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  #1  
Alt 13.01.2006, 16:56
Petra66 Petra66 ist offline
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Beiträge: 29
Standard Brustknoten / Unklarer Befund

Hallo, ich bin hier neu im Forum und hoffe, dass Ihr mir vielleicht einige Ratschläge geben könnt, was richtig und was falsch ist.

Mein Fall, bin knapp 40 Jahre alt, familiär nicht vorbelastet:
Nov. 2005 eigener Tastbefund links, weicher, verschiebbarer Knubbel links
27.12.05 Frauenärztin tastet nicht, aber strangförmige Verhärtung links -> Überweisung Radiologie
06.01.06 Mammographie/Sonographie,
Mammo kein Befund
Sono: 17mm großer, eher semmelförmiger ovaler Herd links mit nicht ganz scharfen Begrenzungen,
Beurteilung: am ehesten spricht der Befund für ein Fibroadenom. Es sollte jedoch eine histologische Abklärung erfolgen. ACR 3, Bi-RADS 3 links, BI-RADS 3 rechts.
Rechts hatte ich eigentlich keinen Knoten festgestellt!!!
11.01.06 Brustzentrum DD-Friedrichstadt
Der vorliegende Radiogie-Befund sollte abgeklärt werden. Zunächst erneut Ultraschall gemacht. Im Ultraschall konnte die Ärztin nichts finden und hat noch eine Kollegin zu Rate gezogen, die auch zur gleichen Erkenntnis kam. Getastet wurde der Knoten aber.
Der Chefarzt der Frauenklinik hat nun abschließend in der Sprechstunde den "Knubbel" bei mir auch ertasten können. Daraufhin hat ihn auch die leitende Oberärztin gefunden (2. Versuch). Der Chefarzt meinte, falls er mich beunruhigt, sollte der Knoten entfernt werden. In der Mammographie ist auf den Bildern der Radiologin jedoch nichts zu sehen, so auch seine Einschätzung.
Wir haben uns zunächst auf weitere Beobachtung festgelegt, da ich Angst vor einer überstürzten OP habe.

Meine Fragen:
Können zwei so verschiedene Aussagen beim Ultraschall auftreten?
Reicht nun die Beobachtung per Ultraschall in ca. 3 Monaten aus oder sollte der Tastbefund doch lieber gleich entfernt werden?
Stanzbiopsie wäre laut Chefarzt nicht möglich, da im Ultraschall nichts zu sehen war. Ich persönlich möchte eine evtl. unnötige OP mit Vollnarkose vermeiden. Wenn OP, gibt es eine Möglichkeit, doch ambulant ohne Vollnarkose zu operieren, Vakuum-Biopsie?
Sollte ich noch eine andere Radiologie gehen oder in die, wo der Knoten mit BI-RADS3 festgestellt wurde? Reicht US in 3 Monaten aus??? Bringt ein MRT etwas bei mir?
Wenn doch Brust-OP, wo sollte ich im Raum Sachsen hingehen? Habe nun einfach Angst, weil ich total verunsichert bin.

Ein Befund, zwei verschiedene Diagnosen. Könnt Ihr mir Ratschläge geben, wie Ihr das seht und was Ihr tun würdet? Vielen lieben Dank im voraus. Petra
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  #2  
Alt 13.01.2006, 18:43
Benutzerbild von Monika Rasch
Monika Rasch Monika Rasch ist offline
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Standard AW: Brustknoten / Unklarer Befund

Liebe Petra,
ich habe dazu eine eigene Meinung.
wenn Du einen Knoten in der Brust hast, raus damit.
Egal was es ist, er hat da nichts zu suchen.
Bei mir selber war es so, dass ich den Knubbel gut fühlen konnte, aber auf den Aufnahmen war nichts Knotiges zu sehen, und im Ultraschall war nur eine Zyste zu sehen.
Und trotzdem habe ich den Knoten ( nach ca. 3 Jahren-weil ich auch immer nachgefühlt habe und es mich wirklich lange beunruhigt hat) auf eigenen Wunsch entfernen lassen, und dieses Mistding war bösartig.
Name : DCIS , hoch hormonempfindlich, G3 (schnellwachsend), und noch andere ungünstige Faktoren( Her2neu+++).
Allerdings noch nicht invasiv gewachsen, also bin ich wirklich noch mit einem blauen Auge davongekommen.
Therapie: Op, Nachresektion, Bestrahlung, Antihormontherapie bis jetzt.
Ich bin froh, dass ich auf mich selber gut aufgepasst habe.

