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Alt 05.02.2007, 01:07
Benutzerbild von Susanne28
Susanne28 Susanne28 ist offline
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Registriert seit: 20.02.2006
Ort: Nordhessen
Beiträge: 274
Standard AW: Erfahrung mit Erlotinip

Hallo Elus,
mein Vater nimmt Tarceva (Erlotinib) seit genau 14 Tagen, ob es wirkt wissen wir erst in weiteren 14 Tagen (CT), aber er benötigt weniger Schmerzmittel, eigentlich ein gutes Zeichen.
Tarceva ist ein unheimlich teures Medikament, eine Monatspackung kostet um die 2600Euro, die Krankenkasse muss aber zahlen wenn zuvor mindestens eine Chemotherapie nicht angeschlagen hat. Bei meinem Vater waren es sogar zwei (Cisplatin/Vinorelbin und Taxotere). Insgesamt waren das 11 Zyklen- da ist dein Vater noch zu früh dran :-( Ich glaube aber mittlerweile laufen Studien mit Tarceva als first-line Therapie. Tarceva wirkt nur bei Nicht-Kleinzelligem Bronchialkarzinom (Adeno,Plattenepithel, evt.Großzeller). Nebenwirkungen hat es zwar weniger als eine Chemotherapie (mein Vater hat bislang gar keine...) aber bei weniger als einer Person von 10 gibt es z.B. Magen- oder Darmblutungen. Zu den häufigeren Nebenwirkungen zählen trockene Haut, Magenbeschwerden, Durchfall, Hautausschlag und noch einiges anderes laut Beipackzettel.
Tarceva hat eine andere Wirkweise als Zytostatika (Chemo), die ja allesamt Zellgifte sind.
http://www.medknowledge.de/neu/2004/...24-tarceva.htm :"Erlotinib ist ein Tyrosinkinase-Hemmer, der den Wachstumsfaktor HER1 (humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 1, EGFR-1) blockt. Wachstumsfaktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Progression von Tumoren und Metastasen. Erlotinib hemmt bei der HER1-Signalübertragung die Tyrosinkinase-Aktivität innerhalb der Zelle, was zu einer Bockade des Tumorzellwachstums führen kann. Beim nicht-kleinzelligen Bronchial-Karzinom (NSCLC) wird HER1 oder EGFR genannt produziert. HER1 kommt normalerweise in der gesunden Lungengewebe nicht vor, auch nicht beim kleinzelligen Bronchialkarzinom."

Mein Vater hatte akute Atemnot nur als er Lungenentzündungen hatte, allerdings war er unter der Taxotere-Chemo etwas kurzatmig, da er zu wenig Sauerstoff im Blut hatte, bedingt durch das Abfallen der roten Blutkörperchen. Seit der ersten Lungenentzündung haben wir aber sowohl ein stationäres wie auc ein tranportables Sauerstoffgerät (kleine Tasche zum Umhängen). Momentan benötigt er es aber nicht- allein die Tatsache dass alles im Notfall da ist, ist sehr beruhigend für ihn.
Ich hoffe dass ich dir ein kleines bisschen weiterhelfen konnte, wenn du Tarceva oder Erlotinib googlest findest du noch jede Menge darüber.
Alles Gute für dich und deinen Vater,
liebe Grüße Susanne

Geändert von Susanne28 (05.02.2007 um 01:10 Uhr)
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