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Alt 22.05.2007, 10:15
Schnucki Schnucki ist offline
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Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 909
Standard Meine Mutter - laut Arzt bald pflegebedürftig

Hallo Ihr Lieben,

jetzt muß ich doch mal selbst einen Thread aufmachen, normalerweise schreibe ich im LK-Forum.

Meine Mutter (59) hatte im Sept. 06 die ED nichtkleinzelliges Bronchial-CA, Metastase linke Nebenniere, Meta irgendwo im Bauchrauch, Infiltration in die Schilddrüse, Lymphknoten im Mediastinum betroffen, 2 Metas in der Brust (Ablatio, weil erst V.a. Brustkrebs bestand).

Sie erhielt 5 Chemos Carboplatin/Taxol und versorgte sich selbst.

Jetzt hatte sie 2 Monate Chemopause, das Kontroll-CT zeigt nun Wachstum um Umschließen einer Lungenarterie. Sie schnauft sich sehr sehr schwer, ist sehr schwach, ist momentan zur Schmerztherapie und Vorbereitung einer neuen Chemo in der Klinik.

Ich hatte am Freitag mit dem Onkologen telefoniert, er meinte, meine Mutter könne sich nicht weiter selbst versorgen. Ob die Chemo was bringt, kann er natürlich nicht vorhersehen.

Meine Mutter war ihr Leben lang für andere da, ist eher der Typ "Wespen im Hintern" und denkt, das wird jetzt wieder. Sie ist absoluter Verdrängungskünstler - auch laut Arzt, denn sie kann sich fürchterlich über evt. Nebenwirkungen von Medikamenten aufregen, sieht aber nicht, dass ihr Zustand von dem Tumor kommt.

Meiner Mutter hab ich angeboten, zu mir zu kommen, wenn sie sich nicht selbst versorgen kann. Möchte sie nicht, weil eigentlich zu wenig Platz und sie niemanden zur Last fallen will. Das kann man ihr nicht ausreden. Sie möchte auch nicht, dass ihr Enkel alles mitbekommt.

Es bleiben ja dann nicht so viele andere Möglichkeiten.

Vor allem beschäftigt sie sich auch nicht mit dem Thema, was ist, wenn sie aus der Klinik entlassen wird und sie nicht besser "beinand" ist.

Direkt ansprechen und nach ihren Wünschen fragen (irgendwann müßte ich ja dann doch in die Pötte kommen und das, was sie will organisieren)? Warten?

Es ist momentan unheimlich schwer für sie, ich denke, sie kann nicht akzeptieren, dass es ihr jetzt schlechter geht und sie Hilfe braucht. Ich helfe ihr gerne, das muß sie nur zulassen. Vor allem denke ich, sollte man sich, wenn sie eben nicht zu mir möchte, so manche Einrichtung (von betreutem Wohnen bis Pflegeheim oder, wenn sie möchte, Hospiz) anschauen.

Ich wurde zwar von ihr genauestens informiert, wie sie sich ihre Beerdigung etc. vorstellt, dass ich mich da genau dran halten muß, aber die Zeit vorher hat sie immer ausgeklammert. Es war bis jetzt auch nicht nötig, darüber zu sprechen, aber schön langsam hab ich richtig Angst.

Wie würdet Ihr vorgehen?


LG

Astrid
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