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  #706  
Alt 20.06.2010, 00:10
Antje123 Antje123 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Liebe Juliane
Bei meiner Mutter ist es so : je mehr man vom Essen spricht oder sie zum Essen ermuntern will,desto weniger nimmt sie zu sich.Bei meinem letzten Besuch habe ich das ihr gegenüber fast ignoriert.In diesen Tagen hat sie,trotz Chemo , mehr gegessen.Sage ihr auch immer wieder,dass sie nur das Essen soll,was ihr schmeckt und soviel oder so wenig wie sie mag.Mein Vater (natürlich getrieben vor Sorge ) läuft ihr mit dem Essen förmlich hinterher.Das nervt sie ungemein.Über ihre Krankheit will sie fast gar nicht sprechen.In dieser relativ kurzen Zeit ihrer Krankheit musste ich lernen mich zurückzunehmen und auf sie zu warten.Fällt mir wahnsinnig schwer,muss es aber akzeptieren.
Alles Liebe von Antje:
__________________
Meine Mama *06.07.1941 am 25.11.2010 nach 8 Monaten ganz ruhig an BSDK gestorben.
Sie hat die Hoffnung nie aufgegeben! Ich vermisse sie unendlich.
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  #707  
Alt 21.06.2010, 19:18
Trine205 Trine205 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Liebe Juliane,

ich kenne Dich nicht, aber ich glaube nicht, dass Du gefühllos bist und red Dir das auch bitte nicht ein! Wenn Du nicht weinen mußt ist das völlig in Ordnung, die Tränen kommen schon wenn sie kommen wollen. Das Gefühl wie in einer Wolke zu sein kenne ich auch.

Was das Essen angeht habe ich es übrigens bei meinem Vater so versucht, dass ich MIR immer wenn ich da war verschiedene Dinge (hochkalorisch), die er eigentlich gern gegessen hat, gemacht habe und ihn dann gefragt habe ob ich ihm was mitmachen soll wenn ich es schon für mich mache. Keine Ahnung ob er es durchschaut hat, es hat aber meistens funktioniert, dass er wenigsten probiert hat ein wenig zu essen (oder zu trinken wenn es z.B. ein Milchshake war) und nicht genervt war. Als er Probleme mit der Mundtrockenheit hatte ging übrigens Wassereis noch rel. gut zu essen auch wenn er das eigentlich früher nie gegessen hat.
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  #708  
Alt 18.07.2010, 15:01
Britt65 Britt65 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo ...,


