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#1
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Hallo zusammen,
ich bin total am Ende... Mir wurde gestern mitgeteilt, dass ich ein bösartiges Karzinom in der rechten Brust habe. Ich bin 29 Jahre alt, habe keine Kinder (hätte aber gern welche) und jetzt ist das eingetreten, was ja laut den Ärzten "in meinem Alter gar nicht sein kann". Ich habe bösartigen Brustkrebs! Wer kann mir Ratschläge geben wie ich weitermachen soll? Will wenn es irgendwie geht eine Chemo vermeiden, weil mir gesagt wurde, dass eine Schwangerschaft danach nicht mehr möglich ist. Und warum Chemo wenn man den Konten vollständig entfernen kann, notfalls eben nicht brusterhaltend? Wie läuft die Hormontherapie? Mein Arzt hat gemeint, dass man nach der OP ambulant bestrahlen würde und dann mich für ca. 5 Jahre in die Wechseljahre versetzt, damit von den Eierstöcken kein Östrogen ausgeschüttet wird. Hat jemand Erfahrung damit? Ich hab mich bis jetzt noch nicht mit dem Thema befasst. Kann mir irgendjemand helfen und mir raten was jetzt zu tun ist? Soll gleich operiert werden, oder abwarten? Chemo oder alles andere ausprobieren? Wenn jemand Rat weiß, bitte melden, bin verzweifelt... Danke... LG Karin |
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#2
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Liebe Nexya,
erst einmal herzlich willkommen hier im KK-Forum, auch wenn es ein sehr unschöner Anlass ist. Hier im Forum, vor allem aber auch beim KK (http://www.krebs-kompass.org/cms/content/view/1544/178/) bekommst du eine Menge Informationen und Antworten auf deine Fragen. Mich würde interessieren, ob und wenn ja in welchem zertifizierten Brustzentrum du behandelt wirst. Die Aussage, dass die Chemo in jedem Fall deiner Fruchtbarkeit schadet, ist so nicht ganz korrekt. Du hast verschiedene Möglichkeiten, die du hier bei einer Suche unter dem Stichwort "Ovarschutz" und "Kryokonservierung" findest. Schau doch auch einmal hier: http://www.krebsinformationsdienst.d...nsch-index.php Alles Gute wünscht dir Anne FFM
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Zack: Lächeln! (aus "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran") Derjenige, der sagt, das geht nicht, sollte nicht denjenigen unterbrechen, der es gerade tut. Altes Chinesisches Sprichwort |
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#3
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Liebe Karin,
ich - wir alle - können uns sehr gut vorstellen wie Du Dich jetzt fühlst. Der Boden unter den Füßen ist dir weggerutscht und du denkst du bist im falschen Film oder die müssen "jemanden anderen meinen". Aus dieser Phase musst du schnell raus und wirst es auch schaffen! Das Leben geht weiter und kämpfen ist jetzt angesagt. Das Leben geht weiter aber eben anders als vorher. Vertraue Deinen Ärzten und immer FRAGEN wenn du was nicht verstanden hast. Einen guten Schritt hast Du ja schon gemacht indem du hier im Forum Kontakt mit Frauen hast, die das alle selbst schon erlebt haben und dir viele wertvolle Tipps geben können und werden. Angst macht die Unsicherheit wenn du nicht weißt was auf dich zukommt. Zu Deinem Kinderwunsch, wenn du mal die blauen Ratgeber - die sind immer bei den Ärzten ausgelegt - siehst, da gibts spezielle "Kinderwunsch und Krebs" sehr informativ! Jetzt wirst du deinen Wunsch erst einmal hinten anstellen müssen da ja die Therapie zuerst erfolgen muss. Bei vielen wird die Chemo nach OP und Bestrahlung gemacht um noch evtl. Mikrozellen die zur Zeit nicht zu erkennen sind erwischt werden. Ich wünsche Dir viel Kraft - du schaffst das auch, glaube mir! LG Heike1
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#4
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Vielen Dank für Deine Antwort. Gelesen hab ich mittlerweile schon viel, aber auch alle meine behandelnde Ärzte sagen was anderes. Die einen sagen Chemo, der andere Bestrahlung und Wechseljahrhormone. Was ist die richtige Entscheidung?
Ich werde die OP wohl im Josefinum in Augsburg vornehmen lassen, das ist laut meinem Frauenarzt ein Brustzentrum. Hab dort am Montag einen Termin und dann sehen wir weiter... Ich lass jetzt einfach mal den Kopf nicht hängen, ändern kann ich es wohl eh nicht mehr... LG Karin |
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#5
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Flyer hab ich beim Arzt schon gar keine mehr gesehen, vor lauter lass mich auch noch mit. Es ist schön zu wissen, dass ich mit meinen Ängsten nicht alleine bin und viele das schon durchgestanden haben, was noch vor mir liegt. Natürlich geht das Leben weiter und den Kopf in den Sand stecken wird auch nichts bringen. Aber man stellt sich trotzdem immer die Frage, warum ich? Auch wenn man sich mit solchen Gedanken immer im Kreis dreht. Erstmal heißt es jetzt wohl sich mit der Diagnose abfinden und dem Krebs den Kampf ansagen...
