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Geändert von rosi 789 (09.04.2013 um 19:55 Uhr) |
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hallo rosi,
ich bin ein in einer ähnlichen siatuation. ich bin 50 jhare, mein sohn ist 15 und wir habe vor etwa 22 monaten meinen mann und den vater an lungenkrebs verloren, nun habe ich vor ca. 4 wochen die diagnose , analkanalkarzinom erhalten. man kann sich sicherlich vorstellen was bei uns los ist. mein sohn ist schon nachdem mein mann verstorben ist zu einer ambulaten trauerbegleitung für kinder gegangen und dann in eine kur. wir haben versucht den jungen aufzufangen, war nicht leicht. dann hat er jetzt einen therapeuthen und seit dem geht es wirklich gut. er steht auch mit dem klassenlehrer in verbindung. ich muss sagen in der schule, geht man wirklich gut auf den jungen ein, er ist auf einem gymnasium, aber wir haben auch vor gut einem jahr die schule gewechselt. war die beste entscheidung. nun hat die schule ihm für die zeit die ich in der klinik bin, eine hausaufgaben betreuung angeboten, und das ganze kostenfrei, i ch denke da kann man sich nicht beschweren, und ausserdem soll ihm dann noch in der arbeitsvorbereitung geholfen werden. rosi, vielleicht versucht du doch den weg über therapeuthen. m ein sohn hat sich auch erst gestreubt, aber jetzt geht er gerne hin, weil er sagt, da habe ich wenigstens einen mann mit dem ich mich über ALLES unterhalten kann, ich denke das tut ihm auch mal ganz gut. dir wünsche ich alles gute. lg ute |
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#3
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liebe rosi,
bei uns ist es so wie bei ute und ein bisschen so, wie du es beschreibst: mein 12 jähriger kam nur äußerlich mit meiner bk-erkrankung gut klar, ich war immer froh und glücklich, daß alles mit den kindern so gut lief. Zitat:
zwar muß ich auch sagen, daß sich die schule mühe gegeben hat (freies gymnasium) und sogar der rektor mich zuhause besucht hat um selbst mit mir zu reden (mein mann war regelmäßig gast bei ihm) aber es hat alles nichts gebracht: seit feb. steht fest, daß er wohl nicht versetzt werden kann weil er in mathe und franz. den stoff nicht aufgeholt bekommt. da druck nicht das richtige mittel ist haben wir zusammen mit ihm über einen schulwechsel nachgedacht: realschule und nicht sitzenbleiben, oder auf dem gym bleiben und die 6.klasse nochmal machen. wir haben ihm eine kinderpsychologin "zur seite" gestellt, allerdings eine frau, die wir selbst bezahlen da sie ausschließlich privat tätig ist.....alle kinderpsychologen haben hier wartezeiten von 1-1,5 jahren ! ![]() das hat ganz gut geklappt so daß er sich - recht schnell - entschieden hatte auf die realschule zu wechseln und der rektor das unbürokratisch mitten im jahr möglich gemach hat, so geht mein sohn nun seit den osterferien auf die realschule und hat sich jetzt schon gebessert, es kommen wieder einsen und zweien in mathe und allen anderen fächern und wir denken, daß ist genau der auftrieb, den er jetzt braucht! wie ist es denn mit dem berufswunsch deiner tochter? unser sohn möchte schon seit ewigkeiten koch werden und dominiert auch schon ganz gern mal die ganze küche....obwohl mein mann akademiker ist und auch aus einer akademikerfamilie stammt (fluch und segen.... ) haben wir jetzt eine neue richtung zusammen mit unserem sohn eingeschlagen - kein abitur, dafür freiwilliges soziales jahr an meiner arbeitsstelle und wenn er es sich anders überlegt gibt es auch noch genug wege.mich haben die worte von jessica sehr aufgewühlt denn es ist nicht leicht mit zwei kleinen kindern, meine waren vor einem jahr 7 und 11, eine krebsdiagnose zu besprechen und dann diese zeit (hammer-chemo, op mit brust ab und bestrahlung mit verbrennungen, lymphödem) praktisch KINDGERECHT durchzustehen! ich kann nicht ausschließen, daß ich meine kinder belastet, überlastet habe aber es gab auch keinen weg, ihnen das zu ersparen.... ![]() gestern habe ich "mein nachbar totoro" gesehen, einen kinder-trickfilm, bei dem die mutter die ganze zeit (monate?) weit weg von zuhause im KH liegt. die kleinen kinder sind bei vater und oma und recht glücklich.....und ich dachte mir, vielleicht wäre das auch besser gewesen, wenn sie das nicht mit mir zusammen hätten durchmachen müssen sondern ich die aktut-therapien irgendwo weit weg gehabt hätte......sinnlose gedanken...... ![]() lg gesine
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Einfach leben. |
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#4
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Hallo rosi,
mein Sohn war 12 bei meiner Erstdiagnose und 17 als ich von den Metastasen erfuhr. Ich war auch offen, habe mit ihm geredet und erklärt. Aber ich finde, das sollte es dann auch sein. Sie sind - auch mit 17 - noch sehr jung, müssen ihren Platz im Leben noch finden. Auf keinen Fall würde ich mich wegen meiner Krebserkrankung bei meinem Sohn ausweinen, aussprechen und auch ihn nicht mit Bitten um Hilfe belasten. Ausnahme: Es geht von ihm aus. Als er sein Abizeugnis in der Hand hielt, brach er plötzlich in Tränen aus und sagte "ich bin so froh, dass du noch da bist". Mein Sohn ist ein eher verschlossener Typ, sodass mich das ziemlich umgehauen hat. Aber wenn es mir schlecht geht, versuche ich grundsätzlich, mir die Hilfe woanders zu holen. Bisher bin ich damit gut gefahren. Deine Tochter ist 15. Wenn du nicht krank wärst, hätte ich gesagt, das was du schilderst kenne ich in diverser ähnlicher Ausführung aus dem Freundeskreis. In diesem Alter ist das Gehirn eine Baustelle, die sich bei jedem anders auswirkt, stärker oder weniger stark. Einen Bezug zu deiner Krankheit mag dein Kind verneinen - aber ich bin mir sicher: DAS WEISS SIE SELBST NICHT. Da vermischt sich vieles, dieses Alter kann der Horror sein - auch mit ganz normalen, gesunden Eltern. Versuche mal mit einem Schulpsychologen und/oder Lehrern zu reden, und, so schwer das fällt, beziehe ihr Verhalten nicht auf dich. Versuche, deine krankheit als Alltag zu leben, aber belaste damit nicht deine Kinder. LG Calypso |
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