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#1
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...meine beste Freundin zu mir, als ich mich über einen Typen aufgeregt habe, der kurz nach meiner Diagnose rumgetratscht hat, dass ich Brustkrebs habe (und mir damit zuvor kam, so dass ich z.B. einem guten Freund diese Tatsache nicht selbst sagen konnte - er wusste ja schon von dem Typen bescheid)
Ach Sonja, MUSST du IMMER ALLES auf die GOLDWAAGE legen?????????? Manche Menschen müssen offensichtlich erst selbst Krebs bekommen, um sich in einen Krebskranken einfühlen zu können (will damit aber nicht sagen, dass ich ihr das wünsche - bei Gott nicht!!) Übringens: mit besagtem Vollidioten, der seinen Mund nicht halten konnte, habe ich seit Jahren nichts mehr zu tun - hatte ich noch nie wirklich. Wieso muss er dann damit zu meinen Freunden rennen? GRRRRR
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#2
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meine liebe mutter hat zu mir gemeint, nachdem ich ihr erzählt hab, dass ich zur mathelehrerin meiner tochter in die sprechstunde gehn will: "gehst gleich so, damits an ordentlichen schreck bekommt".
(ich hatte vor kurzem die 2. chomo und bin momentan haarlos)
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#3
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Schubs nach oben...
"Du siehst aber gut aus" - ein immer wieder heiss diskutierter Satz. Während meiner Therapien vor ca. 2 Jahren fand ich ihn ok - jetzt allerdings frage ich mich, ob wir nicht bewusst öfter mal auch "schlecht" aussehen sollten. Warum? In den letzten Wochen bin ich zweimal beim Mittagessen mit Kolleginnen mit Sprüchen konfrontiert worden, wie: "Ach, das Älterwerden..., wäre vielleicht doch besser man gibt den Löffel ab, bevor man 50 ist." (bin 43) oder "... ob der medizinische Fortschritt wirklich so sein muss? Wenn man schwer krank ist, ist's doch vielleicht besser, man gibt gleich auf." Grundtenor: Wer nicht mehr funktioniert, soll doch besser verschwinden. Hammer!!!! Ich denke, das lässt tief blicken - und mich gruselt's zu wissen, in was für einer von Leistungsdenken und Jugendwahn versauten Gesellschaft ich lebe. Solange ich akut krank war, waren alle super nett, rücksichtsvoll - aber jetzt?! Eine entschuldigte sich dann damit, dass ich halt so gesund aussehe, da denken sie eben nicht dran, dass mich solche Diskussionen bis ins Mark erschüttern können. Und da habe ich mir gedacht, dass es dann vielleicht ein Fehler ist, die Tapfere zu spielen und optisch so normal zu sein. Sollte ich vielleicht mal ohne Brustprothese herumlaufen? Dann kapieren sie's vielleicht? Gibt's eigentlich irgendeine Pflicht, dass ich mich möglichst als gesund tarnen muss? Oder kann mich mein Arbeitgeber rausschmeissen, weil ich "unhaltbar" bin (habe kaum Kundenkontakt, sondern fast reinen Bürojob, wo auch wenig Externe vorbeikommen). Nur so'ne Idee... Liebe Grüsse Renate |
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