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Alt 03.09.2012, 17:45
dasriek dasriek ist offline
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Beiträge: 556
Standard AW: 100% arbeiten unter AHT,bin ich die einzige die mühe hat???

Hallo Ihr Lieben - ich bin seit November 11 mit der Chemo und seit Februar diesen Jahres mit der Grillerei fertig. Seit Februar nehme ich Anostrozol und gehe auch wieder arbeiten. Allerdings habe ich bereits im letzten Jahr vor der Erkrankung "nur" noch 4 Tage gearbeitet, vorher immer voll. Die ersten Monate hatte ich sogar nur eine 3-Tage-Woche, am 4. Tag habe ich Urlaub aus dem letzten Jahr abgebaut. Das war praktisch meine "private" Wiedereingliederung - 2 Tage / Woche während des letzten Chemo-drittels, 3 Tage danach und seit Mitte August wieder 4.

Ich komme eigentlich ganz gut klar. Allerdings sind die 4 Tage auch die absolute Grenze, und ich arbeite nicht körperlich. Trotzdem ist die Erschöpfung manchmal heftig, Treppensteigen geht mühsam udn sieht vermutlich furchteinflößend aus, und meine Fusssohlen verweigern nach relativ kurzen Strecken den Dienst. Ich versuche das alles zu ignorieren - gelingt nicht immer. Aber wenn ich mir vorstelle, mit diesen Füßen in der Gastro arbeiten zu müssen - oha, Hut ab, das könnte ich vermutlich nicht.

Zum Sport raffe ich mich auf, wann immer es geht. Allerdings, wenn ich abends nach Hause komme, war da bisher auch Funkstille. Aber an meinem freien Tag und/oder am Wochenende gehe ich schwimmen oder walken, und ich hab mich jetzt auch für einen Kurs Coretraining angemeldet an der VHS, da ich befürchte, im Winter sonst einfach den A... nicht hochzukriegen.

Das Equi... habe ich übrigens schon während der Chemo genommen, und ich glaube fest, dass es mir damals geholfen hat und auch heute dem Ganzen Knochen-und Gelenkschmerz-Generve die Spitze nimmt. Einen Versuch ist es in jedem Fall wert!

Für mich ist das Fazit, lieber noch einen Tag zu reduzieren, wenn ich es nicht schaffe, und auf das Geld zu verzichten - Auskommen ist wichtiger als Einkommen. Allerdings bin ich mir bewusst, da gut Reden zu haben, und ich weiß, dass viele - vor allem auch, wenn noch Kinder im Haushalt sind - sich das einfach nicht leisten können.

DAS Patentrezept gibt es wohl nicht. Aber es kann nicht schaden, immermal wieder darauf hinzuweisen, dass man eben nicht wieder die alte ist, nur weil man wieder Haare hat. Und vor allem, lasst Euch kein schlechtes Gewissen machen, weil Ihr nicht mehr alles wuppen könnt!
Alles Liebe
Ulrike
__________________
Zuviel Denken schadet manchmal - zuwenig immer.
(Unbekannt)
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