bei meinem Vater(76 Jahre)wurde am 22.01.2010 BSDK mit Metastasen an Lunge und Leber festgestellt. Die Diagnose hat uns alle sehr getroffen. Ich liebe meinen Vater sehr und würde alles tun, damit es ihm besser geht. Leider lebe ich 170 km von meinen Eltern weg. Wir, meine Kids und ich versuchen jede Woche mindestens ein bis zwei Tage dort zu sein. Seit dem Krankenhausaufenthalt von einer Woche bei Diagnose ist mein Vater jede Woche zur Chemo. Am Anfang gabe es noch Erlotinib dazu, das hat er aber nicht wirklich gut vertragen und bald wieder abgesetzt. Mein Paps hat hart gekämpft die letzten Wochen. Nach den Chemos hat er oft gebrochen, manchmal war aber auch gar nichts. Die Mundtrockenheit war ganz schlimm, ist jetzt aber wieder besser. Dafür hat er jetzt keinen Appetit. ist sehr schwach und fängt an vergesslich zu werden. Bis vor zwei Wochen konnte er noch mit viel Mühe in den ein Kilometer entfernten Garten gehen. Dort hat er dann ganz leichte Arbeiten verrichtet oder einfach nur auf der Bank gesessen. An manchen Tagen ging gar nichts. Morphium bekommt er natürlich auch. Zwischenzeitlich hate er eine schwere Trombose. Einmal hat er eine Bluttransfusion bekommen, da sein HB wert bei 5,6 war. Der Arzt meinte aber das kann man nicht so oft machen, weil sich (bildlich gesprochen) der Tumor auf dieses frische Blut stürzt und dann wohl noch mehr wächst. Jetzt ist der HB wert wieder bei 6,0. Mein Vater ist so schwach wie noch nie und quält sich ständig mit der Frage rum, ob er die Chemo aufgeben soll. Ich befürchte, er wird bald nicht mehr laufen können, weil er so schwach ist. Kennt jemand Möglichkeiten, die Schwäche noch etwas aufzuhalten? Sein Bauch wächst auch, da ist wohl Wasser drin, die Ärzte meinen das ist noch nicht so schlimm. Meine Mum ist verständlicherweise mit der Situation sehr gefordert und manchmal überfordert. Hilfe nimmt sie nur schwer oder gar nicht an. Kann ich auch gut verstehen, aber ich denke, bald werden wir es nicht anders schaffen. Wenn es ganz schlimm wird will ich versuchen vier Wochen zur Pflege freizunehmen. Da gibt es was ohne Entgelt mit weiterversicherung bei der Krankenkasse. Hat da schon jemand Erfahrung mit. Als ich bei uns nachgefragt habe, hat die KK gesagt, dass sie noch keinen einzigen Fall hätten, der das in Anspruch genommen hat. Und dann muss mich mein AG ja auch von der Arbeit freistellen. Man ist so oft ratlos mit dieser Krankheit. Ich bin "froh" das ich hier Infos finde. Jedes Schicksal für sich ist heftig. Krebs macht mir langsam Angst.

Ich wünsche allen, die betroffen sind viel Kraft. Liebe Grüße Britt.

Geändert von Britt65 (18.07.2010 um 15:09 Uhr)
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  #709  
Alt 18.07.2010, 15:09
Britt65 Britt65 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo ...,

bei meinem Vater(76 Jahre)wurde am 22.01.2010 BSDK mit Metastasen an Lunge und Leber festgestellt. Die Diagnose hat uns alle sehr getroffen. Ich liebe meinen Vater sehr und würde alles tun, damit es ihm besser geht. Leider lebe ich 170 km von meinen Eltern weg. Wir, meine Kids und ich versuchen jede Woche mindestens ein bis zwei Tage dort zu sein. Seit dem Krankenhausaufenthalt von einer Woche bei Diagnose ist mein Vater jede Woche zur Chemo. Nach drei mal eine Woche Pause. Am Anfang gabe es noch Erlotinib dazu, das hat er aber nicht wirklich gut vertragen und bald wieder abgesetzt. Mein Paps hat hart gekämpft die letzten Wochen. Nach den Chemos hat er oft gebrochen, manchmal war aber auch gar nichts. Die Mundtrockenheit war ganz schlimm, ist jetzt aber wieder besser. Dafür hat er jetzt keinen Appetit. ist sehr schwach und fängt an vergesslich zu werden. Bis vor zwei Wochen konnte er noch mit viel Mühe in den ein Kilometer entfernten Garten gehen. Dort hat er dann ganz leichte Arbeiten verrichtet oder einfach nur auf der Bank gesessen. An manchen Tagen ging gar nichts. Morphium bekommt er natürlich auch. Zwischenzeitlich hate er eine schwere Trombose. Einmal hat er eine Bluttransfusion bekommen, da sein HB wert bei 5,6 war. Der Arzt meinte aber das kann man nicht so oft machen, weil sich (bildlich gesprochen) der Tumor auf dieses frische Blut stürzt und dann wohl noch mehr wächst. Jetzt ist der HB wert wieder bei 6,0. Mein Vater ist so schwach wie noch nie und quält sich ständig mit der Frage rum, ob er die Chemo aufgeben soll. Ich befürchte, er wird bald nicht mehr laufen können, weil er so schwach ist. Kennt jemand Möglichkeiten, die Schwäche noch etwas aufzuhalten? Sein Bauch wächst auch, da ist wohl Wasser drin, die Ärzte meinen das ist noch nicht so schlimm. Meine Mum ist verständlicherweise mit der Situation sehr gefordert und manchmal überfordert. Hilfe nimmt sie nur schwer oder gar nicht an. Kann ich auch gut verstehen, aber ich denke, bald werden wir es nicht anders schaffen. Wenn es ganz schlimm wird will ich versuchen vier Wochen zur Pflege freizunehmen. Da gibt es was ohne Entgelt mit weiterversicherung bei der Krankenkasse. Hat da schon jemand Erfahrung mit. Als ich bei uns nachgefragt habe, hat die KK gesagt, dass sie noch keinen einzigen Fall hätten, der das in Anspruch genommen hat. Und dann muss mich mein AG ja auch von der Arbeit freistellen.

