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Alt 18.12.2009, 16:58
CrazyProf CrazyProf ist offline
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Standard AW: Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom

Hallo alle,

na dann will ich auch mal ein Lebenszeichen von mir geben. Seit knapp 4 Wochen bekomme ich ja nun eine Chemotherapie. Das Forschungsprogramm, das dahinter steht, heisst "extreme", konkret bedeutet es offenbar, daß einfach alles, was sich bisher einigermassen bewährt hat, zum Einsatz kommt. Zuerst harte Sachen wie Cisplatin und Fluoruracil, und jetzt Antikörper (Erbitux).

Das brutal schnelle Wachstum (an mehreren Stellen der Zunge!!!) konnte, zumindest da, wo ich hinsehen kann, schnell gestoppt werden. Schnell passierte dann dies, daß an mehreren Stellen der Zunge weisse Brocken sich herausarbeiteten... man stelle sich eine extrem grobe Salami vor (z.B. spanische Chorizo), auf die man drauf drückt, so daß die Speckstückchen herausquellen :-( , ja, widerlich zum Anschauen. Ein Stück war so groß wie ein drittel Zuckerwürfel und mitten oben drauf. Man sagte mir, das sei abgestorbenes Tumorgewebe, aber man könne noch nicht sagen, ob das schon Verdienst der Medikamente sei oder vielleicht "Kollaps" des Tumors, weil die Blutgefässe nicht schnell genug mitgewachsen sind....

Mittlerweile ist nun aber schon einiges von diesem ekligen Zeug abgefallen oder wurde mit dem Speichel ausgeschwemmt oder von mir ausgespuckt, habe auch ein wenig mit Wattestäbchen rumgefummelt und Abgestorbenes
entfernt. Gerade der oben erwähnte Klotz mitten auf der Zunge (bzw dem Rest, den ich eh nur noch habe) ist nun ganz weg und ich sehe eine Art "verheilende Lücke". An anderen Stellen der Zunge sehe ich noch etwas "weiss"...

Richtig Klarheit über den Erfolg (vor allem in den Bereichen, wo ich nicht hinsehen kann) würde erst ein neuer MRT-Termin bringen. Leider will man das erst in wenigen Wochen mit mir machen. Schade... ob es wohl Kostengründe sind ?

Mit Nebenwirkungen habe ich bisher Glück gehabt, keine Übelkeit/Erbrechen. Nur ein wenig Akne, aber das sei typisch für Erbitux, ist mir auch nicht weiter lästig momentan.

Meinem Kreislauf ging es allerdings anfangs sehr mies, niedriger Blutdruck und gleichzeitig hoher Puls, selbst beim Liegen im Bett. Große Schwäche beim Stehen, einmal bin ich glatt im Stehen umgefallen und prompt auf dem Boden liegend eingeschlafen...

Ist nun aber auch deutlich besser geworden. Vielleicht lag es auch daran, daß mein Körper durch die Chemo sowie den aktuellen Kampf im Mund mehr Nahrung benötigte; als ich beim Wiegen entdeckte, daß ich schon wieder Gewicht verloren hatte, beschloss ich, die Kalorienzufuhr von 2500 auf
3000 kcal/Tag (=6 Flaschen HIPP) zu erhöhen, und nun habe ich auch schon
wieder ein wenig zugenommen.

Also alles in allem vorsichtige Hoffnung.....
etwas geschockt war ich allerdings über folgende Nachricht:


http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32124

tja aber was soll ich machen...

Viele Grüße an alle - Peter
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