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#6
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Das tut mir echt leid für Dich, aber es geht weiter!!! Das ist nicht nur so daher geschrieben, es ist wirklich so.
Bei mir wurde mir vor der 1. Chemo Trenantone gespritzt, dies schützt die Eierstöcke. Es versetzt Deinen Körper in künstliche Wechseljahre. Im Anschluß habe ich Tamoxifen und Trenantone bekommen, sind noch 3,5 Jahre. Danach soll sich das alles wieder beruhigen... Du kannst aber auch Eizellen entnehmen lassen, aber da habe ich nicht so die Ahnung. Dir alles alles Gute, Du schaffst das |
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#7
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Liebe Karin, es tut mir so leid, daß es dich auch, und dann noch so früh, "erwischt" hat. Die Diagnose trifft einen wie ein Donnerschlag, man denkt, alles ist vorbei...
Nach einiger Zeit begreift man aber, daß das keineswegs der Fall ist.Das Leben geht weiter- und wir sind mittendrin. Ich selbst bin schon49, hier im Forum gibt es aber etliche sehr junge betroffene Frauen. Es ist sicher nicht so, daß du deinen Kinderwunsch endgültig ad acta legen mußt. Im Forum gibt es einige Frauen, die nach ihrer BK Erkrankung Kinder bekamen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß ganz zu Anfang einem niemanden Trost zusprechen kann, hört sich alles so hohl an...wollte es aber wenigstens versuchen. Alles Gute für dich! LG Sonja |
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#8
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Liebe Karin,
wie die anderen bereits geschrieben haben, können wir alle sehr gut nachempfinden, wie Du dich jetzt fühlst. Mir tut es unendlich leid, immer wieder zu lesen, wieviele junge Frauen es mittlerweile trifft. Ich war selbst bei der Diagnose auch 29 Jahre alt, das ist auch noch keine 5 Monate her. Ich heirate im Oktober und wir wollten danach auch in die Familienplanung gehen. Ich habe während der Chemo das Medikament Zoladex erhalten, welches die Eierstöcke in eine Tiefschlaf versetzen soll. Du kannst Dich aber auch unter www.fertiprotekt.de über weitere Maßnahmen wie die Entnahme von Eizellen und Eierstockgewebe informieren. Weißt Du denn schon mit Bestimmtheit, dass dein Hormonrezeptor positiv ist? Das konnte man mir nach der Biopsie nämlich noch nicht sagen und wurde erst durch die histologische Untersuchung nach Entfernung des Tumors bekannt (das er nicht positiv ist). Dass man nach einer Chemo unfruchtbar ist, ist m.E. schlichtweg Schwachsinn und Panikmache! Lass Dich bitte dadurch nicht verunsichern! Ich habe selber mittlerweile viele Frauen kennen gelernt, die nach der Chemo ein gesundes Kind zur Welt gebracht haben, und zwar ohne IVF. Mir wurde von meinem Brustzentrum ein Termin in einer "Kinderwunschklinik" vereinbart, wo man mich über alle Möglichkeiten aufgeklärt hat (siehe Fertiprotekt). Dort hätte man dann auch die Behandlung durchgeführt. Ich habe mich aufgrund meines damals noch psychisch desolaten Zustands lediglich für den Ovarienschutz (also Zoladex) entschieden. Du solltest das auf jeden Fall im Brustzentrum ansprechen, die Ärzte sollten sich mit dieser Problematik auskennen und Dich beraten können. Einem Brustzentrum ist ausserdem eine Psychoonkologische Beratung angeschlossen. Mir hat es sehr geholfen. Ich wünsche Dir alles Gute für Deinen weiteren Behandlungsverlauf
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#9
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Hallo Ihr Lieben !