Ich wünsche allen, die btroffen sind viel Kraft. Britt

Geändert von Britt65 (18.07.2010 um 19:55 Uhr)
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  #710  
Alt 12.08.2010, 00:09
Superfrog Superfrog ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo, habe mich gerade hier angemeldet. Wenn der Beitrag hier nicht richtig aufgehoben ist, bitte verschieben.

Ich wollte mal meine erlebte Situation schildern, welchen Gang meine am 07.08.2010 verstorbene Mutter durchschritt. Ich kann nicht warten, obwohl es noch ganz frisch ist, aber ich muss es mir von der Seele schreiben.

Meine Mutter klagte über Oberbauchschmerzen die sie soweit trieben bis sie den Gang ins Krankenhaus an trat. Erkannt wurde BSDK Ende September 09. Dabei wurden auch Metastasen in beiden Leberlappen festgestellt.
Meine Mutter bestritt im Laufe der Zeit mehr oder weniger gut 18 Chemos mit Gemcitabin + Erlotinib, die den Tumor und die Metas laut CT´s etwas verkleinerten. Am 09.05.10( Gewicht verloren, von 78 kg auf 58 kg) stellte sich braunes Erbrechen ein. Es erfolgte eine Einweisung auf die onkologische Station. Dort wurden die üblichen Untersuchungen wie Ultraschall, Magenspiegelung, Kontrast-Untersuchung usw. durchgeführt.

Ergebnis: mehrere Verschlussstellen im Dickdarm.

Der Tumor war trotz 18 Chemos in den Dickdarm eingewachsen und hat Metastasen in den Zwölffingerdarm abgelegt.

Am 21.05. erste OP, dabei wurden 30 cm Dick-und Dünndarm entfernt. Es wurde ein künstlicher Dickdarm gelegt.
3 Tage später, am 24.05 war braunes Sekret im Ablaufbeutel erkennbar.

Notoperation da Stuhlgang in den Magen läuft. Beim ersten mal war genäht wurden, das Fleisch starb ab und somit löste sich die Naht. Es sollte diesmal besser werden. Es wurde diesmal geklammert und zwar doppelt.
Aus der zweiten OP wieder hoch auf Station. Die halbe Belegschaft der Krankenschwestern hat kein Pfifferling mehr auf meine Mutter gegeben das sie lebend den Operationssaal verlässt.

Das sollte es aber noch nicht gewesen sein

. Wieder 3 Tage später wurde braunes Sekret entdeckt. Runter in den OP Saal. Die klammern lösten sich.
Meine Mutter sprach ein Gebet vor dem dritten Eingriff. Die letzten 2 OP´s hatten ihr die ganze Kraft geraubt. 45 kg hatte sie zu dem Zeitpunkt auf der Waage.

Der Arzt entschied sich bei der dritten OP keine Naht mehr zu setzen sondern direkt einen Dünndarmausgang zu legen. Der Dickdarm war inaktiv.

Meine Mutter, hat gekämpft wie eine Löwin. Sie überstand auch die dritte.
Diesmal gab es keine Komplikationen.

