![]() |
|
|
|||||||
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Ansicht |
|
#1
|
|||
|
|||
|
Liebe Community,
da uns hier bereits substantiell 2011 geholfen wurde, wende ich mich nun wieder an Euch, da wir recht frustriert sind. Zur Vorgeschichte meines Vaters: 2009 COPD diagnostiziert 2011 Larynxkarzinom (an einer Stimmlippe) – es war noch unter T1; wurde im CT entdeckt nachdem er monatelang vom Hausarzt und Lungenarzt wegen Husten und Heiserkeit behandelt wurde. Durch Eure Tipps kamen wir sehr schnell in die Kopf-Klinik-Heidelberg und dann dort in die Krebskonferenz, in der wir mit Onkologen, Chirurgen, Strahlentherapeuten die Vor- und Nachteile der Behandlungsmethoden besprechen konnten. Chirurgisch war in seinem Fall sinnvoller und der in der Krebskonferenz anwesende Oberarzt/Chirurg aus der Kopfklinik bot auch an ihn zu operieren. Ein hervorragender Arzt, fachlich top als Chirurg (man konnte nach der OP nicht mehr feststellen an welcher Stimmlippe geschnitten wurde) und als Mensch einfach außergewöhnlich großartig; obwohl wir tagsüber bei meinem Vater in der Klinik waren, rief uns der Oberarzt jeden Abend an um den Stand der Genesung durchzugeben. Dank Euch haben wir diesen Arzt gefunden. 2021 Sono beim Nephrologen: Nieren- und Leberzysten, suspektes in Prostata, Niereninsuffizienz In den Jahren nach 2011 stellte man eine Raumforderung in Glandula Parotis (Ohrspeicheldrüse) fest, die man in der Kopfklinik 1xjährlich mittels CT und Sono beobachtete, da eine OP zu früh bzw. mit sehr wahrscheinlichen Gesichtsnervverletzungen einhergegangen wäre. Seit 2016 ist mein Vater nun nicht mehr bei Kontrollen, Lungenarzt etc. gewesen. Ende Dezember 2025 haben wir nun ein CT von Kopf/Hals bekommen durch seine neue Lungenärztin (hat ihre Praxis in einem MVZ angeschlossen an ein Kreiskrankenhaus). Ergebnis: - Raumforderung Glandula parotis ist größer geworden ca. 2x1,5 cm - Bronchialkarzinom in einem unteren Lungenlappen mit ca. 2x1,7 cm - Bauchaortenaneurysma mit 54mm in größter Ausdehnung Die Besprechung bei seiner Lungenärztin wurde von ihr eingeleitet mit ‚sie sind ja nun schon sehr alt (84) und haben ihr Leben gelebt, wollen sie überhaupt noch etwas machen, und wir können es auch auf sich beruhen lassen und in 3 Monaten nochmal kontrollieren‘. Mein Vater will zumindest eine solide Diagnostik aufgrund derer wir die Therapieoptionen sondieren können und dann eine Entscheidung treffen. Und sein Alter finde ich ein ganz schwaches Argument jetzt gar keine Diagnostik zu machen; in seiner Familie wurde man trotz vieler (lebensverkürzenden) Erkrankungen sehr alt, ein Familienmitglied wird dieses Jahr 101 bei vollem Verstand und Lebensfreude. Die Lungenärztin hat lediglich das Zugeständnis gemacht, daß er eine Biopsie des Lungenkarzinoms machen lassen soll und eine Lungenspiegelung (laut ihr um zu sehen ob Schleim in der Lunge ist – was wir bereits wissen das das der Fall ist durch COPD und schwere Coronaerkrankung 2022). Mein Vater will keine Biopsie, da er die Risiken durch seine sonstigen Erkrankungen kennt. Wir sind mit diesem Vorgehen nicht zufrieden. Eine Biopsie bringt lediglich die Erkenntnis ob gut- oder bösartig, wobei durch die Darstellung im CT schon recht wahrscheinlich ist, das das Ding bösartig ist. Und dann wissen wir immer noch nicht, ob bei seinen Auffälligkeiten in anderen Körperregionen, irgendwo Metastasen/weitere Tumore etc. sind. Sie lehnt sowohl ein Labor (was in der Leitlinien Lungenkarzinom als Standard steht) ab, als auch ein Ganzkörper PET/CT bzw. Ganzkörper PET/MRT. Einen Termin zum PET/CT bzw. PET/MRT könnte ich ja selber ausmachen; eine (in dieser Phase nutzlose) Sono von Glandula parotis soll ich auch noch bei irgendeinem niedergelassenen HNO machen lassen (da bekäme ich erst in Monaten Termine wenn ich überhaupt einen Arzt finde, der Neupatienten aufnimmt; da wüssten wir dann aber auch nciht mehr als jetzt schon). Wir sind dermaßen frustriert, daß hier zum einen nicht wenigstens die Diagnostik-Abläufe der Leitlinien gemacht werden und zum anderen, daß irgendwie keiner den Zeitfaktor im Auge hat. Bevor Einwände bzgl. „Biopsie ist schon auch Standard“ kommen: Eine Biopsie kann umgangen bzw. ausgelassen werden, wenn das Risiko unverhältnismäßig ist. Das ist der Fall durch seinen Allgemeinzustand, sein Lungenemphysem u.v.m. Habt ihr mir einen Rat, einen Tip, wo ich einen verantwortlichen Arzt finde, der hier die Zügel mal ganz schnell in die Hand nimmt, damit wir zumindest eine umfassende Diagnostik bekommen und nicht erst in ein paar Monaten, wenn das Karzinom weiter gewachsen ist (oder zu streuen anfängt, wenn es das nicht schon hat). Auch unbeantwortet von Phlebologe, Pneumologe u.a.Ärzten ist, daß seit Jahren die D-Dimer-Werte signifikant steigen; in Nov 2025 bei 12,24mg/l. Damals 2011 mit seinem Larynxkarzinom hatten wir durch Eure Tips das wahnsinnige Glück gleich an die richtigen Ärzte gekommen zu sein, daß wir unter T1 einfach wahnsinnig viele Optionen hatten - und seine Stimme ist durch den minimale Abtragung die chirurgisch noch möglich war, voll erhalten geblieben, keine Schluckbeschwerden, Heiserkeit oder sonst irgendwelche Nachwirkungen. Viele Grüße&herzlichen Dank Geändert von Sottel (19.01.2026 um 02:35 Uhr) |
![]() |
| Lesezeichen |
| Stichworte |
| diagnostik, lungenkarzinom, parotistumor, peripher |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|