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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche Erfahrungen, habe so Angst um Papa


bärchen3
24.04.2007, 21:31
Hallo an alle,vor 3 Jahren war ich hier, eher als stille Leserin. Meine Schwester starb mit 41 Jahren an einem Gehirntumor. Heute suche ich hier wieder halt, Kraft und Hilfe. Mein Papa 68, wurde gestern vor einer Woche ins Krankenhaus eingeliefert. Er hatte Darmbluten. Wir hatten Angst vor Darmkrebs aber es handelte sich um "harmlose" Devertikel. Durch eine Routineuntersuchung der Lunge wurden wir dann Knallhart mit der Tatsache konfrontiert, dass Papa einen Tumor auf der linken Lunge im mittleren Lappenbereich hat. Ich kann es nicht glauben. Habe Angst und keine Vorstellung ob ich Papa jetzt verlieren werde. Der Tumor ist 2,5 cm um Papa hatte keinerlei Beschwerden in Bezug auf die Lunge. Er ist seit 19 Jahren Nichtraucher, davor war er ein sehr sehr starker Raucher. Am Donnerstag soll er in die Klinik nach Karlsruhe verlegt werden. Danach Untersuchungen und Biopsie. Ich war am WE da, kann nicht immer da sein, wohne 550 km entfernt, habe 2 Kinder 10 und 12 und lebe seit juli 07 getrennt, da mein Mann mich verlassen hat. Wer kann mir Infos geben. Auf was muss man achten? Danke und Grüße Sonja

Ulla Krefeld
24.04.2007, 22:32
Liebe Sonja,

ich glaube, es geben nicht allzu viele Worte, die Dich derzeit trösten dürften. So schlimm, wie Dich das Schicksal rüttelt. Aber da wir Menschen die Fähigkeit haben, manchmal über uns selbst hinaus zu wachsen, eins nach dem anderen bewusst anzupacken, kann man dem Schicksal manchmal ein Schnippchen schlagen und versuchen, das Beste draus zu machen.

Dass bei Deinem Vater, der ja keinerlei Beschwerden hatte, alleine durch eine Routineuntersuchung etwas in der Lunge festgestellt wurde, könnte man ja fast als "Glücksfall" bezeichnen. Wir wissen alle, dass die Früherkennung äusserst wichtig ist. Durch die bevorstehende Biopsie wird ja festgestellt, ob es 1. überhaupt Krebs ist, 2. wenn ja, um welche Krebsart es sich handelt. Drum bleibt es jetzt erst einmal abzuwarten. Hauptsache ist, dass Dein Vater in Guten Händen ist und schnellstens behandelt wird.

Es ist schön, dass Du Dich hier gemeldet hast, denn hier ist immer jemand, der versuchen wird, Dir beizustehen.

Nächste Woche weisst Du schon viel mehr. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass alles gut ausgeht.

Liebe Grüsse Ulla

bärchen3
25.04.2007, 08:26
Liebe Ulla, danke für deine Antwort. Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis nächste Woche. Papa hat auch Angst davor, ich sage ihm immer wieder "wir schaffen es" Aber eigentlich muß er es ja schaffen. Ich freue mich für dich, dass deine Behandlung angeschlagen hat und es baut auf, zu sehen, dass es auch so geht. Ganz liebe Grüße, weiterhin für dich das Beste,
Sonja

bärchen3
14.05.2007, 20:25
Mein Papa hat durch Zufallsdiagnose erfahren, dass er Lungenkrebs hat. Es ging alles schnell, kompletter rechter Lungenflügel wurde entfernt. Wir warteten dann auf das Ergebnis. Papa hat nicht nachgefragt was genau es ist, ob Metastasen usw. Ich wohne 550 km entfernt und habe habe durch meinen Vater die Erlaubnis, mit den Ärzten zu telefonieren. Ich habe angerufen und mir die histologischen Befunde schicken lassen. Die Ärztin sagete mir es wäre ein Adenocazinom, ohne Fernmetastasen aber von 30 entfernten Lyphknoten, 14 befallen. Jetzt soll er für 7 Wochen nach Hause um zuzunehmen und sich zu erholen und dann folgt Chemo und Strahlentherapie. Ich fragt die Ärztin ob sie papa alles gesagt hat und sie sagte er wüsste dass er Lungenkrebs hat, weiteres hätte er nicht gefragt und sobald ein Pátient nicht fragt erzählt man ihm auch nichts. Ich weiß nicht, ob ich ihm alles erklären soll. Sind 7 Wochen nicht zu lang, was ist wenn sich das Zeug weiterverbreitet? Er hat sich super schnell von der OP erholt und freut sich nach hause zu kommen. Ich habe arg große Angst, dass alles schief geht. Am Freitag findet das Gespräch mit den Radiologen zwecks weiterbehandlung statt. Ich werde dabei sein. Gibt es etwas woran ich denken muß, was soll ich fragen? was ist wichtig? Er liegt in einer Klinik in Karlsruhe. Ich würde mir so wünschen, dass ich hier Mut bekomme, ich habe von 2 Jahren meine Schwester verloren, letztes Jahr hat uns mein Mann verlassen und ich WILL meinen PAPA nicht verlieren.
Freu mich auf Nachrichten.
Sonja

ine
14.05.2007, 20:34
Ich drücke Ihrem Vater die Daumen.
Wie geht es ihm?
Bei meinem Vater haben Sie auch Verdacht auf Lungenkrebs gestellt. OP voraussichtlich nicht möglich.
Jetzt wollen sie eine Chemo machen, um mögliche Weiterentwicklungen zu bremsen.
Der Arzt meinte, dass alles nur palliativ, ohen Heilung sei.
Er meinte, Chemo sei wichtig, um die Lebensqualität zu erhöhen. Aber nach jeder Chema-Runde könnten die Krebszellen immun gegen das Mittel werden und danach noch schneller wachsen und streuen.
Was sagt Ihr Arzt?