Ergebnis. 3 Operationen innerhalb von 7 Tagen. Dickdarmausgang zu(Stomakappe-Blindstoppen)
Dünndarmausgang aktiv

Die Lage normalisierte sich wieder etwas. Sie bekam anfangs Trinknahrung über Vene und langsam an den Dünndarm angepasste leichte Kost.

Wir Kinder waren jeden Tag bei ihr. Gleichzeitig bereiteten wir einen Umzug vor, da sie nicht mehr in die 3.Etage kommen würde. Neue Wohnung gabs nur 1. Etage.

Meiner Mutter wurde dann ein Rehaplatz zugewiesen. 5 Wochen Reha. Dort konnte sie nicht viel machen. Der Tumor strahlte auf Bauch und Rücken aus. Somit konnte man eigentlich nicht viel mit ihr machen außer leichte Sportübungen im Bett. In der Reha bekam sie auch einen Port gelegt der die lästige Armstecherei ersetzte. Die Venen waren schon ganz hart und teilweise trocken.

Am 27. 07.10 war es endlich soweit. Wir Kinder erwarteten unsere Mutter zuhause, diesmal in ihrer neuen Wohnung. Sie war so glücklich darüber. Sie hat sich wahnsinnig gefreut wieder daheim zu sein und ihre neue Wohnung zu genießen.

Es wurde ein Pflegeteam beauftragt der den Stoma und Portwechsel durchführte und ihr die Trinknahrung anschloss.
Am 03.08.10 hatte sie eine wahnsinnig schmerzhafte Nacht durchlebt. Sie schrie vor Schmerzen. Konnte nicht liegen, da dass Pflegebett mit Weichlagerungsmatratze noch nicht da war. Auch Morphiumpflaster die sie seit der Reha zusätzlich zu den anderen Schmerzmitteln bekam half da nicht. Sie erbroch Galle und Stuhl.

Es wurde ein Palliativteam hinzu gezogen die meiner Mutter eine Schmerzpumpe verpassten und das Erbrechen reduzierten. Die Schmerzen waren weg. Sie war erleichtert. Gleichzeitig bemerkten wir das der Stomabeutel vom Dünndarm, den sie sonst 2-3 mal am Tag leerte, immer weniger absonderte bis er am 05.08. total trocken war. In den Beutel kam nichts mehr, dafür erbrach sie umso mehr Galle und Stuhlgang.
Palliativteam machte Ultraschall zuhause.

Der Krebs drückte also den Dünndarm entweder ab oder war auch dort eingewachsen.

Das Erbrechen wurde durch andere Medikamente weiter reduziert. Es half nichts mehr.

Meine Mutter wurde nur 57 Jahre und schlief am Samstag den 07.08.10 um 08.00 zuhause in meinen Armen ein. Endlich erlöst von Op´s und Schmerzen. Sie hatte seit dem 09.05.10 keine Chemo mehr bekommen. Sie wollte auch keine mehr.

Mein Dank geht hier ausdrücklich an das Palliativteam die meiner Mutter die Schmerzen nahmen und somit auch vom fast 10 Monate langen Kampf erlösten.


Allen die Bauchspeicheldrüsenkrebs haben wünsche ich viel Kraft, Mut und Durchhaltevermögen.

Noch eine Schlussbemerkung von mir. Ich weiß wie es ist, wenn man aus heiterem Himmel mit diesem sehr aggressiven Krebs konfrontiert wird und jede Internetseite Tag und Nacht nach Informationen durchwühlt und BSDK-Broschüren liest.
Ich habe keine Verwendung mehr dafür. Ich muss leider den letzten Gang für meine Mutter organisieren.
Ich biete aber an, einem Betroffenem der erst jetzt von seiner schrecklichen Krankheit erfahren hat, oder dem Angehörigen, diese Broschüren und Ernährungscd´s kostenlos zu übersenden damit er sich informieren kann und nicht ohne was da steht. Porto geht auf mich. Das ist es mir wert. Einfach eine Boardmail an mich, der erste der sich meldet bekommt sie.

