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#3
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Hallo Norma,
erst einmal danke für deine Antwort. Ich würde deinen Rat ja sehr gerne befolgen, aber ich fürchte eben, dass nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, um ihn zur Vernunft kommen zu lassen. Außerdem habe ich ähnliches schon probiert, als er sich weigerte, eine Darmspiegelung machen zu lassen. Letztlich hat er die nur zugelassen, weil die Blutungen sehr viel stärker wurden. Mein Vater ist generell ein eher verschlossener Mensch und flüchtet ohnehin schon gerne aus der Realität - deshalb vermute ich einfach, dass dies ein Grund für sein beharrliches Schweigen ist. Ein paar wenige Informationen hat er mir trotzdem gegeben, und so weiß ich z.B. dass der Tumor bereits 8cm groß ist- das heißt, ein Darmverschluss liegt vermutlich in nicht allzu weiter Ferne; ich weiß ja nicht einmal, ob der Krebs schon gestreut hat, oder oder oder. Der Arzt weigert sich mit mir zu reden, sodass ich nicht einmal Kenntnis über sämtliche Fakten habe. In einem kleinen Moment der Offenheit sagte er mir sinngemäß, dass er sich durchaus operieren lassen würde, würde er anschließend nicht mit einem künstlichen Darmausgang leben müssen - die Angst vor einem Stoma ist so groß, dass sie offenbar sogar seinen Lebenswillen bricht. Danach stritt er sofort wieder ab, überhaupt Krebs zu haben. Ich bin einfach verzweifelt, habe Angst, dass es bald schon zu spät ist und ich nichts für ihn tun kann... die Ungewissheit und die Ohnmacht machen mich einfach fertig. |
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