bärchen3
14.05.2007, 21:18
Hallo,
so genau haben wir noch nicht geredet. Am Freitag findet das Gespräch statt. Ich habe nur gehört, dass so eine Chemo in Verbindung mit Strahlen auch den Patienten total belastet und es für manche zu viel ist. Bei Papa konnte zumindest operiert werden. Er und meine Mutter meinen jetzt allerdings alles ist raus und er ist "gesund".
Wie alt ist dein Papa (ich darf doch "du" sagen, oder?). Mein Papa ist 68. Das ist doch kein Alter. Ichhabe in einem anderen Beitrag gelesen, man sollte den Krebs einfach als einen Teil von sich selbst annehmen, dann wird wohl die Angst kleiner.... ich wéiß nicht wie ich es tun würde, ich weiß nur ich würde kämpfen und ich wünsche ALLEN Betroffenen ganz ganz viel Kraft um diesen Kampf zu gewinnen.
Liebe Grüße
Sonja

tristesse
15.05.2007, 07:17
hallo sonja!
ich wünsche dir und deinem papa noch eine lange und glückliche zeit zusammen.aberegal wie lang oder wie kurz diese auch sein mag, überlege jetzt wieviel zeit du mit deinem papa verbringen möchtest,sag ihm alles was du ihm schon immer sagen wolltest und mach alles was du schon immer mit ihm zusammen tun wolltest!
auch ich hatte schreckliche angst um meinen vater, bei ihm wurde im dezember 2004 ein nicht kleinzelliges bronchialkarzinom ohne metastasen und ohne lymphknotenbefall festgestellt.leider war er aufgrund seiner herzschwäche nicht narkosefähig,er bekam 25 bestrahlungen und begleitende chemotherapie.
am30.april2005ist er gestorben.meine traurigkeit ist nicht zu beschreiben, aber ich habe diese ganzen letzten monate mit ihm verbringen dürfen,bin mit ihm zu jeder behandlung gefahren, habe ihn täglich versorgt und als er gehen mußte war ich bei ihm.er war zufrieden das er zu hause sein durfte bis zuletztund ich tröste mich damit das ich diese zeit mit ihm hatte.
bitte die ärzte die deinen papa behandeln um ehrlichkeit,damit du entscheiden kannst,was du tun möchtest.
alles liebe und gute für dich, deinen papa und eure familie und gottes hand fest um deine hand geschlossen,
nurgitte

Ulla Krefeld
15.05.2007, 08:48
Liebe Sonja,

aus dem ersten Thread von Dir war ersichtlich, dass durch eine Routineuntersuchung bei Deinem Vater der Lungenkrebs festgestellt wurde. Gott sei Dank haben die Ärzte ja sofort reagiert, und das in sehr kurzer Zeit. Die Operation hat er nun schon gut überstanden, wie Du sagst. Damit hat er doch schon sehr viel gewonnen. Es wurden ja keine Fernmetastasen gefunden, und die befallenen Lympfknoten wurden ja wohl auch heraus operiert.

Die Chemotherapie und anschliessende Strahlentherapie wird doch zur Sicherheit gemacht, damit sich nichts mehr im Körper breit machen kann! Aus medizinischer Sicht wird doch alles getan, damit Deinem Papa geholfen wird. Und damit hast Du und Dein Vater einen wunderbaren Hoffnungsschimmer.

Es ist jetzt wichtig, dass Dein Vater nach Hause kommt und sich somit körperlich und auch seelisch auf die bevorstehende Therapie einstellen kann. Es ist eine grosse Chance liebe Sonja.

Bleib jetzt tapfer, denn ich weiss ja, wieviel Du schon mit gemacht hast.