Viel Glück! Ein trauender Angehöriger!

Geändert von Superfrog (12.08.2010 um 00:22 Uhr)
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  #711  
Alt 18.08.2010, 00:22
Iris46 Iris46 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen


Hallo an Euch Alle!
ich bin zwar in diesem Teil vom Forum neu aber bin selbst vor 4 Jahren an BK erkrankt, so dass mir dieses Forum nicht fremd ist. Nun ist leider meine Tante, sie wird am Donnerstag 71 Jahre alt, an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt. Sie muss diese Krankheit schon seit längerer Zeit gehabt haben aber es wurde einfach nicht erkannt. Sie war mehrfach wegen plötzlichem Erbrechen und Fieber in der Vergangenheit im Krankenhaus - es wurde nie etwas "gefunden". Ohnehin immer sehr, sehr schlank, nahm sie immer weiter ab........... nun ist sie seit einiger Zeit in der Uni-Klinik Münster und wurde endllich gestern operiert - leider mit diesem niederschmetterndenm Ergebnis. Nähere Angaben habe ich nicht - mein Onkel ist ziemlich fertig und konnte mit dem Arzt nur am Telefon sprechen, morgen weiss er sicher mehr.... Nächsten Mittwoch ist die Tumorkonferenz und dann wir weiter beraten.... Ich kenne mich zwar bestens mit BK aus aber über diese Erkrankung weiss ich bisher nur wenig.... Ich habe ein sehr inniges Verhältnis zu meiner Tante, wir sind wie Freundinnen, haben viele schöne Urlaube miteinander verbracht.... durch meine eigene Krebserkrankung kann ich sichelich besser mit ihr umgehen aber für sie ist es natürlich der "Holzhammer" und für meinen Onkel auch! Sie hatten noch so viele schöne Reisen geplant..... Ich weiss noch zu wenig über die Krankheit und insbesondere weiss ich nichts über ihren Tumor und Befund und die OP überhaupt. Was wurde entfernt? Darf ich Euch, wenn ich nähre Infos habe nochmal befragen? Ganz lieben Dank und für Euch ALLE auch sehr viel Kraft - das brauchen wir einfach!
Liebe Grüsse! Iris
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  #712  
Alt 26.08.2010, 02:44
Iris46 Iris46 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo an Euch Alle!
Heute war die Tumor-Konferenz und das "ganz auf die Schnelle" Ergebniss ist ein 1.8 cm Tumor, im "Gesunden" entfernt, ohne Metastasen-was ja durchaus ein positives Ergebnis ist! Meine Tante ist in einem sehr schlechten Zustand, der aber vielleicht in diesem Stadium normal ist - die OP war am 16.08. - sie muss sich permanent übergeben, Verdauung = null, bekommt aber ja auch nur flüssige = künstliche Ernährung. Ihr Zustand ist aufgrund der starken Gewichtsabnahme sehr schlecht-sie ist einfach zu schwach, zum Laufen, bzw. sich überhaupt zu bewegen.......morgen stehen dann die Gespräche mit den Ärzten an... eine Chemo Therapie wird angeraten aber macht das jetzt Sinn - bei ihrem schlechten Zustand????????????
Habt Ihr Erfahrungen?????
Danke!!!!!!!!!!!!
Liebe grüße! Iris
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  #713  
Alt 27.08.2010, 01:01
meral72 meral72 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo Iris,

es freut mich dass deine Tante keine Metas hatte und die OP mööglich war... Eine Chemotherapie denke ich ist auf jeden fall ratsam..Aber nach so einer großen OP wird es sicherlich zuerst mal Zeit brauchen bis mann damit beginnt.... Alles Gute für die Zukunft wünsche ich euch...


