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#1096
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Hi,es ist ja ganz schrecklich,was man hier im Moment hier lesen muß!Erstmal dir Nicole,mein wirkliches Mitleid,nur Betroffene können das mitfühlen.Es ist nur noch zum Heulen was uns allen,vor allem aber den Erkrankten wiederfährt.Es ist halt eine schrecklich schnell Tödlich wirkende Krankheit,scheinbar ohne Chance.Trotzdem hoffen wir alle,was sollen wir auch sonst machen.Ich habe schon sehr viel Angst davor,wenn es bei meinem Vater in die Endphase tritt.Meine Kinder lieben ihren Opa über alles,letzlich haben sie mit anderen Kindern Krankenhaus gespielt und nur eine falsche Bemerkung eines anderen Kindes reichte aus,um meinen jüngsten (8 Jahre)über 15 Minuten heulen zu lassen.........
Wie sollen wir es erst aushalten,wenn es dem Ende zugeht? Übrigends geht es meinem alten Herrn verhältnissmäßig gut,er hat jetzt 4 Chemos hinter sich und morgen soll der 5te Schub beginnen. Weiß eigentlich jemand ob es über die 8 Chemos ,die es meistens gibt,wenn es anspricht,danach noch weitere gibt,oder wenn nicht,warum nicht? Mfg Achim |
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#1097
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Liebe Nicole,
mein herzliches Beileid. Ich wünsche dir und euch ganz viel Kraft für die nächste Zeit. Ich denke, ich weiß, wie du dich fühlst. Ich habe meinen Vater vor 17 Jahren verloren. Er wurde 66 Jahre alt. Er hatte zwar keinen Krebs,aber sein Tod durch ein schwaches Herz, war auch schwer mit zu erleben. Es dauerte gut 1,5 Jahre. Noch heute gibt es Momente an denen ich sehr traurig bin. Aber Weinen gehört genau so zum Leben wie Lachen. Fühl' dich gedrückt, Gerda Unserem Freund geht es momentan nicht so gut. Die Nebenwirkungen durch die Chemo werden immer heftiger. Erschreckend ist, dass er in den vergangenen 4 Wochen gut 10 kg abgenommen hat. Wir hoffen, dass die Ärzte es besser in den Griff bekommen und er nicht so sehr leiden muss. Liebe Grüße an alle Gerda |
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#1098
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Liebe Nicole, dir erstmal mein Beileid und viel Kraft für die nächste Zeit.
Es ist alles so unfassbar, was man hier jeden Tag so liest. Es macht Angst vor dem was kommt und trotzdem kann man nicht davonlaufen. Im Gegenteil, irgendwo muss man selber Engerie tanken, um genug Kraft zu haben für die Realität, die einen zuhause erwartet. Mein Vater hat auch Rippenfellkrebs. Im August ist es diagnostizert worden. Jetzt hat er zwei Chemos mit Alimta und Cisplatin hinter sich und ehrlich gesagt habe ich ziemliche Angst vor der nächsten. Ihm ist fast nur noch übel und schlecht. Von dem was er isst, bleibt nicht viel im Magen. Er hat mittlerweile 12,5 kg abgenommen. Dazu kommen noch die Schmerzen. Man fühlt sich so unsagbar hilflos, wenn er regelrechte Schmerzattacken hat. Er hat zwar mittlerweile 125µg Morphinpflaster, doch die scheinen nicht auszureichen. Außerdem sind wir uns nicht sicher ob die Übelkeit von der Chemo oder auch eine Nebenwirkung der Pflaster sein kann. Es ist alles so heftig. Hat irgend jemand Erfahrung mit der Chemo Alimta + Cisplatin? Ich würde mich auch gerne bei einem Schmerztherapeuten beraten lassen. Kann jemand einen im Raum Lüneburg oder Hamburg empfehlen? Ich wünsche allen viel Kraft Astrid |
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#1099
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Liebe Nicole....
Fühl dich ganz arg gedrückt... Ich kann so gut fühlen, was du durchmachst... Es tut so weh. Ich habe gestern ein langes Gespräch mit meiner Mum gehabt und wir werden stark für uns und meinen Dad sein... Und wir werden es schaffen so schwer wie es ist... Lieber Achim, denk nicht soviel nach über das was kommt, sondern genieße jeden Tag mit ihm... Es ist so schwer ich weiß, aber wir müssen das für unsere Lieben machen... Ich bin so froh euch alle zu haben Julia |
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#1100
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Hallo!
Ich habe nochmal eine Frage zu der BG... Wie lange hat es bei euch gedauert bis da was bei raus gekommen ist?? Heidelberg hat es bei uns nicht gemeldet und der Hausarzt macht das jetzt... Wie lange dauert sowas... Denn der Arzt meinte, solange da nichts geklärt ist, darf er bei einem Todesfall nicht beerdigt werden und meine Mum bekommt keine Rente... Ist das so richtig? LG Julia |
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#1101
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Ich möchte Euch danken für Eure Worte und einfach dafür, dass es Euch gibt!
