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Alt 09.05.2021, 22:24
Benutzerbild von Junimond
Junimond Junimond ist offline
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Frage Bitte um Hilfe: Unklare Raumforderung - Sarkomzentrum oder Chirurg?

ich hoffe, dass ich hier eventuell jemanden antreffen kann, der mir bei meiner Entscheidung helfen kann - auch wenn hier aktuell scheinbar nicht mehr so viel los ist. Ich bin gerade etwas verloren und habe Angst - und Angst ist wahrscheinlich kein guter Berater.

Zu meiner Vorgeschichte: Vor zwei Monaten habe ich mich am Nacken massiert, ehrlich gesagt ziemlich doll da rumgedrückt und -gezogen. Zwei Tage später fiel mir eine kleine Beule auf, ich dachte zuerst an eine Muskelverhärtung und habe wieder rum massiert (statt es einfach in Ruhe zu lassen - könnte mich jetzt wirklich schwarz ärgern). Dann wurde die Schwellung stärker und es waren fortan zwei kleine Knubbel am Nacken zu sehen (rechts neben der Wirbelsäule, ungefähr 4 cm unter halb des Haaransatzes). Habe gehofft, dass die Knubbel weggehen, wenn ich sie in Ruhe lasse, dem war aber leider nicht so.

Ich bin dann also zum Internisten gegangen, der getastet und Ultraschall gemacht hat. Aussage: Das sei „lächerlich“, das sei ein Lymphknoten. Meines Erachtens sind da an der Stelle gar keine Lymphknoten und ich hatte auch keine Entzündung und keinen Infekt, aber er beharrte auf seiner Meinung. Der Lymphknoten habe eine Größe von weniger als 2 mm, es sei definitiv kein Sarkom, da im Ultraschall klar abgegrenzt, echoarm usw.

Bin dann nach weiteren zwei Wochen zum Orthopäden, weil mir die Knubbel irgendwie keine Ruhe gelassen haben. Er hat ebenfalls geschallt und meinte, es seien definitiv keine Lymphknoten, denn da seien keine. Es könnte ein Lipom sein, aber irgendwie konnte er es auf seinem Ultraschall nicht darstellen, weil zu schlechte Auflösung und die Knubbel zu klein. Genau wie der Internist sagte er, es sei kein Sarkom - und ein MRT könne man zur Absicherung nicht machen, weil die Knubbel zu klein sind.

Da mich das wieder nicht so richtig beruhigt hat, bin ich auf Raten einer befreundeten Hautärztin am Freitag zu einem Chirurgen gegangen (dem bestbewerteten der Stadt). Erhofft habe ich mir natürlich, dass er auch Entwarnung gibt und ich das Thema abhaken kann, zumal die Knubbel seit zwei Monaten meines Erachtens nicht gewachsen sind. Leider war auch er sich nicht sicher, um was es sich bei den Knubbeln handeln könnte. Zitat „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es kein Sarkom ist, aber ausschließen kann ich es nicht.“ Es könnten Lymphknoten oder ein Grützbeutel sein, oder was anderes, oder eben ein Sarkom. Na toll :-(

Um es herauszufinden, will er die Knubbel nun morgen in Lokalanästhesie rausoperieren. Er ist sich bewusst, dass er sie im Gesunden entfernen muss, damit sie nicht streuen, wenn es doch Sarkome sind. Ich könnte aber auch noch mal drüber schlafen, und er würde mir eine Überweisung ins Sarkomzentrum nicht verweigern, nur würden die mich wahrscheinlich wegschicken.

Nun bin ich hin- und hergerissen, was ich tun soll. Einerseits fühle ich mich mit der schnellen OP und der Ungewissheit nicht wohl. Was, wenn der Chirurg einen Fehler macht und es dann doch ein Sarkom ist, was dann im schlimmsten Fall streut? Das verzeihe ich mir doch nie... Und was, wenn der „Wald- und Wiesen“-Pathologe die Knubbel nicht korrekt beurteilt? Gerade bei Sarkomen gibt es ja so viele Formen, dass sich da nicht jeder mit auskennt. Ich habe auch noch die Hoffnung, dass es vielleicht nur eine „noduläre Fasziitis“ ist, die aber oft histologisch mit einem Fibrosarkom verwechselt wird, was schlimm wäre...

Aber andererseits, wie lange muss ich denn wohl auf einen Termin im Sarkomzentrum warten? (Ich wohne genau zwischen Essen und Köln und würde zu Essen tendieren...) Wie oft muss man dann dahin? Wie soll ich das mit Job und
Kleinkind managen? Wäre es vielleicht übertrieben, dort hinzugehen? Nehmen die solche Fälle wie mich überhaupt an? Es besteht ja kein richtiger Verdacht, ein Sarkom kann halt nur nicht ausgeschlossen werden...

Momentan tendiere ich dazu, morgen im Sarkomzentrum Essen anzurufen und einfach mal nachzufragen - und je nach Wartezeit doch lieber dort hinzugehen und den OP-Termin beim Chirurgen abzusagen. Einfach um maximale Sicherheit zu haben und mir am Ende nichts vorwerfen zu müssen. Aber ich habe auch Angst vor allem, was da auf mich zukommt. Mich der Angst zu stellen und dann der Gewissheit ins Auge zu sehen...

Ich habe wirklich große Angst. Leider komme ich auch aus einer Brustkrebsfamilie (mein Mutter ist mit 37 an metastasierten Brustkrebs gestorben) und ich habe eine prophylaktische Mastektomie hinter mir - und jetzt diese Sch... Knubbel am Nacken :-( Habe eine kleine Tochter, die ich noch aufwachsen sehen will...

Was würdet Ihr mir raten? Wie lange Wartezeit kann ich für das Sarkomzentrum in Kauf nehmen? Es gibt ja dort sicher auch einen Patientenrückstau wegen Corona... Wie lange kann ich warten, ich will ja auch nicht riskieren, dass es dann schon streut.

Danke für Eure Meinungen und Ratschläge :-)

Liebe Grüße,
Junimond
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