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#11
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Liebe Chica.
Mich hat es geschockt, dass deine Schwester „nein“ gesagt hat, als du ihn anfassen wolltest. Ich habe meinen Papa während seiner Schlafphasen immer gestreichelt und er ist nicht wach geworden. Ich bin aber sicher, dass er mich gespürt hat und es war ein warmes, wunderbares Gefühl, ihn zu berühren – daher: leg deine Hand auf seine und wenn du das eine Zeit lang getan hast, dann streichel ihn einfach ganz sanft und weich wie eine Wolke - wenn er dadurch wach wird, dann mach dir keine Gedanken. Er schläft bestimmt wieder ein. Und während du ihn streichelst, kannst du doch ganz leise mit ihm sprechen, ihm all das sagen, was du noch sagen willst. Als ich meinem Papa sagen wollte, dass er beruhigt gehen darf und wir uns um Mama kümmern und alles geregelt ist, hat mir das Herz bis zum Hals geklopft und ich dachte, Papa könnte es sogar hören. Ich war aufgeregt, hatte ein Zittern in der ganz leisen Stimme. Aber ich war so stolz, dass ich es trotz allem geschafft habe, ihm das zu sagen. Ich möchte dich ermutigen, dass du dich von niemandem wegschicken oder stoppen lassen musst. Tu es für dich und tu es für deinen Paps. Nimm dir diesen Moment für euch beide ganz alleine und wenn du weinen musst oder auch aufgeregt bist, ist das nicht schlimm. Sage ich im Nachhinein. Chica, ich denke an dich und hoffe für deinen Paps, dass er nicht leiden muss und für dich, dass du deine Worte und Gedanken an deinen Papa weitergeben kannst. PS: Frag doch den Palliativ-Dienst mal, ob er ersticken würde – ich hatte diese Angst auch, weil Papa in den letzten Tagen nicht richtig schlucken konnte und sich öfters verschluckt hat. Und die nette Schwester im Hospiz sagte mir, dass er auf gar keinen Fall ersticken wird. Das hat mich sehr beruhigt.
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Alles Liebe. ********************** Papa, für immer in meinem Herzen - 31.12.2007 |
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