![]() |
|
|
#11
|
|||
|
|||
|
Hallo Tamara,
mir wurde 1974 wegen familiärer Poyposis der gedamte Dickdarm, bis auf einen Recktumstumpf von 18 cm, entfernt. Ich hatte im ersten jahr die gleichen Beschwerden wie Dein Vater. Aber keine Angst, das normalisiert sich im laufe der Teit. Die Anusschmerzen rühren daher, dass bei der OP der Schließmuskel durch- trennt wird. Diese Schmerzen sollten aber innerhalb von 4 Wochen abge- klungen sein. Gegen diese Schmerzen sollte er sich Novalgin- oder Metamizol- Tropfen verschreiben lassen. Das mit der Stuhlfrequenz wird sich noch eine Weile hinziehen. Bei mir hat es damals 3 - 4 Monate gedauert. Spreche doch mal mit dem Arzt Deines Vaters, und frage ihn, ob er ihm für etwa 6 - 8 Wochen Sandostatin 100 verschreibt. Dieses Mittel wird subcutan -unter die Haut- gespritzt. Es bewirkt, dass die Verdauungssäfte der Galle und Bauchspeicheldrüse gedrosselt werden, und dadurch die Verdauung verzögert wird, was bewirkt, dass er nicht so oft auf die Toilette muss. Durch die häufige Stuhlentleerung besteht weiterhin die Gefahr des Austrocknens. Im Oktober 2003 wurde bei mir, im Rahmen einer Kontrolluntersuchung, ein Carcinom im Recktumstumpf gefunden. Seither habe ich ein endständiges Illeostoma. Vor der OP hatte ich ein Gewicht von 85 kg. Mit 64 kg wurde ich aus der Klinik entlassen. Durch die häufigen Stuhlentleerungen ging das Gewicht stetig bergab. Dann bekam ich Sandostatin, und es ging langsam wieder bergauf. Heute habe ich ein Gewicht von 74 kg. gruß Wolfgang |
| Lesezeichen |
| Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1) | |
|
|