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  #11  
Alt 23.06.2005, 19:20
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Nicht nichts ohne dich, aber nicht dasselbe.......

Liebe Heike,

Ingrids Gedanken zu Deinem Bruder gefallen mir sehr.

Deine Geschichte ist eine häufig vorkommende Geschichte einer Tochter/Enkelin. Oft gehört, oft gelesen. Der Tochter erzählt man nicht nur alle Sorgen, egal ob physischer, psyischer, finanzieller Natur, man erzählt ihr auch die Kränkungen, den Kummer, den man durch den Sohn erleidet. Wenn dann alles erzählt ist, erwartet man eine Lösung. Kommt der Sohn, werden die Haare frisch geföhnt, Kuchen gekauft.

Der Sohn denkt oft, na irgendwie machen die das schon. Und er hat ja recht, irgendwie werden Lösungen gefunden. Das geht lang so,das geht immer wieder und nun hat er sich längst daran gewöhnt.

Dazwischen geschieht dann so etwas wie die Überschreibung des Hauses.Das erfährt er spät, nun ist er eine beleidigte Leberwurscht und hat endlich einen Grund für Verweigerung und Rückzug, der in Wirklichkeit ja schon viel früher war. Hast Du Dir etwas vorzuwerfen? Nein. Hätte Deine Mama etwas anders machen können? Ich glaube schon, Heike.Sie hätte ihn früher fordern können und dann einfach vor die Wahl stellen, entweder, oder. Sie hat es nicht getan und nun bist Du dran das auszubaden.

So wie alles war, würde ich wahrscheinlich wie Ingrid, ihm nichts abgeben.Aber auch das, liebe Heike, will gut überlegt werden. Man sollte da weit voraus denken und eine Entscheidung treffen mit der man gut leben kann.So, oder so.

Als ich Dich vor ein paar Tagen nach Deinem Bruder fragte, hatte das einen Grund.Nun, da Du etwas dazu gesagt hast, fällt es mir fast noch schwerer den Gedanken, den ich seit Alinas Frage (...hält deine Mutter irgend etwas zurück...) in mir trage, zu äußern.

Kann es sein, daß Deine Mutter auf ihren Sohn wartet? Ich zögere wirklich diese Frage zu stellen, weil sie Dich vor neue Probleme stellt. Aber ich fände es auch nicht gut, es für mich zu behalten. Gäbe es einen Vermittler? Die Großmutter? Jemanden, der mit Deinem Bruder sprechen kann. Könntest Du ihm einen Brief schreiben?

Manchmal ist besser zu schweigen, etwas für sich zu behalten, jetzt ist so eine Situation wo ich wirklich nicht weiß, ob es gut war diesen Beitrag zu schreiben.
Du weißt, hoffentlich, das geschah nun nicht als Wichtigtuerei, sondern der Grund ist echte Anteilnahme am Schicksal Deiner Mama und Dir.

Alles Gute
Briele
später schreib ich noch an Gaby wegen Angstattacken
 

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