mama lag da, und ihr brustkorp bewegte sich nicht mehr.... heute zwei Wochen nichtmal danach fang ich an zu realisieren, was für ein geschenk sie uns noch gemacht hat nämlich noch ein bisschen zeit mit unseren geliebten mamma zu hsben! ich hab soooo viel gelernt von ihr! nämlich auf was es zum schluss ankommt! dass die Familie das wichtigste ist und Mama bleibt Mama! für immer und die liebe bleibt jetzt für immer ! das was sie mir noch geschenkt hat , kann mir keiner mehr nehmen!

wo immer du auch jetzt bist mein mamileee du musst nicht mehr leiden,
ich liebe und vermisse dich


sooo so viel zu meiner geschichte ! ich weiss langer text.. danke
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  #341  
Alt 24.05.2020, 19:22
Marina72 Marina72 ist offline
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Standard AW: Du fehlst mir, und ich möchte von Dir erzählen

Diesen Thread möchte ich gerne wieder nach vorne holen.

Ich möchte von meinem Papa erzählen, den ich vor wenigen Wochen verloren habe.

Er hatte Speiseröhrenkrebs. Er wurde erfolgreich operiert, erlitt dann aber eine Lungenentzündung, von der er sich nicht mehr erholte.

Dennoch völlig überraschend erhielt meine Mama aus der Klinik die Nachricht von seinem Tod.

Er fehlt mir so. Ich weine soviel und möchte doch für meine Mama stark sein. Ich habe noch eine Schwester, der es genauso geht. Ich möchte am liebsten jedem, dem ich begegne, von meinem Papa erzählen. Ich kann es nicht fassen, dass er nicht mehr da ist.
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