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  #106  
Alt 24.07.2020, 10:24
Niesschen Niesschen ist offline
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Hallo!

Wie geht es euch bzw. euren Angehörigen?

Mir geht es sehr gut. Ich bin fit, schaffe alles wieder wie früher.
Trinken klappt auch super, zum ersten Mal ohne Probleme. Essen geht auch schon ein bisschen, darüber bin ich sehr glücklich! Die Sondenernährung konnte ich schon ein wenig runterschrauben und ich habe ein paar Kilo zugenommen.
Ich bereue gar nicht, dass ich die Chemo abgelehnt habe. Mir geht es endlich mal richtig gut. Ich hoffe sehr, dass bei den nächsten Untersuchungen keine böse Überraschung kommt. Dann würde ich nämlich endlich wieder ein bisschen arbeiten gehen.

Obwohl ich auch sagen muß, dass ich mich nicht besonders sicher fühle trotz Nachsorge. Denn 2 Tage bevor die Metastase bei der OP entdeckt wurde, war ich im CT und da wurde die Metastase nicht gesehen. Wie kann das sein?
Das muß ich beim nächsten Besuch beim Onkologen Mal fragen.

Ich wünsche euch alles Liebe und einen schönen Tag!

Liebe Grüße
Niesschen
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  #107  
Alt 09.08.2020, 05:48
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Honigtopf Honigtopf ist offline
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Hallo!

@Niesschen
Wie schön, dass es dir endlich ein bisschen besser geht!!! Das freut mich sehr!
Seit du geschrieben hast, sind ja bereits 3 Wochen vergangen- wie sieht es inzwischen aus und was sagen die Ärzte?


Meinem Vater geht es leider nicht gut. Die Chemo nach der OP (bis Anfang März) hat ihn umgehauen, seither wird es immer schlimmer. Seine Schilddrüsenwerte waren in den Keller gegangen, Kreislaufprobleme häuften sich, Herzmedikamente wurden umgestellt, der Defi hatte angeschlagen... Er war inzwischen noch zweimal im KH, jedes Mal danach ging es ihm schlechter als vorher.
Er hat keine Lust mehr zu essen, meint, es ginge nicht, und nimmt immer mehr ab.
Mittlerweile gehen wir davon aus, dass sein jetziger schlechter Zustand mit der Umstellung seiner Herztabletten im Zusammenhang steht und überhaupt auch mit der Vielzahl der Tabletten, die ihm auf den Kreislauf schlägt. Er kriegt auch sehr schlecht Luft. Zudem nimmt er Opiate, da er seit seines ersten KH-Aufenthalts nach der letzten Chemo mit unheimlich starken Schmerzen im oberen Rücken zu tun. Irgendwie ist das alles zu viel...

Momentan benutzt er Zuhause einen Rollator, da er auch schon mal hingefallen ist.
Morgen möchte er nochmal mit seinem Hausarzt reden, fragen, ob man die Herzmedikamente nicht wieder so einstellen kann, wie sie seit 30 Jahren eingestellt gewesen sind. Vielleicht ist das ja des Rätsels Lösung.
__________________
LG

Honigtopf
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  #108  
Alt 10.08.2020, 10:49
Niesschen Niesschen ist offline
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Hallo!

Honigtopf, dass es deinem Vater so schlecht geht tut mir sehr leid. Ich habe die Chemo nach der OP auch unheimlich schlecht vertragen. Es dauert eine Zeit bis man sich erholt. Besonders wenn noch zusätzliche Erkrankungen dazu kommen. Hoffentlich nützt das Gespräch mit dem Hausarzt.
Vielleicht wäre eine Reha doch nicht schlecht. Man lernt viel über die Ernährung und wird ärztlich gut betreut.



Meine Blutwerte sind leider nicht so gut. Der CEA Wert ist sehr hoch. Jetzt mache ich mir natürlich Sorgen. Nächste Woche ist CT und Gastroskopie, das Gespräch erst übernächste Woche. Früher ging nicht. Bis dahin versuche ich mich einigermaßen zu entspannen aber Abends kreisen die Gedanken .