Denke - alles wird gut


Liebe Grüsse Ulla

Tina02
15.05.2007, 17:33
Hallo Sonja,
als ich Deinen Bericht las, dachte ich erst, ich hätte es geschrieben.
Mir geht es ganz genauso wie Dir. Ich wohne auch 550 km von zu Hause entfernt, und kann meinem Papa nur aus der Ferne beistehen.
Er wurde im letzten Jahr operiert. Er hatte ein Plattenepithelkarzinom (nicht kleinzelliges Bronchialkarzinom) am rechten Lungenflügel. Der wurde entfernt und die Lymphdrüsen vorsichtshalber auch gleich. Die waren aber ok. Nach der OP bekam er weder Bestrahlungen noch Chemo. Ich sagte ihm, er soll mal fragen warum. Die Ärzte sagten ihm dann, sie haben zu 99% alles entfernt. Da ist nichts mehr. Mein Papa glaubte ihnen. Nach einer 3-wöchigen Reh ist er dann nach Hause und sollte nach 4 Monaten wieder zur Kontrolle in die Klinik. Er hat sich so gut erholt. Hat gut zugenommen wieder, die Lunge funktionierte auch einwandfrei. Im August dann musste er zum CT und da sah man wieder was. Der nächste Schritt war ein PET, einen Monat später.
Dort stellte man dann fest, das sich weitere kleine Tumore gebildet haben (Leber, Oberbauch und Bronchien). Ich glaub 3 Stück. So genau kann ich auch alles gar nicht beschreiben, weil er nicht so offen darüber redet.
Auf jeden Fall war nun Chemo angesagt, weil ja OP nicht mehr möglich.
Bis zur Chemo war alles ok. Dann kam der Schlag. Er hat sie nicht vertragen.
Fieber, Gewichtsverlust, Immunsystem im Keller, Blutwerte total runter, die ganze Palette. Nachdem es mit einer anderen Zusammensetzung auch nicht besser wurde, hat sein Arzt ihn auf die Tabletten TARCEVA umgestellt. Die nahm er nun brav, so kanpp 60 Tage ein und nun nach CT und Ultraschall der befallenen Organe, stellte sich raus, dass die ein Stillstand bewirkt haben. Sprich es ist nicht schlechter, aber auch nicht besser geworden. Der Arzt sagte ihm nun am letzten Freitag, er brauch sie nicht mehr nehmen und sich bis nach Pfingsten erholen und dann wird eine neue Chemo begonnen. Diesmal Docetaxel, ich glaub noch mit Cortison. Ich glaub ich spinne, ein Stillstand ist doch auch gut. DEr Allgemeinzustand hatte sich verbessert und er fühlte sich auch ganz gut damit. Warum setzt man dann die Tabletten ab?Ich weiß jetzt nicht was ich machen soll. Mit dem Arzt habe ich noch nie geredet, kenn ihn
gar nicht.
Hat jemand Erfahrungen mit diesen Tabletten und weiß, wie lange man die einnehmen muss, bis sie wirken?
Vielleicht sollte man sich mal eine zweite Arztmeinung einholen, aber krieg den Papa mal soweit, wo anders hinzufahren.
Was meint ihr?
LG
Tina

bärchen3
15.05.2007, 18:41
Hallo an Alle,
es tut gut sich hier austauschen zu können. Hier ist der Krebs kein TABU thema sondern er gehört dazu.
Tina, ich würde immer wieder versuchen, vorausgesetzt dein Papa erlaubt es, mit den ÄRzten direkt zu telefonieren. Ich denke je weniger man fragt umso weniger sagen die einem. Es hört sich ja alles gar nicht gut an. Ich denke positiv denken ist wichtig. Mit den Chemomitteln kenne ich mich noch nicht aus, aber am Freitag findet das Aufklärungsgespräch statt, indem alles erklärt wird. Ich werde dabei sein und mir alles genau notieren. Weiß nicht, ob ich alles fragen soll, was mich interessiert obwohl Papa dabei ist....
Ulla, deine Worte tuen gut, du hast schon sehr viel hinter dich gebracht und denkst positiv. Soll ich offen mit Papa reden? Soll ich ihm klar machen, dass er nun nicht gesund ist, sondern weiter kämpfen muss und immernoch alles ganz arg gefährlich ist?
Nurgitte, ich kann nicht immer bei Papa sein, ich wohne zu weit weg, habe 2 Kinder, 9 und 11, bin alleinerziehend, mein innig geliebter Mann hat mich letztes Jahr wegen einer anderen verlassen, ich tue schon mein möglichstes und fahre bisher alle 14 Tage runter. Ich würde es wie du tun, wäre bei ihm und würde meinen Eltern helfen, aber es geht nicht.Das tut weh.

Ich hoffe und wünsche mir nichts mehr, als dass alle befallenen Lymphen raus sind. Nichts mehr passiert, Metastasen im Gehirn wäre wohl für Papa und uns alle das Schlimmste, da meine Schwester vor 2 Jahren an einem Glioblastom gestorben ist. Hoffentlich war es eine Warnung, besser auf seinen Körper zu achten, aber nicht gleich ein Todesurteil. Ich liebe Papa so sehr und will ihn nicht verlieren. Ich weiß keiner möchte das, aber alles ist so durcheinander, morgen abend fahre ich um 17 Uhr los. Komme am Samstag wieder und berichte was die Gespräche ergaben, fahre aber mit einem unguten Gefühl weil ich so ein ehrlicher Mensch bin und Papa jetzt auch nichts vormachen kann.....
Ich drück euch
Sonja

Ulla Krefeld
15.05.2007, 21:22
Liebe Sonja,

es kommt immer auf die eigene Verfassung an, ob - egal was man sagt - es ängstlich oder positiv herüber kommt. Da Du ja die Zeit hast, Dich hier rund herum bestens zu informieren, was alles auf Deinen Vater zu kommen kann, wirst Du mit Sicherheit auch die richtigen Worte finden, um ihm 1. schon Hoffnung geben zu können und 2. die Warnung, sich als nicht krank anzusehen und deshalb womöglich die anschliessenden propylaktischen Behandlungen nicht mehr wahrzunehmen.

Aber wie es scheint, besteht hier ja keine Gefahr, dass er die Behandlungen ablehnen wird. Sag ihm vielleicht, dass durch die anschliessende Chemo selbst die kleinsten Mikro-Metastasen erfasst werden, es für ihn eine weitere Chance auf komplette Heilung bedeuten kann.