Das Märchen von der traurigen Traurigkeit Es war einmal eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. "Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich ... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest. Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben geht weiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh... Aber nur, wer die Trauer zuläßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber...aber – wer bist eigentlich du?" "Ich?" sagte die kleine Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung!" Inge Wuthe in: Alle Farben dieser Welt – Ein Märchenbuch – Lucy Körner Verlag 1998 |
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#1102
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Liebe Nicole, auch Dir/Euch mein aufrichtiges Beileid!!!! Stille Grüße Bianca
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#1103
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Liebe Julia, bei uns hat es auch lange gedauert. Die Rente war durch, da mein Vater noch zufällig ein Schreiben gefunden hatte, aus dem hervorging das er mit Asbest gearbeitet hat (Nachweis). Sonst hätte er noch Zeugen benenne müssen, die bestätigen konnten, dass er damit gearbeitet hat und die finde mal nach über 20 Jahren......Mein Vater hat solange Verletztengeld bekommen. Dann kam der ersehnte Bescheid der BG, dass ab Juni 2004 die Rente gezahlt wird, nur leider hat mein Vater die erste Zahlung nicht mehr miterlebt....Es kann sehr sehr lange dauern und der Berater der BG hat uns damals auch erzählt, dass bei ungeklären Fällen, eine Obduktion sein muss!!! Woran hängt es denn bei Euch??? Gruß Bianca
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#1104
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Liebe Astrid,
gute Schmerztherapeuten findet ihr im Marienkrankenhaus in Hamburg. Du kannst auch bei der Deutschen Schmerzliga im Internet suchen, vielleicht ist da ganz in eurer Nähe ein Therapeut zu finden. Auf der Internetseite der Deutschen Schmerzliga bekommt man auch als Nichtmitglied Auskunft, wo man Therapeuten finden kann. Ich hoffe, dir damit ein wenig weiter geholfen zu haben und grüße dich Gerda |
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#1105
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#1106
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Hallo,
mein Vater, 55 Jahre hat am Montag, dem 06.12. die Diagnose Rippenfellkrebs erhalten. Er ist vor ca. vier Wochen ins Krankenhaus gekommen, weil bei einer Vorsorgeuntersuchung Wasser in der Lunge festgestellt wurde. Es waren insgesammt ca. 3 Liter. Am Montag kam dann die niederschmetternde Diagnose. Heute wurde er in die Ruhrlandklinik in Essen eingewiesen. Jetzt folgen wohl viele Voruntersuchungen und dann wird er operiert. Ihm wird das Rippenfell und soweit ich weiss, ein Lungenflügel entfernt. Sein Arzt sagte, dass es zwar eine besch... Situation ist, aber er habe gute Chancen, weil es im Frühstadium ist. Ich hoffe alles wird gut und wir werden alle für und mit Ihm kämpfen. Ich habe jetzt drei Stunden lang hier die Beiträge gelesen, und musste zwischendurch aufhören, weil ich einfach fertig war. Ich habe auch darüber nachgedacht, wie lange er wohl hat, und ob ich mich darauf vorbereiten soll, dass er bald nicht mehr da sein wird, aber diese Gedanken machen mich zu sehr fertig. Es ist schon schrecklich, wenn er vorsorglich alles darauf vorbereitet, falls er nicht wieder nach Hause kommt. Aber wir gehen offen damit um, soweit es von Ihm kommt. Ich selbst würde nie mit dem Thema anfangen. Ich wünsche allen hier alles Gute und denen die Ihren Liebsten verloren haben mein herzlichstes Beileid. Gruß Andre name@domain.de |
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#1107
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lieber andre
es tut mir leid für euch, dass auch ihr mit dieser krankheit konfrontiert werdet. ich wünsche für die bevorstehende operation viel kraft,den glauben und die hoffnung. alles gute simone |
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#1108
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Hallo!
Mein Vater hat uns am Donnerstag nach einem 18 stündigen Kampf für immer verlassen... Ich kann es immer noch nicht glauben |
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#1109
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Liebe Julia,
mein allerherzlichstes Beileid und viel Kraft für die nächste Zeit. Albert |
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#1110
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Meine liebe Julia,
auch wenn ich es erahnt habe, sitze ich hier geschockt vor dem PC. Ich weiß wie Du Dich fühlst. Es ist alles so irreal, nicht wirklich und es ging jetzt alles viel zu schnell.....Bei uns war es ja ähnlich. Mit einem gewissen Abstand betrachtet, bin ich aber froh für meinen Vater, dass er sich in diesem Zustand nicht mehr so lange quälen musste! Ich denke ganz fest an Dich und Deine Familie und wann immer Du das Bedürfnis hast, zu reden schreibe mir ( bianca.johns@gmx.net)Hier im Hinterbliebenenforum ist auch ein Thread für Rippenfellkrebs....... Auf der anderen Seite des Weges Ich bin in das Zimmer nebenan gegangen. Das, was ich für euch war, bin ich immer noch. Gebt mir den Namen, den ihr mir gegeben habt. Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt. Gebraucht nie eine andere Redeweise, seid nicht feierlich oder traurig, lacht weiter über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben. Betet, lacht, denkt an mich. Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein, nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin? Ich bin nicht weit weg. Ich bin nur auf der anderen Seite des Weges. (Charles Peguy) Das ist nicht unser Jahr!!! Gut, dass es bald vorbei ist!! |
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