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  #1  
Alt 26.02.2020, 23:35
lotol lotol ist offline
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Beiträge: 687
Standard Sterbehilfe in der BRD: Korrektur eines unerträglichen Mißstandes

Hallo,

zum Thema zunächst mal das hier:
https://www.spiegel.de/panorama/just...c-f7098f1aaa67

Natürlich gibt es - wie zu allem - auch unterschiedliche Sichtweisen zur Sterbehilfe.

Gegensätzliche jedoch meistens nur von Leuten, denen Einzelschicksale völlig egal sind und die auch anscheinend nicht den Art.1 des GG der BRD kennen:
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_1.html

Aus meiner Sicht beinhaltet die Unantastbarkeit der Würde des Menschen selbstverständlich auch, daß jeder uneingeschränkt mit seinem Leben verfahren kann, wie er das will.
Selbst, wenn er das durch Suizid beenden will, ist das ausschließlich seine Sache.

Das sah ich schon immer so - nicht erst, nachdem sich in mir ein Lymphom "breitmachen" wollte.

Dennoch ist es besonders für alle Krebskranken sehr erfreulich, daß nun eine höchstrichterliche Entscheidung bzgl. Sterbehilfe getroffen wurde.

Dabei denke ich v.a. an die Krebskranken, die vielleicht gar keine Angehörigen mehr haben, die ihnen den "letzten Dienst" leisten können, wenn sie das evtl. nicht mehr selbst tun können.

Liebe Grüße
lotol
__________________
Krieger haben Narben.
---
1. Therapie (2016): 6 Zyklen R-CHOP (Standard) => sehr gute Remission.
Nach ca. 3 Jahren war aber ein Rezidiv feststellbar. Was zur nächsten Therapie führte.

2. Therapie (2019/2020): 6 Zyklen Obinutuzumab + Bendamustin => wieder komplette Remission.
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  #2  
Alt 27.02.2020, 09:39
Rispe Rispe ist offline
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Registriert seit: 26.04.2016
Beiträge: 53
Standard AW: Sterbehilfe in der BRD: Korrektur eines unerträglichen Mißstandes

Hallo lotol, Danke, dass Du Dich zu diesem wichtigen Thema geäußert hast und auf weiterführende Informationen verweist. Für mich bedurfte es nicht erst der amtlichen Festellung des obersten Gerichtshofes, dass ich das Recht habe, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen und gegebenenfalls auch zu beenden, wenn ich das für nötig betrachte. Und zwar in jeder Situation meines Lebens. Denn es ist meins. (Gefängnis für Tote gibt es ja meines Wissens noch nicht.) Mein Leben unterliegt meiner Verantwortung. Diese, ja diese Gesellschaftsordnung trichtert mir das ja immer wieder ein. Insofern ist das, was derzeit so hochgelobt wird, keine wesentliche Errungenschaft. Es hat nur ein Richter in roter Robe (Mittelalter) auch mal sprachlich angemessen ausgesprochen.
Ich habe lediglich Bedenken, dass das "Geschäft mit dem Tod", das jetzt richterlich sanktioniert ist, zu Auswüchsen führt, weil Kontrolle in dieser Gesellschaft sehr oft versagt. Es werden wahrscheinlich wieder nur die Begüterten sein, die sich das humane Sterben leisten können. So gesehen ist der Richterspruch für mich ein unvollendeter.
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