Wenn Dein Vater merkt, dass Du gut informiert bist, wird er Dir Vertrauen und alles mögliche tun, wieder ganz gesund zu werden.Und dazu gehört nun einmal das Annehmen der Therapie.

Du wirst das Kind schon schaukeln, da bin ich sicher.

Nochmals alles Gute für Euch

Ulla:winke:

Norchen
18.05.2007, 14:17
Liebe Tina,
dein Vater hat ja einen großzelligen Krebs, der teilt bzw. wächst zwar nicht so schnell, wie der Kleinzeller, dafür spricht er aber bekanntlich schlechter auf eine Chemo an. Nur weil die Tumoren zum Stillstand gekommen sind, sollte mit der Behandlung nicht aufgehört werden und ich glaube die Tabletten hat der Arzt abgesetzt, weil man auch keine Resistenzen provzieren will. Es ist gut, dass das Wachstum gehemmt wurde, aber du musst auch etwas mehr Vetrauen in die Ärzte schenken. Wir berichten hier alle von unseren Erfahrungen und vieles lässt sich auch von Fall zu Fall direkt verbinden, Dennoch ist jeder Mensch unterschiedlich und jede Behandlung MUSS individuell erfolgen. Vertraue den Ärzten und unterstütze sie und deinen Vater. Sie versuchen bestimmt alles erdenklich mögliche, damit sie deinen Vater heilen können. Es gibt jede Menge verschiedener Chemos und vielleicht ist die nächste genau die Richtige! Ich drücke Euch ganz fest die Daumen.
LG
Sabine

tristesse
20.05.2007, 08:00
hallo sonja!
ich will dir auch bestimmt kein schlechtes gewissen machen weil du nicht immer bei deinem papa sein kannst.ich hatte nicht so viele pflichten, meine kinder sind erwachsen,mein mann wollte mich nicht mehr und meine arbeit war mir einfach nicht so wichtig.ich hoffe von herzen das dein papa es packt!!! wenn du "reden "möchtest,ich habe zeit für dich....
liebe grüsse
nurgitte

bärchen3
22.05.2007, 22:51
Hallo an euch Lieben,

bin Samstag wieder nach Hause gefahren. Wir hatten Freitag das Gespräch mit Onkologen und Radiologen. Es war das erste mal, dass ich die Ärzte als total nett und mit Herz empfand. Sie haben Papa genau erklärt, was er hat, um das Brustbein herum wären die Lymphmetastasen gewesen, welche entfernt wurden. Jetzt folgt ab dem 28 Juni 4 Monate Chemo (Cisplatin und Vinorelbine ? wer kennt das?), danach 5 Wochen, jeweils mo bis fr Strahlen. Die Nebenwirkungen will ich gar nicht mehr erwähnen. Papa ist sehr sehr schwach und hat keinen Hunger. Er will es schaffen, aber aus seinen Augen schaut die selbe Angst, wie sie mir bei meiner Schwester vor 3 Jahren entgegengekommen ist. Ich glaube, ich will dass er es schafft, habe aber noch keine Vorstellung was während dieser Zeit auf ihn bzw. uns alle zukommen wird.
Der Abschied ist mir Samstag Hammerschwer gefallen, ich habe die ganze Zeit im Auto geweint. Ich würde gerne noch mehr tun, aber ich kann nicht mehr als ich schon tue. Ich kam heim, leeres Haus, die Kinder bei ihrem Vater, ich bin in ein Loch gefallen und fühlte mich unbeschreiblich alleine. Ich hätte gerne eine Schulter an der ich mich ausweinen könnte.....
Ich habe Sonntag Geburtstag. Erst wollte ich nicht feiern, aber letztes Jahr war der Tag nicht schön und ich sage mir, es kann so viel passieren unddeswegen mache ich jetzt eine kleine Party.
LG an alle
Sonja :engel:

moewe
23.05.2007, 16:23
Liebe Sonja,

recht hast Du , feiere ruhig Deinen Geburtstag .
Du darfst Dich nicht jetzt schon fertig machen , damit ist niemanden geholfen.

Meine Mutter hatte einen Kleinzeller und bekam 6 Zyklen Chemo und anschliessend prophylaktische Bestrahlung der Lunge.
Der Tumor kam zwar nicht wieder , aber leider Metastasen.

Ich drücke Euch die Daumen , und wünsche Euch von Herzen alles Gute,
und Dir "Happy Birthday" , lass es Dir gut gehen :knuddel:

Liebe Grüsse aus Wien,

Moewe :winke:

bärchen3
24.05.2007, 19:55
Liebe Moewe,

ganz herzlichen Dank für deine lieben Wünsche. Wie lange dauerte es bei deiner Mutter bis die Metastasen kamen? Kamen sie paralell zur chemo?

Ganz liebe Grüße aus dem Norden von Deutschland nach Wien zu dir,

Sonja

moewe
25.05.2007, 07:13
Liebe Sonja ,

meine Mutter bekam die Diagnose im August 2003 , und im Mai 2004 waren erstmals Metastasen da.

Aber Du weisst ja , jeder Mensch ist speziell , jeder ist anders.
Was bei einem anschlägt muss beim andern gar nicht anschlagen.