![]() Bin neu im Forum und weiß seit gestern, daß ich Brustkrebs habe. Sitze heute den ganzen Tag am Computer und versuche mich schlau zu machen und bin so auch auf diesses Forum gekommen. Habe überall nach einer Mitteilung gesucht, wie es nach der OP ist, wenn das Karzinom u. Lympfknoten entfernt wurden. Mir geht es um die Beweglichkeit des Armes, da ich einen Schwerstpfegefall: meine Mutti pflege! Wäre lieb wenn mir jemand antworten könnte. MfG Gisela |
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#10
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Auch, wenn das einfacher gesagt als getan ist:
erstmal durchatmen und versuchen, nicht in Panik zu verfallen! 1. Welche Therapie angesagt ist, ob Chemo, Bestrahlung, OP, Antihormontherapie... ist abhängig vom genauen Befund. Den kann Dir am besten ein Arzt erklären; ein Onkologe oder noch besser, jemand in einem guten Brustzentrum. 2. Krebs ist selten so akut, dass man in blinden Aktionismus verfallen muss. Du hast Zeit genug, um Arzttermine wahrzunehmen (evtl. auch eine zweite Meinung einzuholen) und eine Therapie anzudenken. 3. Da Du Internet hast, kannst Du auch selber recherchieren. Und viele Fragen lassen sich auch hier im Forum über direkte Fragen oder die Suchfunktion klären. 4. Ruhe bewahren; Krebs ist nicht automatisch ein Todesurteil! Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen - so blöd sich das vielleicht im ersten Moment anhört! Aber Angst ist ein schlechter Ratgeber! Versuche, Dich zu beruhigen und einen Schritt nach dem nächsten zu tun! Und sicher kommen noch andere Tipps für Dich hier! Ich wünsche Dir alles Gute, herzliche Grüße, Ullala |
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#11
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Liebe Gisela,
den Ausführungen von Tante Emma kann ich nur beipflichten. Du hast nun eine Zeit vor dir, die viel Kraft kostet. Ob es sich nun um eine Operation oder eine Chemotherapie handelt, du wirst eine Zeit der körperlichen Regeneration benötigen um wieder vollständig zu genesen. Vielleicht gibt es eine Übergangslösung für deine Mama in einer Kurzzeitpflege? Du könntest sie ja jederzeit besuchen, hast aber die körperlichen Belastungen der Pflege nicht. Da ich selbst lange in einem Pflegeberuf tätig war, weiß ich, wovon ich spreche. Wichtig ist, dass du erst einmal einen klaren Kopf bekommst, denn ich bin sicher, man kann eine Lösung für deine Mutter finden. Ganz liebe Grüße Tanja |
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#12
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Liebe Gisela, ich habe gerade die Beiträge von Dir gelesen. Erst mal Hut ab, was Du jeden Tag leistet, wenn Du Deine Mutti allein zu Hause pflegst. Wenn ich Dir einen Rat geben darf, sprich mit der Pflegedienstleiterin vom Diakonischen Werk und schildere ihr die Situation. Ich denke, gemeinsam findet Ihr eine Lösung. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass die Betreuung Deiner Mutti (ich meine nicht die Tätigkeiten aus der Grund-und Behandlungspflege) von ehrenamtlichen Helfern mit übernommen wird?Sicherlich hat Deine Mutti Pflegestufe 3, wenn man da einiges umschichtet und nocheinmal mit der Pflegekasse spricht, müßte dies zu regeln sein.
alles Gute! elisabethh.1900 |
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#13
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HalloTanja,
lieb dass auch Du mir gleich Mut machst und gute Ratschläge gibst. Es ist schön wenn man mit jemanden reden bzw. schreiben kann, denn ich bin die ganze Woche alleine, mein Mann ist mit dem LKW unterwegs und ich schreibe auch heute zum ersten mal in einem Forum. Habe meine Krebs-Diaknose nach einer Vorsorge-Untersuchung erhalten, da wurde bei mir in der Mitte, der rechten Brust rein gestochen und Probematerial entnommen. Jetzt heißt es auf meinem Befund: hochdefferenziertes tubulo-lobuläres Karzinom , >> Es handelt sich um eine maligne invasive epithteliale Neubildung (B5b) Was das auch heißen soll, ich bin fix und fertig MfG Gisela |
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#14
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Hallo,
ich habe die Diagnose genau vor einem Jahr bekommen. Mein Tumor war noch sehr klein 7mm. Ich habe ein Kind bin also nicht in deiner Situation, habe aber eine Chemo abgelehnt.. Ich wurde 30 mal bestrahlt und befinde mich in der AHT. Mir geht es gut! Die Welt geht nicht unter auch wenn es erstmal so scheint. Heute gehe ich wieder voll arbeiten und mache alles was Spaß macht. Kopf hoch.. LG Karin
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#15
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Hallo Gisela
Du musst die Betreuung deiner Mutter kurzfristig regeln. Hier bieten sich natürlich die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege an. Du hast Anspruch auf beide Leistungen. Beides ist auch ambulant anrufbar ( auch stundenweise), wenn du deine Mutter nicht in eine Heim geben willst. Die Behandlungspflege ( Medikamente geben, Insulin spritzen) ist Sache der Krankenkasse. dafür bekommst du vom Hausarzt eine Verordnung. Den Pflegedienst zahlt dann die Krankenkasse Ich würde an deiner Stelle aber über ein zeitweilige Unterbringung in ein Heim nachdenken. Gerade für die Zeit im Krankenhaus. Du hast jetzt 1,5 Jahre alles für deine Mutter getan, jetzt bist du dran. Kopf hoch Gisela, ich verstehe, dass im Moment alles über dir Zusammenbricht, deahlb nimm jede Hilfe an, die du bekommen kannst. Liebe Grüße Susi |
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