Gruss Meral
__________________
Meine liebe Mama (54 Jahre), hat den Kampf gegen BSDK 2 Monaten nach der Diagnosestellung am 24.03.2010 verloren.... Du fehlst mir sehr Mum...
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  #714  
Alt 31.08.2010, 19:09
Iris46 Iris46 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

[FONT="Comic Sans MS"]Danke
Danke Meral! Meine Tante wird am Donnerstag erstmal nach Hause entlassen. Soll aber binnen 4 Wochen mit der Chemo beginnen..... ich bin nicht sicher ob sie das schafft! Meiner Meinung nach wäre es erstmal besser eine Reha zu machen und dann im Anschluß die Chemo aber das macht wohl lt. der Ärzte keinen Sinn.... Ich hoffe, sie erholt sich zu Hause erstmal.
Liebe Grüsse!
Iris
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  #715  
Alt 08.09.2010, 21:02
morbius morbius ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo.
Ich hab mich grad angemeldet weil mich dieses Forum sehr interessiert und ich hoffe das man mir hier ein wenig helfen kann.

Bei meinem Papa wurde am 21.03.2010 Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert mit verdacht auf Metastasen in der Leber ( die aber punktiert werden müßte um sicher zu sein was mein Papa nicht will).Er wurde dann vom KH aus zu einem Onkologen geschickt der mit Ihm alles weitere besprach da eine OP angeblich nicht helfen würde da die Schmerzen dann zu groß wären(laut onkologe) Sollen wir das so hinnehmen? Entschied sich der Arzt für eine Chemo( die am 25.03. begann) leider konnte mein Papa mir nicht sagen was das für eine ist außer das die chemo relativ neu wäre und man fast!!! keine Nebenwirkungen hätte. Die ersten blöcke liefen auch relativ erfolgreich es ging Ihm richtig gut und er machte Pläne was er alles so noch machen will(z.B.: Küche renovieren) doch seit ungefähr einer Woche ist alles anders, es geht Ihm so schlecht wie nie er hat Wasser in den Beinen und im Bauch so viel das er teilweise keine Luft mehr bekommt obwohl er Wassertabletten bekommt wird es überhaupt nicht besser dazu kommen Blähungen und Durchfall. Mittlerweile so ungefähr seit Sonntag geht gar nichts mehr er kommt nicht mehr aus dem Bett allerhöchstens um auf die Toilette zu gehen.Der Onkologe hat gesagt das er jetzt eine andere Chemo bekommen soll doch auch da weiß ich nicht was für eine.Ich habe versucht einen Termin bei dem Onkologen für mich und meine Mutter zu bekommen weil wir fragen zur Therapie haben dieses lehnten die Sprechstundenhilfen aber mit der Begründung der Schweigepflicht ab (Obwohl wir bei 2 arztbesuchen schon dabei waren) Da ich einen kranken Mann( Herzinfarkt mit 37 ) zu hause habe um den ich mir zusätzlich auch noch sorgen machen muß habe ich das Gefühl bald einen zusammenbruch zu erleiden.Ich bin total fertig könnte nur noch weinen.Ich weiß nicht wie ich meinem Papa wieder beibringen soll weiter zu kämpfen.Kann mit vieleicht einer einen rat geben?
Lg
morbius
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  #716  
Alt 09.09.2010, 19:46
morbius morbius ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

hallo.
Ich war heute wieder bei meinem Papa und ich bin echt schockiert es geht Ihm immer schlechter.Er kann noch nicht mal was Essen weil Ihm nichts mehr richtig schmeckt,ich habe mit meinem Papa aber geschimpft weil er die Medikamente auf nüchternen Magen nimmt und ich denke das das nicht gut sein kann.Also haben mein Mann und ich Ihm ein bißchen was aufgezählt was er essen könnte und sind schließlich zum ergebnis gekommen das er gerne einen Joghurt möchte. Gesagt getan. Es aß auch ein wenig davon doch leider bekam er gleich Magenschmerzen.Ich weiß echt nicht mehr weiter.