Ich wünsche Euch alles Gute ,

tristesse
29.05.2007, 06:50
liebe sonja!
ganz ,ganz liebe glückwünsche zum geburtstag nachträglich!!!!!
ich hoffe du hattest ein bisschen spass auf deiner fete! bei meinem vater war es so, daß er chemo und bestrahlung kombiniert gekriegt hat,deswegen kann ich dir deine fragen leider auch nicht beantworten.fakt ist auf jeden fall, das ein lungenkrebs der nicht operabel ist, nicht geheilt werden kann.
alles liebe, nurgitte

stella72
29.05.2007, 15:59
Euch allen Hallo...
habe mich heute bei diesem Forum angemeldet.......
anche mein Vater wurde letztes Jahr im November in Karlsruhe operiert.
ihm wurde der halbe Lungenflügel links wegoperiert....viele Lymphknoten, die auch schon befallen waren, wurden bei der Op auch gleich mitentfernt.
Damals sprachen die Ärzte von einem "erfolgreichen Eingriff"...
chirurgisch gesehen.
Er wurde dann über Weihnachten und Neujahr nach hause geschickt...
im Februar/März dann die erste Chemo...
mein Vater vertrag die Chemo erstaunlicherweise sehr gut.....
ich war selbst total begeistert - er hatte keine Nebenwirkungen, keine Übelkeit....usw.
Im April 2007 dann die nächsten Röntgenaufnahmen, um zu sehen, wie die Chemo reagiert oder gewirkt hat....
Es wurde festgestellt, daß nun auch die rechte Lunge Metastasen hat.
Außerdem hat es auch schon Metastasen gestreut in die Rippen, Wirbelsäule - in viele Knochen.....
mein Vater hat nun große Schmerzen - kann kaum noch gehen....die Schmerzen sind schrecklich...
ich bin total verzweifelt!
Er ist erst 59 Jahre...und ihn so zu sehen, ist wirklich traurig!
man kann nichts tun, das ist das Schlimmste.
Nun liegt er wieder im Krankenhaus, bekommt viele Schmerztabletten...
die wirken aber kaum!!!!
Ab morgen wollen sie ihm Tarceva geben, die neue Chemo.....
außerdem Zometa alle 4 Wochen.....
keiner sagt uns, wie es weitergeht, ob es überhaupt noch Chancen für meinen Vater gibt....
ich frage mich, wie lange er wohl noch am Leben sein wird???!
wie lange muß er noch so leiden????
Gibt es für meinen Vater keine Besserung?????
Kann man diese Metastasen nicht stoppen????
Könnte es sein, daß es nun aussichtslos aussieht, aber alles anders sein kann in einigen Tagen oder Wochen????
Was für Erfahrungen habt ihr gemacht mit Lungenkrebs (Plattenepithelkarzinom)??????
ich weiss nicht, ob ich noch hoffen soll.....oder ob ich mich schon abfinden soll....
es ist schrecklich kann ich nur sagen!
Ich besuche meinen Vater täglich...bin immer für ihn da, aber der Gedanke, daß er es vielleicht nicht schaffen kann, das ist schrecklich!!!

ich hoffe, Ihr schreibt mir.........
viele liebe Grüße
Stella

moewe
30.05.2007, 17:38
Liebe Stella,

es tut mir leid dass auch Dein Vater von dieser Krankheit betroffen ist :pftroest:

Dein Vater hat ein nicht kleinzelliges BK , dieses spricht zwar nicht so gut auf Chemo an , dafür wächst es aber nicht so schnell.
Zometa bekommt er für die Knochen , wegen den Metastasen.

Bekommt er auch Bestrahlung ?
Ich weiss wie Du Dich fühlst , man steht machtlos daneben und muss dieses Leid mitansehen. Das tut weh.
Hier im Forum bist Du richtig , wenn es Dir schlecht geht , wir fangen Dich auf.

Vielleicht schlägt ja die neue Chemo besser an , lass den Kopf nicht hängen , warte mal ab.

Bleib tapfer , sei für Deinen Vater da,

Liebe Grüsse

MOEWE

Wo der Glaube tröstet , weint die Liebe
www.beepworld.de/members/moewe71

bärchen3
31.05.2007, 15:44
Halloihr Lieben,

momentan geht es bei Papa gar nicht voran. Er ist nun schon 2 Wochen zu Hause und hat absolut keine Lust etwas zu essen. Auch mit dem Trinken nimmt er es nicht genau. Er würde gern, ist aber total schlapp und wenn er sich dann zwingt, bricht er es oftmals wieder raus. Werde heute nochmal in Karlsruhe anrufen und fragen was wir tun können. Hat irgend jemand gleiches erlebt? Ich denke er braucht do h Kraft für die Chemo. Papa hat ja ein Ademokarzinom T3 N2 M0. Wie sich alles entwickelt kann mir ja keiner sagen, aber ob wir was für den Aufbau tun können vielleicht.
Stella, es tut mir ganz arg leid, ich denke, sei wenigstens darüber froh, dass du täglich bei ihm sein kannst. Mir bricht es hier das Herz, mitzuerleben, wie Mutti alles tun will, Papa leidet und ich soo weit weg bin. Wir müssen positiv nach vorne schauen. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt.
Ich drück euch.
Sonja

bärchen3
03.06.2007, 01:47
Hallo,

Papa ist heute mit dem Krankenwagen wieder ins Krankenhaus nach Karlsruhe gekommen. Die Wunde ist total vereitert. Erkann weder essen noch trinken, alles bricht er raus. Er nimmt nur noch ab. Sie haben ihn komplett untersucht. Keine weiteren Metastasen lt. CT. Leukozytenwert 30000. Die sagten mit diesen Blutwerten müsste er eigentlich 40 Fieber haben und Schüttelfrost. Keiner kann sich alles erklären. Jetzt wird er dort stationär behalten. Ich denke für Mutti auch das Beste. SIe wußte nicht mehr was tun. Ich habe so Angst vor dem was kommt, weiß aber ich muß es annehmen, da wir diese Dinge im LEben nicht ändern können.