Ich habe keine Lust auf Chemo oder sonstige Therapien. Naja, mal abwarten. Ich weiß, dass Tumormarker nicht sehr zuverlässig sind.
Ich wünsche euch alles Liebe!
Niesschen
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  #109  
Alt 11.08.2020, 07:27
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Honigtopf Honigtopf ist offline
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Hallo Niesschen,

es tut mir leid zu hören, dass deine Blutwerte nicht so gut sind! Kann mir vorstellen, wie die Gedanken dann sofort wieder kreisen... :-(

Ein herzliches Dankeschön von meinem Vater soll ich dir ausrichten. Alleine schon die Gewissheit, dass es vielleicht „normal“ ist, die Chemo nach der OP schlechter zu vertragen, hat ihn wieder ein wenig beruhigt.
Die Herzmedikamente sind wieder umgestellt, denke, dass man dann spätestens Ende der Woche merken sollte, ob er besser Luft bekommt (so war es zumindest früher schon mal, nachdem ein ungläubiger Arzt partout neue Medikamente verschrieben hatte und es meinem Vater daraufhin fürchterlich schlecht gegangen war. Keine 3 Tage nach der Umstellung auf die alten Medikamente war er wieder der Alte).

Einer Kur gegenüber ist er mittlerweile aufgeschlossen, hat sogar schon einen Termin für Anfang November. Er steht auch auf der Warteliste, allerdings fühlt er sich momentan nicht in der Lage, Reha-Maßnahmen wahrzunehmen, ist daher ganz froh mit dem November-Termin.


Ich drücke dir die Daumen für nächste und übernächste Woche!!!
__________________
__________________
LG

Honigtopf

Geändert von gitti2002 (Gestern um 12:43 Uhr)
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  #110  
Alt Gestern, 11:46
monika.f monika.f ist offline
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Liebe Niesschen,
Zitat:
Zitat von Niesschen
Denn 2 Tage bevor die Metastase bei der OP entdeckt wurde, war ich im CT und da wurde die Metastase nicht gesehen. Wie kann das sein?
Das muß ich beim nächsten Besuch beim Onkologen Mal fragen.
Sie war doch sehr klein? Vielleicht zu klein fürs CT? Alles Gute für deine Untersuchungen nächste Woche! (Ich habe am Mittwoch die nächste Spiegelung.)

Liebe Grüße,
Monika

Liebe Honigtopf,
Zitat:
Zitat von Honigtopf
Einer Kur gegenüber ist er mittlerweile aufgeschlossen, hat sogar schon einen Termin für Anfang November. Er steht auch auf der Warteliste, allerdings fühlt er sich momentan nicht in der Lage, Reha-Maßnahmen wahrzunehmen, ist daher ganz froh mit dem November-Termin.
(Könnten die Rückenschmerzen vom erhöht Schlafen in Rückenlage kommen? Hatte ich eine Zeit lang nach der OP, bis ich wieder auf der Seite liegen konnte.)

Auch von mir alles Gute für dich und deinen Vater!

Liebe Grüße,
Monika

Geändert von gitti2002 (Gestern um 12:42 Uhr) Grund: zusammengeführt
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  #111  
Alt Heute, 05:36
Cordula1967 Cordula1967 ist offline
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Beiträge: 1
Standard AW: Adenokarzinom 5cm/ T3, N1, M0

Hallo ihr Lieben,

seit einigen Tagen verfolge ich nun bereits eure Beiträge und wage mich nun endlich einmal aus dem Schatten der stillen Beobachterin.

Auch bei mir wurde bei einer Magenspiegelung ein Adenokarzinom am Übergang zum Magen entdeckt.
Am 22.06. fing für mich die Welt an, anders zu drehen.

Welch ein Schock, die mitleidigen Blicke der jungen Ärztin und ihre Aussage ´siesinddochnochsojung' zog mir alles unter den Füßen weg. Dann das Googeln im Krankenzimmer und das Ergebnis einer Überlebensprognose von 20% für die nächsten 5 Jahre. Von meinem Lebenspartner wollte ich mich direkt trennen, für meine Kinder schrieb ich bereits in Gedanken kleine Briefe zu ihren wichtigsten Lebensabschnitten, Geburtstagsgrüße bis zur Volljährigkeit, Glückwünsche zum
Abitur (Wie soll der das ohne mich schaffen? ), Hochzeit, Geburt des 1. Kindes ...
Zwei Tage später wusste ich, dass ich nach der 1. Tumorkonferenz noch eine Zweitmeinung bei Frau Dr. B in Köln einholen möchte und bin nun in der 3. Woche der neoadiuvanten CROSS-Therapie vor der bevorstehenden Magenresektion an der Uniklinik Köln.
Ziemlich viel in kurzer Zeit.
Nicht viel Luft geholt.
Aber optimistisch, und das nicht zuletzt vor allem auch wegen eurer vielen positiven, Mut machenden Beiträge.

Ich danke euch dafür! Weiter so, ich mache mit!

Liebe Grüße
Cordula
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