Und wenn es dann bei Dir wirklich nur ein Fibroadenom ist, um so besser
Glaub mir, Du fühlst Dich besser, wenn du weisst, was es war.
__________________
Mein Ehemann Georg+36jährig+1988(NHL)
Mein Liebster Joachim+42jährig+1997 (kleinzell. Bronchial Ca.)
Ich : 2002 DCIS re.Mamma, operiert, bestrahlt, AHT
Meine Schwester Heike +2011(Bronchialca)
Unsere Mama +2013(operiertes Glioblastom, Nierenversagen bei Temodal Therapie)
Meine Schwester Sandra(45),TN mamma Ca.metastasiert, +21.11.2015
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  #3  
Alt 13.01.2006, 18:59
Benutzerbild von Caroline3
Caroline3 Caroline3 ist offline
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Standard AW: Brustknoten / Unklarer Befund

Liebe Petra,

ich stimme Monika voll zu, lass das Ding entfernen. Auch ich bin fast 9 Monate mit einem Knoten, der ständig wuchs, rumgelaufen und meine Gyn sagte immer, das sei nichts Schlimmes. Dann habe ich den Arzt gewechselt und siehe da...eine Woche später war klar, dass ich BK habe!
Zum Glück hat die Therapie gut angeschlagen, und ich hatte auch noch keine Metas...
Bestimmt bist du erleichtert, wenn das Ding raus ist und du Sicherheit hast!
Alles Liebe,
Caroline
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  #4  
Alt 13.01.2006, 19:15
Petra66 Petra66 ist offline
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Standard AW: Brustknoten / Unklarer Befund

Hallo Ihr beiden, das ist lieb, dass Ihr mir gleich geantwortet habt. Am Dienstag bespreche ich den Befund mit meiner FÄ und soll ja laut Empfehlung Brustzentrum in 3 Monaten wieder zum US, sollte ich da einen anderen Radiologen aufsuchen oder den, der den Knoten festgestellt hatte. Vielleicht hat er sich geirrt, sollte ich eine andere Meinung einholen?
Wenn dann Knoten erneut da, gibts auch eine OP ohne Vollnarkose? Vakuum-Bipopsie?
Liebe Grüße Petra
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  #5  
Alt 14.01.2006, 00:32
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Rubbelmaus Rubbelmaus ist offline
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Beiträge: 1.808
Standard AW: Brustknoten / Unklarer Befund

Hallo Petra,

mein Knoten war jahrelang nur als Verdickung die mir weh tat zu tasten, aber auf keinem Ultraschall oder Mammografie zu sehen. Es hiess immer nur, vielleicht ein Zyste und ich bekam Östrogensalbe zum drauf schmieren. Als man dann endlich durch Zufall im Ultraschall die befallenen Lymphknoten festgestellt hatte, war der Tumor bereits 8 cm gross und hatte schon eine 3 cm grosse Metastase an den Rippen gestreut. Man sah auf der Mammografie bis zum SChluss nichts! Erst eine Stanzbiopsie hat dann Klarheit gebracht.

Ich kann nur raten, weg mit dem Ding, sicher ist sicher!

Grüsse
Rubbelmaus
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  #6  
Alt 14.01.2006, 17:30
Benutzerbild von Caroline3
Caroline3 Caroline3 ist offline
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Ort: Berlin
Beiträge: 213
Standard AW: Brustknoten / Unklarer Befund

Liebe Petra!
Ich denke mal nicht, dass man den Knoten unter lokaler Betäubung rausnehmen kann. Eine Biopsie wird aber unter Lokalanästhesie gemacht.
Wichtig ist, dass du Vertrauen hast zu den Ärzten, die dich behandeln.
In jedem Fall würde ich nicht drei Monate warten, sondern deine Gyn bitten, dich zu einem kompetenten Arzt zu schicken!
Ich wünsche dir alles Liebe,
Caroline
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