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße
Sonja

reuthmom
03.06.2007, 04:23
hallo <bärchen
kann dir leider nur mit Cisplatin/etoposid dienen,habe kleinzelliges Bronchialcarzionom mit mischtumorigem Anteil
Nach 3 Zyklen hat sich der Tumor auf die hälfte reduziert und dann leider nicht mehr.
Nebenwirkunken waren durch die Medikamente erträglich Magenschutz,was gegen die Übelkeit,Kortison.

Engel07
04.06.2007, 19:54
liebe sonja!
ganz ,ganz liebe glückwünsche zum geburtstag nachträglich!!!!!
ich hoffe du hattest ein bisschen spass auf deiner fete! bei meinem vater war es so, daß er chemo und bestrahlung kombiniert gekriegt hat,deswegen kann ich dir deine fragen leider auch nicht beantworten.fakt ist auf jeden fall, das ein lungenkrebs der nicht operabel ist, nicht geheilt werden kann.
alles liebe, nurgitte

Hallo Tristesse, hab da ne Frage. Wie lief denn das bei Deinem Vater mit der Kombination aus Chemo und Bestrahlung ab? Soll bei meinem Dad auch gemacht werden. War das bei Euch ambulant und wie ist es gelaufen???

Liebe Grüße
Engel :winke:

Engel07
04.06.2007, 20:01
Bin's nochmal. Hab grad nochmal deinen vorherigen Beitrag gelesen. Tut mir so leid, dass Dein Vater es nicht geschafft hat, aber die Zeit die Du bis zuletzt mit ihm hattest kann Dir keiner nehmen.

Engel :)

tristesse
14.06.2007, 07:44
Hallo Engel!
Sorry, ich habe deine Anfrage eben erst gefunden. Also ,mein Papa hat Anfang Januar 2005 im KKH die ersten beidenInfusionen des ersten Zyklus seiner Chemo bekommen.Gleichzeitig fand die Computersimulation für die Bestrahlung statt. Dann durfte er nach Hause.Immer von Montags bis Freitags ,insgesamt 25 mal bin ich dann mit ihm zur Bestrahlung ins KKH gefahren. Zeitgleich bekam er immer Freitags ebenfals im KKH seine ambulante Chemo. Er hat drei Zyklen(das heißt drei Wochen jewils eine Infusion und dann 1-2 Wochen Pause)chemo bekommen, bis zum 14. April. ich hoffe, meine Antwort hilft dir noch ein bißchen ,obwohl sie so spät kommt, wenn du Fragen hast, kannst du mich auch jederzeit direkt anschreiben. Alles liebe für Euch ,ich drücke dich ganz fest an mein Herz...
Tristesse

Engel07
14.06.2007, 14:43
Hallo Tristesse, :winke:

vielen Dank für Deine Antwort. Hast mir echt geholfen, dann hab ich ne Vorstellung, wie as Ganze ablaufen könnte.

Wie hat Dein Papa den die ganze Therapie weggesteckt? Geht's ihm denn jetzt einigermaßen gut?

Grüße Dich ganz lieb

Engel :engel:

tristesse
14.06.2007, 17:53
Lieber Engel!
wie ich Dir schrib, bekam mein Papa am 14. april 2005 seine letzte chemo.Am 16. April hat er uns gebeten ihn nicht mehr mit Essen zu quälen.Bis zum 27, April hat ersich von Milch mit Honig und Haferflocken "ernährt",schlückchenweise. am27. April hat er das weiche aus einem Stück Sahnetorte gegessen,dann gar nichts mehr ,er hatte Angst das Milch mit Honig ihm schaden könnte. In der Nacht vom 29. zum 30. April2005 ist er gestorben.Sorry, hätte Dir gerne geschrieben das er fit wie ein Turnschuh ist.SO GERNE !
Nicht bei jedem läuft es so Engel! Lass dich umarmen und bleibe so stark wie Du kannst,Ich denke an dich...
Tristesse:winke: :winke: :o

Engel07
14.06.2007, 19:17
Oh liebe Tristesse, das tut mir ja so leid, wie kann man nur so blöd sein. Dabei hatte ich das doch oben schon geschrieben. 1000mal Entschuldigung. Vielen Dank, dass Du so lieb reagiert hast...

