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Alt 19.02.2007, 02:50
ursframa ursframa ist offline
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Registriert seit: 08.01.2007
Ort: Schweiz
Beiträge: 9
Standard AW: Du fehlst mir so......(Meine Geschichte)

Lieber Papi

Nun sind es bald 2 Monate......

Aber Du fehlst mir extrem. Noch heute, obwohl ich weiss, man sollte loslassen können, ich kann es nicht.
Es vergeht keinen Tag, wo ich nicht an Dich denke oder wo ich nicht weine.

Ich kann es immer noch nicht verstehen. Warum Du? Ich fühle mich so alleine.

Immer wieder muss ich hören, obwohl ich in der Aussenwelt nicht viel mehr dazu sage, das Leben geht weiter. So ein banaler Satz. Aber der tut weh.
Ich weiss dass es weiter geht. Nur wie?

Ich lese Bücher, um lernen zu können, Dich loszulassen. Theoretisch weiss ich das. Nur in der Praxis kann ich es nicht ausführen.

Zudem habe ich immer wieder das Gefühl. Ich kann zu Dir kommen, mit Dir reden, miteinander zu kommunizieren. Einfach das, was wir immer miteinader getan haben.
Jetzt wären wir sogar auf Deiner geliebten Insel und könnten die warmen Sonnenstrahlen geniessen. Und wo sitze ich? Zu Hause, endlos traurig.
Es gibt Menschen, die Dir nahestanden und schon wieder an den Karneval gehen. Ich kann dies nicht verstehen. Dann höre ich immer wieder, Du hättest es so gewollt. Das stimmt nicht. sonst wärst Du in den letzten Jahren nicht auf Deine geliebte Insel geflohen. Weg vom Rummel.
Gestern ging ich in die Stadt mit Mom essen. Ueberall war Karneval. Klar ging ich auch schauen. Aber ich hielt diese Festerei nicht aus. Wir gingen schnell wieder nach Hause.

Ich weiss, dass Du siehst, wie ich leide. Ich weiss auch, wie Du oft gelitten hast, als Du noch lebtest. Wir beide, hatten ein wahnsinnges vertrautes Verhältnis zueinander, ohne grosse Worte. Wir verstanden uns, einfach so.

Jetzt bist Du weg in einer anderen Dimension. Ich weiss, dass es Dir gut geht und Du nicht mehr leiden musst. Ich gönne Dir das von Herzen.

Aber ich kann nur sagen, meine Trauer ist immer noch immens.....
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