Er denkt jetzt schon das das der Anfang vom Ende ist.Wie kann ich Ihn ermutigen weiter zu kämpfen?
War es bei euren Angehörigen genau so?
Wo bekomme ich Vitamine in flüssiger Form oder als Lutschtabletten im moment kann er keine Tabletten mehr sehen? Da er im moment nicht wirklich was ißt hätte ich gerne das er wenigstens so ein paar Vitamine bekommt.
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  #717  
Alt 11.09.2010, 01:14
meral72 meral72 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo Morbius,

wasser in den Beinen und im Bauch sind keine gute Anzeichen.. Wie wäre es wenn ihr mit eurem Dad nicht zum Onkologen sondern ins Krankenhaus fahren würdet... Vielleicht können die dort ihn nochmal aufpeppeln....

Gruss
Meral
__________________
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  #718  
Alt 11.09.2010, 09:40
dolores2505 dolores2505 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo Morbius,
vielleicht könnte Dien Vater hochkalorische Nahrung (flüssig) zu sich nehmen. Wird vom Arzt verschrieben z.B. Fresubin.
auch Vitaminspritzen kann der Onkologe Deinem Vater geben,
sind einfach für das Wohlbefinden und zum Aufbau da, meiner Mutter gings danach immer recht gut. Fragt einfach mal nach, ohne Fragen geht nichts, von alleine schlägt einem das niemand vor !
Alles gute
Dolores
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  #719  
Alt 11.09.2010, 22:33
morbius morbius ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Vielen lieben Dank für eure antworten.
An Meral
Mein Paps ist sei gestern in der Klinik dort hat die Oberärztin Ihm gesagt das die das Wasser abziehen können. Ich habe meinem Paps dazu geraten damit er wieder etwas besser Luft bekommt.Leider hat die Ärztin Ihm auch gesagt das er langsam alles regeln soll da der Tumor gewachsen ist und der in der Leber auch.Ich bin dann noch mit Ihr vor die Tür und habe nachgefragt wie lange meinem Papa noch ungefähr bleibt und sie sagte vieleicht 2 Monate.Ich hoffe einfach das er doch noch wenigstens Weihnachten bei mir und meiner restlichen Familie ist.Wie hast Du es geschafft damit klar zu kommen falls Du klar kommst.

Ach eh ich es vergesse: Ein scheiß auf die Tumormarker( egal wie der wert ist er zählt nicht auch wenns die Ärzte sagen) denn es heißt nicht das wenn sie sinken das der Krebs nicht weiter wächst.
Lg
morbius
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  #720  
Alt 12.09.2010, 00:33
meral72 meral72 ist offline
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Standard AW: Erfahrungen einer Angehörigen

Hallo Morbius,

damit klarkommen? kann ich nicht...es ist sehr schwer.. mein ganzes leben hat sich mit der Erkrankung meiner Mum verändert... Ich habe damals meine Eltern gleich bei mir aufgenommen..Mein Dad wohnt immer noch bei mir obwohl er ja auch nach Hause gehen kann.. Es herscht kein normales Leben und ich habe so ein Sehnsucht nach meiner Mum...
Meine Mum hat ja nur 2 Monate gelebt nach der Diagnosestellung... Wir haben zu der Zeit immer nach Möglichkeiten gesucht wie es evt. weitergehen wie wir sie retten können... Aber es ging nicht weiter... Meine Mum hatte auch extrem viel Wasser in den Beinen und Bauch darum wollte ich dir gestern nicht direkt schreiben doch nun weiss du es ja vom Arzt... Es kommt eine sehr schwere Zeit auf euch zu... Die Zeit davor und danach dass kann nur jemand fühlen der es eben auch so mitgemacht habt... Ich wünsche euch vom ganzen Herzen dass euer Dad noch bis Weihnachten bei euch bleibt... Denn ersten Feiertag ohne Mum habe ich hinter mir gebracht und ich war krankenhaus reif....Ich hoffe ich habe dich nicht damit ziemlich runtergeholt...

PS. Wenn du selber ein Thread eröffnest wirst du auch mehr antworten bekommen...

Liebe Grüße
Meral
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