Engel :engel:

bärchen3
20.06.2007, 19:00
Hallo an alle,

brauch einfach nochmal einen Rat. Papa ist nun seit vorgestern wieder zu Hause, nächste Woche sollte eigentlich die Chemo losgehen. Er hat und hat einfach keinen Apetitt. So hat er nun auf 63 kg abgenommen. Ist das normal? Wird er so überhaupt die Chemo annähernd gut ertragen und verkraften. Am 29. Fahr ich wieder runter. Ich habe wirklich Angst vor allem was kommt.
Aber vielleicht ist es normal, dass man keinen Hunger hat. Ich weiß auch nicht. Man kann auch so wenig tun. Mutti braucht viel Kraft. Sieht ihn da liegen wie vor knapp 3 Jahren meine Schwester. Ach das Leben ist manchmal nicht fair, aber wir alle müssen da durch. Und müssen es schaffen.
Liebe Grüße an euch.
Sonja

Wolf66
20.06.2007, 19:38
Hallo Sonja,
ich kann Dir nur erzählen, wie es bei mir war.
Ich war immer schon sehr schlank, 68 kg bei 1, 79, aber im Krankenhaus, in dem ich eigentlich wegen einem Pilz in der Speiseröhre, Zwölffingerdarmgeschwür und Nierenentzündung eingeliefert wurde und wo die dann den Krebs entdeckten, weil sie das andere nicht in den Griff bekamen, nahm ich auf 55 kg ab.
Ich wurde dann auch entlassen und bekam Chemo, hatte aber wie Dein Vater absolut keinen Appetit, nur Durst.
Die Chemo erschwerte dann noch das Essen, weil der Mund austrocknete und jedes Kauen wegen Aphten (kleine Bläschen, die sich bilden) schmerzhaft war.
Ich bekam also nur Weiches zu essen und habe auch das mehr oder weniger heruntergewürgt,nahm deshalb auch nicht zu.
Außer der Chemo bekam ich nur Cortison und Nexium.
Und dann - plötzlich - von einem auf den anderen Tag war der Appetit wieder da. Ich konnte zwar immer noch nicht alles essen, aber ich vertilgte z.B. an einem Abend 6 normal große Würstchen. Vordem wäre eins zu viel gewesen.
Dann nahm ich auch zu und wiege jetzt 75 kg, mehr als ich jemals gewogen habe.
Warum und wodurch dieser Appetit plötzlich wiederkam, weiß ich nicht, aber ich wollte Dir nur sagen - so etwas ist möglich.
Als ich 55 kg wog, dachten meine Angehörigen auch, daß das nichts mehr werden würde, aber man darf eben nie die Hoffnung aufgeben.
Ich wünsche Dir jedenfalls, daß es Deinem Vater ähnlich gehen wird.
Liebe Grüße
Wolf

bärchen3
25.06.2007, 20:31
Hallo,
ich telefoniere jeden Tag mit Papa, es geht ihm nicht gut. Er wiegt jetzt noch 60 kg und hat den Ekel vor dem Essen. Am mittwich hat er Termin im Krankenhaus wo entschieden wird, ob Donnerstag die Chemo beginnt. Kann die überhaupt beginnen, bei dem Gewicht? Schafft er es? Er würde gerne aber er hat seit dem 16 April keinen einzigen Tag, andem die Tendenz mal nach oben geht. Freitag fahre ich hin und bleibe bis Sonntag. Freue mich und habe gleichzeitig Angst davor. Ich würde so gerne helfen......
Drück euch alle.
Sonja

Wolf66
25.06.2007, 22:09
HalloSonja,
ich bekam die erste Chemo noch im Krankenhaus, einen Tag vor der Entlassung und ich wog damals 55 kg und hatte absolut keinen Appetit auf irgend etwas. Habe mich dann aber gezwungen, wenigstens ein wenig, da ich auch im Rachen Probleme hatte, etwas weiches zu essen.
Allerdings war mein vorheriges Gewicht 68 kg.
Trotzdem, die Chemo hat ja bei mir auch bei dem Untergewicht gewirkt und ich hatte nur wenig Nebenwirkungen.
Ich drück die Pfoten
Liebe Grüße
Wolf

Jinx
26.06.2007, 16:46
Liebe Sonja,

habe die Geschichte deines Papas verfolgt und möchte nun auch mal was dazu schreiben: meine Mutter ist leider auch betroffen und hat mittlerweile die 3.Chemo und Bestrahlungen hinter sich. Der Tumor hat sich auch schon etwas verkleinert!!!
Meine Mutter hatte auch eine Phase, wo sie überhaupt keinen Appetit hatte und selbst Wasser hat sie wieder ausgewürgt. Es ist ganz schwierig als Angehöriger daneben zu stehen und den lieben Menschen leiden sehen - wie er immer dünner und schwächer wird. Aber auch das ging vorüber! Sie bekam dann eine Vitaminlösung infundiert, die den Appetit anregen sollte und siehe da: am selben Nachmittag hat sie sich ein riesen Stück Erdbeerkuchen reingepfiffen! Ein paar Tage später bekam sie die nächste Chemo. Sie sollen deinem Vater ganz viel Flüssigkeit verabreichen, Kochsalz, Glucose und diese Vitaminlösung und dann sollte das zu schaffen sein! Durch die Flüssigkeit wird das fiese Zeug auch schnell wieder aus dem Körper geschwemmt, damit es nicht länger als nötig drin bleiben muss.
Ich hoffe, alles wird gut!
LG
Katrin

Stina
26.06.2007, 17:36
Auch mein Vater hatte Lungenkrebs. Allerdings war bei ihm keine OP, keine Bestrahlung und auch keine Chemo mehr möglich, da er nur noch 36 kg gewogen hat. Ich drücke Euch feste die Daumen, daß die Weiterbehandlung erfolgt. LG Petra

bärchen3
26.06.2007, 20:35
Hallo an alle,
ich danke euch ganz lieb für eure Beiträge. Fahre ja Freitag früh los, 550 km, habe meine 2 Kids bei ihrem Papa untergebracht. Mein Großer hat jetzt auch noch Keuchhusten bekommen.Fahre aber trotzdem. Sein Papa wird sich schon kümmern. Es ist mir irgendwie ganz wichtig hinzufahren. Es macht mir Mut und ich werde Papa sagen, dass viele diese Zeit duchmachen und er es schaffen wird. Das mit der Flüssigkeit muß ich auch in die Wege leiten. Ich hoffe alles wird gut und glaube deinem Leitspruch lieber Wolf, ich warte auf ein Wunder.
Seid ganz lieb von mir gegrüßt. Morgen um 14 Uhr stellt sich raus of es los geht oder nocht mit der Chemo. Mal schauen.

Bis denn
Sonja

bärchen3
24.07.2007, 13:27
Hallo an alle,

es ist nun schon der 24.Juli und die Chemo geht noch immer nicht los. Papa schafft es nicht zuzunehmen. Die Klinik haben die Verantwortung auf die Hausärztin gelegt, die ist im Urlaub und Papa will glaub ich nicht an eine Chemo denken. Habe mich mit ihm lange unterhalten, ob er aufgibt, usw. Er hat gesagt er möchte nicht aufgeben, denkt aber das Krankenhaus habe ihn kaputt gemacht. Hätte ich mich nur nicht operieren lassen usw. sind seine Worte. Meine Eltern verdrängen die Realität und ich habe leider auch damit angefangen. Ich habe einfach nur Angst, Angst dass es Papa bald noch schlechter geht. Wird er uns hier nochmal besuchen? Wird er alles überstehen? Ich bin so weit weg um immer einzugreifen und um mich immer zu kümmern. Ich habe hier auch ganz viele Sorgen und leide sehr unter der Trennung und dem permanenten Alleinsein. Habe zwar viele Freunde, aber bin doch einsam. Will Papa nicht verlieren. Bete jeden Tag zu Gott, er möge Papa verschonen. Fahre morgen mit den Kindern zu ihm und freu mich schon. Hoffentlich geht es ihm einigermaßen gut.
Ganz liebe Grüße an euch alle.....

Sonja

bärchen3
12.08.2007, 22:49
Hallo und guten Abend,

war bei meinen Eltern und mein Papa machte einfach keine Fortschritte. Er ist noch dünner geworden. Er hat sich sehr über die Kinder gefreut und wir waren alle beim Abschied sehr traurig. Als ich weg bin haben meine Eltern endlich in der Klinik angerufen und wg. der Chemo, die ja nun immer verschoben wurde nachgefragt. Der Prof. der Onkologie persönlich rief zurück und gab Papa einen Termin zum CT für letzten Freitag. Ich, bzw. wir alle haben solch eine Angst gehabt, lt. Ärzte ist der Krebs NICHT wiedergekommen!!!!!!!!!!!!!!Juchu, Papa ist umgewandelt, er fängt wieder an besser zu essen, will spaziergänge machen und redet sogar davon bald zu mir zu Besuch zu kommen. Ich freu mich und schäme mich gleichzeitig, dass ich trotzdem noch so eine Angst habe und nicht wie die anderen alles negative beideite schieben kann. Der Prof. sagte zu Papa er müsse nun weder Chemo noch Bestrahlung machen. Das würde ihn nur umhauen und wie gesagt, der Krebs ware ja nach einem viertel Jahr nicht wiedergekommen. Kann es sein, dass er keine Behandlung mehr braucht und bei der kompl. Entfernung des Lungenflügels alles entfernt wurde? Ich muß mich zwingen daran zu glauben. Ich liebe Papa so und hoffe alles wird gut.
Liebe Grüße an euch alle:embarasse
Sonja:winke:

Linde030
12.08.2007, 23:23
libe sonja,

das ist doch eine gute nachricht ich hoffe für euch das es so bleibt,

alles gute linde:winke:

Juliane1979
17.08.2007, 22:03
Liebes Bärchen/ liebe Sonja,

ich hoffe auch für Dich, dass alles gut wird :remybussi

es ist sicher wie eine weiche Wattewolke, wenn man gute Nachrichten bekommt und sieht, wie Vati langsam wieder Kraft und Mut schöpft - was sich hoffentlich bald in Fortschritten niederschlägt. Ich wünsche Euch weiterhin diesen Aufwärtstrend und bin zuversichtlich.

Ganz liebe Grüße

Juliane

Edit: Es ist so verständlich, dass Du skeptisch und ängstlich bleibst, brauchst Dich doch nicht schämen Du :) Aber lass Dir von der Angst diese positiven Berichte nicht kaputt machen und vor allem nicht die Zeit, die ihr habt.

Wolf66
17.08.2007, 22:11
Liebe Sonja,
solche Nachrichten brauchen wir hier :engel:
Ich wünsch Dir, dass alles so gut weitergeht.
Liebe Grüße
Wolf